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Teutoburger Wald: Tipps für eine Wellness-Auszeit in der Natur

*Anzeige | Im Nordosten Nordrhein-Westfalens erstreckt sich der Teutoburger Wald, der aus gutem Grund auch als “Heilgarten Deutschlands” bekannt ist. Denn an keinem anderen Ort im Land findet ihr so eine Vielzahl an natürlichen Heilmitteln wie Sole, Moor, reiner Luft und Thermal-Mineralwasser auf engstem Raum wie in dem Mittelgebirge.

Kombiniert mit Wanderungen, Yoga-Sessions und spannenden Ausflugszielen wird der Urlaub im Teutoburger Wald zur entschleunigenden Wellness-Auszeit bei der die Natur die Hauptrolle spielt.

In diesem Beitrag stelle ich euch die Heilbäder im Teutoburger Wald vor und gebe euch einen Überblick der natürlichen Heilmittel und Wellnessangebote. Daneben findet ihr eine Auswahl empfehlenswerter Unterkünfte und Restaurant-Tipps. 

Teutoburger Wald: Alle Highlights im Überblick

Diese Karte bietet dir eine Übersicht aller Highlights, Ausflugsziele, Restaurant-Empfehlungen und Hotel-Tipps.

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Bad Driburg: Baden im Moor und Lustwandeln de luxe

Rund 30 Kilometer von Paderborn entfernt, liegt das Gräfliche Heilbad Bad Driburg mit dem ich eine besondere Geschichte verbinde. Denn vor mehr als fünf Jahren machte ich mich für einen meiner allerersten Aufträge als Reisebloggerin auf den Weg in das Heilbad. So war es für mich ein besonderes Vergnügen, zum zweiten Mal die einzigartige Atmosphäre des Gräflichen Parks zu genießen und ein wenig Revue passieren zu lassen, was sich seit meinem letzten Aufenthalt alles in meinem Leben getan hat.

Glücklicherweise hat sich am Gräflichen Park selbst wenig verändert. Noch heute umgibt das Anwesen den wunderschönen und preisgekrönten Landschaftsgarten im Englischen Stil, im hoteleigenen Restaurant Caspar’s werdet ihr mit einer sagenhaft köstlichen, gehobenen Küche verwöhnt und in nahezu jedem Winkel des Health und Balance Resorts ist man umgeben von berauschenden Düften und noblem Flair. Eine Wohltat für die Sinne!

Blick auf die Brunnenarkaden des Gräflichen Parks.
Abendspaziergang im Rosengarten.

Eines hatte ich während meiner ersten Reise nach Bad Driburg verpasst: ein Bad im Moor. Denn unmittelbar an die altehrwürdigen Mauern grenzen mehrere Moorteiche, in denen das Naturheilmittel abgebaut und vom Moorkoch aufbereitet wird. Mooranwendungen wirken besonders wohltuend bei Gelenkerkrankungen und haben noch eine ganze Reihe positiver Effekte bei verschiedensten Beschwerden.

Das Moorvollbad hole ich also dieses Mal nach. Im Medical Spa des Resorts steige ich in eine Wanne und bade für zwölf Minuten in der 42 Grad warmen Torf-Wasser-Masse. Danach wird das Moor von meinem Körper gewaschen, bevor ich in einem Kokon aus Handtüchern und Decken gehüllt auf einer Liege ruhe, denen ich nach 20 Minuten entschlüpfe.

Mit etwas Glück können Gäste hinter die Kulissen der Moortherapie blicken. Führungen zu den Moorteichen und durch die Moorküche werden auf Anfrage (info@graeflicher-park.de) und je nach Verfügbarkeit angeboten.

Mein erstes Moorbad.
Parkbewohner.

Im Anschluss an das Moorvollbad sollte man sich Ruhe gönnen. Ein entspannter Parkspaziergang über das Anwesen ist da genau das Richtige.

Bad Salzuflen: Meeresbrise und Schwerelosigkeit

Wie Bad Driburg für das Moor steht, so dreht sich in Bad Salzuflen alles um die natürliche Heilkraft der Sole. Seit mehreren Jahrhunderten ragen im Staatsbad Gradierwerke gen Himmel und verwandeln Bad Salzuflen in ein Freiluft-Inhalatorium. So kann man die wohltuende, salzhaltige Luft, die man sonst nur am Meer genießen kann, auch im Teutoburger Wald erleben.

Einmal tief durchatmen.
Ensemble der Weserrenaissance.
Kurpark und herrliche Kulisse für eine Yoga-Einheit.

Zudem findet ihr in Bad Salzuflen eine hübsche Altstadt, durch die sich der Fluss Salze windet und in der es einige im Stil der Weserrenaissance erbaute Gebäude zu bestaunen gibt. Daneben reihen sich Fachwerkhäuser mit kunstvoll geschnitzten Giebeln und Verzierungen. Die kopfsteingepflasterten Gassen sind wie gemacht zum Treiben lassen. Alternativ könnt ihr die schönsten Orte der Bad Salzufler Altstadt auch bei einer Stadtführung erkunden.

Eine echte Attraktion sind die drei großen Gradierwerke im Herzen der Stadt. Hier rieseln jeden Tag 600.000 Liter Sole herab und sorgen für ein Klima wie am Meer. Schaut auf jeden Fall auch in der Sole-Nebelkammer des begehbaren Erlebnis-Gradierwerks vorbei.

Die Altstadt von Bad Salzuflen.
Gleich drei Gradierwerke liegen inmitten der Stadt.

Yoga im Kurpark und Picknick am Solestrand

Neben der Altstadt laden der Landschaftspark und der eintrittspflichtige Kurpark zum Spazieren im Grünen ein. In Letzterem finden regelmäßig Aktivprogramme wie Yoga oder Qi Gong zwischen der üppigen Blütenpracht des Parks statt – und das sogar kostenlos. Eine Übersicht der Veranstaltungen findet ihr hier.

Zahlreiche Sitzmöglichkeiten laden zum Entspannen ein. Highlight hierbei ist der Solestrand mit seinen gemütlichen Strandkörben.

Mein Tipp: Bestellt euch vorab einen Picknick-Korb in der Touristen Information und genießt die Köstlichkeiten in einem der Strandkörbe.

Für den Kaffee danach steuert ihr am besten das gemütliche Café der Kaffeerösterei BO an, die sich in einem schmucken Fachwerkhaus im Herzen der Altstadt verbirgt.

Picknick am Solestrand.
Die Villa Dürkopp beherbergt heute ein Hotel.

Wer noch tiefer in die Heilkraft von salzhaltigem Wasser einsteigen möchte, findet im Staatsbad Vitalzentrum zahlreiche Entspannungsanwendungen wie Aquafloating. Dabei gleite ich, den Kopf auf einem Kissen gestützt, auf dem Rücken liegend bei beruhigender Musik in einem Thermalsolebecken. Währenddessen bewegt mich eine Therapeutin in mal sanften, mal schnellen Bewegungen durch das Wasser.

Für mich war Aquafloating nicht nur ein entspannendes Erlebnis, sondern auch eine gute Übung, um mich im Loslassen zu üben. Wie gut es sich anfühlt, einfach mal die Kontrolle abzugeben – große Empfehlung!

Mein Hotel-Tipp in Bad Salzuflen: Großzügige Zimmer in historischem Ambiente bietet die Villa Dürkopp.

Bad Oeynhausen: Heilendes Wasser und kulturelle Ekstase

Bad Oeynhausen hat mich vor allem mit seinen Architekturschätzen und dem außergewöhnlichen Kulturangebot begeistert. Schon vor mehr als 150 Jahren, als die Stadt als Kurort gegründet wurde, war man der Ansicht, dass man, umgeben von Schönheit, schneller heilt. Die Kurgäste wurden sozusagen nobilitiert und durften während ihres Aufenthalts etwas von dem Glamour und dem vornehmen Leben der feinen Gesellschaft ab haben.

So kann man noch heute bei einem Streifzug durch den weitläufigen, im Stil eines Englischen Landschaftsparks angelegten Geländes, prachtvolle Gebäude und sogar einen Küstenmammutbaum bestaunen.

Im Kaiserpalais genieße ich am Abend die Premiere des GOP Varieté-Theater.

Mitte des 19. Jahrhundert stieß man in Bad Oeynhausen auf eine Thermalsolequelle und noch heute schöpft man aus der Heilkraft des Wassers. Ob zur äußeren Anwendung oder als Trinkkur. Denn als ältestes Naturheilmittel der Erde bietet Heilwasser wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente und kann vor allem für Veganer oder Sportler eine optimale Ergänzung bieten.

Noch eine Sache, die bei der Gesundung Wunder wirken kann: ausschweifende Momente der Ekstase. Dafür begebt ihr euch am besten in den neobarocken Bau des Kaiserpalais, wo mit dem GOP Varieté-Theater unterhaltsame Abende in stilvollem Ambiente garantiert sind – von Gänsehaut bis zum Tränen lachen ist alles möglich.

Daneben erwartet euch in Bad Oeynhausen auch ein vielfältiges kulinarisches Angebot. Von leckeren Burgern, über Antipasti bis zu frischen Salaten reicht das Angebot der Villa Q und auch der sonntägliche Frühstücksbrunch soll fantastisch sein. Ebenfalls in einer wunderschönen Villa bietet das Café Herzstück eine tolle Auswahl für Veganer.

Mein Hotel Tipp für Bad Oeynhausen: Im Vienna House Easy übernachtet ihr in modernen Zimmern in entspannt-lässiger Atmosphäre. Ein weiterer Pluspunkt: Das Hotel bietet direkten Zugang zum Kaiserpalais.

Kräuterführung durch die Bad Oeynhausener Schweiz

Zum Abschluss meines Aufenthalts in Bad Oeynhausen weiht mich Heilpraktikerin Katharina Hinze in die Geheimnisse heilender Wildkräuter ein. Denn entlang vieler Wege wachsen Pflanzen, die eine ganze Reihe von Beschwerden lindern können. In der Bad Oeynhausener Schweiz begeben wir uns auf einen Wildkräuter-Streifzug und werden alle paar Meter fündig.

So hilft das fluffig weiß blühende Mädesüß gegen Kopfschmerzen und gilt generell als eine Art natürliches Aspirin. Nelkenwurz soll Zahnschmerzen lindern und als Wald- und Wiesenpflaster ist der Spitzwegerich bekannt. Bei Wespen- oder Mückenstichen etwa wirkt der Pflanzensaft wahre Wunder. Also bei Bedarf Blätter zerknautschen bis der Saft heraustritt und sanft auf die Stelle tupfen.

Kräuterexpertin Katharina Hinze.
Brennnessel-Samen gelten als echtes Superfood..

Als wahres Superfood unter den Wildkräutern gilt die Brennnessel. Die Samen stecken voller Vitalstoffe und eignen sich prima als Topping für den Salat oder das Porridge. Dabei solltet ihr allerdings nicht mehr als einen halben Teelöffel pro Tag essen.

Ein weiteres Wundermittel, das entlang des Wegesrandes gedeiht, ist das Gänsefingerkraut. Die Pflanze wirkt entkrampfend und ist somit ein gutes, natürliches Heilmittel bei zum Beispiel Menstruationsbeschwerden.

Termine für Kräuterführungen mit Katharina im Teutoburger Wald und Kontaktinfos für individuelle Workshops findet ihr hier.

Bad Lippspringe: Heilwald und Blütenpracht

Als weiteres Highlight für eine Wellness-Auszeit im Teutoburger Wald besuche ich Bad Lippspringe. Die Stadt ist sowohl “Staatlich anerkanntes Heilbad“ als auch “Heilklimatischer Kurort der Premium Class” und bietet eine Reihe erholsamer Ausflugsziele.

In der Westfalen-Therme erwartet euch ein idyllischer Waldgarten, eingebettet in die Natur des Kurwaldes. In der Anlage mit ihrem Waldhaus, den exklusiven Suiten, einem Bistro und der gemütlichen Kaminlounge dominieren natürliche Materialien wie Holz und Stein. Eine Besonderheit ist außerdem die tolerante Bade- und Sauna-Etiquette, die im Waldgarten gepflegt wird. Jeder ist willkommen, ob nackt oder in Bikini oder Badehose. Herzstück der Therme ist die 100 Quadratmeter große See-Sauna, die einen herrlichen Blick auf den Natursee offenbart.

Foto Credit: Teutoburger Wald, Dominik Ketz – edit by me.

Unmittelbar im Zentrum von Bad Lippspringe erstreckt sich das Gelände der Gartenschau. Zwischen den Wiesen und Beeten summt es und der Spaziergang durch die Gartenschau wird begleitet von einem herrlichen Duft. Dazwischen findet man immer wieder lauschige Plätze für eine Lese-Pause oder ein Picknick. Ich lasse mich für eine Weile auf einer Liege nieder und genieße den beruhigenden Blick auf den pfefferminzfarbenen Teich.

Schönheiten am Wegesrand.
Herrliches Plätzchen für eine Pause.

Auf dem Gelände der Gartenschau finden regelmäßig wechselnde Veranstaltungen statt. Es lohnt also regelmäßig einen Blick in den Eventkalender zu werfen. Im Herbst wird zum Beispiel dem Kürbis ein Festival gewidmet.

Mein Hotel-Tipp in Bad Lippspringe: Nur wenige Fußminuten von dem Eingang der Gartenschau entfernt, lässt das Hotel Scherf Residenz keine Wünsche offen.

Bad Holzhausen: Historische Schätze und schwarze Schwäne

Am Fuße des Wiehengebirges liegt das Heilbad Bad Holzhausen. Ein weiterer Ort, wie gemacht, um in der Natur Kraft zu tanken. Der Kurpark bietet mit dem Wassertretbecken, einem Barfußpfad und dem Garten der Generationen zahlreiche Möglichkeiten, um draußen aktiv zu sein. Wer es ganz entspannt angehen mag, spaziert durch den schön angelegten Park. Mit etwas Glück entdeckt man zwei seltene schwarze Schwäne auf dem Teich und gleich dahinter liegt das historische Haus des Gastes, ein ehemaliges Rittergut.

Das Haus des Gastes in Bad Holzhausen.
Indian Balance Session mit Katharina Hinze.
Das Schwanenpaar ist noch namenlos. Vorschläge?

Gleich mehrere Burgen und Schlösser in der Umgebung lassen sich bei einer Fahrradtour erkunden. Während meines Aufenthalts in Bad Holzhausen ergießt sich jedoch ein Sommerregen über dem Kurpark. Also rolle ich gemeinsam mit Katharina die Matte im ersten Stock des Haus des Gastes aus. Mit seinem historischen Flair und den vertäfelten Wänden ist er ein beliebter Ort für Trauungen.

Bei meditativen Klängen führt mich Katharina in die Kunst des Indian Balance ein. Während eineinhalb Stunden fließen wir von einer achtsamen und kräftigenden Bewegung in die nächste. Ein bisschen wie ein friedlicher Tanz auf der Matte fühlt es sich an. Wunderbar wohltuend und entspannend.

Horn-Bad Meinberg: Naturwunder und Slow Hiking

Nächste Station: Horn-Bad Meinberg. Nur zwei Kilometer vom Zentrum des Heilbades entfernt, befindet sich ein geheimnisvolles Naturphänomen. Inmitten des dichten Mischwaldes ragt eine imposante Felsformation etwa 40 Meter gen Himmel. Gut 80 Millionen Jahre alt sollen die Externsteine sein, die zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Deutschlands zählen.

Zwei Treppen führen zu Aussichtsplattformen hinauf. Daneben verlaufen mehrere Wanderwege entlang der Externsteine. Wer etwas weniger Zeit mitgebracht hat, kann den am Fuße des Naturhighlights gelegenen See bei einem kleinen Spaziergang umrunden.

Als besonderes Erlebnis könnt ihr die Wanderung auch in Begleitung zwei friedliebender und gutmütiger Vierbeiner antreten. Denn quasi in Nachbarschaft zu den Externsteinen haben die Esel Anton und Alfred auf dem Rosenhof Lippe ein liebevolles zu Hause gefunden. Neben Wanderungen zu den Externsteinen oder den in der Umgebung blühenden Lavendelfeldern kann man den Hof auch für eine Kuscheleinheit besuchen. Besonders Anton freut sich sehr über Streicheleinheiten.

Slow Hiking mit Anton.
Der neugierige Alfred.

Eine neue Herausforderung erwartet mich im Zentrum von Horn-Bad Meinberg. Bei TBO Laukert lerne ich nicht nur die Grundlagen und die Schusstechnik des klassischen Sport-Bogenschießens kennen. Ich erfahre außerdem über den therapeutischen Nutzen der Sportart. Denn Bogenschießen fördert nicht nur die Konzentration und Achtsamkeit. Es kann auch wahre Wunder beim Bewältigen von Stress vollführen und schon die aufrechte und stolze Körperhaltung hilft dabei, das Selbstvertrauen zu stärken.

Kalletal: Waldbaden und Mohnliebe

Meine Reise durch den Teutoburger Wald führt mich ins Kalletal. Mit seinen waldreichen Gebieten ist die Gemeinde prädestiniert fürs Wandern – und fürs Waldbaden. Denn was in Fernost bereits als Therapieform besteht, funktioniert auch wunderbar in unseren Breiten. Erst im Mai 2022 wurde der Waldbaden-Pfad in Heidelbeck eingeweiht. Eine App mit Audioguide führt euch entlang zehn Stationen. Währenddessen taucht man ganz nebenbei und mit allen Sinnen in die wohltuende Atmosphäre des Waldes ein.

Der neu angelegte Waldbaden-Pfad in Heidelbeck
Auch an einem Wunschbaum kommt man vorbei.

Als perfekten Ausklang nach ein paar Stunden im Wald besuche ich Familie Klemme auf ihrem idyllischen Hof. Beim Einbiegen auf die Einfahrt ist etwas Vorsicht geboten. Denn Hühner und Kaninchen hüpfen gerne kreuz und quer um die 500 Jahre alten Gebäude.

Der Familienbetrieb baut – allesamt ökologisch – neben Weizen, Roggen, Hafer und Buchweizen auch Blaumohn an. Letzterer gibt im Frühling ein herrliches Bild auf den umliegenden Feldern ab. Jetzt im Sommer ist der Mohn zwar verblüht, ich erfreue mich aber genauso am Anblick der Kapseln.

Verblühte Mohnfelder haben auch was an sich.
Bester Mohnkuchen ever in der gemütlichen Küche der Familie Klemme.

Im Hofladen der Familie findet man zahlreiche Köstlichkeiten, alles selbst und auf traditionelle Weise hergestellt. Eintöpfe und Suppen, Marmeladen, vegane Brotaufstriche, Liköre und natürlich den berühmten Mohnkuchen – köstlich, sag ich euch!

Lage: Petit Provence und die Welt der Düfte

Provence Feeling mitten in Deutschland. Hier im Teutoburger Wald entdecke ich ein Stückchen Südfrankreich. Bis zur Ernte im Juli blühen die Lavendelfelder in Fromhausen. Daneben kann man auch auf dem Firmengelände von TAOASIS in Lage durch das lilafarbene Blütenmeer und den Botanischen Duftgarten mit mehr als 500.000 Pflanzen streifen.

Die Naturduft Manufaktur steht seit mehr als 30 Jahren für hochwertige und naturreine ätherische Öle aus zertifiziertem Bio- oder Demeter-Anbau. Daneben hat sich das inhabergeführte Familienunternehmen zur Aufgabe gemacht, seinen Beitrag zum Schutz der Umwelt, Lebensräume und Arten zu leisten.

Eine Dosis Provence im Teuto.
Bei dieser Aufnahme sind natürlich alle Pflänzchen heil geblieben.

Beim Besuch des Firmenstandortes in Lage mache ich mir selbst ein Bild von den Visionen und natürlichen Produkten der Naturduft Manufaktur. Im Store teste und schnuppere ich mich einmal quer durch die Produktpalette. Von Raumdüften, über Bücher bis zu Hilfsmitteln für die Aromatherapie. Düfte üben einen außerordentlichen Einfluss auf unser Wohlbefinden und unsere Stimmung aus. Dabei wirkt Lavendel entspannend und schlaffördernd.

Direkt am Duftgarten von TAOSIS lädt das Café Petit Provence zum Schlemmen und Genießen ein. Eine feine Auswahl an Köstlichkeiten, mit Hommage an die französische Küche, erwarten euch hier. Daneben finden regelmäßig tolle Events wie Feldführungen, Qi Gong Schnupperkurse, Duft-Yoga, Sternenreisen und Konzerte statt.

Infos zu Öffnungszeiten und Eintrittspreisen findet ihr hier.

Bad Wünnenberg: Das Revival des Kneippens

Zum Abschluss meiner Auszeit im Teutoburger Wald geht es für mich ins beschauliche Bad Wünnenberg. Als Kneipp-Heilbad und Luftkurort in abwechslungsreicher Natur bietet die Kleinstadt ideale Voraussetzungen, um die Batterien aufzuladen und Kraft im Grünen zu tanken. Auf dem Paddelteich im Kurpark macht gerade eine Schwanenfamilie einen Ausflug und rund um das Gewässer kann man seinen Füßen auf dem mehr als einem Kilometer langen Erlebnis-Barfußpfad eine wohltuende Massage gönnen.

Mein Hotel-Tipp in Bad Wünnenberg: Im familiengeführten Hotel Tannenhof erwarten euch freundliche Zimmer, ein schöner Poolbereich mit Weitblick und ein tolles Frühstücksbuffet.

Schwanenausflug auf dem Paddelteich.
Auf nackten Sohlen durch den heimischen Urwald.

Gleich vier ausgeschilderte Kneipp-Wanderwege führen durch Bad Wünnenberg und das Aatal. Ich mache mich in guter Gesellschaft, darunter Kneipp- und Gesundheits-Expertin Alexandra Dören, auf den Weg und erwandere eine Strecken-Kombination aus den Kneipp-Touren Gelassenheit und Energie. Währenddessen erfahre ich von Alexandra interessante Anekdoten über das Leben von Sebastian Kneipp und die fünf Säulen, auf denen seine Therapie aufbaut: Wasser, Bewegung, Ernährung, Heilpflanzen und Balance. Kneippen mag im ersten Moment ein wenig angestaubt klingen. Tatsächlich erlebt die Anwendung derzeit einen Imagewechsel und avanciert als Trend, den man wunderbar in den Alltag integrieren kann.

Wer sich noch tiefgehender mit der Gesundheitstheorie Kneipps und das Heilbad befassen möchte, findet hier weitere Infos.

Sobald wir in den heimischen Urwald eintauchen, schlüpfen wir aus unseren Schuhen und spazieren barfuß über den weichen und sanft federnden Waldboden. Dabei entschleunigt man ganz automatisch und on top werden durch das Barfußlaufen Bänder und Muskeln gekräftigt.

Kneipp-Profi Alexandra Dörn in ihrem Element.
Unterwegs auf den Kneipp-Wegen in Bad Wünnenberg.
Die sechs Brüderbuchen.

Unterwegs passieren wir eins der sieben mit Quellwasser gefüllten Kneipp-Tretbecken im Stadtgebiet, erfrischen uns am Armbad und nutzen auch die friedlich plätschernde Aa für eine Runde Wassertreten. Ein weiteres Highlight entlang des Weges sind die sechs Brüderbuchen. Auf engstem Raum teilen sich die Baumriesen Platz, Licht, Nährstoffe und Wurzelwerk. Immer wieder zum Staunen, die Natur mit ihren kleinen und großen Wundern.

Wart ihr schon mal im Teutoburger Wald? Teilt eure Tipps und Erfahrungen gerne in den Kommentaren.

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*Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung von Teutoburger Wald Tourismus.

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Mainzerin Sarah packt regelmäßig das Fernweh und kurz darauf ihren Koffer, um neue, faszinierende Orte zu bereisen oder an alte, lieb gewonnene zurückzukehren. Und obwohl sie gelegentlich von einem Neuanfang an einem anderen Ort träumt, einem kleinen Haus in der Toskana mit Klappläden an den Fenstern und Zitronenbaum im Vorgarten oder von einer Stadtwohnung in Lissabon mit Blick auf den Tejo, ist Mainz eben doch ihre Stadt des Herzens.

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6 COMMENTS

  • Sabine

    Die Gegend ist ja perfekt für einen Roadtrip! Wunderschöne Einblicke, die mir viel über Orte gezeigt haben, die ich bisher nur von Namen kannte.

    • Sarah
      AUTHOR

      Vielen Dank, Sabine! Das freut mich sehr!

  • A Tasty Hike

    Das sieht ja richtig schön aus! Da bekommen wir direkt Lust auf eine Reise in den Teutoburger Wald. So oft liegen die schönen Erlebnisse gar nicht so weit weg. Vielen Dank für die tollen Einblicke! 😍

    • Sarah
      AUTHOR

      Genau so ist es 🙂 Danke für das schöne Kompliment!

  • Liebe Sarah,
    jetzt ärgere ich mich noch mehr, dass ich leider keine Zeit für diese offensichtlich wunderschöne Reise hatte.
    Alle Deine Erlebnisse sind genau mein Ding, inklusive dem neugierigen Alfred 🙂 ich würde gerne mal mit ihm eine Runde spazieren gehen 🙂

    Liebe Grüße die Auszeitgeniesserin Katja

    • Sarah
      AUTHOR

      Liebe Katja, schön dass dir mein Beitrag Lust auf den Teutoburger Wald gemacht hat.
      Es klappt bestimmt ein anderes Mal mit dir, Alfred und dem Teuto 🙂

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