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Teutoburger Wald: 10 Geheimtipps & Sehenswürdigkeiten

Anzeige* | Wohlbefinden, Achtsamkeit und natürliche Heilmittel sind die Zauberwörter bei einer Auszeit im Teutoburger Wald. Neben Outdoor-Aktivitäten bietet der Teuto, wie er liebevoll genannt wird, ein großartiges Angebot an natürlichen Anwendungen. Denn bei zahlreichen Beschwerden ist Mutter Natur eben doch die beste Therapeutin, oder?

Daneben erwarten euch in der Region im Nordwestens Deutschlands zahlreiche Sehenswürdigkeiten und Geheimtipps – von mystischen Sandsteinformationen, Kuscheleinheiten mit Eseln bis zu Provence-Feeling vom Feinsten.

In diesem Beitrag verrate ich euch zehn Tipps für einen entspannten und abwechslungsreichen Urlaub im Teutoburger Wald – eine ordentliche Portion Wellness inklusive.

#1 Durch den Heilwald und die Gartenschau in Bad Lippspringe streifen

Im Kreis Paderborn liegt das Heilbad Bad Lippspringe, wo euch eine außergewöhnliche und weitflächige grüne Oase erwartet. Unmittelbar vom Zentrum aus erstreckt sich ein 200 Hektar großer Mischwald, in dem viele würzig duftende Kiefern wachsen. Ein Teil des Heilwaldes gehört zu dem Gelände der Gartenschau Bad Lippspringe.

Unter hohen Bäumen spaziere ich an detailgenauen Sand-Skulpturen vorbei, die vier Künstler innerhalb weniger Tage auf dem Gelände schufen. Regelmäßig wechselnde Veranstaltungen machen die Gartenschau zum immer wieder interessanten Ausflugsziel. Neben den Sandwelten im Sommer erwartet Besucher im Herbst das Kürbisfestival und im Frühling das Waldleuchten, bei dem sich das Gelände in ein buntes Lichtermeer verwandelt.

Daneben ist Bad Lippspringe als einer der zahlreichen Kurorte im Teutoburger Wald der perfekte Ort, um runterzukommen und die Batterien aufzuladen. Dabei führt die Stadt nicht nur das Prädikat “Staatlich anerkanntes Heilbad“, sondern trägt außerdem die Bezeichnung „Heilklimatischer Kurort der Premium Class”.

Meinen vollständigen Guide mit allen Heilbädern im Teutoburger Wald findet ihr hier.

#2 Die Externsteine bewundern

Eine Besichtigung der Externsteine darf bei keinem Trip in den Teutoburger Wald fehlen. Vor den Toren von Horn-Bad Meinberg ragt die mystisch anmutende Felsformation gen Himmel. Vor vielen Millionen von Jahren formte sich das faszinierende Sandsteingebilde, das heute zu einem bedeutenden Naturdenkmal Europas und den beliebtesten Sehenswürdigkeiten im Teutoburger Wald zählt.

Zahlreiche Legenden ranken um das markante Naturphänomen. Schon zur Steinzeit schienen die Externsteine ein bedeutender Kultort gewesen zu sein. Heute ist die Stätte ein beliebter Ort für Yoga unterm freien Himmel.

Im Infozentrum kann man der archäologischen, kulturgeschichtlichen und naturkundlichen Bedeutung der Externsteine auf den Grund gehen. Daneben bietet euch eine Aussichtsplattform eine neue Perspektive auf das waldreiche Gebiet um die Sehenswürdigkeit und in dem Naturschutzgebiet rund um das Felsmassiv mehrere herrliche Pfade zu erwandern.

#3 Moorbaden im Gräflichen Park

Erst in einer Badewanne gefüllt mit Moor baden und im Anschluss gemütlich durch einen der schönsten Landschaftsparks Deutschlands flanieren. Im Gräfliche Heilbad Bad Driburg erwartet euch das Health & Balance Resort, umgeben von einem wunderschönen 64 Hektar großen, im Stil eines englischen Landschaftsparks angelegten Geländes. Das Hotel mit seinem Garten Spa und langjähriger Geschichte lässt keine Wünsche offen. Daneben könnt ihr euch im Medical Spa mit Treatments und bewährten Therapien etwas Gutes tun.

Ich steige während meines Aufenthalts also in die Edelstahlwanne gefüllt mit einer Torf-Wasser-Mischung. Moor ist ein natürliches Heilmittel, das muskelentspannend, durchblutungsfördernd und stoffwechselaktivierend wirkt. Bei Gelenkschmerzen und -entzündungen kann der Torf wahre Wunder vollbringen. Davon kann auch der Moorkoch des Gräflichen Parks ein Lied singen. Jahrelang war er von Schmerzmitteln abhängig. Bis er selbst die Moortherapie für sich entdeckte. Mit regelmäßigen Anwendungen lebt er heute frei von Schmerzmitteln.

#4 Kneipp-Wandern in Bad Wünnenberg

Inmitten des Aatals liegt das Kneipp-Heilbad Bad Wünnenberg, in dem das Element des Wassers eine zentrale Rolle spielt. Insgesamt sieben Tretbecken, teils mit Thermalwasser gefüllt verteilen sich in und um Bad Wünnenberg. Die Kneipp-Therapie geht auf die Lehren von Sebastian Kneipp zurück, der davon überzeugt war, dass “die Natur die beste Apotheke ist”. Seine Therapie versteht sich als ganzheitliche und präventive Heilmethode, um Körper und Geist in Einklang zu bringen. Sie stützt auf fünf Säulen: Wasser, Ernährung, Heilpflanzen, Bewegung und Lebensführung.

Wer sich während seiner Auszeit tiefer mit dem Thema Kneippen befassen möchte, kann ich eine Wander-Tour mit Expertin Alexandra Dören sehr ans Herz legen.

Am besten begibt man sich auf eine der beschilderten Kneipp-Wanderwege und taucht ein in die abwechslungsreiche Natur rund um Bad Wünnenberg. Auf dem Weg passiert man auch die sechs Brüderbuchen, die kreisförmig nebeneinander in die Höhe gewachsen sind und sich ein Wurzelwerk teilen. Dieses besondere Bild gibt es leider nicht mehr allzu lange zu bewundern, da der Verfall der Bäume naht. Also, nichts wie auf nach Bad Wünnenberg.

#5 Picknick im Bad Salzufler Kurpark

Das hübsche Städtchen Bad Salzuflen ist besonders für seine imposanten Gradierwerke und seine charmante Altstadt bekannt, in der es sogar einige im Stil der Weserrenaissance erbauten Prachtbauten zu entdecken gibt. Dabei handelt es sich um eine eigenständige, regionale Variante der nordischen Renaissance, die sich zu Beginn des 16. bis Mitte des 17. Jahrhunderts entlang der Weser entwickelte. In der historischen Altstadt von Bad Salzuflen entdeckt ihr mehrere der prachtvollen Gebäude mit ihren kunstvoll verzierten Giebeln, Stand-Erkern und Fächerpalmen.

Mehr zur Geschichte von Bad Salzuflen erfahrt ihr bei einer Stadtführung.

Von der Altstadt ist es nur ein Katzensprung zu den drei eindrucksvollen Gradierwerken. Die Heilkraft salzhaltiger Luft hat in Bad Salzuflen eine jahrhundertealte Tradition. An neun Stellen tritt hier Sole aus der Tiefe an die Oberfläche. Ein besonders schöner Ort, um das wohltuende Klima zu genießen, ist der Solestrand im Kurpark. Gemütliche Strandkörbe reihen sich hier zwischen duftenden Blumenbeeten um einen Brunnen aus dem Sole sprudelt. Als besonderes Highlight könnt ihr euch bei der Touristen Information einen mit leckeren Köstlichkeiten gefüllten Picknick-Korb vorbestellen und in der herrlichen Kulisse des Parks genießen.

#6 Die Petite Provence in Lage erkunden

Im Lipperland zeigt sich der Teutoburger Wald von einer ganz neuen Seite. Ein Meer aus zart duftendem Lavendel zieht sich über die Hügellandschaft. Bis Mitte, maximal Ende, Juli kommt man in den Genuss dieses vergänglichen Bildes. Danach werden die lilafarbenen Blüten bei TAOASIS zu ätherischen Ölen oder erfrischenden Gesichtswässern verarbeitet. Bei dem Anbau wird großer Wert auf den Schutz der Umwelt gelegt und bei der Herstellung der Produkte auf natürliche Inhaltsstoffe geachtet.

Bei einem Besuch des TAOASIS-Betriebs in Lage könnt ihr durch die Lavendelfelder streifen, euch von betörenden Düften berauschen lassen und nebenbei in die Welt der Aromatherapie eintauchen. Zum perfekten Ausklang des Ausflugs lädt das Café Petit Provence zum Schwelgen in einer feinen Auswahl an Snacks und französischem Gebäck ein.

#7 Nach schwarzen Schwänen in Bad Holzhausen Ausschau halten

Am Übergang vom Teutoburger Wald zum Wiehengebirge liegt das Heilbad Bad Holzhausen, das mit seiner waldreichen Umgebung den perfekten Ausgangspunkt für Erkundungen in der Natur bietet. Ob Radtour entlang der Mühlenroute oder einer Wanderung zur Burgruine Limberg. Bad Holzhausen hält zahlreiche sehenswerte Ausflugsziele, Weitblicke und abwechslungsreiche Wanderpfade und Radwege bereit.

In Bad Holzhausen selbst umgibt ein ehemaliger Gutshof, in dem sich heute das Haus des Gastes verbirgt, den schön angelegten Kurpark. Beim Spazieren auf dem Barfußpfad könnt ihr euren Füßen eine wohltuende Massage gönnen und auch ein Natur- und Wassertretbecken gibt’s auf dem Gelände. On top könnt ihr Ausschau nach einem seltenen schwarzen Schwanenpaar halten, dass auf dem Gewässer vor dem Gast des Hauses gern seine Runden dreht.

#8 Nobilitieren in Bad Oeynhausen

Sich einmal wie geadelt fühlen und Teil der Schönen und Reichen sein. Sich mit Schönheit und Vergnügen umgeben, dass hilft bei der Genesung und dabei die Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Davon war man in der Blütezeit der Kurgeschichte während des 19. Jahrhundert überzeugt und auch in dem Heilbad Bad Oeynhausen pflegte man die Nobilitierung von Patienten.

Zwischen den Therapien spazierte man durch den weitläufigen Park und bestaunte die prachtvolle Kurarchitektur. An nahezu jeder architektonischen Epoche wandelt man noch heute in Bad Oeynhausen vorbei. Von griechischen Tempeln über Barockbauten bis zur zeitgenössischen Kunst. Eine kulturgeschichtliche Weltreise mitten im Teutoburger Wald.

Kurorte verbinden seit jeher Gesundheit und Heilung mit Freizeit- und Kultur-Vergnügen. In Bad Oeynhausen ist für letzteres das GOP Varieté-Theater die beste Adresse und weit über die nordrhein-westfälische Landesgrenze hinaus bekannt. Im historischen Kaiserpalais, dem ehemaligen Kurhaus, erlebt ihr unterhaltsame Abende und Nächte, gefüllt mit faszinierender Akrobatik, Comedy und könnt im angrenzenden ADIAMA Club die Nacht zum Tag machen.

#9 Eselwandern mit Anton & Alfred

Von wegen störrisch. Esel wissen lediglich was sie wollen und was nicht – und sind passionierte Spaziergänger. In ihrem gemächlichen Tempo versteht sich. Obwohl sie auch mal Gas geben können, wenn sie denn wollen. Auf dem Rosenhof Lippe in Horn-Bad Meinberg lerne ich die beiden Vierbeiner Anton und Alfred kennen und darf mit ihnen eine Rund entlang der Felder und durch einen kleinen verwunschenen Wald wandern.

Doch bevor wir die Leinen anlegen, ist erst mal Kuscheln angesagt. Denn die beiden lieben Streicheileinheiten – am Hals, Rücken, eigentlich überall. Anton streckt mir demonstrativ seinen Po entgegen und rührt sich nicht vom Fleck. “Da möchte er jetzt gestreichelt werden”, erklärt mir Farmbesitzer Ralf. Und ganz ehrlich – was gibt es Schöneres als den Vormittag damit zu verbringen wohlgeformte Eselpos zu streicheln?

#10 Waldbaden im Kalletal

Schon ein kleiner Spaziergang durch den Wald hat eine positive Wirkung auf unsere körperliche und mentale Verfassung und kann außerdem Stress reduzieren. Wer das Erlebnis in der Natur auf’s nächste Level heben möchte, probiert sich im Waldbaden. Dabei handelt es sich um Achtsamkeitsübungen, die man während des Streifzugs durch den Wald integriert. Shinrin-Yoku, übersetzt „Baden im Wald“, hat sich in Japan bereits als Teil eines gesunden Lebensstils etabliert. Und auch bei uns in Deutschland gewinnt das Erleben des Waldes mit allen Sinnen immer mehr an Bedeutung.

In Heidelbeck im Kalletal wurde in diesem Jahr sogar ein Waldbaden-Pfad eingerichtet. Dabei führt ein Weg an zehn Stationen vorbei, die dabei helfen die positive Wirkung des Waldes auszukosten. Von Achtsamkeitsübungen, über eine kleine Qi Gong Einheit bis zu einer Mini-Meditation. Meine Lieblingsstation war die Nummer 10. Dort baumeln kleine Holzplättchen an einem Baum, auf denen Vorbeikommende ihre Wünsche aufschreiben und an einen Ast hängen können. Auch ich brauch nicht lange überlegen und halte meinen Wunsch fest. Mal schauen, ob er sich bis zu meinem nächsten Trip in den Teutoburger Wald erfüllt.

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*Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung von Teutoburger Wald Tourismus.

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Mainzerin Sarah packt regelmäßig das Fernweh und kurz darauf ihren Koffer, um neue, faszinierende Orte zu bereisen oder an alte, lieb gewonnene zurückzukehren. Und obwohl sie gelegentlich von einem Neuanfang an einem anderen Ort träumt, einem kleinen Haus in der Toskana mit Klappläden an den Fenstern und Zitronenbaum im Vorgarten oder von einer Stadtwohnung in Lissabon mit Blick auf den Tejo, ist Mainz eben doch ihre Stadt des Herzens.

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2 COMMENTS

  • Julia Schattauer

    Ich möchte jetzt auch sofort Eselhintern streicheln!

    • Sarah
      AUTHOR

      Haha, Anton würde sich sicher riesig freuen, wenn du mal vorbei kommst.

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