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5 Tipps gegen den Post-Travel Blues

Der Post-Travel Blues. Dieses ganz bestimmte Gefühl, eine Mischung aus Melancholie und Schwermut, das sich nach der Rückkehr allzu gerne einschleicht. Lag man vor wenigen Tagen oder gar Stunden noch am Meer oder streifte durch turbulente Städte, holt einen nun schon wieder der Alltag ein.
Mit diesen Tipps bleibt dir sogar zu Hause das Urlaubsgefühl erhalten.

Reiseblogger verraten ihre Tipps für Georgien

Ein Kino-Abend im Spätsommer 2017. Der Dokumentarfilm “WEIT. Die Geschichte von einem Weg um die Welt” läuft im Mainzer Programmkino Palatin. Nach 128 Minuten gehe ich berauscht und bewegt aus dem Kinosaal und das Ziel meiner nächsten Fernreise steht fest: Georgien. Das kleine Land im Kaukasus hatte ich zuvor noch gar nicht auf meinem Reiseradar. Doch nach den Bildern im Kino, den mächtigen Bergen und grünen Tälern, Städten im Wandel und der Gastfreundschaft der Menschen, die mich bereits durch die Kinoleinwand hindurch erreicht hat, kann ich es kaum erwarten Mitte Mai in den Flieger Richtung Südosten zu steigen. Da ich gerade Mitten in der Planung für meine vier Wochen in Tiflis, Kazbegi und Co. stecke, ist dies genau der richtige Zeitpunkt, mich von anderen Blogger-Kollegen inspirieren zu lassen, die das Land am Schwarzen Meer bereits erkundet haben und viele viele Tipps parat haben. John und Marc von 1 Thing To Do Wie kamt ihr auf das Reiseziel Georgien? Wir lieben es zu wandern. Deshalb und auch, weil Georgien ein vergleichsweise günstiges Reiseziel ist, entschieden wir …

Costa Rica Tortuguero

Vom friedvollen Leben

Wenn ich das Paradies auf Erden beschreiben müsste, dann würde ich euch von Tortuguero erzählen. Einem kleinen Dorf inmitten des costaricanischen Dschungels, deren 700 Einwohner wie in einer Kommune zusammenleben. Jeder schaut und sorgt sich um das Wohl des anderen. Das Pura Vida der Ticos, ein Lebensgefühl, verbunden mit den kleinen Freuden des Alltags, mit Gelassenheit und Optimismus, vereint auf diesem kleinen Fleckchen Erde. Luxus sucht man hier vergebens. Er versteht sich in Costa Rica in der Schönheit der Natur und der Zufriedenheit der Menschen. Die Ticos gehören, laut Happy Planet Index, zu den glücklichsten Menschen der Welt. Seit mehreren Jahren steht das kleine Land, das mehr als sechs Mal in Deutschland hineinpassen würde, an der Spitze der Glücksstatistik. Ein Land mit hohen Zielen und einer der wenigen Staaten ohne Armee. Seit 1949 verwendet die Regierung die Gelder, die einst für die Finanzierung des Militärs genutzt wurden, für Bildung, Gesundheit und die Rente. Auch der Umweltschutz zählt zu den Faktoren, um die Lebensqualität in einem Land greifbar zu machen. Steuereinnahmen durch fossile Brennstoffe werden in …

Anika Landsteiner

People on my Way: 10 Fragen an Anika Landsteiner

Heute ist der Start einer Interview-Reihe auf meinem Blog. In People on my Way stelle ich euch Menschen vor, die mich auf Reisen und in meinem Leben inspiriert und bewegt haben. Anika Landsteiner ist ein solcher Mensch. Spätestens seit ihren wunderbar verträumten Mauritius-Tagebüchern vefolge ich ihren Blog Ani.denkt. Hier schreibt sie mit leichter Feder in,  mal leiseren, mal lauteren Tönen, vom Leben im Allgemeinen und ihren Reisen im Besonderen. Packlisten und ultimative-das-müsst-ihr-gesehen-haben-Listen sucht man hier vergebens. Anika will mit ihren Texten viel mehr Dankanstöße geben und zum Nachdenken anregen. Wie geht nachhaltiges Reisen, warum wird Afrika fälschlicherweise oftmals als Land und nicht als Kontinent betrachtet, warum sollten wir uns dringend bewusster ernähren, sind Themen, vor denen sie nicht die Auseinandersetzung scheut. In ihrer Kolumne Kaffeesätze greift sie alltägliches aus dem Leben einer jungen Frau auf. Was tun nach dem Studium, Fernbeziehungen, Schreibblockaden, von dem Suchen – und vor allem dem Finden – vom Glück. Anikas Worte sauge ich bei jedem Lesen regelrecht auf und beim Beenden des letzten Satzes fühle ich mich stets ein Stück …

Camping Platz

Der Duft nach Kindheit

Als ich ein Kind war, fing der Urlaub bereits vor der Fahrt in den Süden an. Die großen Ferien hatten gerade begonnen. Meine Schwester Anne und ich drückten unsere Nasen am Küchenfenster platt und warteten auf den Moment, in dem meine Eltern mit dem hellblauen Volvo 240 vorfuhren und den Wohnwagen auf dem Parkplatz vor unserem Haus abstellten. Sobald der Caravan zu sehen war, stürzten wir hinaus und begrüßten ihn, wie einen alten Freund. Strichen mit den Fingerspitzen an der beigen Wand entlang und öffneten die Tür, um endlich unsere Köpfe hineinzustecken und diesen ganz besonderen Duft einzuatmen. Die leicht muffigen Polster, die darauf warteten nach der Überwinterung gelüftet und ausgeklopft zu werden, das furnierte Holz – und da war noch etwas. Ein kleiner Rest Pinien- und Meeresduft hing noch vom letzten Urlaub in der Luft. Exakt in diesem Moment fing für uns der Urlaub an und er erreichte seinen  Höhepunkt, wenn mein Vater den Blinker setzte und wir euphorisch kreischend von der Hauptstraße auf den Campingplatz Maremma Sans Souci (Sans Souci bedeutet “ohne Sorgen”) …

Eisdiele in Rom

So many Places, so little Time

The Trouble is, you think you have Time. Buddah   Es mag der Frühling sein, der meine, monatelang in Winterstiefel und Wollsocken eingepackten, Füße mal wieder zum kribbeln bringt. Umso besser, dass gleich zwei Reisen zum Greifen nahe sind. Und trotzdem, weiß ich heute schon, dass das Reisefieber nicht lange auf sich warten lassen wird, wenn ich im Mai wieder zurück sein werde. So viele Orte warten noch darauf entdeckt zu werden, so viele Dinge die ich dort erleben möchte. In der letzten Zeit habe ich das Gefühl, dass beinahe täglich ein neuer weißer Fleck auf meiner unbereisten Weltkarte hinzu kommt und neue Ideen entstehen, wie ich den kommenden Sommer, Herbst, Winter und Frühling verbringen könnte. Ich bin gespannt welche dieser kleineren und größeren Träume, sich in den nächsten Jahren realisieren lassen. Meinen Geburtstag in Rom verbringen. Ganz viel Eis in der Gelateria del Teatro, vertilgen und den Abend mit Pasta Cacio e Pepe bei Ivo in Trastevere ausklingen lassen. Mit einem Hausboot durch Irland fahren. In einem Baumhaus übernachten. Nach New York reisen, am …

Itchy Feet Blog

3, 2, 1 – Go!

Tadaaa – mein neuer Blog ist online! Nach fast vier Jahren itchy-feet-blog.blogspot.de war es mal wieder Zeit für etwas Neues. Manchmal braucht es einfach eine kleine Veränderung, um wieder mit vollem Elan ans Werk zu gehen. Und nun ist er da, der neue Blog! Mit einem cleaneren, übersichtlicheren Design, frischen Inhalten und Themen. Richtig gut gefällt mir vor allem, dass man sich nun unter “travel” durch verschiedene Destinationen hangeln kann. Unter “findings” (Fundstücke) findet ihr in Zukunft Rezensionen über allerlei, was das Reisen einfacher macht. Wissenswertes über Reiseführer, Blog-Empfehlungen, aber auch Tipps für Unterkünfte, außergewöhnliche Cafés und Restaurants. Außerdem habe ich mir vorgenommen, mich vermehrt mit nachhaltigem Reisen (“green”) zu beschäftigen. Aber lasst euch einfach überraschen. Puhh, es hat mich ordentlich an Zeit gekostet, alle 72 alten Beiträge (inkl. Fotos) auf meine neue Webseite umzuziehen. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle nochmal an René, Paul und Frithjof für die tatkräftige Unterstützung, vom Einstieg bis zum letzten Schliff. Heute ist es tatsächlich geschafft – und es warten noch einige Berichte über Schottland und Paris darauf in …

Freunde am Strand. Im Hintergrund geht die Sonne unter.

Itchy Feet

Erich Kästner schrieb einmal, er sei auf die Welt nicht besonders neugierig, die Kastanie vor dem Haus tue es doch auch. Ganz und gar widersinnig ist Kästners Ansicht ja nun nicht, schließlich hat das altbewährte Zuhause, indem man meist von lieben Menschen umgeben ist, auch etwas für sich. Diese besondere Art der Geborgenheit darf man auf einer Weltreise, verbunden mit ständigen Ortswechseln, scheinbar endlosem Koffer ein- und auspacken und so manch unvorhergesehener Situationen, nicht erwarten. Warum also, zieht es so viele Menschen in die Ferne? Zu Hause ist es doch auch ganz schön. Und wozu durch die Welt reisen, wenn man ohnehin schon alles zu kennen glaubt? Wer hat noch nicht den schiefen Turm von Pisa oder das Taj Mahal gesehen? Nur leibhaftig davorgestanden haben wohl die wenigsten. Und eins kann ich versichern: Es besteht ein nicht unwesentlicher Unterschied darin, ein Video von einer Fahrt auf dem Canal Grande in Venedig auf YouTube zu sehen oder selbst einmal, dieses schauklige Vergnügen – vorzugsweise bei Nacht – erlebt zu haben. Dieses magische Gefühl kann kein Medium …