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10 Insider Tipps für ein Wochenende in Brüssel

Kreativ, offen, tolerant – Brüssel hat viele Gesichter. Daneben bietet die belgische Hauptstadt eine fantastische Auswahl an Restaurants, gemütliche Cafés und Kunst von Klassikern bis Streetart.

Brüssel hatte ich trotz seiner facettenreichen Vorzüge und prima Zugverbindungen aus Deutschland als Destination für eine Städtereise lange nicht auf dem Reiseradar. Bis gute Freunde in die belgische Hauptstadt zogen und ich die lebendige Metropole seitdem richtig lieb gewonnen habe.

Du planst eine Städtereise nach Brüssel? Mit meinen Insider Tipps bist du bestens für deinen Trip versorgt.

Karte mit meinen Brüssel Insider Tipps in der Übersicht

Auf dieser Karte findest du meine Tipps im Überblick. Dabei liegen die meisten Highlights nah beieinander, sodass du sie bequem zu Fuß erreichen kannst.

#1 Die Altstadt über den Comic Strip erkunden

Die Altstadt von Brüssel erstreckt sich um den zentralen Platz der Stadt, dem Grote Markt, der zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Zahlreiche prachtvolle Zunfthäuser im Barockstil umgeben den Großen Platz. Daneben ist das gotische Rathaus ein echtes Schmuckstück.

Während eures Spaziergangs über den Grote Markt und durch die Brüsseler Altstadt werdet ihr zahlreiche Street-Art-Werke entdecken, die ihr am besten über die Comic Strip Route erkundet. Brüssel gilt nicht umsonst als Welthauptstadt des Comics, und so leuchten euch zahlreiche Helden eurer Kindheit wie Tim und Struppi von den Häuserwänden entgegen.

Sehr cool: Mit dieser GetYourGuide-Tour könnt ihr den Comic-Rundgang mit einer Fitness-Einheit verbinden.

Brüssel Comics
Brüssel Street Art

#2 Im La Fabrique en Ville Kaffee trinken

Einer meiner absoluten Lieblingsorte in Brüssel ist der Egmont Park, eine lauschige Oase inmitten der trubeligen Großstadt. Unter alten, knorrigen Bäumen könnt ihr es euch auf Bänken gemütlich machen und Bronzestatuen bestaunen.

Highlight des kleinen, aber feinen Green Space ist das Café La Fabrique en Ville. Hier genießt ihr verschiedene Köstlichkeiten, von Karottenkuchen bis zum Veggie-Burger. An den Wochenenden gibt’s einen köstlichen Brunch.

Kaffee trinken in Brüssel
Egmont Park Brüssel

#3 Das Atomium bestaunen

Zu den Wahrzeichen von Brüssel zählt das Atomium. Das 102 Meter hohe Bauwerk stellt einen Eisenkristall in 165-milliardenfacher Vergrößerung dar und wurde anlässlich der Expo 58 errichtet – als Symbol für das Atomzeitalter und die friedliche Nutzung der Kernenergie.

Einige der Kugeln sind für die Öffentlichkeit zugänglich. Neben einem grandiosen Blick auf Brüssel erwarten euch hier auch eine Dauerausstellung über die Geschichte des Atomiums und eine wechselnde Ausstellung auf mehreren Ebenen. Außerdem findet ihr in der obersten Kugel ein Panorama-Restaurant.

Infos über Ausstellungen, Eintrittspreise und Öffnungszeiten findet ihr hier.

Als beste Zeit für einen Besuch gilt der Vormittag gleich nach der Öffnung oder der frühe Abend um 17 Uhr. Da das Atomium außerhalb des Stadtzentrums liegt, erreicht ihr es am schnellsten mit der Metro z.B. ab der Haltestelle “De Brouckère” nahe dem Grand Place. Von hier nehmt ihr die Linie 1 in Richtung “Gare de l’Ouest/Weststation” bis “Beekkant”. Dort steigt ihr in die Linie 6 in Richtung “Roi Baudouin/Koning Boudewijn” bis “Heysel/Heizel”.

Mit der Brüssel City Card erhältst du freien Eintritt und Rabatte in vielen Museen und Attraktionen und kannst den öffentlichen Nahverkehr nutzen.

#4 Alternative Sehenswürdigkeiten besichtigen

Die Figur des kleinen pinkelnden Jungen namens Manneken Pis kennt wohl jeder. Aber habt ihr auch schon von Zinneke Pis und Jaenneke Pis gehört? Unweit des Großen Marktes erleichtern sich nämlich noch zwei weitere Bronzefiguren, um die sich nicht mal halb so viele Touristen scharen.

Zinneke Pis

Neben den bekannten Sehenswürdigkeiten gibt es in Brüssel auch zahlreiche Geheimtipps zu entdecken. Da wäre das bunte Viertel Matonge, das zwar genau genommen nur aus einer Straße und zwei Passagen besteht, euch aber trotzdem für einen Moment in die Ferne entführt. Denn in Matonge schwirrt eine ordentliche Portion Afrika durch Brüssel. Läden von FriöserInnen, die kunstvolle Frisuren flechten, reihen sich an Stände mit exotischem Obst und Gemüse. Daneben erwarten euch fantastische Restaurants wie das Au Soleil d’Afrique und im KUUMBA könnt ihr sogar selbst den Kochlöffel bei einem Kurs schwingen.

Eine weitere Anlaufstelle für alle möglichen Köstlichkeiten ist der Stadtteil Saint-Gilles auch als Künstlerviertel bekannt. Nette Bistros und Bio-Restaurants gibt’s hier und neben architektonischen Highlights wie die Jugendstil und Art-Deco-Fassaden am Place Morichar, verführen Läden mit nachhaltigen Produkten zu einer Runde shoppen. Von Mittwoch bis Sonntag öffnet der Markt auf dem Parvis de Saint-Gilles, wobei ein Besuch besonders an den Wochenenden lohnt. Denn dann gesellen sich Food Trucks zu den Obst-und Gemüseständen.

#5 Auf einer Rooftop Bar abhängen

Ein guter Grund für eine Brüssel Reise im Sommer sind die zahlreichen Rooftop Bars. Genüsslich am Moscow Mule oder Gin Tonic nippen, während ihr den Blick über die Dächer der Stadt schweifen lasst – herrlicher lässt sich der Tag kaum ausklingen, oder?

Meine Lieblingsbar in luftigen Höhen ist die auf der Terrasse des Warwick Hotels. Die Secret Rooftop Bar offenbart einen wunderschönen Blick auf den Grand Place und ist auch für Nicht-Hotelgäste zugänglich. Sofern es das Wetter zulässt, öffnet die Bar das ganze Jahr über.

#6 Den Kunstberg erkunden

Unweit des Grand Place erhebt sich der Mont des Arts in der Brüsseler Innenstadt. Eine ganze Reihe an Museen und kulturellen Institutionen sind hier auf dem Kunstberg angesiedelt. Zu den Highlights zählen die Königlichen Museen der Schönen Künste, das Magritte Museum und das Musikinstrumentenmuseum. In Letzterem befindet sich ein nettes Café mit Aussichtsterrasse im oberen Stockwerk, das auch ohne Eintrittskarte zugänglich ist.

Die Architektur des Kunstbergs ist geprägt durch ihre prächtigen Gebäude, die aus dem 19. Jahrhundert stammen und ein elegantes Ambiente vermitteln. Während des Jahres finden hier verschiedene kulturelle Veranstaltungen und Festivals statt, die das künstlerische Erbe der Stadt feiern.

Daneben ist der Park des Kunstbergs ein beliebter Treffpunkt für Einheimische und Touristen gleichermaßen, die die Ruhe und Schönheit der Grünanlagen genießen.

#7 Essen wie bei Freunden

So multikulturell die Stadt geprägt ist, so vielseitig ist auch die Restaurant-Szene in Brüssel. Ihr könnt euch in der belgischen Hauptstadt mühelos an einem Tag von Paris, über den Kongo, bis nach Japan futtern.

Wie als Gast bei Freunden fühlt ihr euch im Les Filles, deren Restaurants gleich an mehreren Standorten in Brüssel vertreten sind. Gemütlich und gesellig fühlt es sich in den Lokalen an, in dem euch saisonale Küche mit frischen, lokalen Zutaten in Bio-Qualität kredenzt wird.

Weitere Restaurant-Tipps in Brüssel:

Chaff: Im Herzen von Marolles liegt das alternative Bistro, in dem Fleischesser, Vegetarier und Veganer gleichermaßen glücklich werden. Daneben lauscht ihr an Montag-Abenden im Chaff Live-Musik und könnt täglich bis 14 Uhr (an Wochenenden bis 15 Uhr) über den gegenüberliegenden Flohmarkt auf dem Place du Jeu de Balle schlendern.

Little Tokyo: Auf dem hübschen Place Saint-Boniface im Viertel Ixelles genießt ihr japanische Fusion-Küche vom Feinsten. Auf dem Teller landen frische, saisonale Zutaten und der Chefkoch präsentiert jede Woche neue Kreationen.

Japanisch Essen Brüssel

Tich: In Rufweite des Königlichen Palastes bietet das Tich neben gesunden, veganen Gerichten auch eine entspannt-lässige Atmosphäre. Nehmt Platz in den bequemen Sesseln und macht’s euch bei Banana Toast, Pancakes und frischen Säften so richtig gemütlich. Im Anschluss solltet ihr unbedingt im dazugehörigen Concept Store nach Souvenirs stöbern.

Vegan essen Brüssel
Brüssel für Veganer

The Avocado Show: Das legendäre Restaurant ist auch im Zentrum von Brüssel vertreten. Protagonisten auf den Teller sind, wie man schon vermuten kann, vorrangig Avocados aus nachhaltigem Anbau – von Pfannkuchen bis Poke Bowls.

#8 Durch den Bois de la Cambre spazieren

Benannt nach der Abtei Abbaye de la Cambre zählt der Bois de la Cambre zu den größten Parks in der Region Brüssel. Das Naherholungsgebiet erstreckt sich südlich des Zentrums und ist im englischen Stil angelegt. Locals nutzen den weitläufigen Park, durch den sich schmale Pfade winden, gern als Joggingstrecke, spazieren durch das waldreiche Gebiet oder entspannen auf den weitläufigen Wiesen.

Ein kleiner See umgibt die Insel des Bois de la Cambre. Boote bringen euch hinüber aufs andere Ufer, wo ihr im Restaurant Chalet Robinson mit leckeren Snacks zum Teilen oder einem ausgedehnten Brunch verköstigt werdet.

#9 Belgische Waffeln, Pommes und Eclairs schlemmen

An beinahe jeder Ecke in Brüssel liegt der Duft von Pommes und frisch gebackenen Waffeln in der Luft. Eine Runde Gönnung gehört bei einer Reise nach Brüssel also auf jeden Fall dazu. Neben den typischen belgischen Waffeln (die mitunter besten gibt’s übrigens bei Maison Dandoy) verführen fantastische Konditoreien und Patisserien zum Schwelgen zwischen Eclairs, Macarons und Tartelettes.

Erstklassige Pommes frites genießt ihr an zahlreichen Orten. Einige der bekanntesten und beliebtesten Pommesbuden sind jedoch oft die kleinen, lokalen Imbissstände oder Pommesbuden, die in verschiedenen Vierteln der Stadt zu finden sind.
Einige empfehlenswerte Orte sind Maison Antoine in der Nähe des Place Flagey, Frit Flagey ebenfalls in der Nähe des Place Flagey, und Friterie Tabora in der Nähe der Börse. Diese Orte sind bekannt für ihre frisch zubereiteten Pommes frites – außen schön knusprig und innen zart – und oft mit einer Vielzahl von köstlichen Saucen serviert werden. Bon apétit!

#10 Nachhaltig & stilvoll übernachten

In einem wunderschönen Stadthaus aus dem 20. Jahrhundert befindet sich das charmante Boutique Hotel Made in Louise. Die Zimmer sind individuell mit Liebe zum Detail eingerichtet und hinter der Philosophie des familiengeführten Hotels steckt ein hohes Bewusstsein für verantwortungsvollen und nachhaltigen Tourismus.

Die Lage inmitten des Jugendstilviertels lädt zu ausgiebigen Erkundungen abseits der üblichen touristischen Pfade in Saint Gilles ein und dennoch ist das Brüsseler Zentrum nur eine kurze Metrofahrt entfernt.

Weitre Hotels für eure Städtereise findet ihr hier.

Das waren meine 10 Insider Tipps für ein Wochenende in Brüssel. Wie steht’s mit euren Brüssel Erfahrungen? Verratet es mir in den Kommentaren.

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Mainzerin Sarah packt regelmäßig das Fernweh und kurz darauf ihren Koffer, um neue, faszinierende Orte zu bereisen oder an alte, lieb gewonnene zurückzukehren. Und obwohl sie gelegentlich von einem Neuanfang an einem anderen Ort träumt, einem kleinen Haus in der Toskana mit Klappläden an den Fenstern und Zitronenbaum im Vorgarten oder von einer Stadtwohnung in Lissabon mit Blick auf den Tejo, ist Mainz eben doch ihre Stadt des Herzens.

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4 COMMENTS

  • Hach Brüssel… das ist echt eine nette Stadt! Den Comic Strip fand ich auch besonders cool! Dazu passt das Comic Museum als Ergänzung ganz gut. Obwohl ich nicht der riesen Comic Fan bin, fand ich beides sehr schön gemacht. Die belgischen Comic Figuren beamen einen so nett zurück in die Kindheit.

    Liebe Grüße
    Nicole

    • Avatar-Foto
      Sarah
      AUTHOR

      Danke für den Tipp, liebe Nicole. Das Comic Museum schau ich mir beim nächsten Mal in Brüssel auf jeden Fall an.

  • Monika

    Danke für deine super Tipps

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