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Die schönsten Orte in der Toskana

Es gibt Orte, die sind von solch einer magischen Schönheit, dass es einen immer wieder dorthin verschlägt. So geht es mir mit Italien im Allgemeinen und der Toskana im Besonderen. Um die zwanzig Mal war ich schon in der Region in Mittelitalien und habe eine große Schwäche für kleine Bergdörfer und atmosphärische Städte entwickelt. Verbunden mit der malerischen Hügellandschaft und der leidenschaftlichen Genussfreude ihrer Bewohner, ist die Toskana für viele ein Sehnsuchtsziel.
Aber welche Orte sollte man beim nächsten Urlaub auf der Agenda haben? Bühne frei für meine Lieblingsorte in der Toskana – von mittelalterlicher Hügelstadt bis zum Inselparadies.

Siena

Auf der Suche nach den schönsten Städten und Dörfern in der Toskana, ist es bei all den Bilderbuchorten schwer sich auf eine Auswahl zu beschränken. Wäre ich gezwungen eine Entscheidung zu treffen, welche die Liste der schönsten Städte anführt, ich würde Siena an die Spitze katapultieren. Vor Florenz. Denn die gotische Perle verzaubert ihr Besucher – im Gegensatz zu der toskanischen Hauptstadt – mit bescheidenem Charme und einem herrlich unaufgeregtem Altstadttreiben.

Wie Florenz, sind auch Siena zahlreiche Touristen aus der ganzen Welt verfallen und man teilt sich die Altstadt mit zahlreichen Bewunderern. Dennoch geht es hier deutlich gemächlicher zu.
Jeden Mittwoch ist die Fortezza Medicea Anziehungspunkt über die Stadtgrenze hinaus. Denn dann ist Markttag und zu Füßen der Festung bieten Händler ihre Waren an. Von Kleidung und Lederwaren bis zu Obst, Gemüse und Käse. Im Anschluss flaniert man durch verwinkelte Gassen – stets den Torre del Mangia im Blick – zum Zentrum der Stadt, der Piazza del Campo, Schauplatz eines der härtesten Pferderennen der Welt.

Montalcino

Bereits die Fahrt nach Montalcino versetzt Toskana-Fans in Verzückung. Ein Postkartenmotiv jagt das nächste. Vorbei an Zypressenalleen und Landgütern geht es über kurvige Straßen durch das Val d’Orcia.

Geheimtipps Übernachten und Essen in der Toskana

Montalcino ist besonders bei Weinkennern bekannt. Die mittelalterliche Ortschaft lohnt jedoch nicht nur, um das eine oder andere Glas wunderbar samtigen Brunello zu genießen. Das Gassengewirr ist wie gemacht zum Treiben lassen. Vorbei am Palazzo Pieri mit seinem idyllischen Innenhof und der imposanten Festung Montalcinos.
Für den aperitivo am Abend empfehle ich euch die Bar Alle Logge di Piazza. Unbedingt einen Blick aus dem Fenster des Lokals werfen. Die Aussicht ist umwerfend.
Ein Ausflug nach Montalcino lässt sich übrigens wunderbar mit Pienza verbinden. Genauso zauberhaft und nur 30 Autominuten entfernt.

Elba

Umgeben von kristallklarem Wasser ragt die Insel Elba, knapp 10 Kilometer vom Festland entfernt, aus dem Meer. Mit der Fähre setze ich von Piombino über und lege in 30 Minuten in der Hauptstadt des Archipels, am Hafen von Portoferraio, an.

Die Mittelmeerinsel steht bei Wanderfreunde hoch im Kurs, genauso wie bei Wassersportlern und Sonnenanbetern. Denn Elba ist zum einen bekannt für Napoleon Bonaparte, der auf der Insel sein Exil verbrachte. Als Zweites besticht Elba mit Traumbuchten. Als Schönste gilt die Küste am Golfo della Biodola.

San Gimignano

Schon von weitem weisen die Geschlechtertürme von San Gimignano die Richtung hin zu der Hügelstadt. Die Skyline von einst 72 Türmen gaben ihr den Spitznamen Manhattan des Mittelalters. Heute prägen nur noch 15 Türme das Stadtbild, mit dem Torre Grossa als einzigen zu besichtigen Turm. Die 218 Stufen hinauf zu steigen lohnt unbedingt. Die Aussicht auf die sanft hügelige Landschaft ist einmalig.

Den Blick oben auf der Aussichtsplattform des Torre Grossa schweifend, kommt es vor, dass man auf einem der anderen Türme Personen beim caffé oder aperitivo erblickt. Einige der Türme sind auch heute bewohnt und können sogar als Ferienwohnung gemietet werden, mit Panoramaterrasse auf der Turmspitze.

Castiglione della Pescaia

Ein kleiner Küstenort, umgeben von dichten Pinienwäldern, leuchtenden Sonnenblumenfeldern und kilometerlangen Stränden. Wer mich schon länger auf meinen Reisen begleitet, weiß das Castiglione della Pescaia meine absolute Sehnsuchtsstadt ist. Viele, viele Male war ich bereits in dem Hafenstädtchen in der Maremma und habe von hier aus die Region erkundet.

Mein Basislager in Castiglione della Pesciaoa war stets der Campeggio Maremma Sans Souci, mit herrlichen Strandabschnitten im Pinienwald gelegen. Auf den Sattel geschwungen, radelt man vom Campingplatz in weniger als 15 Minuten ins Zentrum. Die letzten Meter fährt man entlang der hübschen Promenade. Das Meer auf der einen und nobele Ferienhäuser auf der anderen Seite. Nun spaziert man zu Fuß weiter durch die Altstadt, in der sich Bars und Restaurants an kleine Läden und Boutiquen reihen. Unverzichtbar bei einem Ausflug nach Castiglione della Pescaia: Einmal von der Piazza della Repubblica immer bergauf und durch die schmale Gasse hinauf zur Burg. Von hier genießt man einen herrlichen Blick über die Maremma und das Tyrrhenische Meer.

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Kategorie: Europa, Italien, Toskana, travel

von

Mainzerin Sarah packt regelmäßig das Fernweh und kurz darauf ihren Koffer, um neue, faszinierende Orte zu bereisen oder an alte, lieb gewonnene zurückzukehren. Und obwohl sie gelegentlich von einem Neuanfang an einem anderen Ort träumt, einem kleinen Haus in der Toskana mit Klappläden an den Fenstern und Zitronenbaum im Vorgarten oder von einer Stadtwohnung in Lissabon mit Blick auf den Tejo, ist Mainz eben doch ihre Stadt des Herzens.

4 Kommentare

  1. So schöne Fotos, da bekomme ich direkt Lust, der Toskana mal wieder einen Besuch abzustatten! Von den Orten kenne ich nur Siena und San Gimignano. Besonders Castiglione della Pescaia hat mich nun sehr neugierig gemacht!

    Liebe Grüße aus Wien,
    Johanna

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