Sauerland Tipps für den Urlaub
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7 Tipps für einen entspannten (Rad-)Urlaub im Sauerland

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Wer sich nach abgeschiedener Natur, romantischen Dörfern und regionalen Genussmomenten sehnt, bekommt all das im Sauerland geboten. Und noch viel mehr. Denn das Fleckchen Deutschland lässt sich besonders wunderbar entspannt und doch aktiv entdecken – mit einem Quäntchen Abenteuerlust.
Am besten erkundet man die deutsche Mittelgebirgsregion, die sich über Westfalen erstreckt, vom Sattel aus. Durch mystisch schöne Wälder, entlang saftig grüner Wiesen und auf den Spuren der Geschichte radeln und abends ins ländliche Bett fallen. Willkommen im Sauerland.

In diesem Beitrag gebe ich euch sieben Tipps für einen abwechslungsreichen Aktivurlaub im Sauerland – Wellnessglück und kulinarische Highlights inklusive.

#1 Radeln auf alten Bahntrassen

Wer seinen Urlaub im Sauerland verbringt, ohne sich auf das Fahrrad zu schwingen, hat definitiv etwas verpasst. Denn im Sauerland erwarten euch schöne und meist asphaltierte Radwege, die durch herrliche Natur und Bilderbuchlandschaften führen. Auf 84 Kilometern schlängelt sich der gut ausgeschilderte SauerlandRadring durch die Region und verbindet die Orte Finnentrop, Eslohe, Schmallenberg und Lennestadt. Besonders malerisch radelt man einige Abschnitte entlang einer alten Bahntrasse und immer wieder zeigen sich Relikte aus vergangenen Zeiten auf der Strecke.

Spuren vergangener Zeiten auf dem SauerlandRadring.
Wer gemütlich unterwegs sein möchte, steigt aufs E-Bike.

Als Tagestour bietet sich der Radrundweg HenneseeSchleife an. Die 40 Kilometer lange Tour führt euch entlang des Henneseeufers und der Talsperre des Stausees. Anschließend radelt ihr durch Meschede entlang der Ruhr und weiter durch das Naturschutzgebiet Wennetal bis nach Eslohe.

Nicht unterschätzen, solltet ihr die Steigungen, die die Radwege im Sauerland so mit sich bringen. Nicht umsonst wird die Region auch “Land der tausend Berge” genannt. Wer gerne etwas entspannter unterwegs ist, zwischendurch für Pausen und Erkundungstouren vom Rad steigt und weniger auf sportliche Höchstleistungen aus ist, dem empfehle ich E-Bikes. Ausführliche Infos zu Tourenplanungen, Verleihstationen und Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecke findet ihr hier. Mehr von meinen Erlebnissen auf dem SauerlandRading lest ihr bei Waldhelden.

#2 SUP auf dem Hennesee

Die Uferlandschaft des Hennesees ist nicht nur für Radfahrer das pure Vergnügen. An vielen Stellen lohnt es sich vom Sattel abzusteigen und die Nähe des Wassers zu genießen. Gleich drei Badebuchten laden zur warmen Jahreszeit zum Schwimmen und Sonnenbaden ein. In der Berghauser Bucht könnt ihr euch außerdem beim Beachvolleyball austoben.

Der Hennesee lädt im Sommer zum Baden ein…
… und zum Stand Up Paddeln.

Ein Eldorado ist der See auch für Wassersportler. Ich habe mich im Sauerland das erste Mal aufs Stand Up Paddle Board gewagt und direkt Feuer gefangen für die Trendsportart, bei der man so wunderbar meditativ übers Wasser gleitet. Beim Wassersport Hennesee könnt ihr euch die Bretter zu fairen Preisen ausleihen oder verschiedene Touren, wie zum Beispiel SUP-Yoga, buchen. Kajaks und Kanadier gibt’s außerdem im Verleih.

#3 Streifzüge durch idyllische Ortschaften

Wer wie ich eine Schwäche für Fachwerkhäuschen und Schieferfassaden hat, wird in den Dörfern und Städtchen des Sauerlandes aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus kommen. Allen voran Saalhausen hat es mir angetan. Ein liebevoll restauriertes Fachwerkhaus reiht sich hier an das nächste und mitten hindurch windet sich die Lenne, ein Zufluss der Ruhr.

Blick auf Schmallenberg vom SauerlandRadring.
In der Stadt lohnt sich ein Streifzug durch die hübschen Gassen.
Die Lenne schlängelt sich durch den Luftkurort Saalhausen.

Ebenfalls herrlich zum Flanieren ist Schmallenberg mit seiner historischen Altstadt und zahlreichen Cafés und Restaurants. Wie aus einem Bilderbuch entsprungen, kommt mir Sallinghausen bei Eslohe vor. Friedliche Stille umgibt die Landschaft rund um das knapp 60-Einwohner Dörfchen. Pferde grasen vor einer Kapelle und hübsche Häuser ziehen sich den Hang hinauf. Sollte ich jemals einen Rückzugsort suchen, um einen Roman zu schreiben, Sallinghausen wäre mein Place to be.

#4 Die Ruhe genießen

Abschalten, Kraft tanken und die würzige Waldluft einatmen. Ohne Zeitdruck durch die Natur streifen oder mit dem Rad durchs Grüne fahren. Eines der Dinge, die ich am meisten im Sauerland genossen habe, war die herrliche Ruhe in der Region. Schon kurz nach meiner Ankunft bin ich mitten drin, im Auszeit-Modus.
Ob am See, in den Ortschaften und auch auf dem Sattel erlebte ich an keiner Stelle Gedränge oder überfüllte Radwege. Und wenn die Tour mal parallel zur Landstraße verläuft, rollt man kurz darauf wieder fernab von Verkehrsgeräuschen durch romantische Täler und den heimischen Urwald.

Ländliche Idylle und neugierige Einheimische.
Der Forellenhof Poggel: Fachwerk-Romantik & Oase der Ruhe.
Pause am Wasser im Kurpark Saalhausen.

Gemütliche Übernachtungsmöglichkeiten für eine erholsame Auszeit findet ihr natürlich auch im Sauerland. Sehr ans Herz legen kann ich euch den Forellenhof Poggel in Eslohe und die Pension Möser in Saalhausen.

#5 Einmal durchs Sauerland schlemmen

Egal ob man das Sauerland zu Fuß oder vom Sattel aus erkundet, entlang des Weges locken zahlreiche gastronomische Highlights zum Verweilen und Genießen ein. Einer meiner Lieblinge ist das H1 am See. Auf der Terrasse des Lokals werden euch leckere Suppen, Burger oder Kuchen serviert – mit Blick auf den Hennesee.

Das Restaurant H1 am See mit toller Aussicht…
… und leckerer Karotten-Ingwer-Suppe.
Schön für Kaffee & Kuchen am Nachmittag: Das Hofcafé Heinemann.

In Schmallenberg fällt die Entscheidung bei all der Auswahl an Cafés und Restaurants nicht leicht. Allen Freunden der italienischen Küche sei das Bacio am Schützenplatz empfohlen. Idyllisch im Grünen liegt das Café Zeit am Wasserrad, das vor allem für köstliche Kuchen bekannt ist.
Etwa 11 Kilometer von Schmallenberg entfernt, könnt ihr euch im Hotel Restaurant Flurschütz in Saalhausen verwöhnen lassen. Hier erwarten euch neben regionalen Gerichten auch Craft-Bier aus der eigenen Brauerei. Ein herrlicher Ort für Kaffee und Kuchen am Nachmittag ist das Hofcafé Heinemann in Lennestadt.

#6 Geschichte erleben

Geschichtsenthusiasten und Hobbyhistoriker kommen in der Region auf ihre Kosten. Ein Stück Eisenbahn-Vergangenheit erlebt ihr auf dem SauerlandRadring. Auf etwa der Hälfte des 84 Kilometer langen Radrundweges ruckelten bis 1966 noch Züge durch die Landschaft. Heute sind die Wege für Radfahrer ausgebaut. Aber den Spuren vergangener Zeiten kann man noch immer nachspüren. Neben alten Signallampen und Waggons ist der Kückelheimer “Fledermaustunnel” ein echtes Highlight. Stolze 700 Meter radelt oder spaziert man durch die finstere Unterführung. Gänsehaut pur!

Das Schloss Bamenohl am Ortsrand von Finnentrop.
Relikte auf der alten Bahntrasse.
Sauerländer Sehenswürdigkeiten: Das Wasserschloss Lenhausen

Am Ortsrand von Finnentrop offenbart sich hinter einem unscheinbaren Tor ein wahrer architektonischer Augenschmaus: Das denkmalgeschützte Haus Bamenohl, umgeben von einem malerischen Landschaftsgarten. Ein weiteres Schmuckstück gibt’s in Lenhausen zu bestaunen. Eine Wasserburg aus dem 14. Jahrhundert, die im 17. Jahrhundert zum Schloss ausgebaut wurde.

#7 Wellness im Kurpark

Die Batterien an friedlichen Wasserlandschaften aufladen, im Kneippbecken den Kreislauf anregen und in Hängematten am Flussufer schaukeln. Was wäre ein Urlaub ohne Wellnessmomente. Prädestiniert zum Erholen und Wohlfühlen ist der Luftkurort Saalhausen. In dem Dorf wurde vor ein paar Jahren ein einzigartiger Vitalpark geschaffen.

Neben einem Barfußpfad, einer Panorama-Schaukel und einem Wasserlabyrinth, findet ihr auch einen Musikpavillon im Kurpark. Zur warmen Jahreszeit werden hier eure Ohren bei Konzerten verwöhnt.

Friedliche Aussichten im Kurpark von Saalhausen.
Auf dem Barfusspfad bekommen die Füße eine wohltuende Massage.
Besonderes Highlight ist das schön angelegte Kneippbecken.

Lust auf mehr Inspiration für deinen Deutschlandurlaub?

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*Dieser Beitrag wurde unterstützt von der Sauerland-Radwelt e.V. Die geschilderten Erlebnisse und Erfahrungen bleiben davon unberührt.

Mainzerin Sarah packt regelmäßig das Fernweh und kurz darauf ihren Koffer, um neue, faszinierende Orte zu bereisen oder an alte, lieb gewonnene zurückzukehren. Und obwohl sie gelegentlich von einem Neuanfang an einem anderen Ort träumt, einem kleinen Haus in der Toskana mit Klappläden an den Fenstern und Zitronenbaum im Vorgarten oder von einer Stadtwohnung in Lissabon mit Blick auf den Tejo, ist Mainz eben doch ihre Stadt des Herzens.

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