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Reiseblogger verraten ihre Tipps für Georgien

Ein Kino-Abend im Spätsommer 2017. Der Dokumentarfilm “WEIT. Die Geschichte von einem Weg um die Welt” läuft im Mainzer Programmkino Palatin. Nach 128 Minuten gehe ich berauscht und bewegt aus dem Kinosaal und das Ziel meiner nächsten Fernreise steht fest: Georgien.

Das kleine Land im Kaukasus hatte ich zuvor noch gar nicht auf meinem Reiseradar. Doch nach den Bildern im Kino, den mächtigen Bergen und grünen Tälern, Städten im Wandel und der Gastfreundschaft der Menschen, die mich bereits durch die Kinoleinwand hindurch erreicht hat, kann ich es kaum erwarten Mitte Mai in den Flieger Richtung Südosten zu steigen.

Da ich gerade Mitten in der Planung für meine vier Wochen in Tiflis, Kazbegi und Co. stecke, ist dies genau der richtige Zeitpunkt, mich von anderen Blogger-Kollegen inspirieren zu lassen, die das Land am Schwarzen Meer bereits erkundet haben und viele viele Tipps parat haben.

John und Marc von 1 Thing To Do

Wie kamt ihr auf das Reiseziel Georgien?

Wir lieben es zu wandern. Deshalb und auch, weil Georgien ein vergleichsweise günstiges Reiseziel ist, entschieden wir uns für eine kleine Auszeit in der Kaukasus-Region. Dazu kommt unser Projekt #GoEast, im Rahmen dessen wir seit über zwei Jahren Reiseziele in Osteuropa vorstellen. Da durfte Georgien nicht länger fehlen.

Wie lange und zu welcher Jahreszeit wart ihr in Georgien?

Wir waren knapp drei Wochen lang im Kaukasus unterwegs – inklusive zweier Abstecher von Georgien nach Aserbaidschan und Armenien. Die Reise fand im Spätsommer statt, was den Vorteil hatte, dass auch in Hochgebirgslagen Sommerluft herrschte, während es in tieferen Lagen in der Regel nicht zu heiß wurde.

Was hat euch an Georgien besonders gefallen?

Wenig verwunderlich waren es die Bergwelten Georgiens, die uns am meisten begeisterten. Beim Wandern rund um Mestia brauchten wir eine Weile, um zu realisieren, welch Giganten sich da gerade um uns scharen – und wie elend klein wir dagegen sind. Sowohl in Oberswanetien als auch bei Kazbegi kraxelten wir zum ersten Mal über 3.000 Meter und schraubten damit auch unsere persönlichen Grenzen ein ganzes Stück höher. Wandern im Kaukasus, das heißt Ursprünglichkeit, wie wir sie bis dahin nicht erlebt hatten. Mit allen Vor- und Nachteilen: Einmal erwischte uns ein Gewitter in luftiger Höhe, außerdem kamen wir auf jeder Wanderung mindestens einmal vom Weg ab.

Foto Credit: 1 Thing To Do

Was war euer persönliches Highlight in Georgien?

In Juta bei Kazbegi verwandelte sich unser vermeintlicher Wanderweg sogar in einen Wasserfall. In jenem Moment eine ziemlich vertrackte Situation, aber rückblickend war die Wanderung zwischen Juta- und Arkhoti-Tal im Kazbegi-Nationalpark definitiv ein Höhepunkt.

Mit welchen Transportmitteln habt ihr euch fortbewegt?

Von A nach B gelangten wir in Georgien fast ausschließlich per Marschrutka, den typischen Minibussen der Region, die abenteuerlich günstig und überraschend zuverlässig fahren. Für die Strecken nach von Tiflis nach Baku bzw. Jerewan griffen wir auf Nachtzüge zurück.

Könnt ihr eine Unterkunft empfehlen?

In Mestia kamen wir in der Villa Gabliani unter, ein eher einfaches, aber sehr charmantes Guesthouse mit einer noch charmanteren, älteren Damen als Inhaberin. Ihr Vater war einst bekannter Bergsteiger, sie selbst spricht auch Deutsch und freut sich über einen Plausch, um ihre Sprachkenntnisse wieder aufzufrischen.

Foto Credit: 1 Thing To Do

Gibt es etwas, dass ihr bei eurer nächsten Georgien-Reise anders machen würdet?

Vielleicht, denn aufgrund der zerklüfteten Bergwelt dauert beispielsweise die Fahrt von Mestia nach Tiflis ziemlich lange. Heißt: Wir hätten gerne mehr Zeit zur Verfügung gehabt. Bei nur zwei oder auch drei Wochen Reisezeit gilt es in jedem Falle zu priorisieren, um Georgien wirklich erleben zu können anstatt von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit zu hetzen. Vor allem aus diesem Grund beließen wir es bei unseren Stationen in Mestia, Tiflis, Kazbegi und zum Abschluss Batumi. Alle Orte, die wir nicht besuchen konnten, sind genügend Gründe, eines Tages zurückzukehren. Und das machen wir ganz bestimmt.

Die zwei Berliner John und Marc lieben es auf ihren Reisen mal mehr, mal weniger bewusst in die falsche Richtung abzubiegen. Weshalb? Sie sind auf der Suche nach besonderen Reisemomenten! Im Zeitalter von To-Do-Listen und Must-sees wollen John und Marc dem Kern des Reisens wieder näher kommen. Denn dieser lag einst im Entdecken von Neuem – und nicht im Nachreisen der Reisen anderer. Was ihnen dabei spannendes passiert, lest ihr auf 1 Thing To Do.

Ariane von Heldenwetter

Was hat dich bewegt nach Georgien zu reisen?

Ohne eine Freundin, die schon für längere Zeit in Georgien gelebt hat und ein großer Fan des Landes ist, wäre ich wohl nie auf Georgien als Reiseziel gekommen. Als ich meine Reise unternommen habe, waren die Flüge auch noch vergleichsweise teuer und vor allem schrecklich unpraktisch: Mir der Billigairline Pegasus hatte man grundsätzlich mindestens 4-6 Stunden Aufenthalt, gerne von Mitternacht bis zum frühen Morgen, in SAW, einem kleinen Flughafen im asiatischen Teil Istanbuls, an dem Übernachten wirklich keinen Spaß macht. Aber als meine Freundin für ein Auslandssemester wieder nach Tbilisi zog, dachte ich mir einfach, jetzt oder nie.

Wie lange und zu welcher Jahreszeit warst du in Georgien?

Ich war leider nur für eine Woche in Georgien – letztendlich ging es ja auch eher um den Besuch als darum, viel vom Land zu sehen. Jahreszeit war Anfang November, ich weiß noch, dass unsere erste Übernachtung in SAW passenderweise gerade auf Halloween fiel. Wenn ich irgendwann noch einmal nach Georgien reise, werde ich allerdings einen anderen Zeitpunkt wählen, denn es war wirklich eiskalt und ich habe die meisten Nächte selbst mit allen Kleidungsstücken, die ich im Rucksack hatte, meinen bis oben zugezogenen Schlafsack und den obligatorischen 50%-Tschatscha bitterlich gefroren.

Foto Credit: Heldenwetter

Was hat dir an Georgien besonders gefallen?

Rückblickend bin ich immer noch beeindruckt von Tbilisi. Man hat wirklich gemerkt, dass man sich in einer Stadt befindet, die nicht nur (was für ein klischeebehafteter Begriff!) im Aufschwung ist, sondern sich wirklich gerade selbst erfindet. Wie sehr sich junge Menschen in Tbilisi nach Westen orientieren und für Europa interessieren, hat mich überrascht, genauso wie die Dichte des Kulturangebots und die zum Teil abgefahrene moderne Architektur neben historischen Holzbalkonen und Sowjetbauten. Sehr spannend war auch ein Ausflug nach Borjomi, wo wir wohl neben drei jungen Litauern die einzigen Touristen in der Stadt waren. Zu sehen, wie die Menschen dort Tourismus organisieren, ohne dass irgendeine Form von Infrastruktur besteht, fand ich spannend, und als wir zu Felsenklöstern im Süden des Landes fuhren, die tatsächlich gerade erst für Besucher abgesichert wurden, machte das das Bild komplett.

Was war dein persönliches Highlight in Georgien?

Ich fürchte, das wird nun sehr oberflächlich klingen, aber neben dem mehr als spannenden Tbilisi und dem sehr kuriosen Ausflug nach Borjomi ist und bleibt für mich die georgische Küche ein absolutes Highlight. Chinkali, gefüllte und gekochte Teigtaschen, und Chatschapuri, eine Art Käsepizza, sind einfach nur großartig, und schon allein beim Gedanken an den Gurken-Tomaten-Salat mit Walnüssen und Koriander läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Und dazu der Wein, von dem ich gar nicht aufhören kann zu schwärmen. Ernsthaft, noch nie habe ich so leckeren Wein getrunken wie in Georgien – wer mir hier widerspricht, der möge sich durch die verschiedenen Läden und Bars in Tbilisi probieren!

Foto Credit: Heldenwetter

Mit welchen Transportmitteln hast du dich fortbewegt?

Für unsere Ausflüge nach Borjomi und in die Umgebung von Tbilisi sind wir mit Marschrutkas gefahren. Ohne meine Freundin, die Georgisch spricht, war das gar nicht so einfach. Was viele nicht wissen: Georgisch nutzt nicht das kyrillische Alphabet, sondern hat eine eigene Schrift, in der sich wirklich kein einziger Buchstabe wiedererkennen lässt. Da hilft es nur, sich das Schriftbild für das Ziel, an das man reisen möchte, auswendig einzuprägen – oder sich einen vertrauenswürdigen Local zu suchen, mit dem man sich verständigen kann und der einen zuverlässig ins richtige Fahrzeug setzt.

Kannst du eine Unterkunft empfehlen?

Wir sind sowohl in Tbilisi als auch in Borjomi privat untergekommen. Da es in Borjomi kaum Tourismus gibt, existieren – oder existierten zumindest 2014 – keine Hotels oder Hostels. In der ganz neuen und sehr engagierten Touristeninformation wurden wir an einen älteren Herrn vermittelt, mit dem ich aufgrund unserer sprachlichen Differenzen kein einziges Wort kommunizieren konnte. Aber über Schnaps und Kinder- und Enkelfotos kamen wir zum Glück auch ohne Worte zu einer gewissen Grundsympathie.

Gibt es etwas, dass du bei deiner nächsten Georgien-Reise anders machen würdest?

Ich weiß nicht, wie es mittlerweile dank Wizz Air in Georgien aussieht, aber mit meinen Erfahrungen würde ich nicht noch einmal so unvorbereitet nach Georgien reisen. Sich im Land zu bewegen, ist wirklich anstrengend, da die touristische Infrastruktur quasi vollkommen fehlt. Dass ich auf Georgisch nur “danke” und auf Russisch vielleicht noch ja und nein sagen kann, hat mir viele wertvolle Einblicke und Begegnungen genommen, denn außerhalb von Tbilisi kam ich mit Englisch nicht weit. Zumindest ein Grundwortschatz in Russisch sollte für eine individuelle Reise nach Georgien wahrscheinlich vorhanden sein. Ansonsten könnte ich mir auch vorstellen, für eine Georgien-Reise tatsächlich eine oder mehrere geführte Touren zu buchen. So sieht man auch etwas von der Natur, die häufig nicht ganz so leicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist.

Ariane hat ihr Herz irgendwo zwischen Lamas und rostigen Kleinbussen in Peru verloren. Seitdem möchte sie so viel wie möglich über andere Länder und Kulturen erfahren. Wenn sie gerade nicht unterwegs ist, verbringt Ariane viel Zeit damit, den Finger über Landkarten wandern zu lassen und ihre eigene Heimat ein bisschen besser zu erkunden, am liebsten zu Fuß. Arianes Geschichten lest ihr auf Heldenwetter.

Janine und Fridolin von a fabulous world

Wie kamst du auf das Reiseziel Georgien?

Georgien war für uns lange ein fernes, unbekanntes und kleines Land, das wir nicht auf dem Plan hatten. Erst bei der Planung unserer Route für unsere Langzeitreise 2017/2018 haben wir uns genauer damit beschäftigt und waren direkt begeistert. Der große Kaukasus hat so einiges an Naturschönheiten zu bieten, die wir uns nicht entgehen lassen wollten.

Foto Credit: a fabulous world

Wie lange und zu welcher Jahreszeit warst du in Georgien?

Wir waren im September/ Oktober für ca. 6 Wochen in Georgien. Das klingt ziemlich lang für so ein kleines Land, aber langweilig wurde uns nie. Der Herbst hat gerade Einzug gehalten, was zwar ein farbenfrohes Schauspiel mit sich bringt, aber leider auch so einige Regentage.

Was hat dir an Georgien besonders gefallen?

Unumstrittenes Highlight für uns war der große Kaukasus in Swanetien. Hier kann man wandern, reiten, Jeep fahren und die Historie der Gegend auf sich wirken lassen. Die Natur und die Berge sind einfach atemberaubend. Da kann man schon mal die Seele baumeln lassen.

Foto Credit: a fabulous world

Was war dein persönliches Highlight in Georgien?

Wir hatten eine Panne und während wir auf den Abschleppdienst warteten lud uns eine Familie, die alles von ihrem Haus aus beobachtet hat, zum Kaffee und Kuchen ein. Als sich herausstellte, dass die Wartezeit sehr lang wird, haben sie ein traditionell georgisches Essen mit der Nachbarin geplant und gekocht. Und der Hausherr hat dann auch noch seinen wertvollsten und bis dahin gut gehüteten Cognac aus dem Regal geholt. Wie sie in der Zeit für uns ein Festmahl herbeigezaubert haben nur um uns die Wartezeit zu verkürzen macht uns immer noch sprachlos. Diese herzliche Gastfreundlichkeit traut man den Georgiern erst nicht zu, ist jedoch erlebenswert!

Mit welchen Transportmitteln hast du dich fortbewegt?

Wir sind mit unserem “Balu”, einem Fiat Ducato unterwegs. Der hat uns auch durch Georgien gebracht. Und wir waren eigentlich auch ganz froh selbst das Steuer in der Hand zu haben. Denn der Fahrstil der Georgier ist mörderisch.

Kannst du eine Unterkunft empfehlen?

Wir sind bei starkem, tagelangen Regen bei Lilia in der Weinstadt Telavi untergekommen. Ihre Pension lässt sich über booking.com finden. Hier waren wir sehr froh neben einem warmen und gemütlichen Zimmer mit Küche und Bad auch eine warmherzige Gastgeberin gefunden zu haben.

Foto Credit: a fabulous world

Gibt es etwas, dass du bei deiner nächsten Georgien-Reise anders machen würdest?

Gerne würden wir im Frühling oder Sommer zurückkehren. Und wir würden ein Zelt einpacken, um im großen Kaukasus mehrtägige Wandertouren in die wunderbaren Berge unternehmen zu können. Da oben gibt es einige Seen und Aussichtspunkte, die sich lohnen sollen.

Janine und Fridolin haben sich entschieden Jobs und Wohnungen hinter sich zu lassen, um längere Zeit die Welt zu bereisen. Gestartet sind sie im April 2017 in Deutschland über einen Teil der Seidenstraße in die Mongolei. Ihre Abenteuer lest ihr auf a fabulous world.

Stefanie von a world kaleidoscope

Was hat dich bewegt nach Georgien zu reisen?

Als ich etwa 12 Jahre alt war hat meine Familie ein Au-Pair Mädchen aus Georgien aufgenommen. Mich hat es damals sehr fasziniert, als Nino mir die georgische Schrift zeigte und von ihrem tiefreligiösen Land erzählte. Dank Facebook sind wir in engem Kontakt geblieben, bis ich sie 2015 zum ersten mal in Georgien besuchte.

Foto Credit: a world kaleidoscope

Wie lange und zu welcher Jahreszeit warst du in Georgien?

Ich habe Georgien zwei mal im September bereist, für insgesamt 3 Wochen.

Was hat dir an Georgien besonders gefallen?

Die abwechslungsreichen Landschaften, das grandiose Essen und vor allem die temperamentvollen, herzlichen Menschen.

Foto Credit: a world kaleidoscope

Was war dein persönliches Highlight in Georgien?

Mein Highlight war natürlich, als ich Nino in Chiatura besuchte, ihre Familie und Freunde kennenlernte und einen direkten Einblick in das Leben der Georgier bekam. Chiatura ist übrigens noch ein richtiger Geheimtipp und hat einige Sehenswürdigkeiten zu bieten, wie den Katskhi Felsen.

Mit welchen Transportmitteln hast du dich fortbewegt?

Meistens mit Marshrutki (Minibussen), aber manchmal habe ich mir auch mit anderen Reisenden ein Langstreckentaxi geteilt.

Kannst du eine Unterkunft empfehlen?

Leider kenne ich dort nur das Restaurant, aber auf meiner nächsten Georgien-Reise möchte ich unbedingt eine Nacht im abgeschiedenen, relaxten Oasis Club in Udabno verbringen.

Foto Credit: a world kaleidoscope

Gibt es etwas, dass du bei deiner nächsten Georgien-Reise anders machen würdest?

Ich würde nächstes mal schon bei meiner ersten Reise die beeindruckende Felsenstadt Uplistsikhe besuchen.

Auf ihren Reisen versucht Steffi, alternative Wege zu beschreiten, und vor allem, mit Einheimischen in Kontakt zu kommen. Dafür lernt sie nicht nur Fremdsprachen (die sechste ist in Arbeit), auch Couchsurfing ist für sie essenziell. Ihre Geschichten aus über 60 Ländern lest ihr auf a world kaleidoscope.

Beatrice von Reisezeilen

Wie kamst du auf das Reiseziel Georgien?

Ich wollte gemeinsam mit einer guten Freundin verreisen. Nach einiger Recherche kam sie plötzlich mit dem Vorschlag, dass wir vielleicht überlegen sollten, nach Geogien zu fliegen. Ein Freund von ihr war schon dort und hatte voller Begeisterung von seinem Trip erzählt. Ich war zuerst total überrascht und habe erst mal angefangen, über das Land nachzulesen. Schon zu dem Zeitpunkt stieß ich auf etliche Information, die sich sehr vielversprechend anhörten: der Charme von Tiflis, die Natur des Kaukasus, legendär gutes Essen und nicht zuletzt die Gastfreundschaft der Georgier.

Foto Credit: Reisezeilen

Wie lange und zu welcher Jahreszeit warst du in Georgien?

Ich war Ende Juli/Anfang August für zwei Wochen in Georgien.

Was hat dir an Georgien besonders gefallen?

Wirklich geradezu legendär fand ich die unglaubliche Freundlichkeit, Aufgeschlossenheit und Gastfreundschaft der Georgier. Die Begegnung mit den Menschen war etwas ganz Besonderes. Und das Essen war wirklich köstlich – übrigens auch als Vegetarier!

Was war dein persönliches Highlight in Georgien?

Die unglaubliche Bergwelt des Kaukasus hat mich wirklich umgehauen. Wir hatten uns für einen Wanderurlaub in Georgien entschieden. Highlight war das dreitägige Trekking, was wir in Swanetien gemacht haben. Es war schon ganz schön anstrengend, aber eine fantastische Tour durch die Berge und ursprünglichen Dörfer.

Mit welchen Transportmitteln hast du dich fortbewegt?

Wir waren auf einer organisierten Wandertour unterwegs. Unser kleines Grüppchen hatte einen Bus mit Fahrer zur Verfügung.

Kannst du eine Unterkunft empfehlen?

Wir sind überwiegend in ganz kleinen, privaten Gästehäusern abgestiegen, was ich total empfehlen kann. Der Standard ist eher einfach, aber näher an die georgische Kultur kann man kaum kommen. Wir sind überall wie Freunde empfangen worden, wurden köstlich bewirtet und umsorgt.

Gibt es etwas, dass du bei deiner nächsten Georgien-Reise anders machen würdest?

Ich bin leider nicht bis ganz in den Westen ans Schwarze Meer gekommen. Das würde ich beim nächsten Mal nachholen.

Beatrice schreibt auf ihrem Blog Reisezeilen über nachhaltiges Reisen und gibt inspirierende Denkanstöße, wie selbst kleine Veränderungen dazu beitragen bewusster in der Welt unterwegs zu sein und zu leben.

Jean Mathieu von Jeanmathieu.de

Wie kamst du auf das Reiseziel Georgien?

Ich hatte noch ein paar Urlaubstage übrig und wollte mit meinem Kumpel Sacha noch eine Rucksack-Tour oder Roadtrip unternehmen. Einerseits wollten wir in eine Ecke der Welt, die touristisch noch nicht so erschlossen ist. Andererseits wollten wir mit 10 Reisetage auch nicht zu viel Zeit für die An- und Abreise investieren. Meine Schwester war vor einigen Jahren mit ihrem Mann und ihren Kinder in Tiflis ihre Schwägerin besuchen. Kurz drauf hat sie mit ihrem Mann noch einen kleinen Roadtrip in Georgien unternommen. Seitdem schwärmt sie von dem Land und den Menschen – für Sascha und mich hat sich das perfekt angehört: genau was wir gesucht hatten.

Foto Credit: Jeanmathieu.de

Wie lange und zu welcher Jahreszeit warst du in Georgien?

Ich war für 10 Tage Anfang Oktober 2016 in Georgien. 7 Tage waren super Wetter: Sonne und meistens um die 25 Grad, am schwarzen Meer konnte man noch gut baden. 2 Tage waren bewölkt und leicht regnerisch. Der letzte Tag war total verregnet und eisig kalt. Eine Woche später gab es in den höheren Lagen Geogiens bereits Schnee.

Was hat dir an Georgien besonders gefallen?

Eigentlich alles: die freundlichen, teilweise aber auch scheue Menschen. Die total unterschiedlichen Landschaften: Georgien kann in Bezug auf die Landesfläche mit Bayern zu verglichen werden. Trotz der geringen Größe hat Georgien eine so unglaubliche Vielfalt an unterschiedlichen Landschaften zu bieten: Mittelgebirge mit Nadel- und Laubwälder, Hochgebirge mit größeren Bergen als die Alpen, subtropische Vegetationen, karge Steppen und auch ein direkter Zugang zum Schwarzen Meer mit Stränden. Dazu kommen Weinfelder und eine Jahrtausend alte Weintradition. Dazu kommen sehr hilfsbereite, freundliche und aufgeschlossene Menschen.

Foto Credit: Jeanmathieu.de

Was war dein persönliches Highlight in Georgien?

Eigentlich war fast jede Ortschaft für sich ganz toll. Mit einigen Monaten Abstand sind jedoch drei Dinge am meisten hängen geblieben: die Steppe um das Dorf Udabno mit dem Kloster Dawit Garedscha, der östliche Große Kaukasus um die Georgische Heerstraße mit dem kleinen Städtchen Stepanzmindna und der Gergetier Dreifaltigkeitskirche mit dem Kasbek im Hintergrund sowie der westliche Große Kaukasus rund um Mestia.

Mit welchen Transportmitteln hast du dich fortbewegt?

Wir hatten einen SUV gemietet, da wir selbst entscheiden wollten, wann und wohin wir fahren. Das Auto war eine 14 Jahre alte Mercedes Benz M-Klasse. Letztendlich sind wir damit überall hingekommen, hatten aber mit einem extrem schlechten Pflegezustand zu kämpfen: die Reifen hatten permanent Luft verloren, nach 5 Tagen war die Batterie komplett hinüber und wir mussten nach jedem Stop das Auto überbrücken und die Bremsen waren kurz vorm versagen: im Hochgebirge des Großen Kaukasus hatten wir bereits erste Versuche mit der Motorbremse unternommen. Georgien hat aber auch ein ganz gut ausgebautes Busnetz. Die Busse heißen hier Marschrutka. Dazu gibt es wohl ein sehr gut ausgebautes und günstiges Inlandsflugnetzwerk zwischen den größeren Städten.

Kannst du eine Unterkunft empfehlen?

Wir hatten keine große Anforderungen an die Unterkunft: Dach überm Kopf, sauberes Bett und sauberes Bad – das hatten wir eigentlich immer. In Udabno im oasis Club sollte man unbedingt vorher eine Unterkunft buchen! Wir hatten nicht gebucht und hatten prompt kein Zimmer mehr bekommen. Sind dann aber glücklicherweise bei Mamuka’s Guesthouse untergekommen: da hier aber auch schon alle Räume belegt waren, wurde uns kurzerhand das Kinderzimmer angeboten und die Kinder schliefen im Bett bei Oma.
In Gori hatten wir bei einer Landespolitikerin übernachtet. Gleichzeitig waren auch gerade Wahlen in Georgien: die Dame war nachts noch bei ihrer Partei und hat die Wahlen abgewartet, am nächsten morgen stand sie in der Küche und hat uns um 7 Uhr morgens Frühstück gemacht. Unglaublich.
In Stepanzminda waren wir in dem Haste „HQ of Nove Sujashvili“. Sehr einfach, aber sauber und bietet einen Gemeinschaftsraum mit kostenlosem Tee und Kaffee. Wer es luxuriöser mag kann das Rooms Hotel Kazbegi nutzen mit direktem Blick auf die Gergetier Dreifaltigkeitskirche und den Kasbek.

Foto Credit: Jeanmathieu.de

Gibt es etwas, dass du bei deiner nächsten Georgien-Reise anders machen würdest?

Für unseren ersten Besucht hatten wir einen Roadtrip durch das ganze Land geplant. Hierbei hatten wir jede Menge gesehen und erlebt: die Hauptstadt Tiflis (die eigentlich Tbilisi heißt), die Steppe um das Dorf Udabno kurze vor der Grenze zu Aserbaidschan, die Weinregion um Sighnaghi und Telawi, die georgische Heerstraße bis nach Stepanzminda kurz vor der Grenze zu Russland, Gori – die Geburtsstadt Stalins, die Höhlenstand von Uplisziche, Batumi – das Las Vegas Georgiens sowie die Hochgebirgsregion um Mestia sowie die Ecke im Kleinen Kaukasus um Achalziche. Dies würde ich für einen ersten Besuch wieder so unternehmen. Für einen zweiten Besuch würde ich mir einzelne Regionen herauspicken und diese etwas länger erkunden.

Heimat. Reisen. Fitness. Das sind die zentralen Themen auf Jeanmathieu.de. Ob Roadtrips, Backpacker-Touren, Kurztrips übers Wochenende oder Tagestrips sowie Zelten am Lagerfeuer, aber auch eine Woche relaxen in einem komfortablen 5 Sterne Hotel. Jean Mathieu ist jeglichen Reisearten aufgeschlossen. Lediglich gegen All Inclusive Urlaube hegt er eine starke Abneigung.

Janine von Finding Hummingbirds

Was hat dich bewegt nach Georgien zu reisen?

Vor ein paar Jahren wusste ich noch nicht mal wo Georgien ungefähr liegt. Während meines Studiums habe ich dann jedoch eine Georgierin kennengelernt, die heute zu meinen besten Freunden zählt. Viele Geschichten habe ich über ihre Heimat gehört, meist sogar während eines guten, deftigen georgischen Essens. Ich war neugierig wie und wo sie groß geworden ist und wollte mir daher ihr Heimatland unbedingt anschauen.

Wie lange und zu welcher Jahreszeit warst du in Georgien?

Ich war 4 Wochen in Georgien. Das war im Juni 2017. In Tiflis war es sehr heiß zu der Zeit, in Svanetien hingegen ein sehr angenehmes Klima. Auch in Batumi lies es sich herrlich aushalten.

Was hat dir an Georgien besonders gefallen?

Die Vielfältigkeit des Landes, welches ja nicht sonderlich groß ist, ist unglaublich. Nur wenige Stunden voneinander entfernt, liegen das Schwarze Meer, die atemberaubenden Berglandschaften Svanetiens, zauberhafte Altstädte, groteske Höhlendorfer, ja und sogar der Geburtstort Stalins.

Was war dein persönliches Highlight in Georgien?

Es gibt für mich 3 ganz besondere Orte in Georgien: Ushguli Das kleine Bergdorf Ushguli ist das höchste Bergdorf Europas und liegt in knapp 2.200 km Höhe in der atemberaubenden Kullisse der Bergwelt Svanetiens. Schon am 2. Tag wird man hier in dem kleinem Café zum Stammgast. Neben dem urigen Essen, ist die Wanderung zum Shkhara Gletscher einfach traumhaft schön. Aber Vorsicht: Immer wieder muss durch Flussabschnitte gewandert werden. Trekkingsandalen und ein Wanderstock machen sich hier demnach gut.
Der Höhlenkomplex Davit Gareja Davit Gareja hat mich nicht nur wegen den zahlreichen Höhlenklostern beeindruckt, sondern vor allem wegen der grotesken, unglaublichen Landschaft. Nach einem recht mühsamen Aufstieg auf den Udabno liegt eine fantastische Weite vor einem. Das Höhlendorf Uplistihke.
Die alte Höhlen- und Festungsstadt in der Nähe von Gori, war ein ganz besonderes Erlebnis. Sowas hatte ich bisher noch nie gesehen: Eine ganze Stadt erbaut in Felsen. Manches lässt sich nur noch erahnen wie Apotheke, Gefängnis, Theater oder Bäckereien. Die Wohnungen sind aber noch ganz deutlich und eindrucksvoll erhalten. Ein Muss wenn man in Georgien ist! (Wer genug Zeit hat, sollte einmal die Stadt Gori besuchen. Hier ist Stalin geboren und grotesker Weise, wurde ihm ein Museum gewidmet. Der Blick auf die Geschichte erfolgt hier aus anderen, sehr unkritischen Augen. Interessant ist es aber allemal.)

Mit welchen Transportmitteln hast du dich fortbewegt?

Für die kurzen Strecken haben wir die Marschrutkas (Minibusse) benutzt, obwohl meine georgische Freundin mich vorab gebeten (besser: gewarnt) hat, bloß nicht mit diesen zu fahren. Sie selbst stirbt bei dem rasanten Fahrstil jedes Mal tausend Tode. Aber es nützt ja nichts. Die Marschrutkas sind das Verkehrsmittel Nr. 1 im Land und wir hatten Glück und halbwegs ordentliche Fahrer. Immer wenn es irgendwie ging sind wir jedoch mit dem Zug gefahren. Das klappt in Georgien super. Die Züge sind sauber und günstig und bringen die Reisenden durchs ganze Land.

Kannst du eine Unterkunft empfehlen?

Sogar ein paar: Mestia: Marinas Guesthouse – perfekt gelegen, sauber, großzügig und leckeres Frühstück. Batumi: My Batumi Apartments – liegt in einem der schicken Hochhäuser direkt am Strand. Tiflis: AirB&B Apartment. Liegt nicht direkt in der Stadt.

Gibt es etwas, dass du bei deiner nächsten Georgien-Reise anders machen würdest?

Ja, definitiv. Ich würde entspannter sein und einfach darauf vertrauen, dass alles schon irgendwie klappt. Gerade am Anfang war ich sehr nervös. Kleines Beispiel meines Gedankenkarusells vor einer Marschrukta Fahrt: Zuerst: Bekommen wir noch einen Platz in der Marschrutka? Dann, als wir die ersten beiden Mitfahrer waren: Oh Gott. Hoffentlich kommen noch genug Leute zusammen. (Eine Marschrutka fährt erst, wenn alle Plätze besetzt sind und sich die Fahrt somit für den Fahrer lohnt.) Als wir erstmal zurück in die Unterkunft geschickt worden sind um auf den Anruf für die Abfahrt zu warten: Ohje. Hoffentlich fährt der jetzt nicht ohne uns los, falls wir zu spät wieder zum Bus kommen. Natürlich hat alles bestens geklappt. Wie immer im Land. Auch wenn es mal länger dauert. Bei der nächsten Georgien Reise vertraue ich auf die Gastfreundschaft und das versprochene Wort der Georgier.

Janine beschreibt sich selbst als Erdbeerfee, Tanzprinzessin, Ostseesprotte und Sommerseele. Gemeinsam mit ihrem Freund und frei nach Aristoteles haben sich die beiden dazu entschieden: “Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen”. So ging es im Juni 2017 für das Paar auf Weltreise. Was die beiden spannendes erleben, lest ihr auf Janines Blog Finding Hummingbirds.

Marie von Triff die Welt

Wie kamst du auf das Reiseziel Georgien?

Lange hatte ich Georgien überhaupt nicht auf dem Schirm. Vor Jahren war ich auf einen Artikel gestoßen, der Hitchiking in Georgien und Armenien verglich. “Da will ich eines Tages hin!” hatte ich gedacht – und Georgien anschließend wieder vergessen. Erst, als ein Flug nach Kutaisi in Georgien als einer der günstigsten in meiner Suche auftauchte, wurde ich erneut auf das Land im Kaukasus aufmerksam und blieb sogleich hängen.

Wie lange und zu welcher Jahreszeit warst du in Georgien?

Ich war für zwei Wochen im Herbst in Georgien.

Was hat dir an Georgien besonders gefallen?

Georgien hat sich in Windeseile in mein Herz gebrannt. Trotz aller Verständigungsschwierigkeiten und der Tatsache, dass Georgien mich die meiste Zeit mit Regen und Kälte zu beglücken versuchte, konnte ich der Faszination des Landes nicht entrinnen. Das lag vor allem an den atemraubenden Landschaften, der warmen Gastfreundschaft und der Ursprünglichkeit des Landes.

Foto Credit: Triff die Welt

Was war dein persönliches Highlight in Georgien?

Ich fand mein persönliches Georgien Highlight in Davit Gareja. Die alte Klosteranlage an der Grenze zu Aserbaidschan steht in vielen Reiseführern. Nicht die Klosteranlage selbst jedoch raubte mir den Atem, sondern die schier unendliche Weite der georgischen Steppe drumherum.

Mit welchen Transportmitteln hast du dich fortbewegt?

Ich griff nahezu ausschließlich auf die georgischen Maschrutka zurück, Minibussen. Stellt euch auf rasante Fahrten, Kuschelmodus und Risse in der Frontscheibe ein. Auch das ist Teil des unvergesslichen Abenteuers Georgiens.

Kannst du eine Unterkunft empfehlen?

Ich kann wärmstens empfehlen, in der Region im Davit Gareja eine oder mehrere Übernachtung im Udabno Hostel einzulegen. Dort findet ihr eine Oase des kulturellen Austausches und der Ruhe.

Foto Credit: Triff die Welt

Gibt es etwas, dass du bei deiner nächsten Georgien-Reise anders machen würdest?

Ich würde mir mehr Zeit für Wanderungen einplanen und im Herbst wärmere Kleidung einpacken.

Im Jahr 2016 gründete Marie ihren Blog Triff die Welt. Der Blog richtet sich vor allem an alleinreisende Frauen, welche die Welt auf ihre eigene Art und mit Backpack entdecken möchten. Marie arbeitet als Krankenpflegerin und liebt neben dem Reisen auch das Heimkehren und die Vorfreude auf die nächste Reise.

*Titelbild: 1 Thing To Do

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3 Kommentare

  1. Liebe Sarah, das ist ja wirklich ein wunderschöner Artikel geworden 🙂 Da bekomme ich gleich Lust, wieder Georgien anzusteuern. Vor allem das Titelbild ist ein Traum! Danke, dass ich dabei sein durfte. Ich werde den Beitrag nachher über meine Kanäle teilen.

    • Sarah

      Liebe Ariane,

      ich bin auch ganz begeistert und auch erstaunt wie facettenreich der Artikel geworden ist.
      Danke nochmal, für deinen inspirierenden Beitrag und fürs Teilen. 🙂

      Viele Grüße aus Mainz,
      Sarah

  2. Pingback: Hallo Georgien! – Tschüss Georgien! | Itchy Feet

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