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Frühling in Südtirol: Aktivitäten und Tipps in Lana

Anzeige | Die Tage werden länger, die Temperaturen milder und auf den Waalwegen herrscht reges Treiben – die Natur erwacht nach der langen Winterpause zu neuem Leben. Es summt, blüht und duftet überall. Wenn im Frühling die Apfelbäume blühen, legt sich ein zarter weiß-rosa Schleier über die Landschaft des Etschtals.

Zwischen Apfelhainen, Weinreben und mediterranem Flair zeigt sich Lana von seiner vielleicht schönsten Seite. Perfekt für Genussmenschen, Naturfreunde und alle, die südliche Lebensfreude suchen, noch bevor der Sommer beginnt. Schon im Herbst hat mich die Südtiroler Marktgemeinde mit ihrem Charme begeistert. Jetzt im Frühling, war die Freude umso größer, Lana ein zweites Mal – und aus einer ganz neuen Perspektive – zu erleben.

In diesem Beitrag nehme ich dich mit auf meine Reise durch das blühende Lana und verrate dir meine liebsten Tipps zu Unterkünften, Ausflügen, Wanderungen und kulinarischen Highlights, die garantiert Frühlingsgefühle wecken.

Lana blüht: Südtirol im Frühling

Die Veranstaltungsreihe Lana blüht ist mehr als ein Frühlingsfest – sie ist eine Einladung, die Zeit des Aufbruchs mit allen Sinnen zu erleben. Vom 1. bis 30. April verwandelt sich Lana in eine Bühne für Natur, Kultur und Genuss. Was „Lana blüht“ so besonders macht? Es bringt Menschen zusammen. Tradition und Lebensfreude, Handwerk und Kulinarik, Einheimische und Gäste– vereint in einer Landschaft, die genau jetzt zur Hochform aufläuft. Auf dem Programm stehen geführte Wanderungen, Workshops, Konzerte – und als besonderes Highlight die Bäuerlichen Genussmeile.

Buntes Treiben auf der Bäuerlichen Genussmeile.
Lana blüht.
Apfelblüten in voller Pracht.

Die Bäuerliche Genussmeile – Frühlingsmarkt mit Geschmack

Es ist Samstagvormittag und wir schlendern durch Lanas Zentrum, das sich heute in ein lebendiges Genussdorf verwandelt hat. Familien, Wanderer, Einheimische – alle bummeln, naschen, lachen. Zwischen Gesprächen, Gelächter und dem leisen Klirren von Weingläsern schlängelt sich eine sanfte Saxophonmelodie durch die milde Frühlingsluft. Es duftet nach frisch gebackenem Brot, würzigem Käse, süßen Fruchtaufstrichen und Wildkräutern.

Wir bleiben an einem Stand mit hausgemachtem Marillennektar und Aprikosenmarmelade stehen. Es riecht nach frisch gebackenen Krapfen – da können wir nicht widerstehen. Mit einem noch warmen Hefegebäck in der Hand lassen wir uns auf einer alten Steinmauer nieder und beobachten das bunte Treiben.

Stand auf der Genussmeile.
Hausgermachter Marillennektar und Marmeladen.
Band auf der Genussmeile.

Einmal im Jahr verwandelt sich der autofreie Ortskern von Lana in eine duftende Flaniermeile – voller Geschmack, Handwerk und Herzlichkeit. Über 50 Stände regionaler Produzenten reihen sich aneinander und laden zum Probieren, Einkaufen und Verweilen ein. Hier gibt’s nicht nur echte Südtiroler Spezialitäten, sondern auch die Geschichten dahinter – direkt von den Menschen, die sie mit viel Herzblut herstellen.

Lana und der Apfel

Lana ohne Äpfel? Undenkbar. Sie gehören zur Region wie die Berge zum Tal. In Lana ist der Apfel mehr als nur ein Obst – er ist Tradition, Landschaftsbild und Lebensgefühl. Im Frühling, wenn die Apfelblüte beginnt, wird der Grundstein für eine gute Ernte im Herbst gelegt.

Seit dem 19. Jahrhundert prägen Apfelplantagen das Etschtal. Das milde Klima, die viele Sonnenstunden und der fruchtbare Boden machen die Gegend zum idealen Anbaugebiet. Besonders eindrucksvoll zeigt sich das jetzt im Frühling, wo sich die Hügel rund um das Apfeldorf in ein zartes weiß-rosa Blütenmeer kleiden. Ob bei einem Spaziergang entlang der Waalwege oder mit dem Rad durch die Plantagen: Die Apfelblüte ist ein Erlebnis für alle Sinne.

Auch kulinarisch ist der Apfel in Lana allgegenwärtig – ob als naturtrüber Saft, fruchtiger Aufstrich, knusprige Apfelchips oder feiner Edelbrand. In Hofläden oder auf Märkten wie der Bäuerlichen Genussmeile kannst du die Vielfalt direkt probieren. Denn: Apfel ist nicht gleich Apfel. Rund um Lana wachsen zahlreiche Sorten – jede mit ihrem eigenen Charakter, mal süß, mal säuerlich, mal besonders knackig.

Gut zu wissen: Südtirol ist das größte zusammenhängende Apfelanbaugebiet Europas. Rund 10 % der europäischen Apfelernte kommen aus der Region – viele davon rund um Lana.

Mein Tipp: Was macht den Südtiroler Apfel so besonders? Wie wächst er, was steckt Gutes in ihm? Eine Apfelbotschafterin nimmt dich mit durch die blühenden Obstwiesen. Zur Apfelführung kannst du dich über Lana Tourismus anmelden.

Wandern durch die blühenden Apfelplantagen.
Niederlana Pfarrkirche.
„An apple a day…“.

Wald und Wiesenwellness

Gemeinsam mit Hildegard begeben wir uns auf eine Wanderung durch die Frühlingslandschaft rund um Prissian. Es geht darum, die Kraft der Natur für unser Wohlbefinden zu nutzen: Achtsamkeit beim Gehen, Inspirationen aus der Pflanzenwelt – und ganz viel Kräuterkunde. Immer wieder bleibt Hildegard stehen, beugt sich zu einem noch so unscheinbaren Pflänzchen und erzählt mit leuchtenden Augen von dessen Wirkung – Schachtelhalm, Brennnessel, Sauerampfer, Rotklee.

Selbst das, was wir bislang eher als Unkraut abgetan haben, entpuppt sich hier als kleine grüne Schatztruhe für Körper und Seele. Am Ende der Wanderung fühlen wir uns nicht nur entspannt, sondern auch reich beschenkt – mit neuem Wissen, frischer Energie und einem klaren Kopf.

Die Natur als Apotheke.

Mein Tipp: Hildegard Kreiter bietet nicht nur Veranstaltungen, sondern auch Kurse rund um Kräuter und Naturwissen an – eine Bereicherung, nicht nur für kräuterinteressierte Menschen. Ihr Herzenswunsch, ein praxisnahes Kräuterbuch zu schreiben, ist mittlerweile in Erfüllung gegangen: Kräuter und Heilpflanzen nach Sebastian Kneipp und Alles, was mir gut tut sind mittlerweile erschienen.

Wandern auf einem der schönsten Waalwege Südtirols: der Marlinger Waalweg

Die Südtiroler verbringen ihre Frühlingstage am liebsten auf den Waalwegen – und das völlig zu Recht. Wenn du in Südtirol wandern möchtest, gehört mindestens ein Waalweg zum Pflichtprogramm. Die sogenannten „Waale“ wurden vor Jahrhunderten zur Bewässerung der Apfelbäume und Weinreben angelegt und prägen heute als Teil der gelebten Kulturgeschichte das Landschaftsbild.

Die Wege verlaufen meist flach, führen entlang der alten Wasserläufe durch die Natur und eröffnen immer wieder traumhafte Ausblicke auf die umliegende Bergwelt und in die weitläufigen Täler. Wenn du eine aussichtsreiche und gut begehbare Wanderung suchst, ist der Marlinger Waalweg genau das Richtige für dich. An diesem klaren Sonntagmorgen herrscht reges Treiben auf dem Weg.

Er beginnt in Töll bei Meran und führt durch schattige Mischwälder, vorbei an blühenden Apfelbäumen und grünen Weinbergen – immer begleitet vom sanften Plätschern des Waals. Je näher man Lana kommt, desto mediterraner wirkt die Landschaft und schon bald thront das Schloss Lebenberg oberhalb von Tscherms – ein malerischer Hingucker und beliebtes Fotomotiv.

Beliebtes Fotomotiv – Blick auf Schloss Lebenberg.
Wasserweg mit Vergangenheit.
Trinkpause am Marlinger Waalweg.

Dauer und Strecke: Der Marlinger Waalweg ist mit seinen 12 Kilometern der längste Waalweg Südtirols. Er lässt sich bequem in beide Richtungen begehen, die Gehzeit für die gesamte Strecke beträgt rund 3 -3,5 Stunden. Wer nicht den kompletten Weg gehen möchte, kann auch unterwegs einsteigen und etwas abkürzen. Zum Beispiel in Marling oder Tscherms. Besonders praktisch: Mit dem Südtirol Guest Pass kannst du kostenlos Bus und Bahn nutzen – ideal für den Rückweg oder die Anreise zum Startpunkt.  

Mein Tipp: Für den krönenden Abschluss empfiehlt sich ich eine Einkehr im Haidenhof oberhalb von Lana. Der traditionelle Buschenschank bietet neben Südtiroler Spezialitäten und ausgewählten Weinen eine traumhafte Sonnenterrasse mit Panoramablick über das Etschtal – hier schmecken Spinatschlutzer und Sauvignon gleich doppelt so gut.

Blühende Fassaden.
Einkehr im Haidenhof.

Naturkino mit Ausblick: Wanderung und Picknick am Knottnkino

Wir starten gemütlich mit der Seilbahn von Burgstall hinauf nach Vöran – allein die Fahrt ist ein Erlebnis. Unter uns breitet sich das Etschtal aus, über uns leuchtet der Frühlingshimmel. Oben angekommen, beginnt unsere Wanderung: ein gut ausgeschilderter Rundweg, der uns durch lichte Lärchenwälder, über saftige Wiesen und vorbei an alten Höfen führt. Nach etwa 1,5 Stunden Wanderung erreichen wir nach einem letzten Anstieg den Rotstein Knott – eines der wohl außergewöhnlichsten Naturkunstwerke Südtirols: das Knottnkino. Der Name leitet sich übrigens vom Südtiroler Wort „Knotte“ ab, was so viel wie Felsnase bedeutet.

Hier, auf 1.465 Metern Höhe, hat der Künstler Franz Messner 30 wetterfeste Kinosessel aus Kastanienholz und Stahl installiert. Kein Film, keine Leinwand – und doch: ein echtes Kinoerlebnis. Sonne, Wolken und Wind spielen Regie, und das Panorama verändert sich ständig. Der Film ist jeden Tag derselbe – und doch immer wieder neu.

Inmitten dieser atemberaubenden Kulisse packen wir unser Picknick vom Lenkhof aus: knackiges Schüttelbrot, würziger Käse, hausgemachte Chutneys und ein Fläschchen Marillennektar – liebevoll verpackt und genau richtig für eine genussvolle Pause mitten in der Natur.

Auf dem Weg zum Knottnkino.
Eintritt: nur ein wenig Wanderlust.

So ein Freiluftkino gibt es garantiert kein zweites Mal. Mit beeindruckenden Bildern und vollen Herzen im Gepäck treten wir den Rückweg an.

Mein Tipp: Bestellt euch einen Picknickkorb vom Lenkhof. Der liebevoll geführte Hof liegt unweit des Aussichtspunkts am Tschögglberg. Besonders schön: Der Lenkhof stellt auf Vorbestellung Picknickkörbe mit hofeigenen Produkten zusammen – gefüllt mit allem, was man für eine feine Jause unter freiem Himmel braucht. Einfach den Korb vorab bestellen, beim Hof abholen und in rund 20 Minuten hinauf zum Knottnkino laufen.

Lenkhofer Picknickkorb.

Nachhaltigkeit und Tradition im Runstnerhof Gargazon

In Gargazon liegt ein echtes Juwel: das kleine, feine Runstner Hofcafé, das mein Frühstücksherz höherschlagen lässt. Als die Sonne an diesem Morgen durch die Nebeldecke bricht – ziehen wir kurzerhand auf die Terrasse um. Der Runstnerhof ist viel mehr als ein Bauernhof aus dem 14. Jahrhundert. Er ist Familienprojekt, Generationengeschichte und nachhaltige Vision in einem.

Carmen und Georg Zischg haben mit viel Herzblut einen Ort geschaffen, an dem Frühstück zum Erlebnis wird. Alles hier ist selbst gemacht oder liebevoll gesammelt: Möbel vom Flohmarkt, Deko aus alten Erbstücken, Lampen aus Beton und Ton. Es fühlt sich an, als würde man bei Freunden frühstücken – nur schöner.

Auf den Tisch kommen: duftendes, selbstgebackenes Brot, süßes und salziges Gebäck, Topfenstrudel, Müsli, Joghurt, frisches Obst, hausgemachte Säfte – und natürlich duftender Kaffee oder ein frischer Aperitif. Alles zubereitet mit saisonalen, regionalen und biologischen Zutaten.

Mein Tipp: Für einen Besuch empfiehlt sich eine rechtzeitige Reservierung, insbesondere für das Frühstück – Geheimtipps sprechen sich schnell rum.

Runstnerhof – rustikal und charmant.
Zeit für eine Tasse Kaffee.
Malerischer Innenhof.

Ein Ausflug nach Meran: Bummeln mit Südtirol Flair

Meran, unweit von Lana, verzaubert mit seinem mediterranen Flair, Palmen entlang der Passerpromenade und dem Blick auf schneebedeckte Gipfel. An diesem sonnigen Frühlingsvormittag lassen wir uns treiben – ohne großes Ziel, einfach nur mit Neugier im Gepäck. Wir haben Glück, heute ist Freitagsmarkt in Meran. Einheimische sowie Touristen bummeln über den Markt, kaufen ein und probieren sich von Stand zu Stand– wir mittendrin mit einem Gelato in der Hand.

Nach dem Trubel gönnen wir uns einen Kontrast: ein Besuch in der Therme Meran. Eingebettet in den Park mit Blick auf die Berge, fühlt es sich hier an wie ein Kurzurlaub im Urlaub.  Und ehrlich gesagt, haben wir selten eine Therme erlebt, die so stilvoll ist. Die Stunden vergehen wie im Flug – und wir fahren mit dem Gefühl, Körper und Kopf einmal gründlich durchgelüftet zu haben, zurück.

Gelato mit Bergpanorama.
Meran-Magie und ein Hauch von Dolce Vita.

Genussmomente: meine kulinarischen Tipps für Lana

Frühling in Südtirol ist Genusszeit – allen voran mit dem beliebten Spargel und frischen Wildkräutern wie Bärlauch und Brunnenkresse. Von traditionellen Gerichten bis zu kreativen Neuinterpretationen reicht die Palette, die in Gasthöfen, Buschenschänken und in Restaurants serviert wird. 

Buschenschank Pfefferlechner

Im Pfefferlechner in Lana trifft urige Gemütlichkeit auf moderne Braukunst und regionale Küche – und das am liebsten draußen. Der große Biergarten unter alten Bäumen ist der perfekte Ort, um sich nach einer Wanderung oder einem gemütlichen Spaziergang niederzulassen. Die Speisekarte bietet eine Vielzahl an Südtiroler Klassikern wie Kaspressknödel, Spinatschlutzer und Knödel.

Muchele

Das Boutiquehotel Muchele in Burgstall wird in dritter Generation von den drei Schwestern Anna, Priska und Martina Ganthaler geführt – und genau das spürt man. Hier verschmelzen Innovation und gelebte Tradition in einem außergewöhnlichem Mix aus Design, Lebensfreude und Persönlichkeit. Besonders das Abendessen im hauseigenen Restaurant ist ein Erlebnis, das alle Sinne anspricht.

Bei einem alkoholfreien Negroni – so gut, dass wir ihn gleich zweimal bestellen – treffen wir Martina an der Bar. Als ausgebildete Sommelière teilt sie nicht nur spannende Einblicke über das Muchele, sondern verrät uns auch gleich ihr Lieblingsgericht der aktuellen Karte. Sie begleitet uns zum Tisch und übergibt uns in die fähigen Hände ihres Küchenteams rund um Patrick Holzner.

Was dann folgt ist Genuss pur: jeder Gang überrascht, begeistert und bringt uns zum Staunen. Auch der Service überzeugt mit Herzlichkeit und feinem Gespür für den richtigen Moment. Das Muchele hat uns verzaubert. Und wir wissen schon jetzt: Wir kommen wieder.

Cheers, Muchele!
Fine Dining im Muchele.

Kuntrawant

Das Kuntrawant Kaffeehaus befindet sich in Lana, am Ortsausgang in Richtung Burgstall. Unweit vom Muchele – und was soll ich sagen, noch bevor wir von der Verbindung zum Muchele wussten, haben wir sie irgendwie gespürt – oder besser gesagt gerochen. Die stilvolle Einrichtung und die Liebe zum Detail erinnert sofort an das, was uns im Muchele so gut gefallen hat.

Mit dem Kuntrawant hat sich Martinas Mann, Josef, seinen Traum von einer eigenen kleinen Rösterei mit Charakter und ganz viel Leidenschaft für guten Kaffee erfüllt. Mit einem Cappuccino und einem herrlich frischen Focaccia gönnen wir uns einen letzten süßen Südtirol Moment vor der Abreise – so geht Abschied auf die schönste Art.

Kaffee und Focaccia – the italian break.

Reichhalter

Im Ortskern von Lana, in einem liebevoll restaurierten Gutshaus, liegt das Reichhalter 1477. Mit viel Hingabe führt die Familie Dissertori dieses kleine Boutiquehotel samt Café und Restaurant. Die Terrasse vor dem Haus ist heute der perfekte Ort, um die letzten Sonnenstrahlen aufzusaugen und einen Apero zu genießen.

Der Reichhalter Spritz ist eine Ode an den Südtiroler Frühling – eisgekühlt, spritzig und ein Hauch von Kräutern. Später zieht es uns in eine der gemütlichen Gaststuben, wo regionale und saisonale Küche auf ausgewählte Weine trifft. Die Karte ist übersichtlich, durchdacht und wechselt mit dem Lauf der Jahreszeiten – die Zutaten stammen von lokalen Betrieben und das schmeckt man mit jedem Bissen.

Reichhalter Spritz.

Ob zum Mittagessen, Kaffee und Kuchen oder für einen entspannten Abend mit Freunden – das Reichhalter schafft es, den Charme der Vergangenheit mit der Leichtigkeit der Gegenwart zu verbinden. Ein Ort, an dem man bleibt, obwohl man eigentlich schon weiterwollte. Und einer, zu dem man ganz sicher zurückkehrt.

Mein Hoteltipp in Lana: Das Stadele

Es gibt Orte, die sagen nichts – und erzählen doch alles. Das Stadele in Lana ist so ein Ort. Kein großes Designhotel, kein überladener Luxus. Stattdessen ein kleines Hideaway im Herzen Lanas, das sich auf das Wesentliche konzentriert: Ruhe, Stil und echte Gastfreundschaft.

Modern, puristisch und doch unglaublich warm: Das Stadele trifft genau den richtigen Ton. Jedes der acht Zimmer ist einem Gewürz gewidmet, einem Lieblingsgewürz von Gastgeber und Küchenchef Matthias Wenin. Wir schlafen im Stay Salty – unsere persönliche Ruheoase mit einer großzügigen Terrasse und einem traumhaften Blick über Lana und hinauf zum Vigiljoch.

Vino auf der Sonnenterrasse.
Stay Salty im Stadele.                                            

Ob als Ausgangspunkt für Wanderungen durch die blühenden Apfelwiesen oder einem kulinarischen Streifzug durch Lana – wer einmal im Stadele war, kommt wieder. 

Genuss, der bleibt – die Küche im Stadele

Und dann ist da noch die Küche. Gastgeber und Küchenchef und Matthias Wenin schafft mit seinem Team ein kulinarisches Erlebnis, das genau wie das Haus selbst ist: ehrlich, durchdacht, besonders. Auf der wechselnden Karte treffen Südtiroler Klassiker auf mediterrane Leichtigkeit, kombiniert mit frischen Kräutern aus dem hauseigenen Garten.

Gegessen wird im Sommer draußen, unter alten Bäumen im Garten, oder – wie bei uns – in der charmant umgebauten Scheune, die dem Stadele ihren Namen gibt. Viel Holz aus der alten Struktur, moderne Stühle und Bänke und warme Orangetöne machen es einladend und gemütlich. Ein Ort voller Atmosphäre, der sich auch auf dem Teller wiederfindet. Im Untergeschoss versteckt sich noch ein Highlight: der stilvoll ausgebaute Weinkeller im alten Stall – originell und gemütlich.

Abgerundet wird unser Abend vom aufmerksamen, warmherzigen Service und der feinen Weinbegleitung. Nach einem letzten Absacker und kurzen Plausch mit Matthias und seiner Mutter freuen wir uns auf unser Bett – wie praktisch, dass es nur ein paar Schritte entfernt ist.

Grüne Innenhofoase im Stadele.
Design trifft Gemütlichkeit – wohnen im Stadele.

Und am nächsten Morgen starten wir langsam in den Tag. Der Duft von frisch gebrühtem Filterkaffee zieht durch den Raum während Lana langsam erwacht. Eierspeisen, eine feine Käseauswahl, Lachs und Porridge werden frisch zubereitet und liebevoll an den Tisch gebracht, dazu hausgemachtes Brot, Marmeladen und Kräuter aus dem eigenen Garten.

Das Stadele ist einer diese Orte, die man am liebsten für sich behalten will – aber es ist einfach zu schön, um es nicht weiterzuerzählen.

Camping mit Stil – Schlosshof Resort in Lana

Wir lieben schöne Hotels. Und davon gibt es in Südtirol mehr als genug. Doch im Herzen sind wir auch Camper. Die Mischung aus Freiheit, Natur und der Möglichkeit, morgens mit Blick ins Grüne zu frühstücken, hat einfach etwas Besonderes. Als wir uns dem Schlosshof Camping in Lana nähern, entdecken wir ihn schon von weitem: einen blauen Giraffenhals, der neugierig über die Hecken ragt – und uns mit einem Augenzwinkern willkommen heißt.

Für die kommenden Tage ist das hier unser Zuhause. Unser Stellplatz liegt ruhig, eingebettet in die grüne Landschaft des Etschtals. Ehrlich gesagt: Wir sind normalerweise eher minimalistischer beim Campen unterwegs. Doch nach drei Nächten im Schlosshof wissen wir die Privilegien zu schätzen.

Denn hier stimmt einfach alles: Die Sanitäranlagen sind modern und gepflegt, es gibt eine beheizte Poollandschaft, einen Spa-Bereich mit zwei Saunen, eine entspannte Strandbar – und vor allem ein Team, das mit Herzlichkeit und Professionalität für echte Wohlfühlmomente sorgt. Gastgeber Christian führt den Schlosshof mit viel Herzblut – und genau das macht den Charme aus.

Morgens haben wir die Wahl: Wir können uns an der Frühstückstheke bedienen, oder wir bestellen ganz einfach den Brötchenservice – und genießen unseren Kaffee ganz entspannt in oder vor unseren eigenen vier Rädern. Mit Vogelgezwitscher im Ohr, der Sonne im Gesicht und dem ersten Espresso in der Hand fühlt sich das wie das pure Frühlingsglück an.

Und wenn abends der Hunger kommt und die Füße müde vom Wandern sind, ist das hauseigene Restaurant Dolce Vita die perfekte Wahl. Die Küche überzeugt mit einem feinen Mix aus mediterraner Leichtigkeit und Südtiroler Tradition.

Der Schlosshof ist nicht einfach ein Campingplatz – es ist ein Ort, an dem Camperherzen höherschlagen.

Slow Mornings im Schlosshof.                                                       
Poollandschaft – Zeit für Wellness.
Poolside Aperitivo.

Südtirol im Frühling: Praktische Tipps für Lana

Anreise: Lana liegt in Südtirol, rund 10km südlich von Meran und ist gut erreichbar, egal ob mit Auto, Bahn oder Bus.

Mit dem Flugzeug: Die nächstgelegenen Flughäfen sind Bozen, Innsbruck, Verona und Venedig.

Mit dem Zug: Der nächstgelegene Bahnhof ist Lana-Burgstall, erreichbar über Meran oder Bozen. Von dort aus geht es mit dem Bus weiter ins Ortszentrum.

Von A nach B: Da die Region einige Highlights zu bieten hat, erkundest du sie am flexibelsten mit Auto, Bus oder Bahn. Mit dem Südtirol Guest Pass kannst du während deines Aufenthalts unter anderem Regionalzüge, Nahverkehrsbusse und ausgewählte Seilbahnen kostenlos nutzen. Die Mobilcard ist im Zimmerpreis enthalten und ermöglicht die unbegrenzte Nutzung aller öffentlichen Verkehrsmittel ab Anreisetag. Trotzdem gilt natürlich, wer Südtirol wirklich erleben will, muss raus in die Natur und das geht am besten zu Fuß.

Beste Reisezeit: Lana ist ein Reiseziel, das zu jeder Jahreszeit begeistert. Die Hauptreisezeit liegt zwischen April und Oktober – mit zwei besonderen Highlights: der Apfelblüte im Frühjahr und der Törggelezeit im Herbst. Dazwischen locken milde Temperaturen, klare Bergsicht und jede Menge Genussmomente. Ich habe Lana sowohl im Frühling als auch im Herbst besucht – und kann beides absolut empfehlen.

Reiseinspiration: Noch mehr Tipps für die Region rund um Lana, weitere Ausflugsziele und den Veranstaltungskalender findest du auf der Webseite der Lana Region und Tourismus.

Das waren meine Tipps für einen Kurzurlaub im frühlingshaften Südtirol. Kennst du noch einen Geheimtipp? Dann teile ihn gerne in den Kommentaren.

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*Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung von Lana Region und Tourismus.

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Von der Hauptstadtmetropole Berlin zog es Theresa der Liebe wegen ins beschauliche Wiesbaden. Doch zu Hause trifft man sie tatsächlich eher selten, denn sie liebt das Reisen. Egal ob schöne Städte, herrliche Natur, süße Cafes oder nette Restaurants – sie ist immer auf der Suche nach neuen Entdeckungen. Das Fotografieren ist dabei ihr kreativer Ausgleich zum Arbeitsalltag. Es ermöglicht ihr, unterwegs zu sein, Dinge aus einer anderen Perspektive wahrzunehmen und die schönen Momente für die Ewigkeit festzuhalten. Einige dieser Marmeladenglasmomente findet ihr auf ihrem Instagramprofil @_theresa.be

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