Ecuador, Lateinamerika, travel
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Ein Roadtrip durch die Anden

Wir wollten auf jeden Fall nach Quito und auf die Isla de la Plata. Viel mehr hatten Kim und ich für unsere sechs Tage in Ecuador nicht geplant. „Der Rest wird sich schon ergeben wenn wir dort sind“, sagten wir vor dem Abflug. Und so kam es dann auch. Denn schon am ersten Abend in Ecuador treffen wir Kims Freund Chilly, der schon einen Plan für unsere Zeit in den Anden ausgeheckt hat. Zusammen mit seinem Neffen Israel geht es auf einen Roadtrip durch die Anden.

The Andes are calling

Wir starten in der höchstgelegenen Hauptstadt der Welt. Nach einer Nacht in der vielleicht schönsten Airbnb-Wohnung überhaupt, fahren wir knapp 100 Kilometer Richtung Norden, nach Otavalo. Die Stadt ist bekannt für ihren Indiomarkt, auf dem es Ponchos, Alpakapullover, Ledergürtel, Schmuck und Kunsthandwerk zu kaufen gibt. Der Markt von Otavalo gilt als der größte seiner Art in ganz Südamerika.
Auch ich kann den kuscheligen und farbenfrohen Stoffen nicht widerstehen und kaufe meinen ersten Alpakapullover für unschlagbare 20 Dollar. Wer für Kleidung nicht allzu viel übrig hat, der kann sich in Otavalo durch verschiedene Früchte probieren, die es in Europa kaum oder nur sehr teuer zu kaufen gibt. Mir hat es die Guanábana angetan. Botanisch gesehen, ist die Guanábana eine riesige Beere – sie wird bis zu 40 Zentimeter lang und bis zu 4 Kilogramm schwer, die ihren Ursprung in Südamerika und der Karibik hat. Das Fruchtfleisch schmeckt süß bis leicht säuerlich. Nachdem ich meine erste Guanábana gekostet habe, begleitet mich die Frucht während unserer gesamten Lateinamerikareise und ich genieße sie besonders gerne als köstlichen Shake.
Den Abend in Otavalo lassen wir in einer Bar ausklingen. Beim Tanzen machen sich bei mir das erste Mal die 2500 Höhenmeter bemerkbar. Nach nicht mal zehn Minuten geht mir die Puste aus.

On the road again

Von Otavalo geht es am nächsten Tag weiter nach Guaytacama, südlich von Quito. Hier machen wir Bekanntschaft mit Chillys Freunden. In dem kleinen Ort erhalten wir Einblicke in das ecuadorianische Leben in den Anden. Erneut bin ich beeindruckt und dankbar für die nicht enden wollende Gastfreundschaft, die wir hier erfahren.

Während unserer Zeit in Ecuador sind Präsidentschaftswahlen. Spannend solch ein politisches Ereignis in einem anderen Land zu erleben. Nach einer Stichwahl entscheidet der linksgerichtete Lenin Moreno das Amt schließlich für sich. Er tritt in große Fußstapfen. Das Vermächtnis seines Vorgängers, Rafael Correa, ist die erfolgreiche Bekämpfung der Armut in dem Land. Moreno will die sozialen Reformen Correas nun fortsetzen.

Last stop: Quilotoa

Ein Highlight folgt dem nächsten während unseres Roadtrips durch die ecuadorianischen Anden. Heute wollen wir den atemberaubenden Quilotoa Loop besichtigen. Der Vulkan Quilotoa liegt in fast 4000 Metern Höhe südwestlich von Quito. Die Magmaströme waren während seines letzten Ausbruchs um das Jahr 1280 so gewaltig, dass sie damals sogar den fast 200 Kilometer entfernten Pazifik erreichten. Nach der Eruption stürzte die Magmakammer zusammen und es entstand zunächst die riesige Caldera mit drei Kilometern im Durchmesser und anschließend der See.

Das tückische Andenwetter ist uns heute ausgesprochen wohlgesonnen. Denn erst kurz bevor wir uns auf den Rückweg zu unserem Auto machen, ziehen tiefe Wolken vor den zuvor strahlend blauen Himmel und der eben noch türkis glitzernde Kratersee ist durch den Nebel nur noch zu erahnen.
Wenige Kilometer vom Lake Quilotoa entfernt machen wir Halt am Cañon del Toachi. Hier bin ich dem Nebel und den tief hängenden Wolken sogar recht dankbar. Denn dadurch entsteht diese ganz besondere, magische Stimmung im Wald und zwischen den Felsen.

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