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Salzkammergut mit Kindern im Sommer: Die schönsten Ausflugsziele für Familien

Anzeige | Berge, glasklare Seen, kleine Stadtmomente und viele Ausflüge, die sich auch mit Kindern ganz entspannt planen lassen: Das Salzkammergut ist für uns eine dieser Regionen, in denen man morgens noch auf einer Alm steht und am Nachmittag schon die Füße im Wasser baumeln lässt.

Hier kommen unsere liebsten Ausflugsziele für Familien im Sommer – mit praktischen Tipps zu Kinderwagen, Einkehr, Badepausen und kleinen Dingen, die den Tag entspannter machen.

Die schönsten Ausflugsziele im Salzkammergut mit Kindern im Sommer

Das Salzkammergut ist so eine Region, in der man nicht lange nach Ideen suchen muss. Zwischen Bergen, Seen und kleinen Orten wartet gefühlt hinter jeder Kurve schon der nächste schöne Stopp. Trotzdem hatten wir nie das Gefühl, von Möglichkeiten erschlagen zu werden. Vieles liegt nah beieinander, lässt sich gut kombinieren und funktioniert auch dann, wenn man mit Kind unterwegs ist und der Tag nicht nach minutiösem Plan laufen soll.

Gerade im Sommer fanden wir diese Abwechslung besonders schön. Ein Vormittag mit Bergbahn und kurzer Wanderung, danach eine Einkehr auf einer Hütte. Ein Badestopp am See, bevor es weiter in einen kleinen Ort geht. Oder einfach nur ein Eis an der Promenade, während Emma noch ein paar Steine ins Wasser wirft. Das Salzkammergut kann große Panoramen, aber eben auch diese ganz einfachen Urlaubsmomente, die am Ende oft am längsten nachwirken.

In diesem Beitrag findet ihr unsere liebsten Ausflugsziele für Familien im Sommer. Einige davon sind klassische Must-sees, andere eher entspannte Ideen für heiße Tage, müde Beine oder einen Nachmittag ohne großes Programm. Bei allen gilt: Lieber etwas mehr Zeit einplanen, zwischendurch einkehren und sich nicht zu viel vornehmen. Denn die schönsten Momente entstehen meistens dann, wenn man einfach noch ein bisschen bleibt.

Salzkammergut: Karte mit allen Tipps im Überblick

Auf unserer Karte findet ihr alle genannten Ausflugsziele noch einmal gesammelt – von Bergbahnen und Spazierwegen über Badestellen bis zu Cafés, Eisstopps und familienfreundlichen Restaurants.

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Weitere Informationen

Gosaukammbahn und Zwieselalm – Bergtag mit Kindern

Mit der Bahn hinauf in die Bergwelt

Die Gosaukammbahn ist für uns einer der schönsten Ausflüge mit Kindern im Salzkammergut. Schon die rund 15-minütige Fahrt hinauf auf die Zwieselalm fühlt sich nach einem kleinen Abenteuer an. Unten noch Tal, Bäume und Straße, oben plötzlich Almwiesen, Kühe, Hütten und diese dramatische Bergkulisse, die man eigentlich permanent fotografieren möchte.

Die Bahn bringt euch in wenigen Minuten direkt hinauf in die Wanderregion Dachstein West. Gerade mit kleineren Kindern ist das eine schöne Möglichkeit, Berggefühl zu erleben, ohne dass ihr euch auf eine große Wanderung festlegen müsst. Oben angekommen gibt es mehrere Wege, die sich gut für eine entspannte Runde eignen. Schon ein Spaziergang Richtung Gablonzerhütte oder eine kleine Runde über die Alm reicht aus, um diese Landschaft richtig zu genießen.

Kinder können unterwegs Kühe beobachten, durch die Wiesen laufen und immer wieder stehen bleiben, während Erwachsene vermutlich eher damit beschäftigt sind, den Blick nicht mehr loszulassen. Für einen entspannten Bergtag würde ich etwa drei bis vier Stunden inklusive Berg- und Talfahrt, Spaziergang und Einkehr einplanen. Wer länger wandern möchte, kann natürlich mehr daraus machen. Für uns war aber gerade die Mischung aus kurzer Strecke, viel Aussicht und langer Hüttenpause perfekt.

Praktisch mit Kleinkind: kostenlose Offroad-Buggys

Ein Detail, das wir wirklich richtig gut fanden: An der Bergstation der Gosaukammbahn könnt ihr kostenlos geländetaugliche Kinderwagen ausleihen. Die Offroad-Buggys sind für die breiteren Almwege gedacht und machen den Ausflug mit kleinen Kindern deutlich entspannter.

Unsere Tochter lief zwischendurch selbst, schaute Kühe an, sammelte kleine Steine und wollte natürlich alles ganz genau beobachten. Nach einer Weile war sie dann aber auch froh, wieder sitzen zu dürfen. Genau dafür ist dieser Service perfekt. Ihr müsst nicht den eigenen Sportbuggy ins Auto packen und seid trotzdem flexibel, wenn die kleinen Beine müde werden.

Die Wege rund um die Bergstation sind nicht komplett flach, aber gut begehbar. Ein paar leichte Steigungen gehören dazu, ohne dass die Runde direkt anstrengend wird. Mit einem normalen City-Kinderwagen würde ich den Ausflug nicht unbedingt planen. Mit den Leih-Buggys oder einem eigenen geländetauglichen Modell funktioniert es aber richtig gut.

Hüttenpause mit Spielmöglichkeiten

Plant für euren Bergtag unbedingt Zeit für eine längere Einkehr ein. Die Hütten sind nicht nur praktisch, wenn alle Hunger haben, sondern machen den Ausflug auch mit Kind viel entspannter. Während die Großen noch sitzen, Kaffee trinken und die Aussicht genießen, finden Kinder häufig Spielsachen, kleine Spielbereiche oder einen Spielplatz direkt in der Nähe.

Genau das mochten wir an den Bergtagen im Salzkammergut so. Es muss nicht immer alles weitergehen. Eine Hütte ist nicht nur Zwischenstopp, sondern oft schon ein kleiner Urlaubsmoment für sich. Kaspressknödel, Bergluft und dann noch die Aussicht vor der Nase – ehrlich gesagt kann man sich kaum einen besseren Platz für eine längere Pause wünschen.

Bei wechselhaftem Wetter lohnt sich ein Blick auf die Wolken, bevor ihr hochfahrt. Die Bergwelt ist bei guter Sicht natürlich am schönsten. Gleichzeitig kann es oben deutlich kühler sein als unten im Tal. Eine leichte Jacke, Sonnencreme und etwas zu trinken gehören deshalb unbedingt in den Rucksack.

Gosausee – Spaziergang mit Bergkulisse

Ein Weg, bei dem man ständig stehen bleiben möchte

Der Gosausee ist einer dieser Orte, die auf Fotos schon wunderschön aussehen und in echt dann trotzdem noch einmal mehr beeindrucken. Das Wasser, die Felsen, der Dachstein im Hintergrund und diese Mischung aus Wald und Seeufer wirken fast ein bisschen unwirklich.

Praktisch mit Kind: Für die Gosaukammbahn und den Spaziergang am Vorderen Gosausee könnt ihr denselben Parkplatz nutzen. Vom Parkplatz an der Talstation sind es nur wenige Schritte bis zum Start des kinderwagenfreundlichen Rundwegs am See.

Besonders schön fanden wir, dass ihr den Gosausee ganz flexibel erleben könnt. Wer mit kleineren Kindern unterwegs ist oder nach der Gosaukammbahn nicht noch eine große Runde laufen möchte, spaziert einfach ein Stück am Ufer entlang. Schon nach wenigen Minuten habt ihr tolle Blicke auf den See und könnt ohne Druck entscheiden, wie weit ihr noch gehen möchtet.

Der Weg ist abwechslungsreich genug, dass auch Kinder unterwegs immer wieder etwas entdecken können. Es geht vorbei an kleinen Bächen, durch Waldstücke und an Abschnitten direkt am Wasser entlang. Wir fanden besonders den Teil im Wald schön: viel Grün, leises Wasserrauschen und immer wieder kleine Stellen, an denen man kurz stehen bleiben kann.

Die Runde um den Vorderen Gosausee ist etwa 4,5 Kilometer lang. Bei normalem Tempo braucht ihr dafür ungefähr 1 bis 1,5 Stunden. Mit Kleinkind, Fotopausen und kleinen Entdeckerstopps am Wegesrand würde ich aber lieber etwas mehr Zeit einplanen.

SchafbergBahn – mit der Zahnradbahn auf 1.783 Meter

Schon die Fahrt ist ein Erlebnis

Die SchafbergBahn in St. Wolfgang ist ein echter Klassiker im Salzkammergut und für Kinder schon wegen der Fahrt selbst ein Highlight. Die historische rote Zahnradbahn schnauft langsam den Berg hinauf, während der Wolfgangsee unter euch immer kleiner wird und die Aussicht mit jeder Minute weiter aufgeht.

Die Bahn bringt euch auf den 1.783 Meter hohen Schafberg. Schon das klingt nach großem Bergabenteuer, ohne dass ihr dafür einen langen Aufstieg bewältigen müsst. Genau das macht den Ausflug für Familien so schön: Ihr seid schnell mitten in einer spektakulären Landschaft, könnt oben kurze Wege laufen und müsst euch nicht auf eine große Wanderung festlegen.

Plant für den Ausflug unbedingt genug Zeit ein. Gerade in der Hauptsaison lohnt es sich, die Tickets frühzeitig zu buchen und möglichst am Morgen zu fahren. Dann ist die Sicht oft klarer, die Temperaturen angenehmer und es bleibt genug Luft für eine Pause, kleine Spaziergänge und die Rückfahrt ohne Zeitdruck.

Für kleinere Kinder ist die Bahnfahrt selbst oft schon das größte Erlebnis. Sie können aus dem Fenster schauen, den See entdecken und beobachten, wie sich die Landschaft verändert. Ich würde deshalb nicht versuchen, oben noch zu viel Programm anzuhängen. Der Tag ist auch ohne lange Gipfeltour besonders genug.

Trage statt Kinderwagen und lieber warm einpacken

Für Familien ist der Schafberg vor allem ein Ausflugsziel für die Fahrt mit der SchafbergBahn und das Panorama oben. Nach rund 35 Minuten erreicht ihr die Schafbergspitze auf 1.783 Metern. Bei klarer Sicht schaut ihr über den Wolfgangsee, Mondsee, Irrsee und Fuschlsee – sogar bis zum Chiemsee.

Oben gibt es ein paar kurze Wege und Aussichtspunkte, aber kein klassisches Wanderprogramm, das man mit kleinen Kindern noch groß erweitern müsste. Der Kinderwagen kann dabei im Tal bleiben: Die Wege sind teils steinig, mit Treppen und steileren Passagen. Für kleinere Kinder würde ich deshalb eine Trage oder Kraxe mitnehmen.

Gerade das macht den Schafberg für uns so besonders: Ihr müsst keine lange Tour planen, erlebt aber trotzdem diese große Bergwelt von oben. Rechnet nach der Auffahrt noch genug Zeit für die Aussicht, ein paar Schritte rund um die Bergstation und eine kleine Einkehr ein.

Packt auch im Sommer eine leichte Jacke ein. Oben kann es deutlich windiger und kühler sein als unten am Wolfgangsee. Für Kinder sind außerdem Sonnenschutz, etwas zu trinken und ein Snack sinnvoll.

Strandbad Untersee in Bad Goisern

Der perfekte Badestopp für zwischendurch

Das Strandbad Untersee in Bad Goisern ist für uns ein schöner Tipp für Anreise- oder Ruhetage. Gerade wenn ihr in der Gegend rund um Bad Goisern untergebracht seid und nach einem Ausflug nicht noch viel vorhabt, ist der See eine unkomplizierte Möglichkeit, einfach noch ein bisschen draußen zu sein.

Wir waren am ersten Tag nach der Anreise dort. Genau das würde ich wieder so machen. Nach Stunden im Auto, Check-in und ersten Eindrücken tut es gut, nicht direkt weiter loszustürmen. Ein Badestopp, ein paar Minuten am Wasser und vielleicht ein Eis – mehr braucht es manchmal nicht.

Das Strandbad Untersee wirkt ruhiger als viele große Strandbäder und passt deshalb gut zu einem Nachmittag ohne festen Plan. Kinder können am Wasser spielen, Steine sammeln und einfach noch einmal Energie loswerden, bevor es zurück in die Unterkunft geht. Für uns war das genau die richtige Mischung aus „Wir haben etwas gemacht“ und „Wir sind trotzdem entspannt angekommen“.

Praktische Infos für Familien

Der Eintritt ins Strandbad Untersee ist kostenlos. Vom Parkplatz sind es nur wenige Schritte bis ans Wasser, im Sommer stehen zusätzlich weitere Stellplätze auf einer Wiese bereit. Der Parkplatz selbst ist allerdings kostenpflichtig. Praktisch finden wir die Bezahlung über die EasyPark-App: Darüber könnt ihr die Parkzeit bei Bedarf verlängern oder auch früher beenden.

Vor Ort gibt es moderne Umkleidekabinen, Toiletten, Duschen und ein Strandbad-Buffet mit Eis und kleinen warmen Gerichten. Für Kinder gibt es einen Spielplatz, eine kleine Rutsche, einen Steg, ein Floß und flach abfallende Uferbereiche zum Planschen.

Badeseen am Attersee – unsere Tipps für Familien

Seebad Schönauer: ruhig, grün und wunderbar zum Ankommen

Das Seebad Schönauer in Schörfling war für uns einer dieser Orte, an denen man sofort länger bleiben möchte. Glasklares Wasser, viel Grün, Schatten unter Bäumen und diese Kulisse, die einfach immer wieder unrealistisch schön aussieht.

Mit kleinen Kindern ist das Bad besonders angenehm, weil es nicht nach riesigem Erlebnisbad wirkt, sondern eher nach einem entspannten Seeplatz. Ihr könnt auf der Wiese sitzen, zwischendurch ins Wasser gehen und den Tag ganz langsam laufen lassen. Gerade nach mehreren Ausflügen war das für uns genau die richtige Art von Pause.

Eine kleine Side Note, die diesen Ort für mich noch besonderer gemacht hat: Eva und Bettina, die Gastgeberinnen unserer Unterkunft, hatten mich morgens zum Sunrise Swim eingeladen. Wir wollten uns kurz nach fünf Uhr treffen und ich war erst einmal so: „Ich sage spontan Bescheid, je nachdem, wie die Nacht wird.“ Tatsächlich bin ich dann um 5.12 Uhr aufgewacht, habe mich schnell fertig gemacht und war mit von der Partie.

Badestellen rund um Broooklyn Bay

Eine weitere schöne Badestelle fanden wir direkt in der Nähe von Broooklyn Bay in Seewalchen. Von der Beachbar geht es über die Brücke und ein kleines Stück am Wasser entlang zu einer Freizeit- und Erholungsfläche mit sanft abfallendem Ufer.

Gerade mit kleineren Kindern ist das angenehm, weil sie dort im flachen Wasser spielen und plantschen können, ohne dass es direkt tief wird. Wir waren dort an einem warmen Sommerabend noch einmal im See, während Emma zwischen Ufer und Wasser gespielt hat. Dazu die Bowls von Broooklyn Bay, das Licht auf dem Attersee und dieser ruhige Ausklang nach einem vollen Tag – für uns einer der schönsten Momente am See.

Alpakawanderung im Attergau

Ein Ausflug, bei dem automatisch alles langsamer wird

Eine Alpakawanderung im Attergau ist für uns der perfekte Ausflug, wenn ihr zwischen Bergbahn und Badesee einen ruhigeren Programmpunkt sucht. Die Tiere geben ohnehin das Tempo vor. Man läuft langsam, bleibt stehen, schaut, lacht und vergisst ziemlich schnell, wie viel Uhr eigentlich gerade ist.

Für unsere Alpakawanderung ging es zu Attergau Alpaka nach Berg im Attergau. Der Hof liegt zwischen Wiesen und Feldern, und die Tour führt ganz entspannt durch die ländliche Umgebung. Julia Padinger und Christoph Braun bieten die Spaziergänge nicht nur für Familien an, sondern für alle, die Lust auf eine entschleunigte Zeit mit Alpakas haben.

Für Kinder ist das Erlebnis besonders schön, weil Alpakas gleichzeitig neugierig, sanft und ein bisschen lustig sind. Unsere Tochter war anfangs noch vorsichtig, wollte erst aus der Entfernung schauen und tastete sich dann langsam heran. Am Ende durfte sie sogar füttern – das Highlight des Tages!

Der Ausflug eignet sich gut für Kinder, die Tiere mögen und nicht den ganzen Tag Action brauchen. Gerade nach einem intensiveren Bergtag fanden wir die Wanderung sehr entschleunigend. Es ging nicht darum, möglichst viel zu sehen oder weit zu laufen. Es ging einfach darum, draußen zu sein und sich auf diese besonderen Begleiter einzulassen.

Ab sechs Jahren dürfen Kinder selbst führen

Ab sechs Jahren dürfen Kinder bei Attergau Alpaka auch selbst ein Tier führen. Das ist natürlich ein richtig schönes Erlebnis für größere Kinder, die sich das zutrauen. Für jüngere Kinder funktioniert der Ausflug trotzdem wunderbar, weil sie mitlaufen, beobachten, streicheln und am Ende beim Füttern helfen können.

Die Touren finden das ganze Jahr über statt. Im Sommer werden sie bei starker Hitze an die Bedürfnisse von Mensch und Tier angepasst. Bei sehr warmen Temperaturen würde ich trotzdem eher einen Termin am Vormittag wählen und vorab kurz nachfragen, wie die Route oder Uhrzeit geplant ist.

Zieht am besten bequeme Schuhe an und nehmt je nach Wetter Sonnenhut oder Regenjacke mit. Die Wanderung findet draußen statt und ist damit natürlich stark vom Wetter abhängig. Eine Reservierung im Voraus lohnt sich besonders in den Ferienzeiten.

Gut kombinieren lässt sich die Alpakawanderung mit einem Badestopp am Attersee oder einem Nachmittag in Gmunden. So entsteht ein Tag mit zwei ganz unterschiedlichen, aber schön passenden Programmpunkten.

Gmunden mit Kindern – Bootfahren, Eis und Schloss Ort

Ein Nachmittag zwischen Stadt, See und Schlossblick

Gmunden ist keine große Stadt, aber gerade das macht ihren Reiz aus. Rund 13.000 Menschen leben hier dauerhaft, dazu kommen im Sommer viele Gäste, die wegen des Traunsees, der Promenade und natürlich Schloss Ort in die Stadt kommen. Zwischen kleinen Läden, historischen Häusern und dem Wasser liegt alles nah beieinander. Und überall taucht dieser Blick auf den Traunstein wieder auf.

Start an der Esplanade

Wir haben direkt an der Esplanade geparkt und den Nachmittag von dort aus gestartet. Unser erster Stopp war HacklPizza. Danach ging es weiter aufs Wasser: Ein Elektroboot ist eine richtig schöne Möglichkeit, Gmunden vom Traunsee aus zu erleben. Ihr habt Schloss Ort im Blick, könnt die Sonne auf dem Sonnendeck genießen und bei warmem Wetter über die Badeleiter direkt ins Wasser springen.

Mit dem Elektroboot auf den Traunsee

Für unsere Bootstour haben wir uns bei der Bootsvermietung Dominik Huber direkt an der Esplanade in Gmunden ein Elektroboot gemietet. Die Boote lassen sich unkompliziert fahren, haben ein Sonnendach und eine Badeleiter – perfekt, um an einem warmen Tag einfach dort kurz anzuhalten, wo es euch gerade gefällt.

Für eine kleine Runde bietet sich die Fahrt Richtung Schloss Ort an. Vom Wasser aus wirkt das Seeschloss noch einmal ganz anders, und auch der Blick zurück auf Gmunden mit Promenade, Bergen und Traunstein ist richtig schön. Wer mehr Zeit hat, kann weiter Richtung Traunkirchen fahren. Dort liegt die ehemalige Klosterkirche direkt am Seeufer; besonders markant ist die berühmte Fischerkanzel in der heutigen Pfarrkirche.

Gerade mit Kindern fanden wir schön, dass ihr die Dauer flexibel wählen könnt. Eine Stunde reicht für eine kleine Runde, mit zwei Stunden bleibt mehr Zeit zum Treibenlassen, für eine Badepause oder den Weg ein Stück weiter über den See. Schwimmwesten könnt ihr bei Bedarf ausleihen – am besten direkt bei der Buchung oder vor Ort danach fragen. Die aktuellen Preise liegen bei etwa 24 Euro für 45 Minuten, 31,50 Euro für eine Stunde, 47,50 Euro für 90 Minuten und 63 Euro für zwei Stunden. In den Sommerferien würde ich vorher reservieren, wenn ihr zu einer bestimmten Uhrzeit fahren möchtet.

Frühstück auf dem Wasser: Bei der Bootsvermietung Dominik Huber könnt ihr die Elektroboote auch direkt mit Frühstück buchen. Besonders schön für einen ruhigen Morgen auf dem Traunsee: Frühstück im Boot, Blick auf Gmunden und ganz viel Zeit auf dem Wasser. Die Buchung ist laut Anbieter bis 15 Uhr am Vortag möglich.

Eis, Esplanade und Toscanapark

Wieder an Land holten wir uns ein Eis bei La Sonett am See. Die kleine Eismanufaktur liegt direkt in Gmunden und ist ein schöner Stopp nach der Bootstour.

Mit Eis in der Hand könnt ihr anschließend über die Esplanade Richtung Toscanapark spazieren. Die Strecke vom Rathausplatz bis zum Park ist rund 2,8 Kilometer lang und dauert etwa 40 Minuten. Unterwegs kommt ihr an Schloss Ort vorbei, das ihr zuvor vielleicht schon vom Boot aus gesehen habt. Der Weg führt direkt am Wasser entlang und ist angenehm flach – perfekt für einen Spaziergang mit Kind, bei dem man zwischendurch immer wieder stehen bleiben kann.

Wer den Spaziergang nicht in beide Richtungen machen möchte, kann auch am Toscanapark parken und von dort loslaufen. Dort gibt es ebenfalls Parkplätze. Für eine kleine Erfrischung gibt es in der Nähe des Parks Zugänge zum Wasser. Es ist kein offizielles Strandbad, aber an warmen Tagen reicht es für einen kurzen Sprung in den Traunsee.

Abendessen direkt am Traunsee

Zum Abendessen sind wir weiter nach Altmünster zur Fischerei Trawöger-Dorfner gefahren. Der Familienbetrieb grillt Saiblinge über Holzkohle direkt am Seeufer. Steckerlfisch gehört hier einfach zum Sommer am Traunsee dazu.

Als Vegetarierin habe ich mich an Kartoffelsalat und Brot gehalten, fand den Abend dort aber trotzdem besonders schön. Die Holztische stehen direkt am Wasser, vor uns lag der Traunsee, und unsere Kleine konnte zwischen Ufer und Wiese herumflitzen, Steinchen ins Wasser werfen und die kleinen Entenküken beobachten, die vorbeischwammen. Gerade mit Kleinkind und Bewegungsdrang ist das ein Ort, an dem man entspannt sitzen kann, ohne dass jemand lange stillhalten muss.

Unsere Unterkünfte im Salzkammergut mit Kind

Berghotel Predigstuhl in Bad Goisern

Für die ersten Nächte waren wir im Berghotel Predigststuhl in Bad Goisern. Schon die Lage oberhalb des Ortes macht es zu einem schönen Rückzugsort nach einem Tag unterwegs: morgens Bergblick, abends Ruhe und draußen immer wieder etwas zu entdecken.

Für Emma war besonders spannend, dass direkt rund ums Hotel Ziegen unterwegs waren. Und auch beim Essen wurde an die kleinen Gäste gedacht: Zum Frühstück wie zum Abendessen stand ihr Hochstuhl schon bereit, dazu Kinderbesteck. Solche Kleinigkeiten machen mit Kleinkind einen Unterschied, weil man nicht jedes Mal erst fragen oder organisieren muss.

Pension Knoll in Schörfling am Attersee

Für die zweite Hälfte unserer Reise sind wir in die Pension Knoll nach Schörfling gezogen. Dort begann das Ankommen schon mit einer kleinen Willkommensüberraschung: Für Emma gab es Snacks, eine Flaschenpost und Perla, den kleinen Perlfisch und das Maskottchen der Region Attersee-Attergau.

Überhaupt begegnen einem im Salzkammergut immer wieder kleine regionale Figuren und Geschichten, die gerade mit Kindern schön greifbar sind. Im Inneren Salzkammergut gibt es zum Beispiel die beiden Plüschmaskottchen Dachstein und Salzstein: Der Dachstein steht auf Ski, der Salzstein trägt einen Wanderrucksack – und zusammen greifen sie auf kindliche Weise zwei Dinge auf, die die Region prägen: Berge, Bewegung und die Geschichte des Salzes. Entstanden sind die Figuren übrigens aus einem Malwettbewerb mit Kindern aus der Ferienregion. Wer ein kleines Andenken mitnehmen möchte, findet die Plüschfiguren in den Tourismusbüros in Bad Goisern, Gosau, Hallstatt und Obertraun.

Der große Garten war für uns mit Kind besonders schön. Emma konnte draußen spielen, schaukeln und immer wieder nach Katze Kira schauen, die durch den Garten streifte. Dazu die tolle Lage in Seenähe, diese vielen liebevollen Details und die Herzlichkeit von Eva und Bettina – für uns war die Pension Knoll viel mehr als nur eine Unterkunft für ein paar Nächte.

Fünf Gründe zum Wiederkommen

Fünf Tage waren viel zu kurz, um all die schönen Ecken im Salzkammergut zu entdecken. Ein paar Ideen haben wir uns deshalb schon für das nächste Mal abgespeichert – für heiße Tage, kleine Abenteuer und Ausflüge, die gut zu einem Familienurlaub passen.

Höhen- und Sagenweg an der Ewigen Wand

In Bad Goisern führt der Höhen- und Sagenweg durch Wald, an geschnitzten Figuren und kleinen Geschichten aus dem Salzkammergut vorbei bis zur Ewigen Wand. Die Runde ist kurz, aber abwechslungsreich und endet mit Blick über das Goiserer Tal. Für kleine Entdecker klingt das nach einer richtig schönen Mischung aus Wald, Sagen und Bergpanorama.

Niederseilpark im Kurpark Bad Goisern

Der Niederseilpark im Kurpark Bad Goisern wäre vermutlich genau Emmas Ding gewesen: Balancieren, klettern, ausprobieren und dabei nicht gleich einen halben Tag verplanen müssen. Ein schöner kleiner Stopp für zwischendurch, wenn Kinder noch Energie loswerden möchten und Erwachsene eine Pause im Grünen gebrauchen können.

Badezeit in Steinbach oder Weißenbach

Am Attersee stehen noch einige Badestellen auf unserer Liste. Das Solar-Strandbad in Steinbach hat ein solarbeheiztes Becken, eine lange Rutsche, Kinderplanschbecken, Beach Bar und SUP-Verleih. Das Europabad Weißenbach wirkt dagegen etwas naturnäher: viel Schatten, ein abgetrennter Nichtschwimmerbereich und ein Holzsteg direkt ins klare Wasser.

Strandbad Seewalchen vor der Heimfahrt

Das Strandbad Seewalchen wäre ein schöner letzter Badestopp vor der Rückreise. Dort gibt es einen eigenen Kinderbereich, eine Rutsche und für größere Kinder sogar einen zehn Meter hohen Sprungturm. So lässt sich ein Abreisetag noch einmal in einen kleinen Urlaubstag verwandeln.

Wasserspielplatz Kaltenbachau und Café Zauner

Für einen warmen Tag in Bad Ischl steht der Wasserspielplatz Kaltenbachau ganz oben auf unserer Liste. Danach würden wir noch durch Bad Ischl schlendern und im Café Zauner einkehren – Kuchenpause nach Matschen, Wasserkanälen und nassen Schuhen klingt für mich nach einem ziemlich guten Plan.

Unsere Tipps für entspannte Ausflugstage mit Kindern

Ein großer Programmpunkt reicht völlig

Der wichtigste Tipp für einen Familienurlaub im Salzkammergut: Plant lieber weniger, aber schöner. Ein Bergtag mit Bergbahn, Hütte und kleinem Spaziergang reicht. Ein Badetag mit einer guten Badestelle und einem Snack am Wasser reicht auch. Ihr müsst nicht noch schnell drei weitere Orte einbauen, nur weil sie auf dem Weg liegen.

Wir haben gemerkt, dass die schönsten Erinnerungen oft nicht aus dem großen Programmpunkt entstanden sind. Sondern aus der Pause dazwischen. Aus dem Eis in der Hand. Aus dem Steinchenwerfen. Aus dem Moment, in dem man eigentlich weitergehen wollte und dann doch noch zehn Minuten länger am See bleibt.

Früh losfahren, flexibel bleiben

Bei Bergbahnen, beliebten Badestellen und Parkplätzen lohnt es sich, morgens etwas früher zu starten. Dann ist es oft ruhiger, die Temperaturen sind angenehmer und ihr könnt später entspannter entscheiden, wie lange ihr bleiben möchtet.

Badezeug, Wechselkleidung, Snacks und Sonnencreme hatten wir immer im Auto. Das klingt banal, hat uns aber mehrfach den Tag gerettet. Denn plötzlich ergibt sich doch noch ein Badestopp oder ein Spielplatz, an dem man länger bleiben möchte.

Für Bergtage würde ich immer eine leichte Jacke, etwas zu trinken und gegebenenfalls eine Trage dabeihaben. Für Badetage eine Decke, Handtücher und Snacks. Dann seid ihr flexibel genug, um den Tag nicht gegen die Uhr, sondern nach Stimmung zu gestalten.

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Transparenz: Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Visit Salzkammergut. Die geschilderten Erlebnisse und Empfehlungen bleiben davon unberührt.

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Mainzerin Sarah packt regelmäßig das Fernweh und kurz darauf ihren Koffer, um neue, faszinierende Orte zu bereisen oder an alte, lieb gewonnene zurückzukehren. Und obwohl sie gelegentlich von einem Neuanfang an einem anderen Ort träumt, einem kleinen Haus in der Toskana mit Klappläden an den Fenstern und Zitronenbaum im Vorgarten oder von einer Stadtwohnung in Lissabon mit Blick auf den Tejo, ist Mainz eben doch ihre Stadt des Herzens.

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2 COMMENTS

  • Elisabeth

    Hallo. Könntest du bitte noch die Unterkunft von Eva und Bettina posten? Habs nicht entdeckt oder vielleicht doch überlesen? 😬 Danke, lg

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