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Familienurlaub im Salzkammergut: 5 Tage mit Kind zwischen Bergen und Seen

Anzeige | Berge, Badeseen, kleine Orte und ganz viel Zeit draußen: Gemeinsam mit Salzkammergut Tourismus durften wir fünf Tage zwischen Bad Goisern, Gosau, Wolfgangsee, Attersee und Gmunden verbringen. Dabei haben wir eine Region kennengelernt, in der ein Tag ganz unkompliziert nach Bergluft, Seezeit und gutem Essen aussehen kann.

Ein Familienurlaub im Salzkammergut stand schon länger auf unserer Liste. Nicht nur, weil die Bilder vom Gosausee und Attersee sofort Fernweh auslösen. Sondern vor allem wegen dieser Mischung aus Bergen, Wasser und kleinen Orten, die sich nicht nach einem riesigen Sightseeing-Programm anfühlen.

Wir wollten viel draußen sein, ein paar besondere Ausflugsziele erleben und trotzdem genügend Zeit haben, einfach mal am See zu sitzen oder mittags länger einzukehren. Mit Kleinkind ist das für uns inzwischen fast das Wichtigste: keine endlosen Fahrten, kein zu voller Tagesplan und immer eine schöne Möglichkeit für eine spontane Pause.

Genau das hat im Salzkammergut erstaunlich gut funktioniert. Viele Ziele liegen nah beieinander, Bergbahnen machen Höhenmeter unkomplizierter und irgendwo wartet eigentlich immer schon der nächste Badestopp. Dazu kamen Unterkünfte, in denen wir uns sofort willkommen gefühlt haben, viele kinderfreundliche Kleinigkeiten am Wegesrand und diese besonderen Urlaubsmomente, die sich nicht planen lassen: Ziegen vor dem Hotel begrüßen, Steinchen ins Wasser werfen, im Garten frühstücken oder beim Sonnenuntergang einfach noch ein bisschen bleiben.

Hier nehme ich euch mit auf unsere Route für fünf Tage im Salzkammergut mit Kind – inklusive Unterkünften, Ausflugstipps und praktischen Hinweisen für eure eigene Reise.

Warum das Salzkammergut ideal für einen Urlaub mit Kind ist

Berge, Seen und kurze Wege

Was wir am Salzkammergut besonders mochten: Die Region ist unglaublich abwechslungsreich, ohne dass man dafür jeden Tag stundenlang unterwegs sein muss. Morgens mit der Bergbahn auf die Zwieselalm fahren, mittags in einer Hütte einkehren und am Nachmittag noch am See spazieren gehen – solche Tage lassen sich hier ganz selbstverständlich kombinieren.

Die Fahrt von Bad Goisern an den Attersee dauert etwa 50 Minuten und war für uns ein schöner Wechsel, ohne dass sich die Reise nach ständigem Kofferpacken angefühlt hat. Statt jeden Tag die Unterkunft zu wechseln, konnten wir von beiden Orten aus viele kleine Ausflüge unternehmen und trotzdem immer wieder in Ruhe ankommen.

Blick auf den Traunsee von der Fischerei Trawöger-Dorfner.

Gerade mit Kind war das für uns Gold wert. Wir konnten einen Tag ruhig starten, unterwegs spontan länger bleiben und mussten trotzdem nicht auf besondere Erlebnisse verzichten. Vieles ist nah genug, um auch mal nur für einen kurzen Badestopp loszufahren oder nach dem Frühstück eine kleine Runde zu drehen.

Viel erleben, ohne den Tag vollzupacken

Natürlich gibt es im Salzkammergut genug Möglichkeiten, um jede Minute durchzuplanen. Bergbahnen, Wanderwege, Seen, kleine Städte, Bootsfahrten, Spielplätze und Einkehrmöglichkeiten – die Liste ist lang. Aber wir haben schnell gemerkt, dass die schönsten Tage die waren, an denen wir nur einen größeren Programmpunkt hatten.

Ein Bergtag mit Gosaukammbahn, Hütte und Gosausee reicht vollkommen. Auch ein Nachmittag in Gmunden mit Pizza, Eis, Bootsfahrt und Spaziergang an der Promenade fühlt sich eher nach Urlaub an, wenn man nicht noch drei weitere Stops unterbringen möchte.

Bootsfahrt auf dem Traunsee in Gmunden.

Für uns war genau diese Mischung ideal: morgens etwas erleben, mittags einkehren und den Rest des Tages offen lassen. Mal wurde daraus noch ein Spaziergang, mal ein Badestopp und mal einfach eine lange Pause mit Blick aufs Wasser.

Warum wir die Region mit Kleinkind so entspannt fanden

Viele Ausflüge im Salzkammergut lassen sich gut an das eigene Tempo anpassen. Auf der Zwieselalm könnt ihr mit einem geländetauglichen Kinderwagen unterwegs sein, an der Bergstation der Gosaukammbahn gibt es sogar kostenlose Offroad-Buggys zum Ausleihen. Das fanden wir richtig praktisch, weil unsere Tochter zwischendurch selbst laufen, Tiere entdecken und bei Bedarf trotzdem eine Pause machen konnte.

Bei steinigeren Wegen oder auf dem Schafberg war für uns dagegen die Trage die bessere Wahl. Gerade mit Kleinkind lohnt es sich, beides mitzudenken und nicht zu streng an einem Plan festzuhalten.

Und dann sind da natürlich die Seen. Badesachen und Strandmuschel im Auto zu haben, war eine unserer besten Entscheidungen. Ein kurzer Sprung ins Wasser, ein paar Steine sammeln oder einfach am Ufer sitzen – oft waren das die Momente, die uns am meisten im Kopf geblieben sind.

Unsere Route für 5 Tage im Salzkammergut mit Kind

Tag 1 – Anreise nach Bad Goisern und entspannt ankommen

Einchecken im Berghotel Predigstuhl

Unser erster Stopp war Bad Goisern am Hallstättersee. Statt nach der Anreise noch ein großes Programm einzuplanen, haben wir uns bewusst Zeit gelassen, um erst einmal anzukommen. Für die ersten beiden Nächte waren wir im Berghotel Predigstuhl untergebracht, das oberhalb von Bad Goisern liegt und schon beim Einchecken dieses schöne Gefühl vermittelt, dass der Alltag jetzt ein paar Tage Pause machen darf.

Die Lage ist wirklich besonders. Viel Grün, viel Ruhe und ein weiter Blick über die Bergwelt. Während wir noch angekommen sind, auspackten und uns mit der Aussicht beschäftigt haben, hatte unsere Tochter allerdings längst ihr eigenes Highlight entdeckt.

Ziegen begrüßen und erster Badestopp

Bevor wir überhaupt richtig im Zimmer angekommen waren, mussten natürlich erst einmal die Ziegen begrüßt werden. Genau solche kleinen Begegnungen machen für Kinder oft den Unterschied. Während wir Erwachsenen noch überlegen, was wir am nächsten Tag machen, ist für sie vielleicht ein neugieriger Blick vom Wegrand schon das größte Abenteuer.

Nach dem Check-in ging es für uns noch ans Strandbad Untersee. Kein großes Programm, keine lange Strecke, einfach ein erster Badestopp und ein bisschen Zeit am Wasser. Gerade am Anreisetag kann ich das sehr empfehlen. Lieber langsam starten, ein bisschen ankommen und sich nicht sofort mit zu vielen Plänen unter Druck setzen.

Abendessen mit Bergblick

Zum Abendessen waren wir wieder zurück im Hotel. Nach einem Tag voller Anreise, erster Eindrücke und frischer Luft war das genau richtig. Wir mussten nicht noch einmal losfahren, konnten einfach sitzen bleiben und langsam in den Urlaub hineinfinden.

Bad Goisern ist für die ersten Tage eine gute Base, weil ihr von hier aus Gosau, Bad Ischl, Hallstatt und den Wolfgangsee gut erreicht. Gleichzeitig fühlt es sich deutlich ruhiger an als einige der bekannteren Orte der Region.

Tag 2 – Gosau, Gosaukamm und Gosausee

Mit der Gosaukammbahn auf die Zwieselalm

Am nächsten Morgen ging es für uns nach Gosau. Unser Ziel: die Gosaukammbahn, die euch hinauf auf die Zwieselalm bringt. Schon die Fahrt nach oben ist ein Erlebnis für sich. Mit jeder Minute wird der Blick weiter, die Bergwelt dramatischer und man merkt, wie schnell man hier wirklich mitten in der Natur ist.

Oben angekommen warten Almwiesen, Kühe, kleine Hütten und viele Wege, die sich auch mit Kind angenehm laufen lassen. Wir haben uns bewusst für eine entspannte Runde entschieden und nicht versucht, möglichst viele Kilometer zu sammeln. Gerade mit Kleinkind fühlt sich das viel schöner an: zwischendurch stehen bleiben, Tiere schauen, Blumen entdecken und einfach langsam unterwegs sein.

Praktisch mit Kind: Offroad-Buggys an der Bergstation

Ein richtig guter Familien-Tipp sind die kostenlosen Offroad-Kinderwagen an der Bergstation. Ihr könnt sie dort ausleihen, mit auf die Wege nehmen und später wieder zurückbringen. Die breiten, geländetauglichen Buggys sind perfekt für die Almwege, wenn kleine Beine irgendwann doch müde werden.

Wir fanden das besonders entspannt, weil unsere Tochter mal selbst laufen, mal sitzen und zwischendurch ganz in Ruhe die Umgebung beobachten konnte. Einen eigenen Sportbuggy müsst ihr für diesen Ausflug also nicht unbedingt mitbringen.

Einkehr in der Gablonzerhütte

Kurz vor der Abfahrt zurück ins Tal sind wir noch in der Gablonzerhütte eingekehrt. Nach der Wanderung über die Zwieselalm kamen die Kaspressknödel genau richtig – und drinnen warteten sogar ein paar Bücher und Spielsachen für Kinder. Besonders schön: der unglaublich herzliche Service, bei dem man sich sofort willkommen fühlt.

Spaziergang am Gosausee

Nach der Talfahrt ging es für uns noch weiter zum Gosausee. Praktisch: Ihr müsst dafür nicht noch einmal umparken. Von den Parkplätzen an der Bergstation sind es nur wenige Meter bis zum Start des Rundwegs am See.

Wir sind einmal um den Gosausee gelaufen. Die Runde ist rund 4,5 Kilometer lang und dauert je nach Tempo etwa 1 bis 1,5 Stunden – mit Kleinkind, kleinen Pausen und vielen Fotostopps natürlich etwas länger.

Die Kulisse ist wirklich so schön, wie sie auf Fotos aussieht. Vielleicht sogar noch ein bisschen schöner, weil man Ruhe, Wasser und Bergwelt nicht durch einen Bildschirm erlebt. Der Weg ist überraschend abwechslungsreich: Es geht durch Wald, vorbei an kleinen Bächen, über Abschnitte direkt am Wasser und immer wieder öffnen sich neue Blicke auf den Dachstein.

Mein Lieblingsabschnitt führte durch den Wald, vorbei an kleinen Bächen und ganz viel Grün. Danach wurde der Weg weiter und wir liefen fast allein am Seeufer entlang. Für uns war das die richtige Mischung aus Bergtag und ruhigem Nachmittagsausflug.

Tag 3 – Schafberg, Wolfgangsee und Weiterreise an den Attersee

Mit der historischen SchafbergBahn auf 1.783 Meter

Tag drei stand ganz im Zeichen eines echten Salzkammergut-Klassikers: der SchafbergBahn in St. Wolfgang. Die historische Zahnradbahn fährt seit 1893 auf den Schafberg und bringt euch hinauf in eine Höhe von 1.783 Metern. Schon die Fahrt ist ein Erlebnis, gerade auch für Kinder. Die rote Bahn schnauft langsam den Berg hinauf, während der Wolfgangsee unter euch immer kleiner wird.

Wir würden euch empfehlen, für den Ausflug genug Zeit einzuplanen. Gerade in der Hauptsaison lohnt es sich, Tickets frühzeitig zu buchen und morgens loszufahren. Dann ist die Sicht oft klarer, es wird oben nicht so voll und ihr habt genug Luft für Pausen.

Kleine Gipfelrunde mit Trage statt Kinderwagen

Oben angekommen erwarten euch weite Panoramen, mehrere Einkehrmöglichkeiten und kurze Wege, die sich auch mit einem Kind gut machen lassen – selbst dann, wenn die Kraxe gerade nicht besonders beliebt ist.

Ohne Einkehr reichen etwa 1,5 bis 2 Stunden oben vollkommen aus. Schon nach wenigen Minuten auf den Wegen rund um die Bergstation habt ihr einen phänomenalen Blick über den Wolfgangsee, die umliegenden Berge und mehrere weitere Seen der Region.

Für uns war der Schafberg zugleich die touristischste Aktivität der Reise. Auch unter der Woche am Vormittag war bereits einiges los. Die Aussicht hat uns trotzdem sofort eingefangen – vor allem dieses Gefühl, plötzlich über so viele Seen gleichzeitig zu schauen.

Denkt unbedingt an eine leichte Jacke. Selbst im Sommer kann es oben deutlich windiger und kühler sein als unten am See.

Mittagessen mit Blick auf den Wolfgangsee

Zurück im Tal ging es für uns zum Lunch an den Wolfgangsee. Nur etwa fünf Autominuten von der Talstation entfernt liegt der Hotel-Gasthof Falkenstein direkt am Wasser – ein familiengeführtes Haus mit Terrasse am See.

Auf der Karte stehen hausgemachte Gerichte, frische Fische aus dem Wolfgangsee und dem Salzkammergut sowie selbstgemachte Mehlspeisen. Ich hatte eine Pasta, die nach dem Vormittag auf dem Schafberg genau richtig kam. Bei diesem Blick über den See hätten wir trotzdem noch ewig sitzen bleiben können.

Weiterfahrt an den Attersee

So schwer es uns fiel, den Wolfgangsee hinter uns zu lassen: Das nächste Seepanorama wartete schon auf uns. Nach dem Lunch ging es weiter an den Attersee, der für uns in den kommenden Tagen zur zweiten Reisebasis werden sollte.

Die Fahrt war entspannt genug, um sie auch mit Kind gut zu schaffen. Wir haben unterwegs kein großes Programm mehr eingeplant, sondern uns einfach auf das Ankommen gefreut.

Herzlich ankommen in der Pension Knoll

Unser Zuhause für die nächsten Nächte war die Pension Knoll in Schörfling. Schon beim Empfang haben wir gemerkt, wie viel Herz hier drinsteckt: Für uns standen Kirschen direkt aus dem Garten und selbstgemachte Energy Balls bereit.

Für Emma gab es gleich mehrere kleine Überraschungen – Snacks, eine Flaschenpost und Kuscheltier Perla, einen kleinen Perlfisch und das Maskottchen der Urlaubsregion Attersee-Attergau.

Bowls to go und Abend am Wasser

Am Abend haben wir uns Bowls to go bei Brooklyn Bay geholt und sind von dort über die Brücke am Wasser entlanggelaufen. Ein kleines Stück weiter liegt eine sanft abfallende Badestelle, die sich gerade mit kleinen Kindern wunderbar eignet.

Während wir noch einmal im See schwammen, planschte unsere Kleine im flachen Wasser am Ufer. Die Sonne stand tief, auf dem Attersee lag dieses warme Abendlicht und das Wasser schimmerte in immer neuen Farben. Ein Sommerabend, wie man ihn sich kaum schöner ausmalen könnte.

Tag 4 – Alpakas, Gmunden und Traunsee

Frühstück in der Villa Weiss

Unser Morgen begann ganz entspannt mit Kaffee im Garten der Pension Knoll. Nach etwa 15 Minuten Fahrt erreichten wir die Villa Weiss in Attersee am Attersee. Mit nur wenigen Tischen, dem Blick über das Wasser und dieser besonderen Atmosphäre fühlt es sich ein bisschen an, als wäre man bei Freunden im Sommerhaus eingeladen.

Am Buffet gab es frisches Obst, Käseplatten, Salate, feine Kleinigkeiten mit Trüffel und vieles mehr, bei dem man gar nicht wusste, womit man anfangen soll. Ein Frühstück, das keine Wünsche offenlässt – und das wir ehrlich gesagt jeden Morgen hätten genießen können.

Besonders schön ist der direkte Seezugang der Villa. Nach dem Frühstück durften wir noch einmal hinunter ans Wasser, haben kurz am Attersee verweilt und den Blick über den See genossen. Der Zugang ist eigentlich den Hotelgästen vorbehalten – umso mehr haben wir uns über diesen kleinen Moment am Wasser gefreut.

Alpakawanderung im Attergau

Danach wurde es flauschig. Im Attergau stand eine Alpakawanderung auf unserem Programm. Für uns war das das perfekte Gegenprogramm zu Bergbahn und See. Kein großes Action-Erlebnis, sondern ein ruhiger Spaziergang durch die Landschaft, begleitet von sehr neugierigen und ausgesprochen charmanten Tieren.

Mit Sherlock und seinen Freunden ging es ganz langsam los. Immer wieder stehen bleiben, schauen, lachen und einfach das Tempo der Alpakas übernehmen – das hat sich automatisch entschleunigt angefühlt. Besonders schön war für unsere Tochter der Moment zurück im Stall. Erst vorsichtig schauen, dann ganz mutig füttern. Kleine Hand, große Portion Mut und ein paar sehr hungrige Alpakas.

Gmunden mit Kindern: Pizza, Boot und Eis

Am Nachmittag ging es weiter nach Gmunden am Traunsee. Die Stadt hat uns direkt gefallen: Wasser, Berge, hübsche Häuser, kleine Läden und diese entspannte Stimmung an der Promenade.

Unser erster Stopp war HacklPizza. Neapolitanische Pizza, Sonne und ein bisschen Stadtbummel – mehr brauchte es für einen guten Mittag eigentlich nicht. Danach haben wir uns bei der Bootsvermietung Dominik Huber ein Elektroboot gemietet und sind auf den Traunsee hinausgefahren.

Das war für uns einer der schönsten Familienmomente der Reise. Mit Sonnendeck und Badeleiter könnt ihr zwischendurch anhalten, ins Wasser springen und die Aussicht auf Schloss Ort genießen. Gerade an warmen Tagen ist das eine wunderschöne Art, Gmunden vom Wasser aus zu erleben. Die Boote liegen an der Esplanade und es gibt auf Wunsch auch Kinderschwimmwesten.

Wieder an Land ging es weiter zu La Sonett am See, einer kleinen Eismanufaktur in Gmunden. Mit Eis in der Hand sind wir anschließend über die Esplanade Richtung Toscanapark gelaufen. Der Weg führt direkt am Traunsee entlang, vorbei an Schloss Ort, das wir kurz zuvor schon vom Boot aus bestaunt hatten. Gerade mit Kind ist das eine schöne Strecke, weil es unterwegs immer wieder etwas zu schauen gibt.

Der Toscanapark selbst liegt direkt am See rund um die Villa Toscana. Dort gibt es breite Wege, alte Bäume, viel Grün und den Blick hinüber zu Land- und Seeschloss Ort. Von Gmunden über die Esplanade bis in den Park sind es etwa 1,6 Kilometer beziehungsweise rund 20 Minuten zu Fuß. Wer nicht die ganze Strecke zurücklaufen möchte oder direkt dort starten will, findet am Toscanapark einen großen Parkplatz.

Zum Abendessen sind wir noch ein Stück weiter nach Altmünster zur Fischerei Trawöger-Dorfner gefahren. Direkt am Traunsee werden dort Saiblinge über Holzkohle gegrillt – Steckerlfisch gehört in dieser Gegend einfach dazu und ist für viele ein fester Teil eines Sommertags am See.

Als Vegetarierin habe ich mich zwar „nur“ an Kartoffelsalat und Brot gehalten, fand den Abend dort aber trotzdem wunderschön. Die Holztische stehen direkt am Wasser, vor uns lag der Traunsee und nebenbei schwammen kleine Entenküken vorbei, die unsere Kleine begeistert beobachtete. Zwischendurch wurden Steinchen ins Wasser geworfen, ein bisschen am Ufer gespielt und immer wieder auf den See geschaut. Gerade mit Kleinkind und Bewegungsdrang lässt sich dort sehr entspannt sitzen und den Abend in Ruhe ausklingen.

Tag 5 – Noch einmal baden, bevor es nach Hause geht

Unser letzter Morgen am Attersee

Am letzten Morgen fiel uns der Abschied wirklich schwer. Schon beim ersten Blick aus dem Fenster auf den Garten der Pension Knoll hatte ich dieses Gefühl, das man sonst nur von Orten kennt, an denen man sich überraschend schnell zu Hause fühlt.

Am Abend zuvor hatte Eva mich gefragt, ob ich sie und ihre Tochter Bettina am nächsten Morgen zum Schwimmen begleiten möchte. Kurz nach fünf fahren die beiden normalerweise an den See. Ich wollte es mir erst noch offenlassen – mit Kleinkind weiß man nie, wie die Nacht wird. „Wir fahren um 5.15 Uhr los, sei einfach da, wenn du magst“, hatte Eva gesagt.

Und tatsächlich bin ich um 5.12 Uhr aufgewacht, habe mir den Badeanzug geschnappt und bin schnell hinunter zu unserem Treffpunkt vor dem Haus gelaufen. Der See lag ganz ruhig vor uns, die Luft war noch frisch und über den Bergen zeigte sich langsam das erste Licht.

Nach dem Schwimmen saßen wir noch im Garten, tranken Kaffee und selbstgemachten Ingwer-Shot und hatten diese schönen Gespräche, für die im Alltag oft zu wenig Zeit bleibt. So ein Morgen erinnert mich immer wieder daran, wie sehr ein besonderer Start in den Tag alles verändern kann, was danach kommt.

Danach wartete unser Frühstückstisch unter der Rosenranke. Vieles war selbstgemacht, überall fanden sich kleine liebevolle Details und genau diese Herzlichkeit hat die Pension Knoll für uns so besonders gemacht. Dieses Frühstück, der Garten, die Gespräche und das Gefühl, so willkommen zu sein – all das hat uns den Abschied nicht leicht gemacht. Ich weiß jetzt schon, dass wir wiederkommen möchten.

Seezeit am Attersee

Nach dem Frühstück sind wir noch einmal zur Badestelle gefahren, an der ich am frühen Morgen schon mit Eva und Bettina aus der Pension Knoll zum Sunrise Swim im Wasser gewesen war. Von der Pension bis zum Seebad Schönauer sind es zu Fuß etwa 15 Minuten, also auch für einen spontanen Sprung in den See gut machbar.

Den Ort noch einmal bei Tageslicht zu erleben, war besonders schön. Morgens lag der Attersee still vor uns, das Licht war weich und die Luft noch frisch. Später am Vormittag zeigte sich dieselbe Badestelle ganz anders: lebendiger, sommerlicher, mit Kindern am Ufer und diesem klaren, türkisfarbenen Wasser vor der Bergkulisse.

Und ich bleibe dabei: Der Attersee gehört definitiv zu den schönsten Seen, in denen ich bisher baden durfte. Dieses klare Wasser und die Berge im Hintergrund sehen fast unwirklich aus.

Rund um den Attersee gibt es viele schöne Badestellen. Das Seebad Schönauer ist mit langem Steg, zwei Liegewiesen und Restaurant besonders angenehm für Familien. Auch Weißenbach Beach oder das Strandbad Seewalchen eignen sich gut für einen entspannten Badetag.

Bevor wir die Rückreise angetreten haben, gab es noch Lunch in der Broooklyn Bay. Direkt am Attersee warten dort mehrere Foodtrucks mit Pizza, Bowls, Pasta, Thai-Gerichten und Sushi. Ich hatte ein Veggie-Patty, Emma konnte noch im Sand buddeln und wir haben die letzten Stunden ganz entspannt ausklingen lassen. Diese Mischung aus gutem Essen, Sand zwischen den Zehen und Blick aufs Wasser war ein super schöner Abschluss unserer Reise.

Anreise und Fortbewegung im Salzkammergut

Warum wir mit dem Auto unterwegs waren

Für unsere Route war das eigene Auto die entspannteste Lösung. Natürlich lassen sich viele Orte im Salzkammergut auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen. Mit Kind, Gepäck, Badezeug, Trage und Kinderwagen fanden wir die Flexibilität eines Autos aber sehr angenehm.

So konnten wir spontan an einer Badestelle anhalten, nach einem Ausflug noch einen Ort besuchen oder einfach früher zurück in die Unterkunft fahren, wenn es für uns besser passte.

Fahrzeiten und sinnvolle Tagesetappen

Bad Goisern war für uns ein guter erster Standort, weil ihr von dort aus viele Ziele im inneren Salzkammergut gut erreicht. Nach Gosau braucht ihr etwa eine halbe Stunde. Für St. Wolfgang solltet ihr je nach Strecke ungefähr eine Stunde einplanen. Auch die Fahrt von St. Wolfgang an den Attersee ist gut machbar, wenn ihr danach nicht noch ein großes Programm vorhabt.

Am Attersee liegt Gmunden dann in guter Reichweite. So könnt ihr Berg-, See- und Stadttage abwechslungsreich kombinieren, ohne jedes Mal die Unterkunft wechseln zu müssen.

Parken, Bergbahnen und Reservierungen

Bei beliebten Ausflugszielen lohnt es sich, früh loszufahren. Gerade an der Gosaukammbahn, am Gosausee und bei der SchafbergBahn werden die Parkplätze in der Hauptsaison schnell voll.

Für die SchafbergBahn würden wir Tickets möglichst vorab buchen, besonders wenn ihr nur an einem bestimmten Tag Zeit habt. Auch für beliebte Restaurants am Abend empfiehlt sich eine Reservierung, gerade am Wochenende oder in den Ferien.

Praktische Tipps für den Salzkammergut-Urlaub mit Kindern

Kinderwagen oder Trage?

Für die Zwieselalm ist ein geländetauglicher Kinderwagen praktisch. Noch einfacher wird es, wenn ihr euch direkt an der Bergstation einen Offroad-Buggy ausleiht. Für den Schafberg und steinigere Wege fanden wir dagegen die Kraxe oder die Trage deutlich angenehmer.

Wir würden deshalb immer beides einplanen, wenn ihr mit Kleinkind unterwegs seid. So bleibt ihr flexibel und müsst euch nicht entscheiden, ob ihr einen Ausflug wegen müder Beine abbrechen möchtet.

Was bei Berg- und Badetagen immer ins Auto gehört

Badezeug hatten wir eigentlich immer im Auto. Das klingt banal, hat uns aber mehrfach den Tag versüßt. Oft liegt auf dem Weg noch ein See, eine kleine Badestelle oder ein Ort, an dem man spontan länger bleiben möchte.

Außerdem gehören für uns Sonnencreme, Kopfbedeckung, Wechselkleidung, Snacks, genug Wasser und eine leichte Jacke in den Rucksack. Auf den Bergen kann es auch im Sommer deutlich kühler sein als unten am See.

Weniger planen, mehr Zeit lassen

Unser wichtigster Tipp: Nehmt euch maximal einen größeren Programmpunkt pro Tag vor. Das Salzkammergut verleitet dazu, überall noch schnell einen weiteren Stopp einzubauen. Aber gerade mit Kind ist es viel schöner, einen Ort wirklich zu genießen, statt immer schon auf die Uhr zu schauen.

Ein langer Lunch, ein Eis an der Promenade oder eine Stunde extra am See gehören für uns genauso zu einem gelungenen Familienurlaub wie die großen Ausflüge.

Fazit: Unsere Lieblingsmomente im Salzkammergut

Fünf Tage waren natürlich viel zu kurz, um das Salzkammergut wirklich kennenzulernen. Aber lang genug, um uns ein kleines bisschen zu verlieben.

In die Bergbahnfahrten, die plötzlich alles ganz weit wirken lassen. In den Gosausee, der an jeder Ecke wieder anders aussieht. In das Frühstück im Garten der Pension Knoll. In die vielen kleinen Familienmomente am Attersee. Und in diese Abende, an denen wir einfach am Wasser saßen und keinen weiteren Plan brauchten.

Unsere persönlichen Highlights waren die Gosaukammbahn mit der Zwieselalm, der Blick vom Schafberg, die Bootsfahrt in Gmunden und natürlich der Attersee. Genauso in Erinnerung bleiben uns aber die Ziegen am ersten Tag, die Alpakas im Attergau, das Eis in Gmunden und das Steinchenwerfen am Traunsee.

Das Salzkammergut ist für uns eine Region, die beides kann: kleine Abenteuer und echte Erholung. Ihr könnt viel erleben, müsst aber nicht jeden Tag alles sehen. Und genau das hat diese Reise für uns so besonders gemacht.

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Transparenz: Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Visit Salzkammergut. Die geschilderten Erlebnisse und Empfehlungen bleiben davon unberührt.

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Mainzerin Sarah packt regelmäßig das Fernweh und kurz darauf ihren Koffer, um neue, faszinierende Orte zu bereisen oder an alte, lieb gewonnene zurückzukehren. Und obwohl sie gelegentlich von einem Neuanfang an einem anderen Ort träumt, einem kleinen Haus in der Toskana mit Klappläden an den Fenstern und Zitronenbaum im Vorgarten oder von einer Stadtwohnung in Lissabon mit Blick auf den Tejo, ist Mainz eben doch ihre Stadt des Herzens.

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