Autor: Gastbeitrag

Nachhaltigkeit mitbringen – an den Baikalsee

Nachhaltigkeit mitbringen – an den Baikalsee

Anzeige* Unsere Projektreise geht an den magischen Baikalsee. Die Jungs und Mädels von EastWest e.V. verbringen vier Tage auf der Insel Ol‘chon – das Schmuckstück der Baikalseeregion. Im folgenden Eintrag erzählen sie von ihren Eindrücken des fernen Russlands im Zusammenhang mit Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Tag 1: Zwischen Magie und Industrie Von Maurice und Martin Gleich am ersten Tag unserer Reise lernen wir eine der rund 200 Volksgruppen Russlands kennen: Die Buratier leben als einheimischer Stamm bereits seit dem 10. Jahrhundert auf der Insel Ol’chon, der größten im Baikalsee. Ihre Religion, ein naturalistischer Schamanismus, hält sich bis heute in der Kultur der Insel und findet sich in zahlreichen Sagen über die im trockenen Steppenklima gut sichtbaren Felsen wieder. In einer dieser Sagen geht es um die Familienplanung. Wenn ein burjatisches Ehepaar kinderlos blieb, verbrachte es eine Nacht am „Liebesfelsen“. Die auf den ersten Blick ersichtliche Herzform ist, laut den fantasiereichen Ureinwohnern, eine gebärende Frau, die ihre Schenkel dem Baikal öffnet. Es heißt: Wer auf dem linken „Knie“ (linker Hügel) eine Münze zurücklässt, darf einen Jungen erwarten. …