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Mystisch und köstlich: Ein Wochenende im Ferienland Schwarzwald

Anzeige* // Still ruht der Weiher am Start des Rundwanderweges, umrahmt von hohen Fichten. Irgendwo in dem kleinen Waldsee soll der bösartige Weihermann hausen, so erzählt man gerne im Ferienland Schwarzwald. Wenn sich nachts Kinder um das Gewässer herumtreiben, ziehe er sie in die Tiefe. Nur eine der vielen Sagen und Legenden aus dem größten deutschen Mittelgebirge. Die Geschichte um den Weihermann soll kleine Kinder vom Wasser fernhalten.

Über einen Teil des mit einer roten Raute markierten Westweges, ein Fernwanderweg von Pforzheim nach Basel, geht es weiter. Voran schreitet Ingrid Schyle, Genusswandererin mit Herzblut. Mit kleinen Geschichten und Anekdoten bringt sie auf unterhaltsame Weise die schwarzwälder Kultur näher. Erzählt von Originalen der Region und der Wertigkeit vom Flechthandwerk. Daneben weiht sie ein, in die Geheimnisse von Kräutern und der kleinen Wunder entlang des Pfades.
Vorbei an urigen Wirtschaften mit Alpen-Feeling, tauchen wir über einen Wiesenweg schließlich ein, in den tiefgrünen Wald. Wer den Blick nach oben richtet, findet im Ferienland Schwarzwald kleinere und größere Besonderheiten. Ein Baumhaus oder die für den Schwarzwald typischen Kuckucksuhren an den Stämmen, die von Vögeln als Plätzchen zum Nisten genutzt werden.

Über den Bohlensteg zum mystischen Blindensee

Durch eine einzigartige Hochmoorlandschaft bewegen wir uns nun über einen malerischen Bohlenweg. Es lohnt den Blick auch mal eine Etage tiefer schweifen zu lassen. Denn neben dem Steg gedeihen seltene Pflanzen, wie Wollgras, Binsen, Fieberkraut, Erika und Sonnentau.
Schließlich erreichen wir den Blindensee mit einer großzügigen Plattform zum Rasten. Hier eines Morgens mit der Yogamatte herkommen und ein paar Sonnengrüße vollführen, wenn  Nebel über der Wasseroberfläche liegt und der Szenerie einen friedlichen Zauber verleiht. Dabei ist der Blindensee noch mythenreicher, als der Weiher zu Beginn unserer Wanderung. Eine der Geschichten geht bis ins Mittelalter zurück. Als man damals noch der Auffassung war, alle Gewässer der Erde seien mit einem weitverzweigten Höhlensystem miteinander verbunden, lebte ein Bauer im Schwarzwald. Auf seinem Ochsengespann eingeschlafen, er hatte es etwas zu gut mit dem Kirschwasser gemeint, landete er im Hochmoor und versank mitsamt seines Fuhrwerkes im Blindensee – wenige Tage später soll der Bauer mit Gespann in der Nähe von Kehl am Rhein wieder aufgetaucht worden sein.

Weiter durch das Naturschutzgebiet und den Naturpark Schwarzwald wandernd, wartet kurz darauf eine köstliche Überraschung auf uns. Inmitten des Waldes steht ein Pavillon, unter dem wir uns eine herzhafte Vesper genehmigen dürfen. Zum krönenden Abschluss gibt’s einen Hefezopf – nebenbei der beste meines Lebens – den Barbara in ihrer Kreativ-Konditorei zaubert. Ganz ehrlich: Allein ein fluffig-saftiges Stück dieser Backkunst ist Grund genug in den Schwarzwald zu reisen. Die Wald Vesper kann man übrigens auch im Winter buchen. Mit romantischer Kutschfahrt, Glühwein und Fackeln im Schnee.

Paradies für Biker, Yogis und Wintersportler

Satt und vergnügt machen wir nun Bekanntschaft mit Hansi Holzknecht. Der Specht begleitet uns  entlang des Schonauer Naturerlebnispfades und hält an zahlreichen Stationen spielerische Überraschungen rund um das Thema Wald bereit. Der pure Wanderspaß für Familien mit Kindern.

Das Naturparadies ist nicht nur für etwas für Wanderer. Auch Mountainbiker kommen auf zahlreichen Routen auf ihre Kosten. Freunde des herabschauenden Hundes und des Krieger II können bei einer Yogaauszeit entspannen und Kraft tanken – und das inmitten des Schwarzwaldidylls, einmalig!
Beliebt ist der Schwarzwald zudem als Reiseziel für Wintersportler. In Schonach-Belchen beginnt der 100 Kilometer lange Fernskiwanderweg. In drei Etappen aufgeteilt, bietet er Übernachtungsmöglichkeiten entlang der Strecke. Genusswinterwanderer vergnügen sich beim Rodeln oder beim Schneeschuhwandern.

Übernachten mit Fabrik-Flair

Eine der besten Lagen, um Erkundungstouren im Schwarzwald zu unternehmen ist St. Georgen, gerne die “sonnige Bergstadt” genannt. Wir durften die Betten im neu eröffneten Hotel Federwerk einweihen, das nur einen Katzensprung vom Bahnhof entfernt liegt und einst eine Uhrenfabrik beherbergte. Die loftige Lobby teilt sich die untere Etage mit dem empfehlenswerten Restaurant Feinwerk. Highlight ist außerdem der Roof Garden mit 360 Grad Panoramaaussicht.

Gute Gründe zum Wiederkommen

Das nächste Mal möchte ich den Schwarzwald im Winter besuchen, wenn der Schnee unter den Stiefeln knirscht und der Kamin zu gemütlichen Abenden einlädt – und natürlich, um nochmal den sensationellen Hefezopf aus Barbaras Kreativkonditorei zu genießen.

Noch mehr über das Ferienland Schwarzwald gibt’s hier:

Waldhelden: Wandern, Biken, Natur erleben – Das Ferienland Schwarzwald
Weltenkundler: Zwischen Pilzen – Genusswandern im Ferienland Schwarzwald
Reiselife: Wo der Schwarzwald am schönsten ist!
A tasty hike: Wandern Schwarzwald: Die besten Tipps für deinen Genusswanderurlaub 
Rebeccas Welt: Zurück zur Natur – Sieben Urlaubstipps für den Schwarzwald
Travelsanne: Naturerlebnis für Familien und Erholung pur im Ferienland Schwarzwald
Outdoormädchen: Auf dem E-MTB durch den herbstlichen Schwarzwald

 

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*Dieser Beitrag wurde unterstützt von Ferienland Schwarzwald. Die geschilderten Erlebnisse und Erfahrungen bleiben davon unberührt.

Kategorie: Deutschland, Europa, Schwarzwald, travel

von

Sarah

Mainzerin Sarah packt regelmäßig das Fernweh und kurz darauf ihren Koffer, um neue, faszinierende Orte zu bereisen oder an alte, lieb gewonnene zurückzukehren. Und obwohl sie gelegentlich von einem Neuanfang an einem anderen Ort träumt, einem kleinen Haus in der Toskana mit Klappläden an den Fenstern und Zitronenbaum im Vorgarten oder von einer Stadtwohnung in Lissabon mit Blick auf den Tejo, ist Mainz eben doch ihre Stadt des Herzens.

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  1. Pingback: Zwischen Pilzen - Genusswandern im Ferienland Schwarzwald - Weltenkundler

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