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Wandern in der Toskana: Küstenrundweg mit Panoramablicken

Wandern in der Toskana: Küstenrundweg zur Cala Violina

Die Sonne steht noch tief. Die Zypressen werfen lange, elegante Schatten auf die Straße. Ich bin auf dem Weg zur Cala Violina, einem der schönsten Strände in Italien, inmitten des Naturschutzgebiets Bandite di Scarlino. Nur mit dem Boot, dem Fahrrad oder zu Fuß kann man die „Geigenbucht“ erreichen. Der nächst gelegene Parkplatz liegt eine dreiviertel Stunde entfernt in Pian d’Alma. Ich fahre etwas nördlicher nach Puntone. Dort stelle ich den Wagen im Porto Scarlino unweit des Restaurants Il Cantuccio ab.

Gleich hinter dem Restaurant startet der, mit einer roten 1 markierte, Wanderweg hinter einem Eisentor. Ich spaziere durch einen dichten Pinienwald bis sich mir schon bald ein erstes Panorama auf die Insel Elba darbietet. Weiter geht es auf dem breiten Schotterweg zur ersten Badebucht. Breite Stufen führen hinab zur Cala Martina, mit ihrem groben Kiesstrand. Hier finde ich, neben einer Picknickmöglichkeit, ein Denkmal des Freiheitskämpfers Giuseppe Garibaldi.

Nach einer weiteren halben Stunde entlang der Küste, komme ich an der paradiesischen Cala Violina an. Die Bucht zählt noch als Geheimtipp und so haben sich hier vor allem Italiener im feinen Sandstrand niedergelassen.
Neben einem mobilen Kiosk sowie zahlreichen Bänken und Tischen, gibt es auch eine Toilette.

Ich folge weiter der roten Markierung Nummer 1entlang der Küste bis der Weg gen Landesinnere führt und die Markierung Nummer 8 in einen kleinen, zypressengesäumten Weg nach links führt. Nun beginnt der beschwerliche, wenig schattenreiche Weg, der nur mit guten Schuhwerk zu empfehlen ist. Eine Brandschneise führt mich auf eine Aussichtskuppe, die ein herrliches Panorama auf die Landschaft der Maremma und hinter mir noch einmal den Blick auf die Bucht der Cala Violina offenbart.
Ich folge dem Weg leicht rechts hinab, um wenig später zum Poggio di Carpineta aufzusteigen. In der Ferne sehe ich, wie die Brandschneise steil zum Poggio Sentinella hinaufführt. Aber keine Sorge, mein Weg führt mich am Fuß des Hügels nach links. Das schwierigste Stück habe ich also hinter mir.
Bei einer Picknickbank biege ich also links in Richtung Wegzeichen 2 ab und halte mich kurze Zeit später bei der Gabelung rechts Richtung Cala Martina.

Nach etwa 10 Minuten biege ich von dem breiten Schotterweg links in einen kleinen Trampelpfad ein. Vorbei an einem zerfallenem Steinhaus, das sich die Natur langsam aber sicher zurück erobert, treffe ich schließlich auf den Weg mit dem Denkmal und dem gestuften Abstieg zur Cala Martina. Ich biege nach rechts und gehe etwa 30 Minuten den bekannten Küstenweg zurück.

Um ein Uhr mittags komme ich wieder am eisernen Tor, dem Start der Wanderung, an. Genau zur rechten Zeit, denn das Il Cantuccio öffnet gerade für das Mittagsmenü seine Terrasse. Bei sagenhafter Aussicht auf die Bucht von Follonica genieße ich zur Belohnung gegrilltes Gemüse und zum Nachtisch köstliches Rosmarineis.

Der Rundweg im Überblick:

Dauer: 4 Stunden
Schwierigkeit: leichte Tour bis auf zwei sehr steile An- und Abstiege mit Geröll. Wer aus dem Wanderweg eine einfache Tour machen möchte, geht nur die Strecke an der Küste entlang bis zur Cala Violina (etwa eine Stunde) und kehrt nach einem Badestopp auf gleichem Weg wieder zurück.
Parken: Am Straßenrand vor dem Restaurant Il Cantuccio.
Einkehrmöglichkeit: Kiosk bei der Cala Violina (in den Sommermonaten) und das Fischrestaurant Il Cantuccio am Anfang bzw. Ende der Strecke. Die Öffnungszeiten sind recht überschaubar. Montags, Dienstags und Donnerstags hat das Restaurant nur zum Abendessen von 20 bis 22.30 Uhr geöffnet. Freitag, Samstag und Sonntag zusätzlich zur Mittagszeit von 13 bis 14.30 Uhr.

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