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Pura Vida in Costa Rica

Reise nach Puerto Viejo in Costa Rica

So viel mehr als Bananenplantagen. Costa Rica ist atemberaubende Wildnis, Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit – und die pure Lebenslust. Wer in das kleine Land in Mittelamerika reist, der wird schon bald den Begriff Pura Vida, in fast schon gesungenen Tönen, vernehmen. Dieser Ausdruck gehört zur Wesensart der Ticos, so nennen sich die Costa Ricaner. Pura Vida bedeutet pures Leben und strahlt Optimismus und Gelassenheit aus. Auch als Antwort auf die Frage „Wie geht es dir?“, verwenden viele Ticos“ Pura Vida!“. Das soll meinen, sie sind gesund und glücklich. Pura Vida verkörpert ein Lebensgefühl, verbunden mit den kleinen Freuden des Alltags abseits von Reichtum und Konsum; verbunden mit dem Abstreifen der Armbanduhr, barfuß laufen und von sorglosen Momenten mit zufriedenen Menschen, mit denen man bei Reggae Musik nicht oft genug auf das Leben anstoßen kann.

Unsere Reise nach Lateinamerika bringt Kim und mich schließlich nach Costa Rica. Vier Tage verbringen wir in Puerto Viejo, das unweit der Grenze zu Panama liegt. Die quirlige Stadt an der karibischen Küste gilt als Zentrum für Hippies, Surfer, Yogis und für all diejenigen, die es werden wollen oder zumindest eine ordentliche Ladung der positiven Vibes, die hier umher schwirren, mit nach Hause nehmen wollen.

Wir übernachten im Perla Negra Beach Resort. Einer lauschigen Anlage mit der bezauberndsten Rezeptionistin, die immer ein offenes Ohr und ein freudestrahlendes Lächeln für ihre Gäste übrig hat. Gleich vor dem Hotel liegt der Strand Perla Negra mit seinem dunklen Sand, der mit dem blauen Meer eine wunderschöne Symbiose eingeht.
In unserem Zimmer, in dem fast alles aus Holz gefertigt ist, fühle ich mich sofort wohl und dieses Gefühl verstärkt sich so gleich, als ich – wie bereits in Puerto Lopez – Freundschaft mit einer Katze schließe.
pura vida
Die letzten zwei Wochen mit den vielen Kilometern, die wir im Flieger, in Bussen und im Auto zurückgelegt haben kombiniert mit den fast täglichen Ortswechseln und dem Klingeln des Weckers zwischen fünf oder sechs Uhr morgens, waren erlebnisreich und intensiv, aber auch strapaziös und etwas ermüdend. Hier in Puerto Viejo habe ich nun zum ersten Mal seit unserer Reise die Gelegenheit einen Tag ganz für mich zu haben. Ein Tag gefüllt mit ausschlafen, lesen, schreiben und treiben lassen, wie es sich in Costa Rica gehört. Am Pool komme ich endlich ein gutes Stück in meiner Autobiografie von Marquez voran und zum Mittagessen besuche ich das Nachbarresort, um mir einen Veggieburger mit Pesto und Aubergine zu gönnen.
Am Abend treffen wir uns mit einigen Leuten aus Frankreich und Kanada zum Essen und Cocktails schlürfen. Einige Stunden später liege ich wieder in meinem wooden home. Zum Einschlafen gibt es Urwaldgeräusche und die tosende Brandung.

Am nächsten Tag wache ich erholt und auch etwas kribbelig auf. Denn heute haben wir etwas ganz besonders vor: Im Jaguar Rescue Center werden wir Babyfaultiere und viele andere Tiere aus nächster Nähe beobachten. Die Auffangstation für Wildtiere, die weniger als fünf Kilometern entfernt liegt, wurde 2008 von Sandro Alviani und seiner Frau Encar gegründet und ist in Costa Rica das einzige seiner Art ist.

Nach unserer Tour durch das Center möchten wir den Tag am Strand fortsetzen. Der ist allerdings noch einige Kilometer entfernt und so platzieren wir uns am Straßenrand und halten den Daumen raus, vielleicht erbarmt sich einer der Autofahrer und nimmt uns ein Stück mit. Wir haben Glück. Schon bald hält eine sympathische Tica in ihrem roten Pick-up und wir hüpfen auf die Ladefläche.
Die letzten zweihundert Meter von der Straße zum Strand laufen wir zu Fuß. Bei der Ankunft kommt ein Tico auf uns zu, der an einem Holzstand Kokosnüsse und T-Shirts verkauft. Er deutet uns in die Baumwipfel zu schauen. Und tatsächlich. In den gewöhnlich, langsamen und bedachten Bewegeungen, reckt sich ein Faultier zwischen dem dichten Blätterwerk. Gleich über unseren Köpfen.
That’s Costa Rica!
Pura Vida!

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