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One Night in Osaka

Osaka

Eigentlich wollte ich meinen Geburtstag mit Freunden nachfeiern. Doch dann kam alles ganz anders. Auf dem Weg von der Arbeit nach Hause, rief mich mein Freund Frithjof an. „Ich habe morgen einen Auftrag nach Osaka und wir brauchen noch eine zweite Person, die mitfliegt. Kommst du mit?“ Nach kurzer Überlegung sagte ich zu. Wer weiß, wann ich das nächste Mal die Gelegenheit bekommen würde, nach Japan zu fliegen. Eine kurze Erklärung am Rande: Mein Freund Frithjof arbeitet neben seinem Studium als On-Board-Kurier, das heißt er bringt Maschinenteile, Blutkonserven und all solche Dinge von A nach B und weil die Pakete manchmal einen extremen Umfang an Größe und Gewicht haben, darf in solchen Fällen eine weitere Person mitfliegen, auf die das Übergepäck eingecheckt werden kann. Und in diesem Fall war ich die Glückliche.

So eilte ich nach Hause um alles Nötige in den Rucksack zu packen und am nächsten Morgen ging es dann auch schon los, in das Land der aufgehenden Sonne.

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Schon auf dem Weg vom Flughafen Kansai in die Stadt bemerkten wir, dass Japan vom Star-Wars-Fieber gepackt war. Selbst die Züge waren im Darth-Vader-Design.
Die elf Stunden Flug hatten ihre Spuren bei uns hinterlassen und so wollten wir uns erst mit Kaffee aufputschen, bevor wir los zogen. Gleich neben unserem Hotel fanden wir ein zauberhaftes kleines Kaffeehaus. Als wir dem Mann hinter der Theke beim Zubereiten beobachteten, staunten wir nicht schlecht. Diese Kaffeebereitung hatten wir noch nirgends gesehen. Sie erinnerte uns an ein Experiment in einem Labor. Der Barista kochte den Kaffee in einem Syphon, das aus zwei Gefäßen besteht. In dem einen Behältnis wird das Wasser erhitzt und in dem anderen der Kaffee gebrüht, der schließlich durch Unterdruck in das erste Gefäß zurück fließt. Das Ergebnis war der pure Genuss! Wer hätte gedacht, dass man im Land des grünen Tees so leckeren Kaffee bekommt!?

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Bis wir einen netten Platz zum Essen fanden, suchten wir etwas länger, landeten aber wieder einen Volltreffer. In kürzester Zeit zauberten uns die charmanten Damen, die kaum ein Wort Englisch sprachen, ein köstliches Menü, stellten Teller mit Sushi, Schälchen mit Gemüse und Suppe vor uns und verköstigten uns zum Abschluss mit Tee und Bonbons.
Leider blieb uns viel zu wenig Zeit, um all das zu entdecken, was diese wundervolle Stadt zu bieten hat.  Eine freundliche Dame, die wir im Restaurant kennengelernt hatten, zeigte uns eine nahe gelegene Tempelanlage. Anschließend besichtigten wir die Burg Osaka, das Wahrzeichen der Stadt.

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Eins ist nach meiner ersten Reise nach Japan gewiss. Es wird nicht der letzte Besuch in dieses wunderschöne Land bleiben, das uns mit solch einer Zuvorkommenheit und Herzlichkeit willkommen hieß.

3 Kommentare

  1. Andreas Hohaus sagt

    Faszinierende Eindrücke mit beieindruckenden Photos(sehr interessant finde ich z.B. diesen Zug).Wie lang bist du in Japan geblieben und mich würde dein Photoequipment interessieren was du genutzt hast?!
    Hab einen schönen Sonntag liebe Sarah!

  2. Pingback: Der Reiseblogger-Wochenrückblick 5/2016 - Reiseblog pixelschmitt

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