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Liebster Blog Award: 11 Fragen, 11 Antworten

Blick auf Rom

Die liebe Claudia von „travel, be courios, learn“ hat mich für den Liebster Blog Award nominiert. Merci! Der Liebster Blog Award ist eine virtuelle Auszeichnung, die von Bloggern an Blogger vergeben wird. Mit der Nominierung hat mir Claudia elf Fragen rund um das Thema Reisen gestellt, die ich nun beantworten darf. Los geht’s!

  1. Vervollständige den Satz „Reisen ist..“
    …für mich das größte Privileg überhaupt.
  2. Was inspiriert dich?
    Menschen, Orte, Begegnungen.
  3. Nenne 3 Dinge, die auf deiner Bucketliste stehen.
    Mich in Havanna auf die Spuren von Ernst Hemingway begeben und einen Mojito in der Bar La Bodeguita del Medio trinken.
    Auf Bali mit dem Fahrrad durch die Reisterrassen radeln.
    Eine Fahrt mit dem Heißluftballon machen.
  4. Frage Nummer 4 ist ein Zitat von Liz Gilbert: What do you love doing so much that it wouldn’t matter if you failed?
    Schreiben.
  5. Wie vereinbarst du Arbeit und Reisen?
    Momentan habe ich das Große Glück für sehr nachsichtige Chefs zu arbeiten, die mir sehr viel Flexibilität ermöglichen. Ab Januar ist diese, wenn alles glatt läuft, nahezu unbegrenzt. Mein Ziel für 2017: Die Selbstständigkeit wagen.
  6. An welche Begegnung auf Reisen denkst du gerne zurück? Erzähle davon.
    Nahaufnahme eines Springbrunnens. Dahinter steht eine Parkbank unter Bäumen.
    Eine meiner liebsten Geschichten aus Rom, als ich in einen Park vor der Mittagshitze flüchtete:
    Auf einer Parkbank sitzend, deren Lehne wie gemacht für meinen Rücken schien, schaute ich einer Gruppe Italienern zu, die im Schatten der Bäume, in anmutigen Bewegungen Tai Chi praktizierten. Vor einigen Jahren hatte ich selbst mal einen Kurs in der chinesischen Kampfkunst besucht, es aber schnell wieder aufgegeben. Vor allem, weil mir die Atmosphäre in der stickigen Halle nicht zusagte. Hier an diesem Ort würde ich mich aber definitiv überreden lassen, noch einen Versuch im Tai Chi zu wagen.
    Nach kurzer Zeit setzte sich eine reizende ältere Italienerin zu mir, die über ihre „piedi vecchi“ schimpfte. Wir kamen ins Gespräch und einige Minuten später stieß ihr Mann dazu. Er hatte eine Flasche mit Kaffee dabei, von dem mir die Dame auch gleich anbot. Da ich nur eine volle Flasche Wasser bei mir trug, funktionierte ich meinen Flaschendeckel zu einer Tasse um. Nachdem wir ein paar „Deckel“ getrunken hatten, zeigte mir die Italienerin eine zauberhafte, kleine Kirche, die in einem Hinterhof versteckt war.
    Anschließend führten mich die beiden durch eine kleine Ausstellung im Park. Dort wurde die Geschichte Italiens chronologisch in Bildern dargestellt. Nebenbei erzählte er von seinen 45 Jahren in der Hotelbranche, sie schwärmte von Neapel und wir drei gemeinsam noch ein bisschen von Castiglione della Pescaia. Am Ende der Ausstellung angelangt, tippte der Mann auf seine Armbanduhr. Zeit für den Gottesdienst. Wir verabschiedeten uns und die beiden liefen Händchen haltend Richtung Kirche. Und auch ich ging meines Weges und nahm einen Schluck aus meiner Wasserflasche, der ein Hauch nach Kaffee schmeckte.
  7. In die Küche welches Landes hast du dich besonders verliebt und welches Essen sollte jeder dort einmal probiert haben?
    Gut möglich, dass Italien auch wegen Pizza, Pasta Co. mein liebstes Reiseziel ist. Wer kann schon zu einem richtig gut gemachtem Tiramisu „Nein“ sagen? Oder zu Arancini? Zu meiner Zeit als Römerin habe ich mich schon fast von den kleinen runden Bällchen ernährt. Was mich vom Namen her an Orangen erinnert, sind frittierte Reisbällchen, gefüllt mit Spinat, Gemüse, Käse oder Fleisch. Sie sind klein, günstig und sehen harmlos aus. Doch sie haben es in sich. Eins bis zwei reichen schon um satt zu werden.
    Seitdem ich Arancini in Rom für mich entdeckt habe, bin ich verrückt danach und freue mich jedes Mal, wenn ich sie finde.
  8. Was sind deine 3 Lieblingsstädte und warum?
    Meine unangefochtene Nummer 1: Rom. Sechs Mal bin ich in die Stadt am Tiber gereist und habe im Jahr 2012 einen ganzen Sommer in der Metropole gewohnt. Rom ist dreckig, laut und voller Touristen? Ja! Aber Rom hat eben auch dieses ganz einmalige Flair, das mit keiner anderen Stadt zu vergleichen ist. Die kulturelle Bedeutung, an der du in Rom einfach nicht vorbei kommst, darf ich natürlich auch nicht vergessen. Du läufst um eine Straßenecke und – bäääm – stehst du vor dem Pantheon. Und wenn du um die nächste Ecke gehst, packt es dich wieder – bäääm – und der Trevi-Brunnen mit seinem weißen Marmor strahlt dich an.
    Und dann sind da noch die wunderschönen Parks, die den Menschen eine Oase der Ruhe bieten, wenn ihnen der Trubel doch mal zu viel sein sollte, die Nähe zum Meer, die vielen Plätze, auf denen es im Sommer nur so von lebensfrohen Menschen wimmelt. Ja, besonders die Römer sind mir doch sehr ans Herz gewachsen und ich denke gerne an einige schöne Begegnungen mit ihnen zurück. Am Anfang meines Sommers im Rom, zum Beispiel, fuhr ich mit der Tram, auf der Suche nach der Straße wo meine zukünftige Wohnung sein sollte. Ich fragte, eine Mitfahrerin, ob sie wüsste an welcher Haltestelle ich aussteigen müsse, wenn ich in die Straße wolle. Sie kannten die Straße ebenfalls nicht und fragte, die Passagiere hinter ihr. Auch sie hatten keine Ahnung und wendeten sich an die auf der anderen Seite sitzenden Menschen. Und plötzlich diskutierte das gesamte Abteil, an welcher Haltestelle ich aussteigen solle.
    lissabon 44
    Nach Rom zählen Lissabon und Berlin zu meinen liebsten Städten, die ich immer wieder gern bereise.
  9. Welcher Reisetyp bist du? Slow travel? Oder lieber möglichst viele Orte, in möglichst kurzer Zeit?
    Definitiv Slow travel. Ich lasse mich gern treiben, plane meine Reisen selten und hole mir Tipps von Einheimischen vor Ort. Eine Sehenswürdigkeit nach der nächsten abzuklappern, nur um sagen zu können, dass man dagewesen ist, ist nicht mein Ding.
  10. Wofür würdest Du sofort alles stehen- und liegen lassen?
    Für meine Liebsten.
  11. Welche Reiselektüre,  möchtest du deinen Lesern unbedingt ans Herz legen?
    Alles von Hanns-Josef Ortheil. Er ist ein großartiger Beobachter und versteht es die kleinen, besonderen Momente des Lebens treffend und sprachgewaltig zu beschreiben.

WIE GEHT ES NUN WEITER?
EINE ANLEITUNG FÜR LIEBSTER BLOG AWARD ANWÄRTER

  • Danke der Person, die dich für den Liebster Blog Award nominiert hat und verlinke den Blog dieser Person in deinem Beitrag
  • Beantworte die 11 Fragen, die du von dem Blogger, der dich nominierte, gestellt bekamst
  • Nominiere  maximal 11 weitere Blogger für den Liebster Blog Award
  • Stelle eine Liste mit 11 Fragen für deine nominierten Blogger zusammen
  • Schreibe diesen Leitfaden in deinen Artikel zum Liebster Blog Award, damit die Nominierten wissen, was sie tun müssen
  • Informiere deine nominierten Blogger über die Nominierung und deinen Artikel
  • Das Logo „Liebster Blog Award“ findest du hier

Ich nominiere:
Torsten von sindmalweg
Kerstin von Fräulein K unterwegs
Tatjana und Martin von taundma

Und hier kommen meine Fragen an euch:

  1. In welches Land ging deine allererste Reise?
  2. Erzähle von einem besonderen Moment auf einer Reise, an den du dich gerne zurück erinnerst?
  3. Was steht ganz oben auf deiner Bucketlist?
  4. Reist du lieber allein oder mit anderen?
  5. Was war deine größte Reisepanne und wie bist du aus der Nummer wieder rausgekommen?
  6. Was darf auf deinen Reisen auf keinen Fall fehlen?
  7. Ein Film mit Fernweh-Garantie:
  8. Was ist dein liebstes Reiseziel und warum?
  9. Koffer oder Rucksack?
  10. Reisen ist ein teures Hobby. Was ist dein Spargeheimnis?
  11. Wohin geht deine nächste Reise?

Dir gefällt was du liest? Dann folge mir auf meinen nächsten Reisen via Facebook und Instagram.

1 Kommentare

  1. Pingback: icheinfachunterwegs.de nominiert für den "Liebster Award"

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