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Ein Wochenende in Parma

Ein Wochenende in Parma

Wer an Parma denkt, der denkt im selben Moment wohl auch an Schinken. Irgendwie habe ich mir die mittelgroße Stadt in der Emilia Romagna in den vergangenen Jahren oft als gigantischen Schlachthof vorgestellt. Eine grenzenlose Ungerechtigkeit. Denn Parma hat, mit den hübschen Fußgängerzonen und seiner unvergleichlichen Kulinarik, viel Charme – und selbst in der Hochsaison kaum Touristen.

Auf der Suche nach einem Zwischenstopp mit Übernachtung auf dem Weg in die Toskana, kam irgendwann Parma ins Spiel. Und nach ein wenig Recherche war ich überzeugt, dass sich ein paar Tage in der oberitalienischen Großstadt mehr als lohnen würden.

Parma gehört zu jenen Städten, die sich herrlich zu Fuß erkunden lassen. Oder mit dem Fahrrad, mit dem auch viele Einheimische unterwegs sind und auf teilweise gut ausgebauten Fahrradwegen längere Entfernungen zurücklegen können. Eine Seltenheit in Italien.

Auf der Suche nach etwas Schatten – es sind fast 40 Grad – lande ich im Parco Ducale. Der herzogliche Park ist im Stil eines englischen Landschaftsgartens gestaltet und bietet eine ruhige Oase im Zentrum der Stadt. In der Bar Chiosco genehmige ich mir ein Stück Pizza und verweile ein paar Augenblicke, bevor ich ins Herz des centro storico spaziere.

Der Strada Cavour folgend, treffe ich schon bald auf den Piazza Garibaldi, mit einem großen Denkmal des berühmten Freiheitskämpfers Giuseppe Garibaldi. Ich überquere die Strada della Repubblica mit ihren vielen Geschäften und gehe geradeaus in die Strada Luigi Carlo Farini. Hier pulsiert vor allem am Abend das Leben und die Parmaer nehmen in einer der vielen Bars gerne ihren Feierabend-Drink ein. Ich gehe weiter. Meinen aperetivo werde ich im Gran Caffee Cavour genießen.

Der Tag neigt sich dem Ende entgegen und das Abendlicht lockt mich in eine kleine Gasse. Nur wenige Meter weiter stehe ich vor der Trattoria Del Tribunale. Aus der Küche höre ich Geschirr klappern und verführerische Düfte strömen bis auf die Straße. Hier bleibe ich.
Auf der Terrasse genieße ich sagenhaft köstliche Kürbis-Ravioli, die sich hervorragend mit dem vino di casa vertragen. Zum Abschluss wird mir noch eine parmaische Spezialität serviert. Eine torta sbrisolona, knusprig gebackener Mandelkuchen mit einer Weinschaumcreme. Und mit dem ersten Bissen bin ich angekommen, im dolce vita.

 

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