Alle Artikel in: Lieblinge

Mainzer Sand

Die Melodie des Windes

Manchmal wünscht man sich, die Zeit würde stillstehen. Nur für eine Weile, weil alles gerade so vollkommen scheint. Der perfekte Ort, das perfekte Licht, der perfekte Moment. Die Strahlen der Wintersonne auf den rosigen Wangen spüren, dem Wind lauschen, den Augenblick auf der Zunge zergehen lassen. Nirgendwo kann ich so viel Inspiration aufsaugen wie in der Natur, mit ihren kleinen und großen Wundern. Raus gehen, erkennen, wie sich die Natur von ihrer eisigen, aber auch einzigartigen Seite zeigt, die Gedanken ruhen lassen, zufriedener zurückkommen. Urlaubsgefühle in der Heimat ruft ein langer Spaziergang am Mainzer Sand in mir hervor. Hier gibt es eine Pflanzenwelt zu bestaunen, die einzigartig in Mitteleuropa ist. Ein Relikt der nacheiszeitlichen Steppenlandschaften, die weite Teile Mitteleuropas vor 9.000 Jahren bedeckten. Märchenhafte Waldabschnitte, baumlose Graslandschaften, dazwischen kleine sich schlängelnde Sandwege. Erinnerung an die Küste Kaliforniens und an die Serengeti werden wach und wecken Sehnsüchte nach neuen Reiseabenteuern. Die Abendsonne präsentiert ihre facettenreichen Lichtspiele und beim Lauschen des Windes denke ich mir, obwohl ich so oft von einem Neuanfang an einem anderen Ort träume, einem …

Massa Marittima

Warum ihr im Winter in die Toskana reisen solltet

Im Frühling locken die Berge zu Wanderungen mit Panoramablick, im Sommer die Küste mit ihren weißen Sandstränden. Doch auch im Winter hat die Toskana einiges zu bieten. Aktivurlaubern stehen über 90 Pisten zum Skifahren zur Verfügung. Gleich im Anschluss laden wohlige Thermalquellen zum Freibad ein. Mit Temperaturen zwischen 7 und 15 Grad ist der Winter in Mittel-Italien deutlich milder als bei uns in Deutschland und an besonders sonnenverwöhnten Tagen gibt der Frühling einen ersten Vorgeschmack. Die Orangenbäume tragen bereits Früchte und der Mandelbaum öffnet langsam seine Knospen. Auch die so typische Toskanalandschaft weiß in der kühlen Jahreszeit zu verzaubern. Die Hügel wirken noch grüner, der Nebel schwebt sanft über den Tälern und die Dämmerung verwöhnt uns mit einem magischen Farbenspiel. Neben den Stränden werdet ihr im Winter, mit großer Wahrscheinlichkeit, auch die Einheimischen ganz für euch allein haben. Die Touristenströme sind verschwunden und all jene Italiener, die im Sommer vor den Urlaubern in die Ferien flüchten, sitzen in den Wintermonaten neben euch in der Bar, anstelle der sonst meist deutschen, schweizer oder niederländischen Touristen. Sollten die frühlingshaften …

Altstadt von Lissabon

Lissabon, wo das Glück zu Hause ist

Auch in den nächsten Tagen klingt unsere Begeisterung für Lissabon nicht ab. Wir lassen uns durch die Altstadt treiben und genießen den portugiesischen Frühling – und die süßen Köstlichkeiten, die es hier an jeder Ecke zu kaufen gibt. Wer auch immer der Erfinder der Pasteis de Nata ist, ist ein Genie! Der cremige Pudding auf dem luftig lockeren Blätterteig, darüber eine Prise Zimt: Göttlich! Für einen kurzen Moment gehen Meike, Sandra und ich die Umstände durch, die dagegen sprechen, unseren Aufenthalt in Lissabon zu verlängern. Verwerfen die Idee aber recht schnell, da erstens in Deutschland die Arbeit und andere Verpflichtungen auf uns warten und zweitens der Wetterbericht für die ganze nächste Woche Regen in Lissabon voraussagt. Nach einem leckeren Tapas-Essen im Viertel Bairro Alto wollen wir den Abend noch nicht enden lassen. Wir erkundigen uns bei dem Kellner nach der Bedroom Bar, über die wir schon im Reiseführer gelesen haben, erfahren aber von ihm, dass der Club mit der originellen Einrichtung seit einem Jahr geschlossen hat. Dafür empfiehlt er uns eine andere Location im Stadtviertel …

Lissabon

Sehnsucht nach Lissabon

Kann man Sehnsucht nach einem Ort haben, an dem man noch nie war? Seit einigen Jahren überkam mich immer wieder dieses Gefühl. Lissabon und ich, das könnte etwas werden. Das könnte eine Stadt sein, an die ich zukünftig gern und regelmäßig zurück kehren möchte. Und genau das ist sie. Spätestens nach sieben Stunden steht es endgültig fest: Ich bin verliebt. Diese Stadt bezaubert mich. Mit allen Sinnen und von Beginn an. Seit ich den ersten Fuß auf portugiesischen Boden gesetzt habe. Mit dieser wachsenden Begeisterung drängt sich immer wieder eine Frage in meinen Kopf: Wieso habe ich Lissabon nicht schon früher mal besucht? Vor der Abreise war ich etwas besorgt. Schon seit Wochen habe ich dieser Städtereise mit meinen Freundinnen Meike und Sandra entgegen gefiebert, mich gefreut und Pläne geschmiedet. Solch eine extreme Vorfreude kann natürlich auch schnell für Enttäuschungen sorgen. Mir war klar, dass meine hohen Erwartungen an Lissabon kaum einzuhalten waren. Was, wenn die Freunde, die von ihren Reisen in die portugiesische Hauptstadt erzählt haben, übertrieben haben? Wenn ich dort den italienischen Flair …