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Ein Plädoyer für das Bahnfahren

Frühjahr 2014, auf dem Weg an den Lago Maggiore. Ich sitze im ICE und schaue zu, wie die Regentropfen die Fensterscheibe entlang klettern. Beobachte, wie sich die eine, etwas schnellere Perle, an die vor ihr fließende heranschleicht, sie schließlich einholt und beide gemeinsam als ein etwas größerer Tropfen weiterfließen. Hinter der Scheibe fliegt das Aaretal vorbei. Taunasse Wiesen wechseln sich ab mit nebelverhangenen Seen. So im Zug sitzend, fällt mir mal wieder auf, dass dies – mit Abstand – mein liebstes Reiseverkehrsmittel ist. Klimafreundlich, leise und stressfrei. Da gebe ich gerne mal den ein oder anderen Euro mehr aus. Einsteigen, Platz nehmen und mitten in der Stadt ankommen In nicht mal vier Stunden, wohlgemerkt ohne umsteigen, von Frankfurt nach Paris. Ohne umständlichen Weg zum Flughafen, ohne nervige Sicherheitskontrolle und ohne  warten und anstehen beim Check-in und Boarden. Einfach einsteigen, Platz nehmen und mitten in der Stadt ankommen. Mit all den Vorzügen, lässt es sich auch mal ohne Nörgelei hinnehmen, wenn man wegen Verspätung oder ausgefallener Klimaanlage länger am Bahngleis auf den Zug wartet als erhofft. Schließlich stecken wir oft genug im Stau fest, wenn …