Alle Artikel in: Piemont

Ein Pfau.

Peacock Blue

Den betörenden Duft der Glyzinie in der Nase, luftig-lockerer Pizzaboden, belegt mit Ricotta und Rucola auf dem Teller und eine Vespa braust knatternd vorbei. Wenn dann noch der klapprige Fensterladen an der charmant, abgenutzten Fassade geöffnet wird und sich die drollige, italienische nonna über die Fensterbank heraus lehnt, um sich lautstark und mit rollendem „r“ mit dem Postboten zu unterhalten, dann, ja dann könnte es mir einfach nicht besser gehen. Wir genossen die Tage in Italien in vollen Zügen. Auf der Isola Bella ließen wir uns, bei einem Cappuccino, in der Sonne nieder und auf der Isola Madre schauten wir einem Pfau zu, der mit ausgebreiteter Federkrone, stolz vor uns auf und ab stolzierte. Am letzten Tag, spazierten Meike und ich ein wenig durch den Garten „unserer“ Villa. Fasziniert von der Pflanzenvielfalt, schnupperten wir an den Blüten der Magnolie oder verweilten einige Zeit unter dem Orangenbaum. Später schlenderten wir durch Verbania und lugten hier und da über die hohen Zäune der leerstehenden, alten Villen, um einen Blick in die Oasen am Lago Maggiore zu werfen. …

Lago Maggiore Impression.

On the Spur of the Moment

Es geht doch nichts über spontane Trips. Am Montag fragte meine liebe Freundin Meike: „Fährst du am Freitag mit mir an den Lago Maggiore?“ Ich schaute kurz in meinen Kalender, nichts sprach dagegen. Also lautete meine Antwort: „Klar!“ Am Mittwoch buchten wir Zugtickets nach Stresa und zwei Tage später ging es dann auch schon los. Richtung Süden. Im Zug sitzend, fiel mir mal wieder auf, dass dies mein liebstes Reiseverkehrsmittel ist. Während der Fahrt lasen wir oder schauten aus dem Fenster. Menschen stiegen ein, Menschen stiegen aus und es gab jede Menge zu sehen und zu hören. Der kleine Junge schräg gegenüber beklagte sich, dass bisher nur hässliche Mädchen auf ihn stehen und der gestriegelte Mann im Anzug, der in Bern zustieg und neben mir sein MacBook aufklappte, arbeitete an einer Präsentation über E-Recruiting. Als wir schließlich in unserer Unterkunft in Verbania ankamen, war ich zunächst sprachlos. Wir wohnten in einer wunderschönen Villa, (Bilder 3-6) mit einem riesigen Anwesen, und obendrein hatten wir unser Domizil die meiste Zeit für uns allein. Von unserem Fenster aus …