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Schottland

Into the wild

Noch in Deutschland waren Frithjof und ich uns ziemlich schnell einig, dass wir nicht den populärsten Wanderweg, den „West Highland Way“ bestreiten wollten. Nein, es sollte noch ein wenig wilder und einsamer sein. Der „Cape Wrath Trail“ schien geradezu perfekt. Mit seinen insgesamt 378 Kilometern war dieser Steig mit einigen Flussüberquerungen und unmarkierten Pfaden für die 14 Tage, die wir uns Zeit nehmen wollten, unmöglich zu schaffen. Also beschlossen wir, die ersten zwei Drittel des Trails auszulassen und erst in dem kleinen Küstenort Ullapool zu starten. Immerhin knapp 150 Kilometer müssten wir in der Zeit zurücklegen – inklusive strapaziöser Höhenmeter. Das Ende unseres Abenteuers und die ultimative Belohnung sollten zwei entspannte Tage im malerischen Sandwood Bay sein. Uns so machten wir uns, nach einem aufwärmenden Tee und einem letzten Toilettengang mit Kloschüssel, samt Wanderstöcken, Kameraequipment und gut 11 Kilogramm Lebensmitteln in den Rucksäcken, bei strahlendem Sonnenschein, auf den Weg Richtung Norden. Nach nur wenigen hundert Metern begegneten uns die ersten Schafe – und zu meiner Freude grasten auf den Weiden, neben den meist wütend blökenden …

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And so the Adventure begins

Auf den Tag genau sieben Monate ist es nun her, als wir mit Sack und Pack aufbrachen, um das ultimative Abenteuer zu wagen. Wild campen in Schottland. Lange davon geträumt, genauestens geplant, ein paar Probeläufe hinter uns, ging es dann los. Mit 18 kg auf meinem und 24 kg auf Frithjofs Buckel, startete unsere Reise am Frankfurter Flughafen und brachte uns mit einem kurzen Zwischenstopp über London mitten hinein, in das vom Frühling verwöhnte Edinburgh. Weil uns der Gedanke des Teilens und des kulturellen Austauschs so gut gefällt und natürlich, um etwas Geld zu sparen, wollten wir während unserer Aufenthalte in schottischen Städten bei möglichst vielen Couchsurfern unter kommen. Sebastién, bei dem wir zwei Nächte Unterschlupf fanden war Numero Uno – und ein wahrer Volltreffer. Ein super unkomplizierter Zeitgenosse, der uns selbst gemachte Quiche auftischte und uns zu einer kleinen Whiskyverkostung aus seiner Hausbar einlud. Außerdem hatte er als Local natürlich einige heiße Tipps für uns parat. Am nächsten Tag, nochmal gemütlich auf einer dicken Federkernmatratze und in einem beheizten Raum (trotz Frühling kratzten die …