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Ein Roadtrip durch die Anden

Wir wollten auf jeden Fall nach Quito und auf die Isla de la Plata. Viel mehr hatten Kim und ich für unsere sechs Tage in Ecuador nicht geplant. „Der Rest wird sich schon ergeben wenn wir dort sind“, sagten wir vor dem Abflug. Und so kam es dann auch. Denn schon am ersten Abend in Ecuador treffen wir Kims Freund Chilly, der schon einen Plan für unsere Zeit in den Anden ausgeheckt hat. Zusammen mit seinem Neffen Israel geht es auf einen Roadtrip durch die Anden.

The Andes are calling

Wir starten in der höchstgelegenen Hauptstadt der Welt. Nach einer Nacht in der vielleicht schönsten Airbnb-Wohnung überhaupt, fahren wir knapp 100 Kilometer Richtung Norden, nach Otavalo. Die Stadt ist bekannt für ihren Indiomarkt, auf dem es Ponchos, Alpakapullover, Ledergürtel, Schmuck und Kunsthandwerk zu kaufen gibt. Der Markt von Otavalo gilt als der größte seiner Art in ganz Südamerika.
Auch ich kann den kuscheligen und farbenfrohen Stoffen nicht widerstehen und kaufe meinen ersten Alpakapullover für unschlagbare 20 Dollar. Wer für Kleidung nicht allzu viel übrig hat, der kann sich in Otavalo durch verschiedene Früchte probieren, die es in Europa kaum oder nur sehr teuer zu kaufen gibt. Mir hat es die Guanábana angetan. Botanisch gesehen, ist die Guanábana eine riesige Beere – sie wird bis zu 40 Zentimeter lang und bis zu 4 Kilogramm schwer, die ihren Ursprung in Südamerika und der Karibik hat. Das Fruchtfleisch schmeckt süß bis leicht säuerlich. Nachdem ich meine erste Guanábana gekostet habe, begleitet mich die Frucht während unserer gesamten Lateinamerikareise und ich genieße sie besonders gerne als köstlichen Shake.
Den Abend in Otavalo lassen wir in einer Bar ausklingen. Beim Tanzen machen sich bei mir das erste Mal die 2500 Höhenmeter bemerkbar. Nach nicht mal zehn Minuten geht mir die Puste aus.

On the road again

Von Otavalo geht es am nächsten Tag weiter nach Guaytacama, südlich von Quito. Hier machen wir Bekanntschaft mit Chillys Freunden. In dem kleinen Ort erhalten wir Einblicke in das ecuadorianische Leben in den Anden. Erneut bin ich beeindruckt und dankbar für die nicht enden wollende Gastfreundschaft, die wir hier erfahren.

Während unserer Zeit in Ecuador sind Präsidentschaftswahlen. Spannend solch ein politisches Ereignis in einem anderen Land zu erleben. Nach einer Stichwahl entscheidet der linksgerichtete Lenin Moreno das Amt schließlich für sich. Er tritt in große Fußstapfen. Das Vermächtnis seines Vorgängers, Rafael Correa, ist die erfolgreiche Bekämpfung der Armut in dem Land. Moreno will die sozialen Reformen Correas nun fortsetzen.

Last stop: Quilotoa

Ein Highlight folgt dem nächsten während unseres Roadtrips durch die ecuadorianischen Anden. Heute wollen wir den atemberaubenden Quilotoa Loop besichtigen. Der Vulkan Quilotoa liegt in fast 4000 Metern Höhe südwestlich von Quito. Die Magmaströme waren während seines letzten Ausbruchs um das Jahr 1280 so gewaltig, dass sie damals sogar den fast 200 Kilometer entfernten Pazifik erreichten. Nach der Eruption stürzte die Magmakammer zusammen und es entstand zunächst die riesige Caldera mit drei Kilometern im Durchmesser und anschließend der See.

Das tückische Andenwetter ist uns heute ausgesprochen wohlgesonnen. Denn erst kurz bevor wir uns auf den Rückweg zu unserem Auto machen, ziehen tiefe Wolken vor den zuvor strahlend blauen Himmel und der eben noch türkis glitzernde Kratersee ist durch den Nebel nur noch zu erahnen.
Wenige Kilometer vom Lake Quilotoa entfernt machen wir Halt am Cañon del Toachi. Hier bin ich dem Nebel und den tief hängenden Wolken sogar recht dankbar. Denn dadurch entsteht diese ganz besondere, magische Stimmung im Wald und zwischen den Felsen.

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Isla de la Plata

Sumak kawsay: Das gute Leben

Wenn ich an meine Reise nach Puerto Lopez und auf die Isla de la Plata zurückblicke, denke ich zuallererst an Erick und an Allison. Kim und ich sind gerade auf dem Weg von den Anden an die Küste Ecuadors, wo wir einen Tag auf der sogenannten „Poor Man’s Galapagos“, der Isla de la Plata, verbringen wollen, bevor es zurück nach Quito geht.

Um nach Puerto Lopez zu gelangen, wo das Boot zur Isla de la Plata ablegt, wartet eine knapp 11-stündige Busfahrt mit mehreren Umstiegen auf uns. Keine leichte Aufgabe für zwei Reisende, die kaum ein Wort Spanisch sprechen. Mit einem netten Pick-up-Fahrer kommen wir schließlich in Quevedo, einer Stadt 250 Kilometer von Quito entfernt, an. Hier soll es nun weiter nach Puerto Viejo gehen, wo wir dann unsere letzte Etappe nach Puerto Lopez antreten. Und wir haben Glück: In nur 10 Minuten fährt der Bus in Richtung Küste ab. Auf der Suche nach der Haltestelle hüpft ein kleiner Junge um uns herum. Er hat uns bereits am Schalter beobachtet und läuft nun, mit ausgestrecktem Zeigefinger, neben uns her. Die Skeptikerin in mir denkt sofort, er möchte ein paar Cent als Belohnung für seine Hilfe, den planlosen Touristen den Weg zu weisen. Noch heute ärgere ich mich über dieses Misstrauen. Denn Erick, der kleine Junge mit den strahlenden, haselnussbraunen Augen, ist wie die meisten Menschen in Ecuador, einfach nur neugierig auf die Menschen, die von so weit in sein Land gereist sind.

Als wir bei dem Bus nach Puerto Viejo ankommen, bedanke ich mich bei dem jungen Ecuadorianer und will mich verabschieden, doch er steigt zusammen mit einem Mädchen lachend ebenfalls in den Bus, wo die zwei in der Reihe vor uns Platz nehmen. Sie klettern mit den Knien auf die Sitze und schauen uns über ihre Rückenlehnen erwartungsvoll an. Schließlich zaubern sie zwei Lollis hervor und schenken sie uns. „Den Lolli haben sie wahrscheinlich eben erst von ihrer Mama geschenkt bekommen und jetzt geben sie ihn mir“, danke ich, gerührt von so viel kindlicher Großzügigkeit.
Die Busfahrt nach Puerto Viejo vergeht wie im Flug, denn Erick und Allison geben uns, neben viel Herumalbern, einen kleinen Spanisch-Crashkurs. Nach den Lollis werden wir mit Mangos beschenkt. Mit viel Mühe und Not verstehen wir schließlich, dass diese frisch aus ihrem Garten gepflückt sind.

Es ist bereits dunkel , als wir in Puerto Viejo ankommen. Erick, Allison und ihre Mutter Angelica begleiten uns zum Schalter, wo wir die Tickets nach Puerto Lopez kaufen können. Doch wir haben den letzten Bus verpasst. An diesem Abend gibt es keine Möglichkeit an die Küste zu fahren. Was nun? Der nächste Bus fährt erst um zwei Uhr morgens. Bereits um neun legt das Boot zur Isla del Plata ab. Reichlich knapp und Kräfte strapazierend nach solch einer langen Fahrt durch Ecuador, aber wir könnten es noch schaffen. Doch das Bus-Terminal schaut nicht gerade vertrauenerweckend aus, um dort die nächsten Stunden, bis zur Abfahrt, totzuschlagen.
Das sieht auch Angelica so – und so packt sie, neben ihrer Familie, auch noch Kim und mich in das überfüllte Taxi und nimmt uns erst mal mit zu sich nach Hause, wo wir in Ruhe Pläne schmieden können.

Ihr Heim ist für europäische Verhältnisse einfach und bescheiden, hat aber alles was es für ein sumak kawsay (der Begriff gehört zur Weltanschauung der indigenen Völker im Andenraum und bedeutet „gutes Leben“) braucht. Wir verständigen uns vor allem mit Händen und Füßen, da keiner in der Familie Englisch spricht und unser spanisch kaum über ein „Hola“ oder „Qué tal“ hinausgeht. Aber wir verstehen uns dennoch. Angelica gibt uns zu verstehen am Tisch Platz zu nehmen und verteilt Reis mit Hühnchen. Für mich, als Vegetariern gibt es Reis mit Bratensoße. Das Fleisch lasse ich auf Kims Teller wandern.
Später ruft Angelica ein Taxi und wieder sitzen wir umringt von der Familie und unendlich viel Gastfreundschaft in dem Wagen auf dem Weg zum Busbahnhof. Mein Herz wird ein wenig schwer, als ich mich von der Familie, mit der ich nur wenige Stunden verbracht , aber dennoch lieb gewonnen habe, verabschiede.

Nach langer Fahrt kommen wir um fünf Uhr morgens in Puerto Lopez an. In den Hängematten des Vorgartens machen wir ein Nickerchen und warten wir bis die Rezeption öffnet. Währenddessen kuschelt sich die kleine getigerte Katze, die in der Hosteria Cabanas Itapoa wohnt, zu mir. Am nächsten Tag besichtigen wir die Isla de la Plata mit den für die Insel bekannten Boobies. Doch nicht die lustigen Blaufußtölpel oder die malerische Küste verbinde ich mit diesem Abschnitt meiner Lateinamerikareise. Es sind zuallererst Allison und Erick, die einen festen Platz in meinen Erinnerungen eingenommen haben.

Der Lolli, den ich von Erick geschenkt bekommen habe, ist weder weggenascht noch ausgepackt. Er hat seinen Platz auf meinem Schreibtisch. Der Stil ist verbogen, Sandkörner hängen zwischen den Falten des Papiers. Spuren einer weiten Reise. Aber ich mag das Gefühl, das in mir aufkommt, wenn ich zu Hause in der Mainzer Neustadt sitze und ihn betrachte. Ein Empfinden von Wärme, Geborgenheit und Zusammengehörigkeit überkommt mich dann. Und ganz tief in mir habe ich das Gefühl, dass ich die beiden, Erick und Allison, eines Tages wieder treffen werde.

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Ein Brüllaffenbaby im Jaguar Rescue Center in Costa Rica

Tiere retten: Das Jaguar Rescue Center in Costa Rica

Zwei Monate nach dem Tod von Sandro Alviani sitzt sein Hund Baffi noch immer in dessen Jeep und wartet auf sein Herrchen. Er harrt dort aus – bei Tag und bei Nacht. Im Februar 2016 starb der Mitgründer des Jaguar Rescue Centers überraschend. Er hinterlässt ein Lebenswerk, das bis heute in Costa Rica das einzige seiner Art ist.

Unweit von Puerto Viejo, zwischen Cocles und Playa Chiquita liegt das Jaguar Rescue Center. Ein Zentrum zur Rettung, Rehabilitation und Auswilderung von verletzten oder verwaisten Wildtieren. Den Namen hat die Einrichtung von dem Jaguar Baby, das als erstes Tier im Jahr 2008 bei den Gründern Sandro Alviani und seiner Frau Encar Hilfe fand. Die Mutter des Tieres wurde von Bauern umgebracht, weil sie vermuteten die Raubkatze habe zwei ihrer Ziegen getötet. Leider war das Jaguar Baby zu schwach und überlebte nicht. Für Sandro und Encar Alviani aber, war mit diesen Tagen die Idee des Zentrums geboren. Zum Andenken an den Jaguar benannten sie es nach ihm.

„Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation
kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandeln.“

– Mahatma Gandhi

Die Gründe, warum die Tiere ihren Weg in das Center finden sind meist traurig und dramatisch. Oft ist menschliches Verschulden der Auslöser, etwa weil Menschen wilde Tiere, wie Affen oder Ozelote, als Haustiere halten, aber auch durch Jagd, Kollisionen mit Fahrzeugen oder durch den Kontakt mit Stromleitungen. Babyaffen oder -faultiere landen in der Station, weil die Mutter getötet wurde oder das Baby verstößt. Es kommt aber auch vor, dass das Faultierbaby unverletzt von einem Baum fällt und von einem Menschen gefunden wird, noch bevor die Faultiermutter vom Baum zu ihrem Jungen klettern kann. Zudem sind Affen oder Faultiere oftmals Opfer von Hundeattacken, während sie sich über den Boden bewegen. Im Jaguar Rescue Center werden die Tiere mit viel Liebe und Geduld aufgepäppelt und bekommen die nötige medizinische Versorgung.

Durch amüsantere Umstände kam ein Kaiman in das Center. Ein Pärchen fand ihn während der Flitterwochen in Costa Rica in der Dusche ihres Badezimmers. Er wurde lediglich zur Kontrolle in die Hilfsstation gebracht und wird schon bald wieder in Freiheit leben. Oft in dem nahe gelegenen La Ceiba Naturreservat oder in dem Tortuguero Nationalpark. Um den Affen die Auswilderung einfacher zu machen, werden die Tiere jeden Tag in den Wald gebracht, damit sie sich an ihre neue Umgebung gewöhnen können. Knapp die Hälfte der Tiere können nach der Pflege wieder in die Wildnis entlassen werden.

Auf der Facebook und der Instagram Seite des Centers werdet ihr über die Entwicklung der kleinen Schützlinge auf dem laufenden gehalten. Aber Achtung, einige der Fotos und Videos sind nichts für Zartbesaitete. Die Arbeit in der Station ist eben mehr, als Kuscheln mit Babyäffchen, wie unser Tour-Guide erzählt, die eigentlich für drei Monate als ehrenamtliche Helferin nach Costa Rica kam und nach zwei Jahren noch immer hier ist. Die Arbeit ist verbunden mit einem Wechselbad der Gefühle, denn die Schicksale der Tiere erlebt man hier hautnah. Hier wird jeden Tag gelacht aber auch gebangt, gehofft und geweint.

Das Jaguar Rescue Center ist eine gemeinnützige Organisation und finanziert sich durch die angebotenen Touren und Spenden. Fast alle Mitarbeiter leisten als Ehrenamtliche Hilfe. Ihr habt auch Lust die großartige Arbeit zu unterstützen oder vielleicht sogar selbst ein paar Wochen oder Monate in Costa Rica aktiv mitzumachen. Auf der Webseite des Jaguar Rescue Centers findet ihr alle Informationen, wie ihr helfen könnt.

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Ein Sommer in Rom – oder: Wie alles begann (Gewinnspiel)

Wir schreiben das Jahr 2012. Nach meinem Studienabschluss in Ethnologie und Philosophie erfüllte ich mir einen lang gehegten Traum: Ich mietete mir ein Apartment in einer der Seitenstraßen des Campo dei Fiori und buchte einen One-Way Flug nach Rom. Der Beginn eines ganz besonderen Sommers – und meines Reiseblogs.
Auch nach meiner Zeit in Rom packt mich das Fernweh immer aufs Neue und ich verbringe so oft es geht meine Zeit damit, neue Orte, Menschen und Kulturen kennenzulernen. Niemals werde ich müde sein, mich auf die Suche nach neuen Abenteuern und Geschichten zu begeben und mich von der Schönheit unseres Planeten faszinieren zu lassen.

Heute vor genau fünf Jahren ging mein erster Blogbeitrag online. Mein erstes, kleines Jubiläum möchte ich zum Anlass nehmen, mich bei einigen Menschen zu bedanken, die mich in den vergangenen Jahren unterstützt haben: Danke an meine liebe Mama, die sich die Zeit nimmt, meine Texte zu redigieren. Ein ganz besonderes Dankeschön geht auch an René, meinen IT-Experten, der mir jederzeit bei kleineren und größeren Problemen kompetent und zuverlässig zur Seite steht. Außerdem elementar wichtig geworden sind Anne und Tino, meine Finanzmenschen des Vertrauens, auch die sind wichtig, wenn man von seiner Arbeit als Freiberuflerin leben will. Es mag abgedroschen klingen, doch so ist es nun mal: Ohne euch wäre mein Blog ein anderer.

Es gibt Momente da frage ich mich, wen interessiert es eigentlich, was ich hier in der grenzenlosen Welt des Internets so anstelle? Doch dann kommt ihr, meine lieben Leser, und mit jedem Kommentar unter meinen Beiträgen, jedem Like auf Facebook und jedem Herzchen auf Instagram nehmt ihr mir diese Bedenken. Ich freue mich über jedes noch so kleine Zeichen von euch, dass euch gefällt was ich tue. Also DANKE sowohl an die fleißigen Kommentatoren als auch an die stillen Leser unter euch.

Bevor ich aber mit einem Glas Sekt auf euch anstoße, gibt’s noch etwas zu Gewinnen. Und zwar einen von diesen tollen Reiseführern vom Polyglott Verlag.

Mit „Rom zu Fuß entdecken“ könnt ihr auf 30 Touren meine persönliche Lieblingsstadt entdecken. Autorin Renate Nöldeke zeigt euch die ewige Stadt mit all ihren Facetten und ihren verborgenen Winkeln. Jeder Spaziergang ist auf einer detaillierten Karte eingezeichnet und führt euch so ganz einfach durch die Stadt. Mir gefallen besonders die „Mal-Pause-machen“-Empfehlungen, also Tipps wo sich eine kleine Auszeit während den Touren besonders lohnt. Denn was wäre eine Reise nach Rom ohne mal die Seele baumeln zu lassen und das süße Nichtstun?
Ganz entspannt reist ihr mit „Polyglott on Tour“ nach Portugal. 16 Touren und eine Faltkarte helfen bei der individuellen Planung. Dazu gibt es Informationen zu Sehenswürdigkeiten, Unterkünften, Kultur, Shopping, Essen und Trinken. Empfehlenswert sind zudem die vielfältigen Hinweise der Rubrik „50 Dinge“. In diesem Kapitel erfahrt ihr, was ihr in Portugal erleben, probieren, mit nach Hause nehmen oder lieber bleiben lassen solltet.

Um an der Verlosung teilzunehmen, könnt ihr bis zum 15. April einen Kommentar unter diesem Beitrag hinterlassen, indem ihr mir verratet, welchen der beiden Reiseführer ihr gerne hättet.

Teilnahmebedingungen

Teilnehmen könnt ihr, wenn ihr aus Deutschland und über 18 Jahre alt seid. Die Gewinner werden ausgelost und im Anschluss per Mail kontaktiert (dazu gebt bitte eure Mailadresse im vorgesehenen Fentser an). Die Gewinne können nicht in bar ausgezahlt werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Vielen Dank an den Polyglott Verlag, der mir die Gewinne zur Verfügung gestellt hat.

Panama Stadt

Oh, wie schön ist Panama Stadt

Eigentlich wollte ich, ganz unaufgeregt, im Februar auf Mallorca wandern gehen. Dem Frühlingserwachen auf der Baleareninsel zusehen, das Mandelblütenmeer genießen und auf abgeschiedenen Küstenpfaden spazieren. Das war die Idee. Doch dann kam alles ganz anders. Denn die Pläne meiner Reisebegleitung Kim gingen in eine etwas andere Richtung. Und so kam es, dass wir Flüge nach Südamerika statt nach La Palma buchten und Mallorca noch etwas auf mich warten muss.

Panama Stadt. Hier beginnt und endet unsere Reise nach Lateinamerika. Besonders die Altstadt der Metropole hat es mir angetan. Das historische Viertel Casco Viejo mit seinen hübschen Kolonialhäusern mit den bunten Türen und den mit Blumen gerankten Balkonen sind der pure Genuss, insbesondere für jemanden, der gerade aus dem grauen Winter in Deutschland hierher geflohen ist. Hier in Casco Viejo lässt es sich wunderbar essen und trinken oder aber einfach nur gemütlich über das Kopfsteinpflaster flanieren.
Unweit der Altstadt ist der Fischer-Hafen von Panama Stadt. Hier beobachte ich eine Weile wie die Waren verladen werden und die Fischer von ihrer Fahrt aufs Meer zurück kommen, auf ihren Booten sitzend, die vom Sturm und Rost gezeichnet sind. Wenn sie sprechen könnten, sie wüssten bestimmt so manche spannende Geschichte von hoher See zu erzählen.
Ein Pelikan, der es sich mit seinen Artgenossen auf dem Bug eines Bootes gemütlich gemacht hat, hebt die Flügel und gleitet mit einem Schlag übers Wasser. Immer höher werdend, bis er vor der Skyline davon zieht und nach einer kleinen Weile am Horizont verschwindet.

Tradition und Moderne, Luxus und Armut. Verfallene Häuser, die an eine weit entfernte glanzvolle Zeit erinnern, neben Wolkenkratzern für die High Society. Panama Stadt erlebe ich als einen Ort voller Gegensätze. Und dann ist da natürlich noch der Kanal. Die wirtschaftliche Lebensader des Landes, die, statt reichen Aktionären, den Menschen Panamas gehört. Im Besucherzentrum an den Miraflores Schleusen können wir aus nächster Nähe sehen, wie sich der Wasserspiegel senkt und hebt und sich die riesigen Schleusen dem Frachter öffnen. Über eine Millionen Besucher kommen jedes Jahr hier her, um sich die Wasserstraße anzusehen, die auf 82 Kilometern den Pazifik mit dem Atlantik verbindet.

An unserem letzten Abend begeben wir uns nochmal in die panamaische Welt des Glamours und des Überflußes. Wohlgemerkt mehr versehentlich als mit Absicht. Eigentlich wollen wir uns, nach einer 10-stündigen Busfahrt aus Bocas del Toro, nur nochmal kurz im Rooftop Pool des Hotels abkühlen. Eigentlich. Als sich die Tür des Fahrstuhls im obersten Stockwerk des Hotels öffnet, bleibt mir kurz das Herz stehen und ich bin heilfroh, dass ich doch noch in Tanktop und Shorts geschlüpft bin, als nur im Bikini auf die Dachterrasse unseres Hotels zu gehen. Denn hier über den Dächern von Casco Viejo sitzt die feine Gesellschaft der Stadt bei Aperitif und Amuse-Gueule und genießt den sagenhaften Blick auf die Skyline. Auch wir erfreuen uns der Aussicht bei einem Drink, obwohl unsere Outfits nicht wirklich in das Ambiente hineinpassen.

 

Übernachten in Panama Stadt



Im charmantem Industriedesign mit toller Altstadtlage und Rooftop Pool: Hotel Casa Panama. Doppelzimmer ab 69 Euro.

Essen in Panama Stadt



Eine kleine Pause in den schön gestalteten Räumlichkeiten des American Trade Hotels lohnt sich.
Sehr empfehlenswert ist auch die Eisdiele Crema y Nata am Plaza Tomás Herrera. Die Zahl der Bällchen besser mit Bedacht wählen. Die Kugeln sind sehr groß.

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Mainzer Sand

Die Melodie des Windes

Manchmal wünscht man sich, die Zeit würde stillstehen. Nur für eine Weile, weil alles gerade so vollkommen scheint. Der perfekte Ort, das perfekte Licht, der perfekte Moment. Die Strahlen der Wintersonne auf den rosigen Wangen spüren, dem Wind lauschen, den Augenblick auf der Zunge zergehen lassen.
Nirgendwo kann ich so viel Inspiration aufsaugen wie in der Natur, mit ihren kleinen und großen Wundern. Raus gehen, erkennen, wie sich die Natur von ihrer eisigen, aber auch einzigartigen Seite zeigt, die Gedanken ruhen lassen, zufriedener zurückkommen.

Urlaubsgefühle in der Heimat ruft ein langer Spaziergang am Mainzer Sand in mir hervor. Hier gibt es eine Pflanzenwelt zu bestaunen, die einzigartig in Mitteleuropa ist. Ein Relikt der nacheiszeitlichen Steppenlandschaften, die weite Teile Mitteleuropas vor 9.000 Jahren bedeckten.
Märchenhafte Waldabschnitte, baumlose Graslandschaften, dazwischen kleine sich schlängelnde Sandwege. Erinnerung an die Küste Kaliforniens und an die Serengeti werden wach und wecken Sehnsüchte nach neuen Reiseabenteuern.

Die Abendsonne präsentiert ihre facettenreichen Lichtspiele und beim Lauschen des Windes denke ich mir, obwohl ich so oft von einem Neuanfang an einem anderen Ort träume, einem kleinen Haus in der Toskana mit Klappläden an den Fenstern und Zitronenbaum im Vorgarten oder von einer Stadtwohnung in Lissabon mit Blick auf den Tejo, ist mein Mainz vielleicht doch genug. Für mich. Für jetzt. Für immer.

Weiterführende Informationen:
Mainzer Sand: Offizielle Webseite

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Meininger Hotel Downtown Franz in Wien

Hoteltipp: MEININGER Hotel „Downtown Franz“ in Wien

Nur mal eben schnell aus dem Pyjama, hinein in die Jeans schlüpfen und gemütlich in den Frühstücksraum schlurfen. Dieser kleine aber feine Luxus ist einer der Hauptgründe, warum ich so gerne in Hotels übernachte. Denn dort wartet, ohne selbst einen Finger gerührt zu haben, ein reichhaltiges Buffet mit allem, was das morgendliche Herz sich wünscht. Kaffee und Tee, Müsli und Joghurt, frisches Obst, Vollkornbrot und Brötchen, Käse, Marmelade und Nussnougatcreme.
Eine liebevoll arrangierte Auswahl erwartet meine Begleitung und mich, während unseres Wochenendtrips in Wien, in dem MEININGER Hotel „Downtown Franz“.

Gleich drei Hotels führt die Hotelkette MEININGER in der österreichischen Hauptstadt. Das 3 Sterne Standard Hotel am Wiener Hauptbahnhof ist ideal für Schulgruppen- und Klassenreisende, sowie Businessgäste, Backpacker oder Familien. Die beiden Hotels „Sissi und Franz“ punkten mit ihrer zentralen Lage. Die Wiener City ist von hier aus bequem fußläufig zu erreichen. Zum Stephansdom sind es 1,8 Kilometer und auch der Prater ist mit 2,1 Kilometern gut zu erreichen.
Besonders gut gefällt mir das cleane Interiour, gepaart mit der humoristischen Umsetzung des Themas „Franz und Sissi“.

Unser Zimmer ist im 6. Stock, den wir bequem mit dem Fahrstuhl erreichen. Trotz der Größe des Hotels mit seinen 131 Zimmern, ist es erstaunlich ruhig. In der Nacht hören wir nicht einen Laut. Hier in unserem Reich finden wir alles was wir brauchen, um uns nach einer langen Zugfahrt einen gemütlichen Abend zu machen. Gemütliches Bett, Garderobe, Schreibtisch, eine Couch, die als Bett für eine dritte Person umfunktioniert werden kann und ein angrenzendes Bad.

Das hier so verschiedene Menschen aus ebenso verschiedenen Gründen, wie Arbeit, Schule und Urlaub zusammentreffen, lässt in den Gemeinschaftsräumen eine angenehme Wohlfühlatmosphäre entstehen.
Abends werden die Tische, auf denen am Morgen das Frühstücksbuffet hergerichtet wird, abgebaut. An deren Stelle stehen dann Tischfußball und Billardtisch. Die angrenzende Lounge und Bar laden dazu ein, sich nach einem Tag in der Stadt noch einen Drink zu genehmigen. Wer ein paar Euro sparen möchte, kann sich sogar in einer Gästeküche selbst versorgen.

Im „Downtown Franz“ vereint sich freundlicher Service, Komfort und mit einer entspannten Atmosphäre zu einem günstigen Preis.
Das erkannten auch schon andere – und so wurde die Hotelkette bereits von Stiftung Warentest, Treugast und dem Deutschen Institut für Service-Qualität ausgezeichnet.

Übrigens hat MEININGER auch Hotels in anderen europäischen Städten, wie Amsterdam, Berlin, Brüssel, London und Salzburg.

Diese Reise wurde gesponsert von MEININGER Hotels. Vielen Dank für die Einladung ins wunderschöne Wien!

Wien

Ein kulinarischer Spaziergang durch Wien

Unsere Reise nach Wien beginnt mühselig. „Zug fällt aus“ stand in der Minute auf der Anzeige am Frankfurter Hauptbahnhof, in der der ICE Richtung Südost eigentlich eintreffen soll. Entnervtes Augenrollen und entsetztes Stöhnen um mich herum. Ich überlege, ob wir noch schnell in den Zug nach München springen sollen, um unserem Ziel wenigstens ein gutes Stück näher zu kommen, entschließe mich dann aber doch erst einmal abzuwarten. Und siehe da, die Bahn hat schon eine Lösung parat und schickt die Reisenden erst mal nach Hanau, wo dann der ICE wie vorgesehen, die Strecke nach Österreich fortsetzt.
Um kurz vor 10 Uhr Abends kommen wir schließlich am Wiener Hauptbahnhof an und fallen, nach einer unterhaltsamen Taxifahrt, in der wir schon mal eine kleine Stadtführung bekommen, gleich in unser Hotelbett.

Am nächsten Morgen laufen wir vom Donaukanal Richtung Innenstadt und nehmen ein paar Stationen mit der U-Bahn, um zum Museumsquartier zu kommen. Dort schlendern wir eine Weile die Mariahilfer Straße entlang, vorbei an den vielen Geschäften. Mit kalten Händen und glühenden Wangen – das Thermometer steht knapp unter Null Grad – lassen wir uns bei einer heißen Schokolade, auf der großen Couch des Dschungel Cafés nieder. In dem kinderfreundlichen Café, das ihr im Hof des Museums Quartiers findet, lässt es sich wunderbar Brunchen. Besondere Sorgfalt wird hier auf biologische Produkte gelegt.
Übrigens: Wer sich in Wien Kunstausstellungen ansehen möchte, sollte sich den jeweils 1. Sonntag des Monats vormerken. Denn dann ist der Eintritt in die Wiener Museen frei.

Wir lassen uns weiter durch die Straßen treiben, die langsam ein großes Stadtbild für uns ergeben. Als uns ein Wetterumschwung überrascht und aus dem leichten Nieseln ein unangenehmer Schneeregen wird, zieht es uns wieder ins Trockene. Glücklicherweise stehen wir in diesem Moment genau vor der Schrankgasse am Spittelberg. Ein paar Tage vor unserer Fahrt in die österreichische Hauptstadt, hatten mir die beiden Wiener Romeo und Kathi von Sommertage das Tian Bistro empfohlen, das nun nur wenige Meter entfernt ist. Bei göttlich schmeckender Kaspressknödelsuppe und leckerem Flammkuchen wärmen wir uns wieder auf.

Der Schneeregen hat nachgelassen und so wagen wir uns wieder unter freien Himmel. Was wir während unserer Reise nach Wien unbedingt noch sehen wollen, ist das Hundertwasserhaus. Da es etwas abseits der Altstadt liegt, nehmen wir die Straßenbahn zum Stadtpark und fragen uns, mit mäßigem Erfolg, bei ein paar Passanten durch.
Wieder beginnt es zu regnen und wir hätten fast schon aufgegeben und den Weg zurück in die Altstadt eingeschlagen, da stehen wir plötzlich davor, vor der ungewöhnlichen und farbenfrohen Fassade. Und wir fragen uns, wer wohl die Menschen sind, die das Glück haben an solch einem von Kreativität strotzenden Ort zu leben?

Was darf bei einem Trip nach Wien auf keinen Fall fehlen? Richtig: Ein großes Stück Sachertorte genießen. Das genehmigen wir uns im Café Landtmann. Wo wir auch gleich noch ein paar Stücke für unsere Lieben zu Hause einpacken lassen.

Weiterführende Links:
vivent.at: Gratis ins Museum
Sommertage: Wien für wenig Geld
Itchy Feet: Hoteltipp: MEININGER Hotel „Downtown Franz“ in Wien

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azoren travelogue

Reiseblogger verraten ihre Tipps für die Azoren

In diesem Jahr geht’s für mich zum ersten Mal auf die Azoren. Wandern, Wale beobachten und baden in heißen Quellen stehen auf dem Programm. Ich habe mich unter meinen Blogger-Kollegen umgehört, was ich außerdem auf keinen Fall verpassen darf. Und hier sind die Tipps, die ich bekommen habe.
Vielen Dank, an alle Blogger fürs Mitmachen und allen Lesern nun viel Spaß – auf euch wartet ein kleines Feuerwerk an Inspiration für die nächste Reise nach Sao Miguel und Co.

Anna und Vanessa von the travelogue

Zu welcher Jahreszeit warst du auf den Azoren und auf welchen Inseln warst du unterwegs?

Wir waren im Mai auf Sao Miguel. Da wir nicht so lange Zeit hatten, wollten wir uns lieber erst mal eine Insel anschauen. Denn eine Woche braucht man schon, um diese wunderschöne Insel zu erkunden, vor allem ohne das es in Stress ausartet.

Was gefällt die auf den Azoren besonders?

Die Natur!!! Einfach atemberaubend schön. Alles ist so grün, die Hortensien blühen an jeder Ecke. (mehr dazu auf unserem Blog, da gibt es auch ganz viele Bilder von der wahnsinnigen Natur!)

azoren the travelogue

Foto: the travelogue

azoren the travelogue

Foto: the travelogue

Was war dein persönliches Highlight auf den Azoren?

Definitiv der Aussichtspunkt am Lagoa do Canario! Eine wahnsinns Aussicht! Nichts für Leute die Höhenangst haben, aber dort sollte jeder mal gewesen sein. Etwas versteckt und nicht so einfach zu finden, aber ein Spaziergang am dortigen See und dem Aussichtspunkt lohnt sich auf jeden Fall.

Mit welchen Transportmitteln hast du dich fortbewegt?

Mit dem Mietwagen. Ein kleiner Tipp von mir: nicht den kleinsten Mietwagen nehmen. Manchmal ist es doch sehr steil und das war mit einem kleinen Renault doch manchmal sehr abenteuerlich.

Kannst du eine Unterkunft besonders empfehlen?

Wir haben die ganze Woche im Azorean Urban Lodge in Ponta Delgada übernachtet. Ein super süßes kleines Hostel mit tollen Besitzern. Die waren super hilfsbereit! Jedes Zimmer hatte ein eigenes Bad und die Zimmer waren super niedlich eingerichtet. Einen Pool mit toller Terrasse gab es auch. Bilder dazu auch auf dem Blog.

Gibt es etwas, dass du bei deiner nächsten Reise auf die Azoren anders machen würdest?
Mehr Zeit mitbringen und weitere Inseln erkunden und eben einen größeren Mietwagen. Sonst war alles super!

Tanja von Vielweib on Tour

Zu welcher Jahreszeit warst du auf den Azoren und auf welchen Inseln warst du unterwegs?

Ende September, kurz bevor alle Hotels schließen, hoben wir noch einmal ab Richtung Sonne. Das Wetter war perfekt: Nicht zu heiß und nicht zu kalt oder regnerisch. Wir hatten für unseren Azoren Urlaub leider nur eine Woche Zeit, sind daher auf der Hauptinsel São Miguel geblieben. Das sollte uns als erste Stippvisite reichen und wir sind nicht enttäuscht worden – im Gegenteil, die Liebe zu den Azoren wurde geweckt und die Sehnsucht unbedingt noch einmal wieder zu kommen.

Azoren Vielweib on Tour

Foto: Vielweib on Tour

Was gefällt dir auf den Azoren besonders?

Wo fange ich an, wo höre ich auf? Die Azoren sind ein besonderes Fleckchen Erde. Fast an jeder Ecke erwarten einen neue spektakuläre Dinge. Die Natur ist beeindruckend. Es gibt traumhafte Strände, meterhohe Farne und Pflanzen, dass man meint, man sei in einem Urlaub. Wiederum an anderen Ecken klingen Kuhglocken, dass man meint, man wäre in die Schweiz gereist. Darüber hinaus finden sich auf der Hauptinsel Europas einzige Teeplantagen, wunderschöne Hortensienbäume, heiße Quellen und atemberaubende Geysire. Und all das entdeckt man nicht im Touristenrausch, sondern sehr individuell gepaart mit einer besonderen Gemütlichkeit und Freundlichkeit der Azorianer.

Was war dein persönliches Highlight auf den Azoren?

Eigentlich bin ich die ganze Woche mit staunenden Blick über die Insel gelaufen. An der Delphinfahrt konnte ich leider nicht teilnehmen, da ich mir auf der Insel zwei Finger gebrochen hatte und ein Festhalten auf dem Boot nicht ganz gelungen wäre. Ich kann mich nicht für ein Highlight entscheiden. Die Teatime mit dem Plantagenbesitzer Cha Gorreana war nicht nur nett, sondern gab mir ganz besondere Einblicke in das Leben der Einheimischen. Faszinierend war das Bad in den heißen Quellen von Caldeira Velha und immer wieder die Ausblicke. Alle paar Meter haben die Bewohner von São Miguel kostenfreie Picknickplätze für jedermann eingerichtet. Nicht nur, dass es (wie überall auf der Insel) penibel sauber war, hier haben wir stets angehalten, den Ausblick genossen und die Seele baumeln lassen.

Azoren Vielweib on Tour

Foto: Vielweib on Tour

Mit welchen Transportmitteln hast du dich fortbewegt?

Ein Auto zu mieten ist Pflicht, wenn man São Miguel erkunden möchte. Wer gut zu Fuß ist, kann sicher auch alles erwandern, aber dazu muss man schon sehr fit sein

Kannst du eine Unterkunft besonders empfehlen?

Wir hatten damals ein 4 Sterne Hotel im Süden gewählt, welches zur späten Saison noch auf hatte und zwei Einzelzimmer anbot. Letzteres ist nämlich selten der Fall auf São Miguel. Das war ein klassischer Hotelurlaub, nicht schlecht, nicht besonders schön – auch wenn Bettenburgen auf São Miguel nicht vorkommen und unsere Lage einsam war. Bei meiner nächsten Reise würde ich allerdings ein kleines Kloster oder eine ursprüngliche alte Pension buchen. Davon soll es auf der Insel viele geben und wir haben schöne auch auf der Insel entdecken können.

Gibt es etwas, dass du bei deiner nächsten Reise auf die Azoren anders machen würdest?

Wie beschrieben würde ich mir eine andere Bleibe suchen. Dann natürlich nicht die Finger brechen, die Delphinfahrt mitmachen und auf jeden Fall ein Inselhopping mit mehr Zeit einplanen.

Michaela und Kathrin von Weltspuren

In welcher Jahreszeit warst du auf den Azoren und auf welchen Inseln warst du unterwegs?

Wir waren im Sommer 2011, im Juli, auf den Azoren. Vier der neun Inseln haben wir besucht, und zwar Terceira, Flores, São Miguel und Pico.

Was gefällt dir auf den Azoren besonders?

Die Inseln sind nicht von Touristen überlaufen. Die Landschaft ist schön, besonders gut kann ich mich an die Rhododendron-Blüte auf Flores erinnern. Oft hat uns beim Wandern ein toller Blick auf das Meer begleitet.

Azoren Weltspuren

Foto: Weltspuren

Was war dein persönliches Highlight auf den Azoren?

Von den vier Inseln, die wir besucht haben, fand ich Flores am schönsten. Besonders toll war dort die Wanderung von Ponta Delgada nach Fajã Grande. Blühendende Rhododendren und ein wunderbarer Ausblick auf das Meer waren unsere ständigen Wegbegleiter. Auch die Bootsfahrt vor der Küste Flores war super: Wir haben tolle Höhlen, schöne Wasserfälle und bizarre Felsformationen gesehen.

Super hat mir auch der Ausflug nach Corvo gefallen. Auf der Überfahrt hat uns ein Rudel wildlebender Delphine begleitet; der Caldeirão do Corvo, ein Vulkankrater mit zwei Seen, war ebenso beeindruckend.

Azoren Weltspuren

Foto: Weltspuren

Mit welchen Transportmitteln hast du dich fortbewegt?

Wir sind mit Kleinflugzeugen von Insel zu Insel geflogen. Unser Urlaub auf den Azoren war ein Wanderurlaub, also waren wir viel auf Schusters Rappen unterwegs. Manchmal haben wir ein Taxi genommen, um zum Ausgangspunkt der Wanderungen zu gelangen und haben uns am Ende der Wanderung wieder abholen lassen. Selten sind wir mit dem Bus gefahren (vor allem auf São Miguel). Ein Autostopp war auch dabei.

Kannst du eine Unterkunft besonders empfehlen?

Die meisten Hotels waren insgesamt in Ordnung, aber nichts Besonderes.  Das INATEL Flores war klasse, am Meer gelegen, mit elegant-gemütlicher Einrichtung und einem sehr guten Hotelrestaurant.

Gibt es etwas, das du bei deiner nächsten Reise auf die Azoren anders machen würdest?

Wir waren insgesamt 14 Tage auf den Inseln unterwegs und waren uns nach der Reise einig, dass wir noch mehr Inseln hätten besuchen sollen. Manche Inseln sind sehr klein, da reichen 1-2 Tage pro Insel. Obwohl wir viel gewandert sind, würden wir bei einer nächsten Reise noch mehr wandern.

Nicole von Unterwegs & Daheim

Zu welcher Jahreszeit warst du auf den Azoren unterwegs?

Ich war Anfang Mai dort. Da das Klima auf den Azoren aber ganzjährig konstant und mild ist, eignen sich die Azoren als Reiseziel das ganze Jahr über. Ich bin auf Terceira – der drittgrößten Azoreninsel geflogen und von dort nach Sao Miguel – der touristisch beliebtesten Insel auf den Azoren.

Was gefällt dir auf den Azoren besonders gut?

Die Azoren verzaubern durch ihre unbeschreiblich schöne Natur und Landschaft. Steile Felsklippen, unterirdische Höhlen, heiße Quellen, grüne Täler, blaue Seen und die abgeschiedene Ruhe von Inseln mitten im Atlantik verleihen den Azoren ihren eigenen Charme. Wer die Natur liebt und gerne wandert, wird auf den Azoren ein Paradies finden.

Azoren Unterwegs & Daheim

Foto: Unterwegs & Daheim

Was war dein persönliches Highlight auf den Azoren?

Ich fand den Terra Nostra Park auf Sao Miguel sehr schön. Dieser Landschaftspark zählt sicherlich zu einem der schönsten der Welt. Eine grüne Oase mit vielen Bäumen, Teichen und Seen, einfach wunderschön angelegt und super zum Relaxen. Im Terra Nostra Park gibt es auch heiße Quellen, in denen man baden kann. Auch ein Hotel und ein Restaurant in dem es die typische schwefelhaltige Küche gibt, sind hier besonders empfehlenswert. Wenn man auf den Azoren ist, sollte man hier auf alle Fälle vorbei kommen.

Azoren Unterwegs & Daheim

Foto: Unterwegs & Daheim

Mit welchen Transportmitteln hast du dich fortbewegt?

Ich bin mit dem Jungfernflug von airberlin von Düsseldorf nach Terceira geflogen. Von Terceira mit einer kleinen Maschine der TAP Portugal oder SATA – das sind einheimische Fluggesellschaften, mit denen man von Insel zu Insel fliegen kann. Auf den Inseln haben wir uns eigentlich immer im Minibus bewegt, da wir als Kleingruppe unterwegs waren.

Kannst du eine Unterkunft besonders empfehlen?

In Terceira waren wir im Terceira Mar Hotel. Das 5-Sterne Hotel liegt am Fuße des Monte Brasil und bietet eine einzigartige Aussicht auf das Meer und den Hausberg von Terceira.

Gibt es etwas, das du bei deiner nächsten Reise anders machen würdest?

Ja, ich würde definitiv länger bleiben und mehr Zeit mitbringen, um die Natur auf mich wirken zu lassen, wandern zu gehen und Wale zu beobachten – das war leider in nur fünf Tagen, die ich auf den beiden Inseln verbrachte, nicht möglich.

Eva von Hidden Gem

Zu welcher Jahreszeit warst du auf den Azoren und auf welchen Inseln warst du unterwegs?

Wir sind an die Schulferien gebunden und waren daher im Juli auf den Azoren. Zur Hochsaison. Dennoch war es erstaunlich entspannt. Jedem, dem es wie uns geht, dem Südeuropa im Sommer grundsätzlich zu voll ist, sollte die Azoren in Betracht ziehen, um nicht um die halbe Welt reisen zu müssen und trotzdem noch etwas Gemächlichkeit abseits des Trubels zu finden.

Wir waren 9 Tage auf São Miguel. Ein guter Zeitrahmen für zahlreiche Entdeckungen aber auch 1-2 faulen Strandtagen.

Was gefällt dir auf den Azoren besonders?

Ich kenne nur São Miguel. Fakt ist jedoch, mich hat diese Azoreninsel bereits mitten ins Herz getroffen.

Ich hatte nur nebulöse Vorstellungen, was mich dort erwarten würde. Unter Portugiesen sind die Inseln sogar als eher langweilig verpönt und ansonsten bisher vermehrt vom Wandervolk und selbst ernannten Meeresbiologen aufgesucht.

Ich bin nichts dergleichen und mich hat es von den Socken gehauen. Die Natur ist beeindruckend und so grün – eine Mischung aus Irland, Neuseeland und Hawaii. Es gibt Steilküsten, azurblaue Kraterseen, heiße Quellen, schwarze Lavastrände, die perfekte Surfwelle, Felsenpools, ideale Tauch- und Walbeobachtungsbedingungen, ganze Alleen aus Hortensienbüschen mit fußballgroßen Blüten und in der Inselhauptstadt Ponta Delgada das wohl beste vegetarische Restaurant Portugals. Mhm!

Was war dein persönliches Highlight auf den Azoren?

Für mich war Sao Miguel ein Gesamterlebnis, mit dem ich so nicht gerechnet und mich sehr begeistert hat. Es gab für mich rein gar nichts zu meckern. Die Insel war an sich ein einziges Highlight.

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Foto: Hidden Gem

Mit welchen Transportmitteln hast du dich fortbewegt?

Wir hatten einen Mietwagen und das ist auch ganz klar meine Empfehlung. Es verkehren Linienbusse auf der Insel, die recht preiswert sind. Ich habe das System auf die Schnelle und mangels Relevanz für uns allerdings nicht durchschaut.

Entlegenere Orte, Strände und Ziele im Inselinneren sind mit Bussen jedoch nur schlecht, oder gar nicht zu erreichen.

Kannst du eine Unterkunft besonders empfehlen?

Definitiv. Wir haben in einem damals brandneuen Knaller-Eco-Beach-Resort gewohnt. Am besten Strand der Insel. Es war perfekt, aber trotz Eröffnungsangebot kein Schnäppchen.

Gibt es etwas, das du bei deiner nächsten Reise auf die Azoren anders machen würdest?

Unbedingt noch ein paar der anderen Inseln besuchen und die Reisezeit besser auf die Walsaison abstimmen. Ich hätte gerne ein paar der Meeressäuger zu Gesicht bekommen.

Titelbild: the travelogue

 

Massa Marittima

Warum ihr im Winter in die Toskana reisen solltet

Im Frühling locken die Berge zu Wanderungen mit Panoramablick, im Sommer die Küste mit ihren weißen Sandstränden. Doch auch im Winter hat die Toskana einiges zu bieten. Aktivurlaubern stehen über 90 Pisten zum Skifahren zur Verfügung. Gleich im Anschluss laden wohlige Thermalquellen zum Freibad ein.

Mit Temperaturen zwischen 7 und 15 Grad ist der Winter in Mittel-Italien deutlich milder als bei uns in Deutschland und an besonders sonnenverwöhnten Tagen gibt der Frühling einen ersten Vorgeschmack. Die Orangenbäume tragen bereits Früchte und der Mandelbaum öffnet langsam seine Knospen. Auch die so typische Toskanalandschaft weiß in der kühlen Jahreszeit zu verzaubern. Die Hügel wirken noch grüner, der Nebel schwebt sanft über den Tälern und die Dämmerung verwöhnt uns mit einem magischen Farbenspiel.

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Neben den Stränden werdet ihr im Winter, mit großer Wahrscheinlichkeit, auch die Einheimischen ganz für euch allein haben. Die Touristenströme sind verschwunden und all jene Italiener, die im Sommer vor den Urlaubern in die Ferien flüchten, sitzen in den Wintermonaten neben euch in der Bar, anstelle der sonst meist deutschen, schweizer oder niederländischen Touristen.
Sollten die frühlingshaften Temperaturen noch etwas auf sich warten lassen und die Toskana zeigt ihre regnerische Seite, bieten sich Ausflüge in die Kunststädte an. Sogar am Wochenende kann man im Winter in Ruhe Museen besuchen, ohne lästiges Schlange stehen.
Plant ihr eure Reise nach Silvester, so solltet ihr euch den 7. Januar vormerken. Denn ab diesem Datum startet der große Winterschlussverkauf in Italien und es winken saftige Rabatte.

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Ob Hotel, Airbnb oder Bed & Breakfast, die Preise für Unterkünfte sind im Gegensatz zu den Ferienzeiten unschlagbar günstig. Dabei spielt es keine Rolle, ob ihr in größeren Städten oder in ländlichen Gebieten, wie zum Beispiel in Agriturismen übernachten wollt. Unter Agriturismo bzw. Agritourismus versteht man Urlaub auf italienischen Landgütern und Bauernhöfen, der oft verbunden mit Ökotourismus und Biotourismus ist.

Wenn ihr durch die kleinen Gassen schlendert und euch die winterliche Toskanasonne erste Vorboten des Frühlings sendet, wird es sicher nicht lange dauern, bis es euch nach dem letzten bzw. ersten Eis des Jahres gelüstet. In kleineren Orten könnte die Suche nach einer geöffneten Gelateria allerdings enttäuschend verlaufen. Auch die mit dem zum „besten Gelato der Welt“ gekrönte Eisdiele von Sergio Dondoli an der Piazza della Cisterna in dem Bilderbuchstädtchen San Gimignano schließt im Winter ihre Pforten. Als Entschädigung verführt leckerer Panettone, der italienische Weihnachtskuchen, aber ebenfalls zum Naschen.

Weiterführende Links:
Skifahren in der Toskana: das Skigebiet des Monte Amiata
Die Thermen und Thermalkuren in der Toskana
Weihnachtsmärkte in der Toskana

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