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Reisetipps: Bocas del Toro

Nur einen Katzensprung von Costa Rica entfernt liegt ein kleines Paradies, namens Bocas del Toro. Nicht nur sechs Inseln gehören zu der Provinz im Nordwesten Panamas. Das Archipel umfasst auch ein Stück Festland. Das Surferparadies im karibischen Meer ist bekannt für sein reges Nachleben. Für ruhige Familienurlaube ist die Inselkette, meiner Meinung nach, weniger geeignet.

Individualtouristen und Backpacker schätzen an Bocas del Toro die große Auswahl an Aktivitäten, die man hier unternehmen kann. Ob Aktivurlaub mit tauchen, schnorcheln, surfen, Natur- und Tierwelt erleben oder entspanntem Badeurlaub. Die Möglichkeiten sind in Bocas del Toro besonders vielfältig. Was ihr wissen müsst, bevor ihr euch auf den Weg auf die Inseln macht, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Beste Reisezeit

Trotz unterschiedlicher Höhenlagen herrscht in nahezu allen Regionen Panamas ein tropisches Klima. Klassische Jahreszeiten, wie wir sie kennen gibt es nicht. Man unterscheidet zwischen Trockenzeit, die in der Regel von Dezember bis April andauert, und der Regenzeit von Mai bis November. In der Regenzeit kommt es nicht nur zu erhöhten Niederschlägen, sie bringt auch eine hohe Luftfeuchtigkeit und Schwüle mit sich. Optimales Reiseklima findet ihr in Panama von Januar bis März vor. Die Jahresdurchschnittstemperatur in Bocas Del Toro liegt bei 26 °C.

Visa, Währungen und Impfungen

Bei einer Aufenthaltsdauer bis zu 180 Tagen, benötigen Staatsangehörige von EU-Ländern kein Visum, lediglich ein Reisepass mit einer Mindestgültigkeit von 6 Monaten. Wer bei der Einreise den Landweg aus Costa Rica wählt, sollte unbedingt darauf achten, dass er sowohl den costa-ricanischen Ausreisestempel, als auch den panamaischen Einreisestempel erhält. Andernfalls kann es zu Schwierigkeiten bei der Ausreise kommen.

Mit dem Balboa und dem US-Dollar hat Panama zwei Zahlungsmittel. Der Balboa ist im Verhältnis 1:1 an den US-Dollar gekoppelt. Beide Währungen sind gleichermaßen verbreitet. Direkt am Flughafen Tocumen kann man beim Schalter der Banco Nacional seine heimische Währung in Balboa bzw. US-Dollar wechseln. In den meisten Hotels, Restaurants und Boutiquen ist die Zahlung mit gängigen Kreditkarten wie VISA und Mastercard, kein Problem.

Bei der direkten Einreise aus Deutschland wird zwar kein Nachweis einer Gelbfieberimpfung verlangt, die Impfung wird jedoch dringend empfohlen. Außerdem solltet ihr die Standardimpfungen (Tetanus, Diphtherie und Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Mumps, Masern Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza) vor der Reise überprüfen und gegebenenfalls auffrischen lassen. Sinnvoll sind zudem Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut und Typhus. In Bocas del Toro besteht ein geringes Malaria-Risiko.

Anreise nach Bocas del Toro

Es gibt verschiedene Möglichkeiten nach Bocas del Toro zu gelangen. Ich bin aus Costa Rica über die Grenze nach Panama eingereist. Einige Firmen bieten einen Shuttle Service an, bei dem ihr für ca. 30 Dollar von eurem Hotel abgeholt und bis zur Grenze gebracht werdet. Sie helfen euch mit dem Gepäck und sind euch bei der Einreise behilflich. Ihr passiert die Rio Sixaola Brücke zu Fuß. Auf der anderen Seite steh ein neuer Shuttle bereit, das euch nach Almirante fährt. Dort wartet ein Wassertaxi nach Colon (ca. 30 Minuten) auf euch.

Von Panama City aus nehmt ihr zunächst ein Taxi von eurem Hotel oder dem Tocumen International Airport zum Albrook Busbahnhof. Von dort bringt euch ein Bus nach Almirante. Die Fahrt dauert 10 bis 11 Stunden.

Von der Hauptinsel Colon lassen sich super Tagesausflüge auf die umliegenden, kleineren Inseln unternehmen. In den Gewässern des Starfish Beachs könnt ihr Seesterne beobachten. Der Wizard Beach und die Playa Primera sind super, wenn ihr ruhigere Strände vorzieht. Auch der Red Frog Beach gehört zu den abgeschiedeneren Stränden. Naturliebhaber sind hier genau richtig.

Hotels in Bocas del Toro

Ich habe auf Colon in dem günstigen und einfachen Hotel Casa Max übernachtet. Schöner finde ich allerdings die fröhlich bunten Overwater Bungalows. Davon konnte ich mich überzeugen, als ich am Abend zwei Schweizerinnen in ihrer Airbnb Wohnung mit toller Terrasse, die auf Stelzen über dem Wasser gebaut ist, besuchte. Sehr zu empfehlen!

The Firefly

Foto Credit: The Firefly

Auf der Insel Bastimentos könnt ihr ab 84 Euro im The Firefly in einem der fünf stilvollen Bungalows übernachten. Unter dem Motto „eat, drink, relax, explore“ bietet die Adults-only Anlage alles für einen gelungenen Urlaub. Zudem überzeugt das durchdachte Eco-Konzept mit viel Liebe zum Detail. Pool, Yoga Retreats, Bio-Smoothies aus regionalem Gemüse und Früchten, selbst gemachte Kokosnussseife in den Zimmern. Was will man mehr?

Essen in Bocas del Toro

Nur wenige Meter vom Meer entfernt gibt es im Skully’s Pasta und Micheladas. In familiärer Atmosphäre lässt es sich in der Bar eines sympathischen kalifornischen Pärchens prima verweilen.
Im charmantem Karibik-Flair und zu einem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis speisen könnt ihn im Capitán Caribe. In dem Soul-Food-Restaurant gibt es Burger, Burritos, Patacones und Smoothies. Lecker frühstücken lässt es sich im Cafe del Mar. Aber auch für den kleineren oder größeren Hunger bietet das Bistro feine Sachen, wie Wraps oder Panini.

 

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Reisetipps Bocas del Toro

Kulinarische Weltreise: Indisches Linsen-Dal mit Kochbananen

Kulinarische Weltreise: Indisches Linsen-Dal mit Kochbananen

Ich muss gestehen, ich bin wahrlich keine begnadete Köchin. Jahrelang war das einzige innovative Gericht, das ich in regelmäßigen Abständen auf den Tisch brachte, Süßkartoffel Risotto. Daneben wechselten sich meist Pasta mit Barilla Pesto rosso und Maultaschen ab.
Seit wir in der Mädels-WG Zuwachs bekommen haben und Laura samt ihrer appetitanregenden Kochkünsten und kleinen Kunstwerken, die sich ganz bescheiden als Kochbücher ausgeben, bei uns eingezogen ist, hat sich mein Verhältnis zur Kulinarik verändert. Heute bin ich deutlich anspruchsvoller was bei mir im Kochtopf landet. Mein Glück ist außerdem, dass meine zweite Mitbewohnerin Sandra in einem Bioladen arbeitet und jede Woche eine Kiste voll mit leicht angedatschtem Obst und runzligem Gemüse mitbringt, das zwar nicht mehr verkauft werden kann, aber natürlich viel zu schade zum wegwerfen ist.

Nothing brings people together like good food

Meine neu entdeckte Freude am Kochen möchte ich in Zukunft gerne mit euch auf dem Blog teilen. Daher starten wir heute meine kulinarische Weltreise mit einem köstlichen indischen Dal mit Kochbananen. Los geht’s!

Schwierigkeit: Leicht | Vorbereitung: 5 Minuten | Kochzeit: 30 Minuten

Zutaten für 4 Personen:

  • 1 EL Öl
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 daumengroßes Stück Ingwer
  • 1 1/2 EL Kurkuma
  • 1 TL Kreuzkümmel gemahlen
  • 2 ELGaram Masala
  • 1 TL Koriander gemahlen
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise Pfeffer
  • 400 ml Gemüsebrühe
  • 400 ml  Kokosmilch
  • 200 g rote Linsen
  • 2 große, mittelreife Kochbananen
  • frischen Koriander zum Garnieren

Zubereitung:

Die Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer fein hacken und in Öl andünsten. Dann Kurkuma zugeben, kurz mitbraten und danach Kreuzkümmel, Garam Masala und den gemahlenen Koriander verrühren.
Die Linsen gut abwaschen und mit in die Pfanne geben. Nach kurzem mitbraten nun den Gemüsefond aufgießen und bei niedriger Temperatur garen lassen. Die Kokosmilch nach und nach dazugeben. In der Zwischenzeit die Kochbananen schälen, der Länge nach halbieren und in feine Scheiben schneiden. Gib die Kochbananen mit in den Topf wenn die Linsen schon bißfest sind und gare sie weitere 10 Minuten mit. Zwischendurch immer mal wieder Kokosmilch nachgeben, bis das Dal die gewünschte Konsistenz hat. Mit frischem Koriander garnieren und genießen.

Wie gefällt euch mein Start der Rezept-Reihe? Habt ihr Lust, euch mit mir auf eine kulinarische Weltreise zu begeben? Ich freue mich auf euer Feedback.

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*Das Rezept habe ich bei Steffi von KochTrotz entdeckt und leicht abgewandelt.

 

Reise nach Puerto Viejo in Costa Rica

Pura Vida in Costa Rica

So viel mehr als Bananenplantagen. Costa Rica ist atemberaubende Wildnis, Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit – und die pure Lebenslust. Wer in das kleine Land in Mittelamerika reist, der wird schon bald den Begriff Pura Vida, in fast schon gesungenen Tönen, vernehmen. Dieser Ausdruck gehört zur Wesensart der Ticos, so nennen sich die Costa Ricaner. Pura Vida bedeutet pures Leben und strahlt Optimismus und Gelassenheit aus. Auch als Antwort auf die Frage „Wie geht es dir?“, verwenden viele Ticos“ Pura Vida!“. Das soll meinen, sie sind gesund und glücklich. Pura Vida verkörpert ein Lebensgefühl, verbunden mit den kleinen Freuden des Alltags abseits von Reichtum und Konsum; verbunden mit dem Abstreifen der Armbanduhr, barfuß laufen und von sorglosen Momenten mit zufriedenen Menschen, mit denen man bei Reggae Musik nicht oft genug auf das Leben anstoßen kann.

Unsere Reise nach Lateinamerika bringt Kim und mich schließlich nach Costa Rica. Vier Tage verbringen wir in Puerto Viejo, das unweit der Grenze zu Panama liegt. Die quirlige Stadt an der karibischen Küste gilt als Zentrum für Hippies, Surfer, Yogis und für all diejenigen, die es werden wollen oder zumindest eine ordentliche Ladung der positiven Vibes, die hier umher schwirren, mit nach Hause nehmen wollen.

Wir übernachten im Perla Negra Beach Resort. Einer lauschigen Anlage mit der bezauberndsten Rezeptionistin, die immer ein offenes Ohr und ein freudestrahlendes Lächeln für ihre Gäste übrig hat. Gleich vor dem Hotel liegt der Strand Perla Negra mit seinem dunklen Sand, der mit dem blauen Meer eine wunderschöne Symbiose eingeht.
In unserem Zimmer, in dem fast alles aus Holz gefertigt ist, fühle ich mich sofort wohl und dieses Gefühl verstärkt sich so gleich, als ich – wie bereits in Puerto Lopez – Freundschaft mit einer Katze schließe.
pura vida
Die letzten zwei Wochen mit den vielen Kilometern, die wir im Flieger, in Bussen und im Auto zurückgelegt haben kombiniert mit den fast täglichen Ortswechseln und dem Klingeln des Weckers zwischen fünf oder sechs Uhr morgens, waren erlebnisreich und intensiv, aber auch strapaziös und etwas ermüdend. Hier in Puerto Viejo habe ich nun zum ersten Mal seit unserer Reise die Gelegenheit einen Tag ganz für mich zu haben. Ein Tag gefüllt mit ausschlafen, lesen, schreiben und treiben lassen, wie es sich in Costa Rica gehört. Am Pool komme ich endlich ein gutes Stück in meiner Autobiografie von Marquez voran und zum Mittagessen besuche ich das Nachbarresort, um mir einen Veggieburger mit Pesto und Aubergine zu gönnen.
Am Abend treffen wir uns mit einigen Leuten aus Frankreich und Kanada zum Essen und Cocktails schlürfen. Einige Stunden später liege ich wieder in meinem wooden home. Zum Einschlafen gibt es Urwaldgeräusche und die tosende Brandung.

Am nächsten Tag wache ich erholt und auch etwas kribbelig auf. Denn heute haben wir etwas ganz besonders vor: Im Jaguar Rescue Center werden wir Babyfaultiere und viele andere Tiere aus nächster Nähe beobachten. Die Auffangstation für Wildtiere, die weniger als fünf Kilometern entfernt liegt, wurde 2008 von Sandro Alviani und seiner Frau Encar gegründet und ist in Costa Rica das einzige seiner Art ist.

Nach unserer Tour durch das Center möchten wir den Tag am Strand fortsetzen. Der ist allerdings noch einige Kilometer entfernt und so platzieren wir uns am Straßenrand und halten den Daumen raus, vielleicht erbarmt sich einer der Autofahrer und nimmt uns ein Stück mit. Wir haben Glück. Schon bald hält eine sympathische Tica in ihrem roten Pick-up und wir hüpfen auf die Ladefläche.
Die letzten zweihundert Meter von der Straße zum Strand laufen wir zu Fuß. Bei der Ankunft kommt ein Tico auf uns zu, der an einem Holzstand Kokosnüsse und T-Shirts verkauft. Er deutet uns in die Baumwipfel zu schauen. Und tatsächlich. In den gewöhnlich, langsamen und bedachten Bewegeungen, reckt sich ein Faultier zwischen dem dichten Blätterwerk. Gleich über unseren Köpfen.
That’s Costa Rica!
Pura Vida!

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Kleiner Mainzer Höhenweg

Wandertipp zum Wochenende: Der kleine Mainzer Höhenweg

Obwohl ich als Meenzer Mädche oft meine, hier im Mainzer Umland schon alles gesehen und ausprobiert zu haben, bin ich dann hin und wieder doch baff, dass es sie doch noch gibt. Diese unentdeckten Wege und Fleckchen ganz in der Nähe.

Christi Himmelfahrt habe ich dazu genutzt mit meiner Schwester Anne und ihrem Freund Simon einen neuen Wanderweg zu testen. Die 3. Etappe des Kleinen Mainzer Höhenwegs schien ideal. Die Strecke beginnt am Ober Olmer Forsthaus und führt durch den Ober-Olmer Wald, die Finthener Obstfelder und den Lenneberg Wald.
Mit der Buslinie 54 starten wir in der Nähe des Forsthauses und machen uns durch den Ober Olmer Wald auf den Weg Richtung Mainz. Wo sich Anfang der 90er Jahre noch Spuren von Kriegsgeräten des US-Militärs zu finden waren, wo Zäune, Bunkeranlagen und mit Asbest belastete Gebäude standen, befindet sich heute eine grüne Oase. Mit 350 Hecktar ist der Ober Olmer Wald das größte zusammenhängende Wald- und Naherholungsgebiet im nördlichen Rheinhessen.

Der gut ausgeschilderte Wanderweg führt uns weiter durch Finthen, vorbei an blühenden Rapsfeldern und Obstplantagen. Bald tauchen wir ein in den Lennebergwald, der auch als Gonsenheimer Wald bekannt ist. Zur Mittagszeit suchen wir uns ein lauschiges Plätzchen an den Sieben Weiheren. Inmitten von unberührter Natur, kommt uns trotz der Nähe zu Mainz, die Stadt auf einmal ganz fern vor. Bei Käsestullen, Nudelsalat und Erdbeeren zum Nachtisch genießen wir die Ruhe im Grünen und beobachten die massigen Karpfen, wie sie ihre Runden im Weiher ziehen und ab und zu ihren Kopf aus dem Wasser strecken.
Wenige Meter nach dem wir wieder aufgebrochen sind, sehen wir auf der linken Seite eine Beschilderung zum Café Rheingoldruhe. Gerade erst gerastet, gehen wir weiter und verschieben unsere Kaffeepause.

Der Weg führt uns weiter bergauf, durch eine Allee. Kurz darauf stehen wir vor dem Schloss Waldthausen. Heute ist das prachtvolle Bauwerk Sitz der Sparkassenakademie. Der Park des Schlossgeländes ist öffentlich zugänglich.  Wir durchqueren die Anlage und passieren die K 10 nach Finthen und die L 422 nach Gonsenheim. Kurz darauf erreichen wir die Lennebergkuppe mit ihrem 1880 errichteten Lennbergturm. Auf der Terrasse des Restaurants am Turm lassen wir uns im Schatten eines Sonnenschirms nieder und belohnen uns mit einer Eisschokolade.

Jeder Wanderpfad ist einmal fertig. Nach 12,7 Kilometern haben wir unser Ziel erreicht. Wie gut, dass noch so viele andere Wege gibt, die darauf warten entdeckt zu werden.

Weiterführende Links:
Outdooractive.com – Kleiner Mainzer Höhenweg Etappe 3: Forsthaus Ober-Olm – Gonsenheim Waldfriedhof

Nutzt ihr die Feiertage auch zum Wandern? Welche sind eure liebsten Routen? Ich freue mich über eure Kommentare!

Den Burg

Inselleben auf Texel – Teil II

Weiter geht’s mit meinem Texel-Travel-Diary. Nach unserer Insel-Safari und dem Mittagessen am Strand besuchen wir Lennart Witte auf seinem Schaf-Bauernhof. Auf diesen Tag freue ich mich schon seit Wochen, denn auf Lennarts Hof wagen putzige Lämmer ihre ersten Gehversuche. Noch dazu dürfen wir die kleinen Wollknäuele nicht nur aus der Ferne beobachten, sondern sogar vorsichtig beschmusen. Mein Herz ist im Nu erobert, als mir eine Mitarbeiterin des Hofs ein Lamm auf den Schoß setzt. Noch dazu ein Schwarzes. Da hüpft mein Herz gleich noch ein gutes Stück höher. Denn für Underdogs hege ich schon immer eine besondere Empathie. Sei es in der Gesellschaft, bei der Fußballweltmeisterschaft oder eben bei Schafen.

Und dann gibt es da diese Augenblicke, die einem wohl ein Leben lang im Gedächtnis bleiben. Während unserer Zeit auf dem Hof haben wir das große Glück einen ganz besonderen Moment mitzuerleben. Eines der Schafe ist trächtig und bringt gleich zwei Babys zur Welt – und wir sind mit dabei und schauen, etwas angespannt aber vor allem fasziniert, zu. Magie pur!
Auf Texel gibt es übrigens weit mehr Schafe als Einwohner. Im Frühjahr leben rund 40.000 Schafe und Lämmer auf der Insel und knapp 14.000 Menschen.

Bei unserem nächsten Halt bleiben wir in der Familie und besuchen Lennarts Vater, Anton Witte, in seiner Käserei Wezenspyk. Seit 1981 wird hier Käse produziert. Zunächst aus Kuhmilch, danach auch aus Milch von Schafen. Anton weiht uns in die Geheimnisse der Herstellung ein. Mehr als 100 Liter Schafsmilch benötigt der Käsebauer für einen 11 Kilogramm schweren Käselaib.
Wir probieren uns durch echten texelschen Schafskäse und Bauernkäse. Nach der Verkostung ist mir klar warum der Käse in der ganzen Region so beliebt ist. Da kann ich nicht widerstehen und kaufe im Hofladen ein großes Stück Schafskäse mit Kräutern für zu Hause. Lange gehalten hat es leider nicht. Nach zwei Tagen habe ich das Stück, mit etwas Hilfe von meinen Mitbewohnerinnen, verputzt.

Ein Bad in Schafwolle

Die Nacht verbringen wir im charmanten Boutique Hotel Texel.  Aber zuvor steht noch ein einmaliges Wellness-Treatment auf dem Programm: Woolness. Bei dieser Anwendung werde ich, mit einer interessanten Technik, in Wolle gewickelt. Das „Baden“ entspannt die Muskeln und die Gelenke. Durch den Lanolin-Gehalt in Wolle wird die Haut geschmeidig zart und kleine Wunden geheilt.
So eingehüllt und rundum gepolstert fühle ich mich, als hätte mich jemand in eine Wolke gesteckt. Wenn ihr mal die Möglichkeit habt, Woolness auszuprobieren, kann ich es nur empfehlen. Das Gefühl ist wirklich unvergleichlich.

Bevor mich die Woolness-Expertin zum Entspannen alleine lässt, bekomme ich eine wohltuende Hand- und Fußmassage mit einer auf Wollfett basierenden Creme. Anschließend wird das Licht gedämmt und während ich dem Wind lausche, der durch die Holzbalken zieht, gebe ich mich ganz dem wohligen Gefühl hin.
Nach zwanzig Minuten dahin schweben ist leider wieder Zeit fürs Entwickeln. Die Wolle wird übrigens nicht weggeworfen. Sie wird re- und upgecycelt indem sie für Kunsthandwerk und andere kreative Basteleien weiterverwendet wird.

Bevor wir mit einem phänomenalen Abendessen verwöhnt werden, ist noch etwas Zeit in den Innenpool des Boutique Hotels zu planschen. Den haben Sylvi, Josi, Christina und ich an diesem Nachmittag ganz für uns allein.

Im Restaurant Gusta lassen wir den Abend ausklingen. Bei regionalen und saisonalen Speisen wird viel erzählt und noch mehr gelacht. Ein toller Abschluss für einen besonderen Tag!

Ein Besuch im größten Strandgutsammlermuseum der Welt

Am nächsten Tag tauchen wir ein in das Leben der Strandräuber und Seemänner. Giells van Mil vom Schiffsbruch- und Strandgutsammlermuseum Flora erzählt uns von den Geschichten hinter den vielen Fundstücken, die in den vergangenen 60 Jahren an den Strand von Texel gespült wurden. Vier Scheunen sind mittlerweile gefüllt mit Schuhen, Flaschen, Bojen, Fernsehern, Flugzeugmotoren, Kokosnüssen und anderen skurrilen Stücken. Laut Texeler Strandgutsammlern, ist Flora das erste und größte Strandgutsammlermuseum der Welt.

Streifzug durch Den Burg

Am Abend spaziere ich zusammen mit Katharina durch Den Burg. Mit knapp 7.000 Einwohnern wohnen hier etwa die Hälfte der Texelaner. Wir schlendern durch kleine Gassen und können uns nur schwer satt sehen, an der typischen niederländischen Architektur mit ihren charmanten Backsteinhäusern, den großen Fenstern und den Frontgiebeln.
Die Frühlingssonne treibt die Menschen hinaus auf die Straßen und Plätze. In der „Hauptstadt“ der Insel haben sich die ersten Touristen der Saison in den Cafés und auf den Terrassen der Restaurants niedergelassen.

Nach einem leckerem Apfelpfannkuchen im Schoutenhuys, Texels ältestem Steingebäude, falle ich nur ein Haus nebenan glülcklich in mein Hotelbett. Das Einschlafen ist mir heute ein Leichtes. Das Schäfchen zählen, habe ich ja schließlich schon am Tag erledigt.

Diese Reise wurde unterstützt vom VVV Texel. Die geschilderten Erlebnisse und Erfahrungen bleiben davon unberührt.

Boutique Hotel Texel

Hotel-Tipp: Das Boutique Hotel Texel

Schon beim Öffnen der Zimmertür überkommt mich dieses Gefühl. Ein Gefühl der Wärme und und der Ruhe. Es duftet nach Holz und durch die bodentiefen Fenster blinzelt die Nachmittagssonne. Auf dem Bett finde ich neben dem Bademantel, in den ich gleich hineinschlüpfen darf, einen freundlichen Willkommensgruß von Marianne Langeveld, der Eigentümerin des Hotels.

Unweit der Naturreservate De Slufter und De Muy und nur vier Kilometer vom Dorf De Cocksdorp entfernt liegt das Boutique Hotel Texel. In diesem Idyll ländlicher Abgeschiedenheit wissen die Mitarbeiter um die Familie Langeveld ganz genau, wie sie ihre Gäste verwöhnen können. Ob im Spa-Bereich des Hotels, in der gemütlichen Lounge bei einem Aperitif am Kamin oder dem anschließenden Dinner mit erlesenen Speisen im Restaurant.

Jedes der geräumigen Zimmer (ab 140 Euro) verfügt über ein eigenes Bad sowie eine Terrasse oder einen französischen Balkon. Zudem sind einige der Zimmer mit Extrahilfen und nach außen öffnenden Türen ausgestattet, sodass sie auch für Rollstuhlfahrer geeignet sind.

Wellness à la Texel

Auch der Spa-Bereich des Hotels ist nicht zu verachten. Neben einem beheizten Innenpool, einem Dampfbad und einer finnischen Saunen bietet das Hotel ein absolutes Highlight: Woolness. Beim „Baden“ in Wolle erhöht sich die Körpertemperatur. So werden Muskeln und Gelenke entspannt. Auch die Haut freut sich über das Wollbad, denn Schafswolle enthält Lanolin. Dieses Wollfett pflegt die Haut und macht sie weich und geschmeidig.

Kulinarische Gaumenfreuden mit texelscher Authentizität erwarten uns am Abend im hoteleigenen Restaurant Gusta. Der mediterrane Stil, der mich bereits in meinem Zimmer begeistert hat, zieht sich auch durch die anderen Räumlichkeiten des Hotels. An einem großen Holztisch tafeln wir bei frischen Gerichten und feinen Weinen. Die Liebe zum Detail findet sich auch auf dem Teller wieder.

Als Vorspeise genieße ich Wassermelone mit Tomaten Chutney, Ziegenkäsemousse und Oliven-Streusel. Darauf folgt ein köstliches Graupenrisotto mit Roter Bete, bunten Möhren, gegrillten Frühlingszwiebeln und Käsekräckern.
Viele der handverlesenen Produkte auf unseren Tellern kommen direkt aus Texel. Kürzester Transportweg ist der Bauernhof der Familie Langeveld, der gleich hinter dem Hotel liegt.

Am Morgen genießen wir ein ausgiebiges Frühstück, das keine Wünsche offen lässt. Croissants, frischer Obstsalat, Smoothie und texelscher Käse. Was will man mehr.
Ich drehe noch eine letzte Runde um das Buffet, um meinen Teller erneut mit diesen leckeren fluffig-buttrigen Teilchen zu beladen. Denn nach unserem Frühstück heißt es Abschied nehmen vom bezaubernden Hotel Texel. Aber eins bleibt sicher. Ich werde wieder kommen. Allein der Woolness wegen – und der Butterteilchen.

Diese Reise wurde unterstützt vom VVV Texel. Die geschilderten Erlebnisse und Erfahrungen bleiben davon unberührt.

Texel

Inselleben auf Texel – Teil I

Texel? Wo liegt das überhaupt? Diese Frage wurde mir immer wieder gestellt, als ich von meiner anstehenden Reise erzählte. Einige verorteten es nach Dänemark, andere hatten zumindest eine grobe Vorstellung. Auch ich schlug den Atlas auf und suchte die Küste Hollands nach der westfriesischen Insel ab, bevor ich mich mit Sylvi, Josi, Christina und weiteren Blogger-Kollegen auf den Weg in den Norden mache.

Das niederländische Eiland hat noch viele unberührte Dünenlandschaften, nicht enden wollende kilometerlange Strände und dichte Nadelwälder. Dem rund fünf Kilometer entfernten Festland steht die Insel in nichts nach. Texel hat all das zu bieten, wonach der Urlauber bei einer Reise nach Holland auf der Suche ist – nur in komprimierter Form. Ein weiterer Pluspunkt der Insel: Hier scheint 30 Prozent häufiger die Sonne als im Rest des Landes.

Mit dem Zug nach Texel

Texel ist von Deutschland gut mit der Bahn zu erreichen. Von Frankfurt am Main gibt es täglich alle zwei Stunden eine Verbindung nach Amsterdam. Dort angekommen, steigt ihr in den Intercity und fahrt eine gute Stunde an die Küste nach Den Helder.
Vom Hauptbahnhof aus, lauft ihr eine halbe Stunde den Damm entlang bis zum  Anlegesteg der Fähre. Alternativ bringt euch die Buslinie 33 für drei Euro bis zum Fährhafen. Am TESO-Schalter könnt ihr euer Ticket für die Hin- und Rückfahrt erwerben. Fußgänger bezahlen 2,50 Euro.

Auf Texel Safari

Weites, flaches Land. Saftig, grüne Wiesen. Schafweiden reihen sich aneinander. Unsere erste Station auf Texel ist der Biohof von Milchbauer Marco. Eigentlich wollten wir Bauer Christian besuchen, der mit seiner Milch Eis produziert. Christian ist aber leider krank geworden. Als kleine Randanekdote erfahren wir, dass er erst kürzlich bei der holländischen Version von „Bauer sucht Frau“ dabei war – über 1800 Bewerberinnen wollten ihn kennenlernen. Die Liebschaft mit seiner Auserwählten hielt allerdings nicht lange. Nun ist Christian wieder Junggeselle.

Als ich mich im Jahr 2005 dazu entschied kein Fleisch und keinen Fisch mehr zu essen, war für mich das Wohl der Tiere und die Vermeidung von Leid, neben den ökologischen Aspekt und der Umweltbelastung, das Hauptargument. Einen Blick hinter die Kulissen eines Bio-Hofs zu werfen und herauszufinden, wie das Leben der Kühe dort aussieht, finde ich daher besonders spannend. Die Tiere können sich frei bewegen und haben die Möglichkeit jederzeit im Freien zu grasen. Bei Marco ist der Laufstall mit automatischen Melksystemen ausgestattet. Die Kühe können so selbst entscheiden, wann sie gemolken werden.
Beim Erkunden des Hofs habe ich das Gefühl, weiterhin mit gutem Gewissen Vegetarier sein zu können. Allerdings versuche ich nun ausschließlich Milchprodukte aus biologischer Herstellung zu konsumieren – egal ob Käse, Schokolade oder Kosmetik mit tierischen Inhaltsstoffen.

Wir fahren weiter vorbei an Schafweiden, bis sich eine Dünenlandschaft mit dem Leuchtturm von De Cocksdorp vor uns erhebt. Wir erklimmen die schmalen Stufen des Turms, der seit dem Jahr 2009 wieder für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Oben angekommen, erfreuen wir und an  dem Blick übers Meer bis zum Horizont. Anschließend spazieren wir den, zu dieser Jahreszeit, fast menschenleeren weißen Sandstrand entlang. Im Sommer ist hier weitaus mehr los. Dann tummeln sich hier Touristen aus Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen und erfrischen sich im bis zu 19 Grad warmen Wasser.

Mittagessen am Strand

Im Strandpaviljoen Kaap Noord beenden wir unseren Strandspaziergang. In dem stilvoll dekoriertem Restaurant mit mediterranem Flair herrscht das ganze Jahr über entspanntes Sommerfeeling. Meine Mitreisenden genießen fangfrischen Fisch, für mich gibt es feine Gemüsekroketten. Bei der Aussicht auf den Strand und die Fähre nach Vlieland ließe es sich hier wunderbar für eins oder auch zwei weiter Stunden bei gutem Kaffee und „Appeltaart“ verweilen. Aber für uns geht es weiter. Denn ein Besuch in einer Käserei und Wellness à la Texel stehen noch auf unserem Programm. Wie ich mich bei „Woolness“ fühlte, wie in eine Wolke gesteckt, das erzähle ich euch in meinem Texel-Travel-Dairy Teil II.

Diese Reise wurde unterstützt vom VVV Texel. Die geschilderten Erlebnisse und Erfahrungen bleiben davon unberührt.

Bad Driburg feels well: Von Lachyoga und Cryocooking

Heute gibt es mehr über mein gräfliches Wochenende in Bad Driburg im Rahmen des Events „Bad Driburg feels well“. Zusammen mit vielen anderen Bloggern erkunden wir die Gegend in und um das Gräflicher Park Grand Resort und begeben uns auf kulinarische Geschmackserlebnisse.
Bei so einem Wochenende in herrschaftlichem Ambiente darf es natürlich auch an Entspannung für Körper und Geist nicht fehlen. Doch wie heißt es so schön: Erst die Arbeit und dann das Vergnügen. Bevor wir uns unserer Wellness-Anwendung am Nachmittag widmen, führt uns zunächst Thorsten Ising in seinem Seminar „Webseiten-Optimierung für Mensch und Maschine“ in die Geheimnisse des Social Media Marketings ein.

Mit neuem Input und zahlreichen Ideen, wie man die Arbeit am Blog weiter optimieren kann, tauschen wir uns in Caspar’s Restaurant zu den neu gewonnenen Tipps aus. Mit Spargelcremesuppe, gegrilltem und mariniertem Gemüse, Salat und kleinen Versuchungen zum Nachtisch ist für jeden etwas dabei. Nach unserer Stärkung begleitet uns Kristina Schütze, die Pressesprecherin des Gräflicher Park Grand Resorts, durch den gräflichen Park. Der englische Landschaftspark fasziniert mit weit geschwungenen Wegen, idyllischen Teichen und Brücken sowie mit der Lilienwiese des französischen Gartenarchitekten Gilles Clément. Trotz des trüben Wetters können wir sie hier, inmitten der Natur schon spüren, eine leichte Verheißung auf den Frühling.
Im Anschluss lernen wir die heiligen Hallen des ayurvedischen Therapiezentrums kennen. Hotelgäste, aber auch Gäste aus der Region erhalten hier gesundheitsorientierte Angebote wie Moorbäder und -packungen, Bäder, Massagen oder Physiotherapie.

Lachen verbindet. Lachen ist die beste Medizin. Lachen macht glücklich. Kurz gesagt: Lachen tut uns einfach gut. Wie man Lachen in seinen Alltag integriert, auch wenn gerade nichts ausgeprochen witziges passiert, das uns in ekstatische Heiterkeit versetzt, das lernen wir bei Lachtrainerin Annette Leßmann.

Foto Credit: Bad Driburg Touristik

Unsere Stunde Lachyoga findet nicht etwa in einer muffigen Sporthalle statt. Wir genießen gleichzeitig die besondere Atmosphäre in der Bad Driburger Salzgrotte. Durch das Salz erfahren wir hier ein Mikroklima, wie man es sonst nur am Meer oder in natürlichen Salzheilstollen vorfindet. Die pure Erholung für Haut und Atemwege.
„Hi, hi, hi – ho, ho, ho“ – nach ersten, spielerischen Lockerungsübungen, verfallen wir schnell in ein echtes, ansteckendes Lachen. Gerade erst von dem letzten Lachanfall beruhigt, genügt zum Ende der Stunde ein Blick in das Gesicht des Gegenübers und schon brechen wir wieder aus, in schallendes Gelächter.

Beim Abendessen zeigen die Übungen beim Lachyoga ihre Nachwirkungen. Im Hotel-Restaurant am Rosenberg tischt uns Koch Heiner Eyers ein 6-Gänge Menü aus der Molekularküche auf. Auf marinierten Thunfisch folgt Dreierlei vom Stubenküken. Weiter geht es mit Steinbutt mit Paprikapüree und Passionsfruchtgel. Bevor das Menü mit Fürst-Pückler-Törtchen schließt, wird Zweierlei vom Kalbsrücken und in Rauch beratener Blumenkohl kredenzt. Ich bekomme eine vegetarische Variante des Menüs.

Lachanfälle gibt es während des Abends inklusive. Ob es am zuvor praktizierten Lachyoga oder an den innovativen Gaumenfrreuden lag, bleibt offen. Spätestens als der „Flying-Hirsch-Drache“ serviert wird, bleibt kein Auge mehr trocken. Auf Löffeln werden uns kleine aus Jägermeister und Red Bull geforme Bällchen gereicht. „In den Mund nehmen und durch die Nase ausatme“, erklärt der Kellner. Der Anblick war im wahrsten Sinne köstlich. Denn beim Ausatmen stießen beachtliche Rauchschwaden durch die Nasenlöcher. Beim Versuch den gefühlt Tennisballgroßen Klumpen in meinen Mund zu befördern, fror mir zwar zunächst für einen kurzen Moment der Löffel an der Unterlippe fest und meine Zungenspitze war für die nächsten zwei Tage schockgefrostet. Ein einmaliges Erlebnis war das Cryocooking aber allemal.

Diese Reise wurde unterstützt von Bad Driburg Touristik und Gräflicher Park Grand Resort. Vielen Dank für das wunderschöne Wochenende!

Gräflicher Park Grand Resort in Bad Driburg

Ein Wochenende im Gräflichen Park in Bad Driburg

Einmal fühlen wie eine Gräfin? Zwei Tage in kulinarischen Köstlichkeiten schwelgen, Körper und Geist im Spa entspannen und sich beinahe königlich verwöhnen lassen? Warum eigentlich nicht? Als mich eine Einladung für eine Bloggerreise von Bad Driburg Tourismus erreichte, die mit Lachyoga, Cryocooking und einer Übernachtung im herrschaftlichen Ambiente des Gräflichen Park Grand Resorts lockte, brauchte ich nicht lange überlegen. So machte ich mich an einem Frühlingswochenende zusammen mit meine Schwester Anne auf den Weg nach Bad Driburg.

Ich bin in den vergangenen Jahren an so vielen entlegenen Orten in der Welt gewesen, dass ich in Deutschland einiges versäumt habe. Dabei gibt es auch hier so viel Schönes zu entdecken, lässt man sich nur darauf ein. Unser Wochenendtrip nach Bad Driburg hat mich in der Hinsicht mal wieder wach gerüttelt.

Tradition und Moderne

Im mit rund 18.500 Einwohnern beschaulichen Bad Driburg ist das herrschaftliche Anwesen des Gräflichen Park Grand Resorts am Fuß des Teutoburger Waldes gelegen. Bad Driburg gilt als Nummer eins der Heilbäder in Nordrhein-Westfalen und ist Deutschlands einziges Privatheilbad.
Das Gräflicher Park Grand Resort blickt auf eine 230-jährige Historie zurück. Marcus Graf von Oeynhausen-Sierstorpff und seine Frau Annabelle Gräfin von Oeynhausen-Sierstorpff führen seit Mitte der 90er Jahre die Familiengeschäfte in siebter Generation. Die Bedeutung der ganzheitlichen Betrachtung des Menschen als zentrales Element des Wohlbefindens steht seit dem 17. Jahrhundert  im Mittelpunkt und wird konsequent weiter verfolgt.

Foto Credit: Horst Hamann für den Gräflichen Park

Foto Credit: Horst Hamann für den Gräflichen Park

Foto Credit: Horst Hamann für den Gräflichen Park

Auf 1.500 Quadratmetern bietet das Resort alles, was es für einen entspannten Wellness-Tag braucht. Der Spa-Bereich des Anwesens lockt mit unterschiedlichen Dampfbädern, Saunen und einem Whirlbecken. Der ganzjährig beheizte Außenpool, der mit eigenem Quellwasser gespeist ist, kommt ganz ohne Chlor oder sonstige Chemie aus.
Auch für ganzheitliche Gesundheitsprogramme ist das Gräflicher Park Grand Resort bekannt. Das Therapiezentrum befindet sich im stilvollen Ambiente der historischen Badehäuser. Hier werden den Gästen Medical Spa und F.X. Mayr-Kuren angeboten.

Preisgekrönter Park

Bevor wir uns nach einem ausgiebigen Frühstück auf den Heimweg begeben, spazieren Anne und ich noch eine Runde durch den gräflichen Park, der um das Anwesen gelegen ist. Der 64 Hektar große Landschaftsgarten wurde bereits mehrmals unter die zehn schönsten Parks Deutschlands gewählt. Viele international renommierte Landschaftsarchitekten, wie  Piet Oudolf, haben bei der Gestaltung mitgewirkt.
Wir machen halt am Damwild-Gehege, füttern Bambi und seine Geschwister. Wir lassen uns die Frühlingssonne ins Gesicht scheinen und irren durch das Labyrinth, das im Mai mit einem Wachturm gekrönt wird.

Diese Reise wurde unterstützt von Bad Driburg Touristik und Gräflicher Park Grand Resort. Vielen Dank für das wunderschöne Wochenende!

Ein Roadtrip durch die Anden

Wir wollten auf jeden Fall nach Quito und auf die Isla de la Plata. Viel mehr hatten Kim und ich für unsere sechs Tage in Ecuador nicht geplant. „Der Rest wird sich schon ergeben wenn wir dort sind“, sagten wir vor dem Abflug. Und so kam es dann auch. Denn schon am ersten Abend in Ecuador treffen wir Kims Freund Chilly, der schon einen Plan für unsere Zeit in den Anden ausgeheckt hat. Zusammen mit seinem Neffen Israel geht es auf einen Roadtrip durch die Anden.

The Andes are calling

Wir starten in der höchstgelegenen Hauptstadt der Welt. Nach einer Nacht in der vielleicht schönsten Airbnb-Wohnung überhaupt, fahren wir knapp 100 Kilometer Richtung Norden, nach Otavalo. Die Stadt ist bekannt für ihren Indiomarkt, auf dem es Ponchos, Alpakapullover, Ledergürtel, Schmuck und Kunsthandwerk zu kaufen gibt. Der Markt von Otavalo gilt als der größte seiner Art in ganz Südamerika.
Auch ich kann den kuscheligen und farbenfrohen Stoffen nicht widerstehen und kaufe meinen ersten Alpakapullover für unschlagbare 20 Dollar. Wer für Kleidung nicht allzu viel übrig hat, der kann sich in Otavalo durch verschiedene Früchte probieren, die es in Europa kaum oder nur sehr teuer zu kaufen gibt. Mir hat es die Guanábana angetan. Botanisch gesehen, ist die Guanábana eine riesige Beere – sie wird bis zu 40 Zentimeter lang und bis zu 4 Kilogramm schwer, die ihren Ursprung in Südamerika und der Karibik hat. Das Fruchtfleisch schmeckt süß bis leicht säuerlich. Nachdem ich meine erste Guanábana gekostet habe, begleitet mich die Frucht während unserer gesamten Lateinamerikareise und ich genieße sie besonders gerne als köstlichen Shake.
Den Abend in Otavalo lassen wir in einer Bar ausklingen. Beim Tanzen machen sich bei mir das erste Mal die 2500 Höhenmeter bemerkbar. Nach nicht mal zehn Minuten geht mir die Puste aus.

On the road again

Von Otavalo geht es am nächsten Tag weiter nach Guaytacama, südlich von Quito. Hier machen wir Bekanntschaft mit Chillys Freunden. In dem kleinen Ort erhalten wir Einblicke in das ecuadorianische Leben in den Anden. Erneut bin ich beeindruckt und dankbar für die nicht enden wollende Gastfreundschaft, die wir hier erfahren.

Während unserer Zeit in Ecuador sind Präsidentschaftswahlen. Spannend solch ein politisches Ereignis in einem anderen Land zu erleben. Nach einer Stichwahl entscheidet der linksgerichtete Lenin Moreno das Amt schließlich für sich. Er tritt in große Fußstapfen. Das Vermächtnis seines Vorgängers, Rafael Correa, ist die erfolgreiche Bekämpfung der Armut in dem Land. Moreno will die sozialen Reformen Correas nun fortsetzen.

Last stop: Quilotoa

Ein Highlight folgt dem nächsten während unseres Roadtrips durch die ecuadorianischen Anden. Heute wollen wir den atemberaubenden Quilotoa Loop besichtigen. Der Vulkan Quilotoa liegt in fast 4000 Metern Höhe südwestlich von Quito. Die Magmaströme waren während seines letzten Ausbruchs um das Jahr 1280 so gewaltig, dass sie damals sogar den fast 200 Kilometer entfernten Pazifik erreichten. Nach der Eruption stürzte die Magmakammer zusammen und es entstand zunächst die riesige Caldera mit drei Kilometern im Durchmesser und anschließend der See.

Das tückische Andenwetter ist uns heute ausgesprochen wohlgesonnen. Denn erst kurz bevor wir uns auf den Rückweg zu unserem Auto machen, ziehen tiefe Wolken vor den zuvor strahlend blauen Himmel und der eben noch türkis glitzernde Kratersee ist durch den Nebel nur noch zu erahnen.
Wenige Kilometer vom Lake Quilotoa entfernt machen wir Halt am Cañon del Toachi. Hier bin ich dem Nebel und den tief hängenden Wolken sogar recht dankbar. Denn dadurch entsteht diese ganz besondere, magische Stimmung im Wald und zwischen den Felsen.

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