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Green Travelling: 5 Bahnreisen für den Frühling

Da denkt man bei ein paar warmen Sonnenstrahlen im Gesicht, der Frühling ist schon zum Greifen nah und schon nimmt uns am nächsten Tag Schnee, beziehungsweise Matsch, diese schöne Illusion. Meine liebste Beschäftigung bei Schmuddelwetter, das mich so gar nicht zum raus gehen motiviert: Reisepläne schmieden.

Ich habe mein Archiv durchstöbert und fünf Lieblingsreiseziele herausgesucht, die besonders im Frühling nicht mit ihren Reizen geizen. Das Beste daran: Sie sind ganz bequem und klimafreundlich mit der Bahn zu erreichen. Denn aus Umweltsicht ist vor allem die An- und Abreise zum Urlaubsort problematisch. Wenn wir also öfter den Zug als Transportmittel wählen, anstelle des Flugzeugs oder des Autos, haben wir schon viel geschafft.

Utrecht

Idyllische Grachten, Second-Hand-Shops, kleine Gassen und originelle Restaurants (ich sag nur “crispy lasagne” auf der Terrasse im De Witte Ballons. Yummy!) Amsterdams kleine Schwester steht der niederländischen Hauptstadt in nichts nach. Der große Vorteil gegenüber Amsterdam: Utrecht ist deutlich weniger touristisch, aber mindestens genauso entzückend.

UtrechtUtrechtUtrecht

Mit dem ICE fahrt ihr in unter vier Stunden von Frankfurt am Main nach Utrecht. Übernachten könnt ihr besonders schön in den Gewölben der Oudegracht, zum Beispiel im Hotel 26* (Partnerlink). Gleich vor der eigenen Haustür auf Zeit, lässt sich der Tag herrlich mit einem Glas Wein am Wasser ausklingen.

Lyon

Die Hauptstadt der Region Rhône-Alpes und drittgrößte Stadt Frankreichs befindet sich etwa sechs Zug-Stunden von Frankfurt am Main entfernt. Mich hat besonders die Mischung aus moderner und historischer Stadt begeistert.

In der Altstadt, Vieux Lyon, dem Viertel zwischen dem Fuß des Berges Fourvière und der Saône, kann man sich wunderbar durch die schmalen Gassen treiben lassen. Zum Übernachten bietet sich das Grand Hotel des Terreaux* (Partnerlink) an. Das Gebäude aus dem 19. Jahrhundert liegt nur 900 Meter von der Kathedrale entfernt und verfügt über individuell eingerichtete Zimmer im Boutique-Stil.

Texel

Nur eins der vielen tollen Dinge an Texel im Frühling: Es ist Lämmerzeit. Das heißt, die ganze Insel ist übersät mit zufrieden blökender Baby-Schafe. Daneben hat Texel all das zu bieten, wonach der Urlauber bei einer Reise nach Holland auf der Suche ist – nur in komprimierter Form. Ein weiterer Pluspunkt der Insel: Hier scheint 30 Prozent häufiger die Sonne als im Rest des Landes.

Von Frankfurt am Main gibt es täglich alle zwei Stunden eine Zugverbindung nach Amsterdam. Dort angekommen, steigt ihr in den Intercity und fahrt eine gute Stunde an die Küste nach Den Helder. Vom Hauptbahnhof aus, lauft ihr eine halbe Stunde den Damm entlang bis zum Anlegesteg der Fähre. Alternativ bringt euch die Buslinie 33 für drei Euro bis zum Fährhafen. Am TESO-Schalter könnt ihr euer Ticket für die Hin- und Rückfahrt erwerben. Fußgänger bezahlen 2,50 Euro. Die Überfahrt zwischen Den Helder und Texel dauert etwa 20 Minuten.

Lämmerliebe auf TexelTexelDen Burg

Sehr ans Herz legen, möchte ich euch das zauberhafte Boutique Hotel Texel* (Partnerlink). Es ist unweit der Naturreservate De Slufter und De Muy und nur vier Kilometer vom Dorf De Cocksdorp gelegen. Im hoteleigenen Restaurant Gusta erwarten euch kulinarische Gaumenfreuden mit texelscher Authentizität. Auch das Frühstücksbuffet lässt keine Wünsche offen. Wenn ihr euch für dieses Hotel entscheidet, probiert unbedingt Spa-Woolness aus.

Freiburg im Breisgau

Ein wahres Schmankerl im eigenen Land bietet ein Kurztrip nach Freiburg. Sobald die ersten Vorboten des Frühlings zu sehen sind, ist die Altstadt voll sonnen-hungriger Menschen. Ganz Hart­ge­sot­tene baumeln sogar schon mit den Füßen in den Bächle, dem Freiburger Warzeichen. Fahrt unbedingt zur Spargelzeit nach Freiburg. Das Frühlingsgericht gibt es dann mit köstlichem Kratzete, einem pikanten, schwäbischen Kaiserschmarren.

Von Frankfurt am Main seid ihr in unter zweieinhalb Stunden im schönen Freiburg. Übernachten könnt ihr in der liebevoll renovierten Rainhof Scheune. Das denkmalgeschützte Gebäude liegt zwar etwas außerhalb, überzeugt dafür mit seinem einmalig schönem Ambiente.

Straßburg

Von Frankfurt am Main braucht ihr weniger als zwei Zugstunden und schon spaziert ihr durch die kleinen Gassen des malerischen Viertels la petite France. Die Stadt im Elsaß ist bekannt für ihre schnuckeligen Fachwerkhäuser und für ihre erstklassige Küche.

Zentral übernachten könnt ihr im Hotel Régent Petite France & Spa* (Partnerlink). Zum Frühstücken oder für den Snack zwischendurch empfehle ich euch das Café Pur. Besonders angetan war ich von dem Konzept, bei dem nur Lebensmittel verwendet werden, deren Erzeuger sich im direkten Umfeld des Cafés befinden.

 

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Green Travelling - 5 Bahnreisen für den Frühling

 

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Sippin’ on Sunshine

Leute, haltet euch fest. Ich habe gestern die ersten Knospen an den Sträuchern entdeckt. Der Frühling kann demnach nicht mehr allzu fern sein. Juhuu!

Wenn Mainz von so viel Sonne und tollem Licht verwöhnt wird, wie in den letzten Tagen, fällt es mir unheimlich schwer drinnen, am Schreibtisch zu sitzen. Obwohl ich gerade kaum hinterher komme mit der Arbeit, habe ich mir zumindest einen kleinen morgendlichen Spaziergang mit meiner guten Freundin Fabienne gegönnt.

Mit Coffee-to-go und Kamera schlenderten wir am Rhein entlang und kamen mit aufgetanktem Vitamin-D-Vorrat wieder zurück.

Essen gehen in Paris: Meine Café und Restaurant Tipps

Zugegeben, es hat eine Weile gedauert, bis ich sie gefunden habe. Die hübschen Cafés und Restaurants in Paris, in denen man verhältnismäßig günstig – aber trotzdem lecker – frühstücken, lunchen und zu Abend essen kann. Ganze drei Wochen habe ich mich nun durch Paris probiert und will euch meine Top-Tipps nicht vorenthalten. Hier kommen meine liebsten Cafés und Restaurants.

Frühstück und Lunch in Paris

Meine Nummer eins zum Frühstücken ist das gemütliche IBRIK Café. Die Tafel mit der Aufschrift “Weird Coffee for weird people”, die vor dem Café aufgestellt ist, hatte mich neugierig gemacht. Hier genießt ihr in entspannter Atmosphäre köstliche Bowls mit Früchten und griechischem Joghurt inklusive einem Latte für 10,50 Euro.

IBRIK
43 Rue Laffitte,
75009 Paris
www.ibrik.fr

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 8.30 bis 17 Uhr
Samstag: 10.30 bis 16 Uhr
Sonntag: Ruhetag

Im Herzen des Marais Viertels liegt Le Voltigeur. Das Bistro ist bekannt für seine leckeren Kuchen und Desserts. Das Pain au Chocolat ist das beste, das ich in Paris probiert habe.  Zum Cappuccino gibt es süße Grüße vom Barista inklusive. Wenn es euch hier hin verschlägt, probiert unbedingt auch die frisch gepressten Säfte.

Le Voltigeur
45 Rue des Francs Bourgeois
75004 Paris
www.levoltigeur.fr

Öffnungszeiten:
Täglich von 10 bis 2 Uhr

Das Terres de Café vefügt über mehrere Filialen in Paris und ist ideal für die schnelle Koffein-Spritze zwischendurch. Zum Kaffee gibt es Kekse und Kuchen. Wer Glück hat, ergattert einen Platz in den gemütlichen Hängesesseln. In dem dazugehörigen Shop findet ihr vielleicht auch ein Kaffee-Mitbringsel für die Daheimgebliebenen.

Terres de Café
13 Rue d’Aligre
75012 Paris
www.terresdecafe.com

Öffnungszeiten:
Variiert je nach Filiale

Das kleine Hipster Café Baguette’s liegt in der Nähe des Louvre. Hier gibt es hervorragenden Kaffee, die Tasse Cappuccino kostet 5 Euro, und Sandwiches ab 7,40 Euro. Außerdem bekommt ihr im Baguette’s Menüs, bestehend aus Sandwich oder Salat inklusive Getränk ab 9 Euro.

Baguette’s Café
33 Rue de Richelieu,
75001 Paris
www.ilovebaguetts.com

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 8.30 bis 17 Uhr
Samstag und Sonntag: 9.30 bis 17.30 Uhr

Lunch und Abendessen

Als ich um 10 vor 12 vor dem Pink Mamma in der Rue de Douai warte, hat sich schon eine kleine Schlange gebildet. Nachdem die Kellner und Barkeeper sich mit einem Schlachtruf (super sympathisch, sag ich euch) auf den Tag vorbereiten, öffnen sie die Türen und geleiten euch mit einem charmanten”Buongiorno” an den Tisch. Bei italienischem Flair gepaart mit französischem Chic, erwartet euch eine kleine aber feine Speisekarte mit Hauptgerichten ab 12 Euro.

Das Pink Mamma, das auf drei Etagen seine Gäste glücklich macht, hat am Nachmittag geschlossen. Mittags könnte ihr hier zwischen 12 und 14.15  bzw. 15 Uhr lunchen. Abends öffnet das Restaurant von 19 bis 22.45 oder 23 Uhr seine Pforten. Früh da sein empfiehlt sich.

Pink Mamma
20bis Rue de Douai
75009 Paris
www.bigmammagroup.com

Öffnungszeiten:
Montag bis Mittwoch: 12 bis 14.15 Uhr und 19 bis 22.45 Uhr
Donnerstag und Freitag: 12 bis 14.15 Uhr und 19 bis 23 Uhr
Samstag: 12 bis 15 Uhr und 18.45 bis 23 Uhr
Sonntag: 12 bis 15 Uhr und 19 bis 22.45 Uhr

Es lohnt sich in Paris in die Hinterhöfe zu spähen. Im Marais Viertel beispielsweise findet ihr von der Rue Saint Paul kommend, nicht nur ein Antiquitäten-Geschäft, sondern auch das entzückende La Petite Maison Dans La Cour. Besonders bei schönem Wetter, kann man hier toll im ruhigen Hof sitzen und schlemmen.

La Petite Maison Dans La Cour
9 Rue Saint-Paul
75004 Paris
www.facebook.com/La-petite-maison-dans-la-cour

Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Sonntag: 12 bis 20 Uhr
Montag und Dienstag: Ruhetag

In La REcyclerie erwartet euch eine coole Oase am Rande von Montmartre, die mich mit ihrem alternativen Interieur ein wenig an Berlin erinnert. Der alte Bahnhof ist liebevoll gestaltet und in den großzügigen Räumlichkeiten gibt es immer wieder etwas neues zu entdecken. Menüs mit Hauptspeise und Dessert gibt es für 13 Euro. Im Sommer öffnet die Terrasse an den stillgelegten Bahngleisen. Toll finde ich auch das Konzept mit der integrierten Werkstattecke, wo man defekte Dinge gemeinsam reparieren kann.

La REcyclerie
83 Boulevard Ornano
75018 Paris
www.larecyclerie.com

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag: 12 bis 0 Uhr
Freitag und Samstag: 12 bis 2 Uhr
Sonntag: 11 bis 22 Uhr

 

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Essen gehen in Paris - Meine Café und Restaurant Tipps

Die Sache mit Paris – oder: Warum aller guten Dinge vier sind

Paris hat es mir bisher nicht leicht gemacht – oder vielleicht war ich es, die es der Metropole an der Seine hätte einfacher machen können. Für Lissabon brauchte ich gerade mal wenige Stunden und ich war vollkommen verzaubert. Mit Paris dauerte es deutlich länger. Ganze vier Anläufe waren es, bis die Stadt und ich uns anfreundeten und wir endlich über den banalen Smalltalk hinweg kamen.

Mit 11 Jahren war ich das erste Mal in Paris. Davon übrig geblieben sind bruchstückhafte Erinnerungen an die Mona Lisa im Louvre, den Eiffelturm und die Galerie Lafayette. Jahre vergingen, in denen ich meine Italienliebe gepflegt und Paris als Stadt in der ich “ja schon mal war” vernachlässigte. Im Jahr 2015 machte ich dann doch einen kurzen Trip im Sommer in die französische Hauptstadt und ein Jahr später verbrachte ich ein paar Tage im Pariser Herbst.

Aber trotz der zweifellos schönen Metropole mit ihrer von Baron Haussmann geprägten Architektur und dem Stadtbild, das alle paar Meter einer Filmkulisse gleicht, wurde ich nicht so recht warm mit Paris. Ein bitterer Nachgeschmack blieb nach jeder Reise. Grund waren die teuren Preise, die mir die Lust am Kaffee trinken und Essen gehen nahmen. Denn mich durch die vielen landestypischen Köstlichkeiten durchzuprobieren, gehört für mich unbedingt dazu, wenn ich in einer anderen Stadt bin. Zum anderen wirkten die Pariser oft etwas arrogant auf mich. Wenn ich sie mit meinem ausbaufähigen Schulfranzösisch nach dem Weg fragte, erntete ich teilweise Blicke, als hätte ich ihnen gerade vorgeschlagen, mal eben nackt die Champs Elysee entlang zu spazieren.

Auch die Vergleiche mit Rom erschwerten meine Beziehung zu Paris. Wie bei Paris, war auch Rom keine Liebe auf den ersten Blick. Ich brauchte eine zweite Reise, um der Stadt am Tiber gänzlich zu verfallen. Dann aber bedingungslos. Natürlich ist es etwas unfair Rom, das ich mit warmen Sommertagen verband, mit dem oft kühlen und verregneten Paris zu vergleichen. Trotzdem tat ich es und vermisste in Paris die kleinen charmanten Plätze, die Herzlichkeit der Italiener und den Cappuccino für 2 Euro.

Nun folgt also Versuch Nummer vier mit Paris und mir. Diesmal will ich es wirklich wissen. Ganze drei Wochen habe ich, um in die Stadt einzutauchen und mich auf die Menschen einzulassen.

Am Gare de l’Est komme ich an und verstaue meinen Rucksack in den Schließfächern. Den Schlüssel für meine Wohnung in Montmartre kann ich erst gegen Abend abholen. Mit meiner neuen Kamera will ich mich gleich ins Pariser Leben stürzen und kaufe mir am Schalter ein Metro-Ticket. Erst als ich mich durch das Drehkreuz geschoben habe, sehe ich, dass der Mann am Schalter mir neben der Quittung noch einen weiteren Zettel gegeben hat. Mit seiner Handynummer. Ich schmunzele innerlich. Vor nicht mal einer halben Stunde angekommen und schon das Ego gestreichelt bekommen. Okay, Paris, mal sehen was du als nächstes für mich auf Lager hast.

Noch einiges, wie sich herausstellen wird. An der Tafel der Linie 7 überfliege ich die Stationen, um zu sehen, ob mir etwas von den letzten Reisen bekannt vorkommt. Und voilá. Beim Pont Neuf steige ich aus und freue mich, dass die graue Wolkendecke gerade aufbricht und die Sonne herauskommt. Obwohl der Wetterbericht gestern noch Regen angekündigt hatte. So so, Paris, du versuchst es dieses Mal wohl mit allen Mitteln. Je suis d’accord!

Beschwingt laufe ich über den Pont Neuf auf die Ile de la Cite. Auf der kleinen Insel auf der Seine, deren spitzes Ende an das Bug eines Schiffes erinnert, findet ihr nicht nur die Notre Dame. Auch viele kleine Gässchen und ein netter kleiner Park an der Rückseite der Kathedrale sind hier angesiedelt. Hier gibt es übrigens einen der vielen gratis WLAN-Hotspots in Paris.
Ich überlege für einen Moment, ob ich mich eine Weile auf einer der Bänke in die Sonne setze. Da nimmt mir die nächste Straßenecke die Entscheidung ab. Denn hier wendet ein Mann eifrig Crêpes für 3 Euro auf seinem Eisen. Zwei Minuten später sitze ich auf einer der Bänke in der Sonne und genieße meinen ersten Crêpe in Paris, auf den in den nächsten Wochen – im Wechsel mit Eclairs und Macarons – sicher noch viele folgen werden.

Nach fast zwei Wochen in Paris wird mir klar: Um mich auf die Stadt einzulassen, hat es für mich vor allem eins gebraucht: Zeit. Zeit um Paris verstehen zu lernen. Die Fasson der Menschen, die 20 Arrondissements, in die die Stadt untergliedert ist. Nun nimmt das große Gewirr an Straßen und Plätzen so langsam Form in meinem Kopf an.
Auch die schönen Plätze, um die ich Rom so liebe, habe ich in Paris gefunden. Nur eben ein paar Nummern größer und mit mehr Schick als italienischem Charme.

Nie hätte ich gedacht, dass ich mich in Paris mal so wohl fühlen würde. Ich mag an Paris, dass sich das Leben, sogar zu dieser Jahreszeit, draußen abspielt. Viele Pariser sitzen abends vor den Bars und trinken ihr Bier oder ihr Glas Wein. An einem Samstag Abend auf der Place de la République kann man die Lebensfreude der Menschen regelrecht aufsaugen.
Ich mag es mit der Metro binnen kürzester Zeit von einer Seite der Stadt in die andere zu fahren. Und mir gefällt, dass viele Pariser, in ihr Buch statt in ihr Smartphone schauen, wenn sie in der Metro sitzen. Auch ich habe mir mittlerweile angewöhnt die Fahrten zum Lesen zu nutzen.
Ich mag die wunderschönen Fassaden der Häuser und frage mich, ob ich mich jemals satt daran sehen werde. Ich mag an Paris, dass ich nun doch ein paar bezaubernde Cafes und Restaurants mit erschwinglichen Preisen gefunden habe (mehr dazu gibt’s im nächsten Blog-Post).
Ich mag es, den Verkäufer an der Seine dabei zu beobachten, wie er sich an einem sonnigen, ruhigen Montag von seinen Ständen weg, hin zur Seine dreht und für einen Moment zur Notre Dame hinauf sieht. Dann frage ich mich, ob die Schönheit der Stadt auch noch auf ihn wirkt. Obwohl er sie Tag ein Tag aus um sich hat.
Und ich mag Paris für sein entzückendes Marais und sein bezauberndes Montmartre. Das mit seinen kleinen Gassen ganz nah an Roms Trastevere heran kommt.

Nun genieße ich mein Glück noch eine ganze Woche hier wohnen zu dürfen. Mit dem Moulin Rouge, Sacré-Cœur und gefühlt hundert Boulangerien gleich um die Ecke. Das Jahr mit dieser kleinen Pariser Auszeit zu beginnen, war die beste Idee überhaupt.

 

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Fleur Bleue January Tunes

Salut aus Paris! Die Januar-Playlist hat sich meinem aktuellen Standort angepasst. Nach einer Woche in der Stadt der Liebe begleiten mich im Moment viele feinfühlige Songs und Interpreten. Es scheint, als locke Paris die Romantikern in mir hervor. Bei der ich nicht mal wusste, dass sie überhaupt existiert. Mais, je suis d’accord!

montmartre paris

Ein wenig freue ich mich schon jetzt drauf, wenn ich in ein paar Monaten oder sogar Jahren diese Playlist wieder herauskrame und mich die Musik zurück in die Straßen von Montmartre nimmt.

Viel Spaß beim Anhören und Sehnsüchten!

Durch die Blätter auf dem Titelbild seht ihr übrigens die Basilika Sacré-Cœur.

 

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Fleur Bleue January Tunes

 

Reiseblogger verraten ihre Tipps für Paris

“Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne”, hat mein Lieblingsautor Hermann Hesse einmal gesagt und dem Besonderen der Neuanfänge ein ganzes Buch gewidmet. Auch so ein frisch angebrochenes Jahr kann uns ungemein beflügeln Neues auszuprobieren und hilft uns dabei alte Muster zu durchbrechen. Die beste Zeit für Veränderungen!
Am Mittwoch steht auch für mich etwas Neues an. Wenn auch nur ein temporärer Tapetenwechsel. Ein besonderes Reiseprojekt, das sich relativ spontan ergeben hat. Drei Wochen lang werde ich eine kleine Wohnung in meinem Pariser Lieblingsstadtteil Montmartre bewohnen und den Zauber des neu angebrochenen Jahres in der französischen Hauptstadt erleben dürfen.

Et volià! Das habe ich als Gelegenheit genutzt, um mich unter meinen Blogger-Kollegen nach den besten Paris Tipps umzuhören. Und hier sind die Empfehlungen, die ich bekommen habe. Vielen Dank, an alle Blogger fürs Mitmachen und allen Lesern nun viel Spaß beim Träumen von Paris oder sogar schon vorbereiten auf euren nächsten Trip.

Ich wünsche euch ein wundervolles Jahr 2018 mit vielen unvergesslichen (Reise-)Momenten!

Thomas von Breitengrad66

Wie lange und zu welcher Jahreszeit warst du in Paris?

Ich war insgesamt schon einige Male in Paris. Bei meinem letzten Besuch war ich zum ersten Mal im Herbst dort und ziemlich begeistert. Ein Paris-Besuch zu dieser Jahreszeit ist auf jeden Fall eine sehr gute Idee.

Was gefällt dir in Paris besonders?

Ich interessiere mich besonders für Geschichte und mag deshalb vor allem die monumentale Architektur der Stadt. Diese lässt mich irgendwie immer wieder eine kleine Zeitreise erleben. Hinzu kommen natürlich die vielen einzigartigen Museen.

Was war dein persönliches Highlight in Paris?

Richtig toll finde ich den Louvre. Wer mal in Paris ist, muss dort unbedingt einen Blick hinein werfen. Mein persönliches Highlight war aber das Musée d’Orsay. Ich bin ohne große Erwartungen in dieses ehemalige Bahnhofsgebäude gegangen und völlig überrascht wieder herausgekommen. Es sind dort vor allem grandiose Bilder weltberühmter Impressionisten zu sehen. Selbst wer sich nicht so für Kunst interessiert, hat viele dieser Gemälde schon mal irgendwo abgebildet gesehen. Im Museum vor einem original Monet oder Van Gogh zu stehen, ist etwas ganz Besonderes.

Dein liebster Ort in Paris?

Mein liebster Ort in Paris ist der Tour Montparnasse. Von der Dachterrasse des 210 Meter hohen Gebäudes kann man die ganze Stadt und das Umland überblicken. Grandios ist von hier vor allem der Blick in Richtung Eiffelturm und hinüber zum Hochhausviertel La Défense. Aber auch alle anderen Sehenswürdigkeiten wie Sacré-Cœur de Montmartre, Louvre oder die Kathedrale Notre-Dame sind von hier wunderbar zu sehen.

Wo kann man in Paris gut und günstig essen?

Ich muss zugeben, dass ich mir in Paris nie wirklich Zeit fürs Essen genommen habe. Obwohl es dort sicher ganz viele tolle Restaurants gibt, habe ich mir immer auf die Schnelle etwas in einem Supermarkt oder in einer Bäckerei besorgt. Das geht nicht nur schnell und lässt mehr Zeit fürs Sightseeing, es spart vor allem auch viel Geld.

Mit welchen Transportmitteln hast du dich fortbewegt?

In Paris kommt man eigentlich überall mit der Metro sehr gut hin. Ich empfehle, sich sofort nach Ankunft ein Tagesticket zu kaufen. Wer eher nicht so viel unterwegs ist, für den können auch Einzeltickets interessant sein. Es gibt diese zum ermäßigten Tarif im 10er-Pack. Übrigens muss man zur Anreise nach Paris nicht unbedingt das Flugzeug nehmen. Von Deutschland aus gibt es sehr gute Zug-Anbindungen. Ich war bei meinem letzten Besuch mit dem Thalys dort. Das hat mir sehr gut gefallen. Dazu wird es in den nächsten Tagen noch einen Artikel bei mir im Blog geben.

Kannst du eine Unterkunft empfehlen?

Gut gefallen hat es mir im Best Western Hotel Eiffel Cambronne. Das Hotel ist zwar nicht sonderlich modern oder gar luxuriös, aber dafür ist es sehr gut gelegen und nicht so teuer. Eine Metro-Station ist ebenso in der Nähe, wie kleine Supermärkte, Bäcker und eine Pizzeria.

Gibt es etwas, dass du bei deiner nächsten Parisreise anders machen würdest?

Da die Eintrittspreise in den Museen und zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt doch recht hoch sind, werde ich beim nächsten Besuch vorher genauer planen, was sich für mich lohnen könnte und was nicht. Mir würde dann erspart bleiben, Geld für Museen auszugeben, bei denen das Preis-Leistungsverhältnis aus meiner Sicht nicht stimmt. Für die Conciergerie werden z.B. unglaubliche 9 Euro Eintritt verlangt, obwohl es dort praktisch nichts mehr zu sehen gibt.

Melanie von Rucksack rauf und weg

Wie lange und zu welcher Jahreszeit warst du in Paris?

Ich war im Juni 2017 für 5 Tage in Paris. Es war mein erster Urlaub in Frankreich generell und Paris hatte mich sehr schnell an der Angel. Vor allem, weil auch das Wetter super mitgespielt hat.

Was gefällt dir in Paris besonders?

… dass man einfach verloren gehen kann! Ganz ohne Plan haben wir uns einfach dorthin tragen lassen, wohin die Füße uns geführt haben. Das war wunderbar und wir haben so viele tolle Ecken entdeckt, die wir anders nie gesehen hätten.

Was war dein persönliches Highlight in Paris?

Mein persönliches Highlight war definitiv die Nottre Dame. Ich habe noch nie eine Kirche besucht, die mir eine solche Gänsehaut beschert hat. Ich war überwältigt. Besonders von der Aura im Inneren. Und alleine der Gedanke, was hier vor hunderten von Jahren alles passiert sein wird, hat mich völlig begeistert!

Dein liebster Ort in Paris?

Der Blick von der Sacré Coeur aus. Dort bin ich mit meinem Mann unter einem kleinen Baum gesessen, haben uns Baguette und Streichkäse schmecken lassen und haben uns vollends im Anblick Paris’ verloren.

Wo kann man in Paris gut und günstig essen?

Meiner Meinung nach findet man überall ein preiswertes Lokal, wenn man sich etwas abseits der Touristenpfade bewegt. Das kann schon die nächste Querstraße sein oder die andere Straßenseite. Einfach die Augen offen halten. So haben wir es z.B. gemacht und sind da auf diese kleine Pizzeria nur unweit des Eiffelturms gestoßen. Sie hieß Pizza la Gourmandise und es war eine echte Gaumenfreude! Wer auf Nummer Sicher gehen will, kann im Fall der Fälle einfach Trip Advisor zu Rate ziehen.

Mit welchen Transportmitteln hast du dich fortbewegt?

Wir hatten uns gleich von Anfang an das Navigo Decouverte Ticket für fünf Tage am Bahnhof geholt und konnten damit alle öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Wir waren dann meistens mit der U-Bahn und ab und an mit dem Bus unterwegs.

Kannst du eine Unterkunft empfehlen?

Mein Mann und ich sind im Ibis Budget Aubervilliers Hotel untergekommen. Das liegt etwas außerhalb der City. Die Zimmer waren günstig und zweckmäßig, aber sauber. Einziger Nachteil: Zur nächsten U-Bahn Station waren es ca. 15 Minuten Fußweg und die Fahrt in Richtung Stadt dauerte auch ihre rund 30 Minuten.

Gibt es etwas, dass du bei deiner nächsten Parisreise anders machen würdest?

Ich würde das nächste Mal lieber einen Tick mehr für die Unterkunft ausgeben, damit ich näher an der City wäre und damit etwas unabhängiger von öffentlichen Verkehrsmitteln bin (bzw. nicht so lange damit fahren müsste).

Tobias von Tobias Hoiten

Wie lange und zu welcher Jahreszeit warst du in Paris?

Wir waren im September für ein Wochenende in Paris. Freitagabend hin und Sonntagnachmittag wieder zurück. Wir hatten vor allem mit dem Wetter echt Glück, da die Sonne schien und es angenehme 23 Grad waren.

Was gefällt dir in Paris besonders?

Es ist einfach dieses besondere Flair, was sich über die ganze Stadt zieht. Die Architektur ist besonders, überall hörst Du Menschen in der wunderschönen französischen Sprache sprechen und kulturell hat die Stadt so viel zu bieten.

Was war dein persönliches Highlight in Paris?

Hmm, den Aufstieg auf den Eiffelturm oder aufs Notre-Dame? Ich entscheide mich für Notre-Dame. Von hier aus kann man zumindest den Eiffelturm sehen. 

Dein liebster Ort in Paris?

Pont Alexandre III. Ja, den Namen hab ich mir gemerkt. Das ist eine der eindrucksvollsten Brücken über die Seine, die ich gesehen habe. Unweit vom Place de la Concorde ergibt sich hier ein wunderschönes Bild auf den Eiffelturm.

Wo kann man in Paris gut und günstig essen?

Das wüsste ich allerdings auch gerne. Haben wir in der kurzen Zeit nicht entdecken können, wo man gut und günstig essen kann. Gutes Essen gibt es in den vielen Restaurants und Bars, die man an jeder Straßenecke findet. Günstig ist es aber nicht gerade.

Mit welchen Transportmitteln hast du dich fortbewegt?

Überwiegend zu Fuß vom Arc de Triomphe bis zum Notre-Dame. Das ist schon eine ordentliche Strecke, aber hier kann man echt alles wichtige an einem Tag entdecken. Ansonsten viel mit der Pariser Metro, die einen schnell von A nach B bringt.

Kannst du eine Unterkunft empfehlen?

Wir haben vorher lange nach einem guten Hotel geschaut, das verkehrstechnisch gut angebunden ist und zentral liegt. Da wir von Hamburg nach Orly geflogen sind, musste ein Hotel im südlichen Stadtzentrum her. Die Wahl fiel dann auf das Ibis Hotel am Eiffelturm, das nur 15 Minuten vom Wahrzeichen entfernt ist und von dem man wirklich schnell überall war.

Gibt es etwas, dass du bei deiner nächsten Parisreise anders machen würdest?

Oh ja – definitiv länger bleiben! In eineinhalb Tagen kann man nicht alles sehen und muss sich entscheiden, was man sehen möchte und was nicht. Bei uns ist z. B. Sacre Coeur auf der Strecke geblieben. Auch ein Ausflug nach Versailles wäre ein Sahnestück gewesen.

Nicole von Passenger X

Wie lange und zu welcher Jahreszeit warst du in Paris?

Ich war bisher zweimal in Paris. Einmal vor über acht Jahren für drei Tage im Juni und das zweite Mal im letzten Jahr für eine Woche im Juli.

Was gefällt dir in Paris besonders?

Dieses Gefühl in Paris zu sein. Das ist schwer zu beschreiben, aber manche Städte haben einfach ihren eigenen Charakter. So wie New York, hat Paris das auch. Man kennt die Stadt aus Filmen und Geschichten. Sie hat diesen romantischen und auch etwas verruchten Charakter. Einfach dort zu sein, an der Seine entlang zu spazieren, bei Laduree vollkommen überteuerte aber leider auch verdammt gute Macarons zu naschen und Abends in einer Weinbar anzustoßen – ach ja Paris…

Was war dein persönliches Highlight in Paris?

Immer wieder schön finde ich es in einer lauwarmen Sommernacht an der Seine entlang zu spazieren bis ich am Jardin Tino Rossi angekommen bin. Einem ganz besonderem Ort. Denn hier treffen sich im Sommer Hobbytänzer und nutzen das Seineufer als Tangoparkett. Die Atmosphäre ist wirklich einmalig, als wäre man mitten in einer kitschig schönen Filmszene.

Dein liebster Ort in Paris?

Mich auf einen Ort festzulegen fällt mir schwer. Aber wenn mir nach Kunst & Kultur ist gehe ich gern in das Museé de L’Orangerie, zum Shoppen ins Marais und zum Entspannen in den Jardin de Luxembourg.

Wo kann man in Paris gut und günstig essen?

Der Marché des Enfants Rouge ist ein Food Market und immer wieder einen Besuch wert. Hier kannst du zwischen ganz unterschiedlichen Gerichten aus aller Welt wählen und die Preise sind fair.

Mit welchen Transportmitteln hast du dich fortbewegt?

In Paris kommt man gut mit den Öffis vorwärts. Am besten entdeckt man die Stadt aber mit dem Fahrrad. Ich habe die Leihfahrräder von Velib genutzt. Die sind günstig, du bekommst sie fast überall und das Leihsystem funktioniert wirklich einfach.

Kannst du eine Unterkunft empfehlen?

Paris ist eine teure Stadt. Wer einen halbwegs vernünftigen Standard möchte, der muss leider tief in die Tasche greifen. Während meiner ersten Paris Reise habe ich in einem Hostel übernachtet, das war keine besonders gute Unterkunft. Beim zweiten Mal habe ich mir dann ein AirBnB gegönnt. Ich mochte einfach die Idee für ein paar Tage “in Paris zu wohnen”.

Gibt es etwas, dass du bei deiner nächsten Parisreise anders machen würdest?

Da ich schon zum zweiten Mal in Paris war, wusste ich genau, wie ich meine Reise gestalten wollte. Von daher würde ich nichts anders machen. Vor allem ein eigenes Apartment zu nehmen und eine ganze Woche in der Stadt zu haben, war für mich richtig. So konnte ich Paris ganz in Ruhe entdecken, mich ein klein bisschen wie eine Pariserin fühlen und weniger wie ein Tourist.

Janett von Teilzeitreisender

Wie lange und zu welcher Jahreszeit warst du in Paris?

Ich war zwei Mal in Paris. Einmal im April, einmal im Juni. Beim ersten mal zwei Tage, der Juni-Trip war nur zur Durchreise. Beide Jahreszeiten haben ihren Charme.

Was gefällt dir in Paris besonders?

Ich bin kein Freund der großen Sehenswürdigkeiten. Mir hat der Friedhof Pere Lachaise sehr gut gefallen und die Gegend um den Bahnhof Gare du Nord (vor allem zum Kanal hin) sehr verzaubert. Auch Montmartre find ich sehr spannend.

Was war dein persönliches Highlight in Paris?

Da kann ich mich gerne wiederholen. Der Friedhof Pere Lachaise hat mich beeindruckt. Die Ruhe und auch die Eindrücke sind einmalig für Paris. Ich wollte erst nicht auf den Friedhof gehen, meine Recherche zu Edith Piaf führt mich jedoch hier her. Das Grab zu finden hat lange gedauert, aber der Weg dorthin und auch die Grabkunst hier ist schon wirklich sehenswert.

Dein liebster Ort in Paris?

Sitzen am Canal hinter dem Gare du Nord. Hier erlebt man ein ganz anderes Paris.

Wo kann man in Paris gut und günstig essen?

Das Ou La La, was ich euch empfehlen wollte, hat leider seit dem Sommer geschlossen. Die Taccos mit typisch französischer Füllung waren echt günstig und mega lecker. Aber auch im Künstlerviertel Montmartre gibt es einige Cafes, die gut und durchaus bezahlbar sind.

Mit welchen Transportmitteln hast du dich fortbewegt?

Zu Fuß und mit der Metro kommt man in Paris ganz gut von A nach B. Andere Fortbewegungsmittel hab ich nicht ausprobiert, könnt mir aber auch vorstellen, eine Bootstour zu machen.

Kannst du eine Unterkunft empfehlen?

Ich habe in zwei Unterkünften übernachtet, die ich aber nur bedingt empfehlen kann. Ich würde wohl auf Kettenhotels zurückgreifen beim nächsten Mal.

Gibt es etwas, dass du bei deiner nächsten Parisreise anders machen würdest?

Ich würde wohl mehr auf die Auswahl der Hotels achten. Auch würde ich mal eine Fahrt auf der Seine unternehmen und auch in die unbekannten Stadtteile fahren.

Lust auf noch mehr Paris? Dann schau mal hier vorbei.

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Reiseblogger verraten ihre Tipps für Paris web

 

Die Heidi in mir: Bergglück in Bayern

Als Kind träumte ich oft davon eines Tages auf einer Alm zu leben. Zusammen mit ein paar Kühen und Hühnern und einem Mann (nicht zwangsläufig in dieser Reihenfolge), der in einem Holzfällerhemd – passenderweise in eben solchem – Kaminholz hacken würde.
Wie Heidi, der Natur ganz nah. Mit dem Wald vor der Tür und einem Bergpanorama als täglichen Begleiter. Im Winter würde ich nachts aus dem Bett schlüpfen, sobald die ersten Flocken vom Himmel fallen und mit Mann und Hund durch den frischen Schnee stapfen. Im Sommer barfuß über Wiesen spazieren und in kristallklaren Bergseen baden.

Mit den Jahren habe ich mich nun doch mehr und mehr zum Stadtmensch entwickelt. Nichts desto trotz genieße ich auch heute Tage auf dem Land und in der Natur und lasse gerne die Heide aus mir herauskitzeln.
Umso glücklicher war ich, als mich meine gute Freundin Laura in ihre Heimat nach Garmisch-Partenkirchen einlud. Am Fuß der Zugspitze verbrachten wir eine erfüllende Woche mit ausgiebigen Wanderungen, gemütlichen Schoko-Latte-Nachmittagen und City-Trips nach Innsbruck und München.

Der Waldboden dämpft meine Schritte. Durch die hohen Tannen blinzelt die Nachmittagssonne. Laura und ich sind auf dem Weg zum Höhepunkt während unserer Bayern-Reise. Wir wollen heute zu einem der schönsten Seen Deutschlands. Ach was sag ich, zu einem der schönsten Seen überhaupt.
Eingebettet zwischen schroffen Bergen und geheimnisvollen Wäldern liegt der Eibsee. Tiefblau und glasklar. Bilder, die ich sonst nur an fernen Orten, wie Kanada erwartet hätte. So magisch schön kann Deutschland also sein.

In zwei Stunden kann man den Eibsee umrunden. Unsere Tour dauert noch etwas länger. Schuld sind die vielen phänomenalen Aussichten, die sich alle paar Meter auftun und uns zu Foto-Stopps oder kurzen Pausen am See animieren.
Nach unserer Wanderung um den Eibsee, lassen Laura und ich uns auf der sonnenverwöhnten Terrasse des Eibsee Pavillons nieder. Apfelstrudel mit Vanillesoße mit Seeblick. Was will man mehr. Und was ist das doch für ein besonderes Gefühl, an einem Ort mit Bergpanorama zu sein.

Nach einer Woche treten Laura und ich die Heimreise an. Auf der Heimfahrt von München nach Mainz schießt die Deutsche Bahn mal wieder den Vogel ab. “Ihr Zug? Der ist wegen Bauarbeiten heute schon vor einer Stunde abgefahren,” erzählt uns die Frau am Service-Point des Münchner Hauptbahnhofs in aller Seelenruhe. Wir schlucken unseren Unmut hinunter. In einer knappen Stunde fährt schließlich noch ein ICE nach Mainz.
Dem Ziel fast zum greifen nahe, werden wir am Fernbahnhof des Frankfurter Flughafens dann doch noch aus dem Zug geschmissenen. “Wegen Weichenstörungen ist die Fahrt an dieser Stelle beendet”, tönt es aus den Lautsprechern. Na, toll!
Also schnappen wir unsere Rucksäcke, um von Fernbahnhof zum Regionalbahnhof zu marschieren, mit einigen wüsten Flüchen auf den Lippen. Klar die nächste S-Bahn nach Mainz ist gerade abgefahren. Und während wir auf die nächste warten, nutzen wir die Zeit um neue Werbeslogans für die Deutsche Bahn zu texten. Meine liebsten Empfehlungen für die Marketing Abteilung der Deutschen Bahn: “Deutsche Bahn – lernen sie sich selbst zu helfen” oder “Deutsche Bahn – gehend sind sie schneller unterwegs”.

Gegen ein Uhr nachts kommen wir dann doch in Mainz an. Gute drei Stunden später als gedacht. Aber was soll’s. Von der Deutschen Bahn lasse ich mir meinen tollen Bayern-Trip nicht vermiesen. Ich komme nochmal her. Eventuell sogar wieder mit dem Zug und vielleicht schon nächsten Sommer, wenn man den Eibsee als Badesee genießen kann. So wie ich mir das vorgestellt hatte, in meinen kindlichen Träumereien. Nur noch ein wenig schöner.

 

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Lissabon Städtetrip

Lissabon-Liebe: Heimatgefühle am Tejo

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Ein liebenswerter Ort. Jung und altmodisch zugleich. Turbulent und impulsiv. Und doch findet man zwischen all dem Trubel der Stadt, auch immer wieder Oasen der Ruhe. Ja, Lissabon hat mich bereits während meiner ersten Reise in den Bann gezogen.
Zum Abschluss unseres Azoren-Trips können Sandra und ich also gar nicht anders, als auf dem Rückweg von der Inselgruppe im Atlantik noch einen zweitägigen Zwischenstopp in der Hafenstadt am Tejo einzulegen.

Da stehe ich also wieder, vor dem Lissaboner Bahnhof Cais do Sodré an diesem wundervollen Spätsommertag mit einem Kribbeln in der Magengegend und bereit mich noch ein wenig mehr in diesen Ort zu verlieben.

Bevor Sandra und ich uns in die Straßen Lissabons stürzen, beziehen wir unsere phänomenale Airbnb-Wohnung im hippen Bairro Alto Viertel. Gastgeberin Marta empfängt uns herzlich und zeigt uns die geschmackvoll eingerichteten Zimmer. Sich hier wohlzufühlen könnte einfacher nicht sein. In der stylischen Küche werden wir wohl wenig Zeit verbringen. Wir wollen unsere Gaumen schließlich mit all den lissabonner Köstlichkeiten verwöhnen, anstatt selbst den Kochlöffel zu schwingen. Dafür kosten wir unsere sensationelle Dachterrasse mit Blick auf den Tejo voll und ganz aus.

Unser erster Stopp, nachdem wir uns endlich vor lauter Staunen von unserer Wohnung auf Zeit losgerissen haben, ist der nahe gelegene Time Out Market. Ein Tipp von Marta. Die große Markthalle ist eine Begegnugsstätte und ein Eldorado für internationale Spezialitäten. Viele der Besucher sitzen mit ihren Tellern an den großen Tafeln in der Mitte der Halle. Bei dem großartigen Wetter nehmen Sandra und ich unsere Snacks mit nach draußen und suchen uns ein Platz am Fluss.
Den restlichen Tag schlendern wir gemütlich durch die Altstadt und genießen den einmaligen Flair Lissabons. Fasziniert bestaune ich die bunten Azulejos, die kunstvollen Keramikfliesen an den Häuserfassaden und wir kommen auch gleich an der ersten für Lissabon so typischen Straßenbahn vorbei.

Den Abend lassen wir auf unserer genialen Dachterrasse bei einem Glas Rotwein ausklingen. Noch eine ganze Weile sitzen wir da oben über den Dächern Lissabons in der milden Nacht und blicken hinaus zum Horizont. Dorthin, wo der Tejo sich in den Atlantik ergießt.

Am nächsten Tag lassen wir uns wieder durch die Stadt treiben. Ich bin ja ein großer Fan von Städten, die man am besten zu Fuß erkundet. Heute führt unser Weg uns nach Alfama. Alfama ist das älteste Stadtviertel Lissabons und erstreckt sich von der Mündung des Tejo bis hinauf zum Castelo de São Jorge. Von dem schweren Erdbeben von Lissabon im Jahr 1755 wurde Alfama größtenteils verschont. In den verwinkelten Gassen des einstigen Rotlichtviertels findet man heute zahlreiche kleine Cafés und Bars.

An unserem letzten Abend in Lissabon wollen wir hinauf zum Miradouro São Pedro de Alcântara, um uns den Sonnenuntergang anzuschauen. Wie im vergangenen Jahr möchten wir bei live Fado dabei zusehen, wie sich der Himmel über Lissabon in die kitschigsten Pastelltöne färbt. Doch eine Baustelle machte uns einen Strich durch die Rechnung. Also gehen wir die Straße weiter bergauf, lassen uns in der Sonne bei Pão à Mesa nieder und ordern Erdbeer-Mojitos.
“Soll ich von euch beiden zusammen ein Foto machen?” klingt plötzlich eine freundliche Stimme, zwei Tische weiter, zu uns hinüber, als ich Sandra im Abendlicht fotografiere.
Und so lernen wir Laura und Konstantin aus Stuttgart kennen und unterhalten uns bei einem zweiten Cocktail, über den freien Tisch zwischen uns hinweg, über Reisen und das Leben im Allgemeinen. Das Paar ist gerade mit ihrem VW Bus unterwegs und erzählt von Camping Plätzen mit Badekappenpflicht im Pool und wie sie vor ein paar Tagen mit ihrem Grill einen Kuchen gebacken haben.

Auf die Cocktails folgt ein gemeinsames Abendessen und als unsere leeren Dessertteller vor uns stehen, wollen wir den Abend noch nicht allzu schnell enden lassen. Schon Wochen vor unserer Portugal-Reise war für Sandra und mich klar, dass wir während unserer Zeit in Lissabon unbedingt noch einen Abstecher ins Pensão Amor machen würden. In dem wohl coolsten Club Lissabons, in dem die Cocktails nach Exhibitionisten namens Carmen benannt sind, schwingen auch heute noch ein paar der Vibes des früheren Bordells. An die Tanzfläche mit der kleinen Bühne grenzt eine Bibliothek mit bis unter die Decke mit Büchern gefüllten Regalen. Hinter einem weiteren Raum, in dem eine Wahrsagerin ihre Dienste anbietet, befindet sich ein kleiner Laden, in dem man Reizwäsche und Sex-Spielzeug kaufen kann.
Klar, dass es nach unseren Erzählungen vom Pensão Amor keine schwere Aufgabe war, Laura und Konstantin noch auf einen Drink in der Bar zu überzeugen. Bei  “Carmens” und Bier stoßen wir auf das Leben an – und auf die nächste Reise nach Lissabon. Die hoffentlich nicht zu lange auf sich warten lässt.

Tipps für deinen Lissabon-Trip:

Lecker frühstücken lässt es sich im Fábrica. Cappuccino, frisch gepresster Orangensaft, Croissants mit extra viel Schocki. Kann nicht jeder Morgen so beginnen? Aber auch für die Pause am Mittag bietet das Café  in der Rua das Portas de Santo Antão feine Sachen, wie gegrillte Sandwiches.

Ein Besuch in der LX Factory ist sogar etwas für kühlere Regentage. Auf dem Gelände einer ehemaligen Textilfabrik ist ein angesagter Kulturkomplex entstanden. Mit einer Mischung aus Shops, Kunst und köstlichem Essen für den kleineren und den größeren Appetit, ist hier für jeden etwas dabei. Mir hat es insbesondere die Buchhandlung Le Devagar, mit ihrer im wahrsten Sinne des Wortes, fantastischen Dekoration und der außergewöhnlichen Auswahl an Büchern angetan.

Die vielleicht besten Pastéis de Nata genießt man in  der Manteigaria União. Die Manufaktur in Bairro Alto hat sich auf die kleinen Blätterteigteilchen spezialisiert. Auch die Einheimischen stehen hier gerne mal Schlange. Einziges Manko: Nach dem ersten Pastéis de Nata folgt meist mindestens ein zweites.

 

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* Die Nacht in der traumhaft schönen Dachgeschosswohnung wurde uns kostenlos zur Verfügung gestellt. Die geschilderten Erlebnisse und Erfahrungen bleiben davon unberührt. Vielen Dank an Marta für den wundervollen Aufenthalt!

Advent Gewinnspiel

Adventsgewinnspiel: Cause sharing is caring

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Was ist noch schöner als selbst Geschenke zu bekommen? Richtig, lieben Menschen eine Freude zu bereiten. Also ist es gar nicht mal so uneigennützig, dass ich euch dieses Weihnachten mit drei tollen Gewinnen beschenken möchte.

Um an der Verlosung teilzunehmen, abonniert meinen Blog via E-Mail und hinterlasst einen Kommentar unter diesem Beitrag. Das Gewinnspiel endet am 24. Dezember um 23:59 Uhr.

Viel Glück und macht euch eine wundervolle Adventszeit, ihr Lieben!

1. Preis
Ein Gutschein für zwei Personen für zwei Übernachtungen im Doppelzimmer inkl. Frühstück in einem der tollen MEININGER Hotels. Ich kann, zum Beispiel, das Hotel „Downtown Franz“ in Wien sehr empfehlen.  Der Gutschein ist 1 Jahr gültig (auf Anfrage und Verfügbarkeit) und nur direkt über das MEININGER Service Center per Telefon oder E-Mail buchbar.

Meininger Hotel Downtown Franz in Wien

2. Preis
Ein Fernweh-Wandkalender mit 12 verschiedenen Fotos aus der ganzen Welt, von Deutschland bis Panama. Die Motive wurden mit viel Liebe zum Detail von mir entdeckt und fotografiert. Die Kalender (DINA A 3 Format) wurden ökologisch umweltbewusst gedruckt, auf hochwertigem 250g/m2 aus 100% Recyclingmaterial.

3. Preis
Der Island on tour Reiseführer von Polyglott-Verlag hilft bei der individuellen Planung und bringt euch zu den schönsten Reisezielen in dem faszinierenden Land. Die zauberhafte Metropole Reykjavik, Islands Westen mit Gletschern, Lavafeldern und Wasserfällen, die Fjorde mit kleinen Fischerorten oder den mächtigen Vulkan Vatnajökill im Süden des Landes – der Islandführer gibt einen Überblick über die einzelnen Regionen und stellt die schönsten Touren vor.

Island Reiseführer Polyglott

Teilnahmebedingungen

Teilnehmen könnt ihr, wenn ihr aus Deutschland und über 18 Jahre alt seid. Die Gewinner werden ausgelost und im Anschluss per Mail kontaktiert (dazu gebt bitte eure Mailadresse im vorgesehenen Fenster an). Die Gewinne können nicht in bar ausgezahlt werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

*Vielen Dank an MEININGER und an den Polyglott Verlag, die mir die Gewinne zur Verfügung gestellt haben.

São Miguel: Die Insel der Zufriedenen – Teil 2

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Die weiße Kerze ist fast nieder gebrannt und flackert mit letzter Kraft im Dunklen des Gewölbekellers. Im Brotkorb liegt eine unangetastete Scheibe Baguette. Eine kleine, traurige Pfütze Rotwein steht in dem geschwungenen Glas. In sanften Tönen erklingt eine Gitarre. Eine Fado-Sängerin stimmt ein Lied an, voller Schwermut und Verletzlichkeit in ihrer Stimme. Sie singt von einer Zigeunerin, die davon lief, um ihren eigenen Weg zu gehen. In der Melancholie der Melodie schwingt gleichzeitig etwas Tröstendes mit.

Es ist Sandras und mein achter Abend während unserer Azoren Reise. Wir verbringen ihn in dem Restaurant Casa do Bacalhau in Ponta Delgada, wo es neben Kabeljau am Wochenende Fado Live-Musik gibt. Dieses einmalige Event gönnen wir uns nach einem Wandertag um den Lagoa Verde. Der “grüne See” befindet sich im Westen der Insel und ist, neben dem Lagoa Azul, einer der Teilseen des Lagoa das Sete Cidades.
Gleich beim Start unserer Wandertour trafen wir auf Petra, Moni und Guido, samt den beiden Hunden Lui und Knut und schlossen uns dem Gespann aus Deutschland an. Petra ist mittlerweile auf die Azoren ausgewandert und führt ein Bed & Breakfast. Auf den Hund kam sie, als Knut eines Morgens vor ihrer Terrassentür saß. Alles deutete darauf hin, dass er ausgesetzt wurde und so nahm Petra ihn bei sich auf.
Welpe Lui ist aus einer Rettungsstation auf São Miguel und wird sein neues zu Hause bald bei Petras Sohn in Deutschland finden. Die Station, die sich Hunden in Not verschrieben hat, wurde von einer Deutschen ins Leben gerufen, die ebenfalls auf der Azoreninsel lebt. “Wenn man sich Rettungsstationen im Ausland anschaut, sind es oft deutsche Frauen, die sie eröffnet haben”, erzählte Petra amüsiert. Als ich höre, dass noch ein Welpe aus Luis Wurf darauf wartet vermittelt zu werden, gerate ich ernsthaft in Versuchung und überlege, ob und wie mein Leben als Reisebloggerin mit Hund funktionieren könnte.
Während der Wanderung stärkten wir uns im erst kürzlich eröffneten Teehaus O Poejo. Auf der großen Terrasse saßen wir eine Weile bei grünem Tee, der sogar auf São Miguel angebaut wird, und leckeren Apfelrosen.

Man mag kaum glauben, was sich hinter der großen blauen Tür verbirgt, wenn man es nicht mit eigenen Augen gesehen hat. Ein langer Fußweg führt uns mitten durch eine Bananenplantage zu einem Cottage der Casa Vitoriana – und das mitten im Zentrum Ponta Delgadas.
Ein erster Laut der Entzückung meinerseits ertönt, als ich die ersten zwei Katzen auf einer Bank im Innenhof liegen sehe. Auf dem Weg, vorbei an den Beeten, treffen wir auf Katze Nummer 3 und 4. Neben der Fußmatte unserer Unterkunft sitzt Nummer 5. Das kleine Katzenparadies genügt schon, um mich an diesem Ort wohl zu fühlen, die liebevolle Einrichtung des Cottages setzt noch ein i-Tüpfelchen oben drauf.

Am nächsten Morgen treffen wir auf unsere Gastgeberin Maria. Eine richtige Powerfrau. Neben der Casa Vitoriana leitet sie in der gleichen Straße ein Hostel. Zudem plant sie für Anfang nächsten Jahres ein Café zu eröffnen.

Am Nachmittag schlendern wir durch Ponta Delgada, kaufen Souvenirs in unserem Lieblingscafé Louvre Michaelense. Am Hafen von Ponta Delgada legen wir in einer Bar eine Pause ein und genießen unser azoreanisches Lieblingsgetränk Kima, Maracujalimonade die hier auf der Insel produziert wird. Neben Maracujas wachsen auf São Miguel übrigens auch die einzigen Ananas Europas.

Im Hafen ist heute ein riesiges Kreuzfahrtschiff eingelaufen. Die vielen Decks übereinander müssen hunderte Kabinen beherbergen. Die Masse an Menschen wirkt wie eine Invasion hier auf die kleine Insel im Atlantik.
Erst neulich habe ich gelesen, wie viel Klimasünde tatsächlich hinter einem Urlaub mit dem Kreuzfahrtschiff steckt und, dass, ökonomisch betrachtet, nicht die bereisten Länder, in denen die Schiffe anlegen, die Profiteure sind, sondern lediglich die Veranstalter und die Werften. Selbst das Essen für das Buffet an Bord wird meist aus Deutschland in die jeweilige Urlaubsregion geflogen.

Wenn es heiße Quellen wie die Caldeira Velha in Deutschland gäbe, ich würde wohl, besonders in der kalten Jahreszeit, so gut wie jeden Abend darin sitzen. Das Naturschwimmbecken im Dschungel hat seine warme Temperatur durch einen Wasserfall am nördlichen Abhang des Vulkans Vulcão do Fogo.
Sandra und ich konnten uns während unsere Reise auf São Miguel nichts angenehmeres vorstellen, als nach den Wanderungen in die Badeoasen auf der Insel zu hüpfen. Fast zwei Stunden saßen wir in dem eisenhaltigen Wasser, genossen die wohltuende Wärme und sahen zu, wie unsere Finger immer schrumpeliger wurden.

Zum Abschied unserer Zeit auf São Miguel, fahren Sandra und ich noch einmal an den Lagoa do Fogo. Bereits beim ersten Besuch des Kratersees, hatte er uns verzaubert, obwohl wir durch die tiefen Wolken den See nur erahnen konnten.
Beim zweiten Mal haben wir mehr Glück und obwohl sich der Tag dem Ende hin neigt, scheint die Abendsonne noch vom Himmel und taucht die Landschaft in ihr warmes Licht. Diesmal wagen wir den Abstieg bis hinunter an den See. Hier lassen wir uns eine Weile am Wasser nieder, essen Kekse und genießen die Ruhe, bis alle Wanderer bereits wieder den Weg aufgestiegen sind. Nun sind wir die letzten, die sich an der Natur für diesen Tag erfreuen.
Wir blicken nochmal zurück auf unsere Zeit auf den Azoren, denken an die vielen Begegnungen mit wunderbaren Menschen und die Gastfreundschaft, die wir hier erfahren haben, an die bezaubernden Unterkünfte, die wir bewohnen durften, an den spektakulären Sonnenuntergang als wir in der Tuká Tulá Bar in Ribeira Grande zu Abend aßen, an die Begegnung mit einem Wal vor der Küste und natürlich an die unvergleichliche Schönheit der Natur.
Ja, São Miguel bietet viele Gründe zu kommen – und nur wenige zu gehen.

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Die Nächte im Cottage der Casa Vitoriana wurden uns kostenlos zur Verfügung gestellt. Die geschilderten Erlebnisse und Erfahrungen bleiben davon unberührt. Vielen Dank an Maria für den wundervollen Aufenthalt!