Elsass, Essen, findings, Frankreich, Straßburg, travel
Kommentare 11

Ein Tag in Straßburg

Ein Kanal in Straßburg.

Manchmal kommt es gar nicht darauf an, möglichst weit und lange weg zu fahren. Meist reicht es schon, mal kurz den Alltag hinter sich zu lassen, um die Sinne mit etwas Neuem zu verwöhnen. Was könnte sich dafür idealer eignen, als das gerade mal 2 Autostunden von Mainz entfernte Straßburg? Unfassbar günstig parken, kann man übrigens im Parkhaus Petite France Sainte Marguerite am Museum für moderne und zeitgenössische Kunst. Wir bezahlten für gute 8 Stunden Parken gerade mal 4,00€.

Obwohl mich an dem Tag eine heftige Erkältung plagte, konnte ich dennoch, auch dank des sagenhaften Wetters, die Zeit in Frankreich mit meinen lieben Eltern, genießen. Wir spazierten durch das malerische Stadtviertel La petite France, vorbei am eindrucksvollen Straßburger Münster und ließen uns, für einen Kaffee, auf meinem Lieblingsplatz in Straßburg, dem Place du Marché Gayot, in der Sonne nieder.

02 03 04.ORF 05.ORF

Mein Highlight des Tages war das Café Pur, in dem wir uns ein leckeres Frühstück genehmigten (vielen Dank für den super Tipp, Angela!). Besonders angetan war ich von dem Konzept, dass nur Lebensmittel verwendet werden, deren Erzeuger sich im direkten Umfeld des Cafés befinden. Nach Kuchen und heißer Schokolade, gönnte ich mir und meinem krankheitsgeschundenen Körper noch einen wunderbaren Karotte-Apfel-Smoothie, der mich gleich ein wenig aufpäppelte.

PUR
122 Grand Rue
67000 Strasbourg
Frankreich

www.pur-etc.fr/strasbourg/

06.ORF 07.ORF 10.ORF

Bevor wir unseren Tag im Elsass mit Flammkuchen und Quiche abschlossen, machten wir eine Bootsfahrt um den Stadtkern. Während meine Eltern sich in die nahezu endlose Schlange stellten, um Tickets zu kaufen, ließ ich mich mit einer Ladung Taschentücher und Hustenbonbons auf einer Parkbank nieder.

Nach kurzer Zeit setzte sich eine feine, alte Französin neben mich (Ich scheine eine gewisse Anziehungskraft auf ältere Damen auszuüben. In Rom passierte mir eine ähnliche Geschichte).

Wie gerne hätte ich ein Foto von ihr gemacht. Sie sah einfach zu entzückend aus, in ihrem auberginefarbenen Kostüm mit passendem Hut. Sie fing, zu meinem Schrecken (mein Schulfranzösisch ist leider dermaßen eingerostet, viel mehr als baguette und fromage befindet sich nicht mehr in meinem Vokabular), gleich ein Gespräch mit mir an und meine Versuche ihr begreiflich zu machen, dass ich kein französisch verstehe, geschweige denn sprechen kann, gingen unter. Keine Chance. Die Dame ließ nicht locker und so „unterhielten“ wir uns gute 20 Minuten. Mit vielen „oui, oui’s“, eifrigem Nicken und dem Wiederholen von Wörtern, die sie gerade gesagt hatte, täuschte ich ein bisschen Small-Talk vor. jedoch ohne jegliche Verständigungsprobleme kicherten wir gemeinsam über den Mann mit Hut, der auf der Nachbarbank eingenickt war und friedlich vor sich hin schnarchte.

Im Dezember plane ich noch einen Ausflug ins schöne Straßburg. Ich freue mich schon jetzt auf dieses Gefühl, das, sobald man die deutsch-französische Grenze passiert, eintritt und ein wenig an einen Besuch in der Provence erinnert.

11.ORF 12.ORF 13.ORF 14.ORF 15.ORF

11 Kommentare

  1. Hi, Sarah,
    ein toller Artikel und die Bilder von Straßburg sind wirklich schön. Ich persönlich finde es auch wichtig, einfach mal den Alltag hinter sich zu lassen und mal für 1-2 Tage zu verreisen. Straßburg ist von mir mit dem Auto etwas zu weit entfernt. Ich fahre dafür spontan mal in den Harz oder an die Nordsee.

    • Sarah

      Hi Oliver,

      danke für deine lieben Worte! Harz und Nordsee klingen auch richtig toll!
      Eine gesunde Balance zwischen Alltag und Vergnügen ist schon wichtig. Nach einer (kurzen) Reise kann man dann wieder mit vollem Elan an die Arbeit. 🙂

      Lieben Gruß,
      Sarah

  2. Liebe Sarah,
    deine Fotos passen grandios zur Überschrift.
    Und du hast ja so recht man sollte sich die Zeit nehmen und sich in seiner Umgebung umschauen, es müssen nicht immer 10h Flüge sein um etwas neues schönes zusehen!

    Liebe Grüße Jenni
    http://www.surfdaplanet.de

  3. Hach, ich liebe die sanfte Herbstsonne! In der goldenen Jahreszeit sieht doch alles um einige Nuancen weicher und schöner aus! Und Deinen Fotos nach zu urteilen scheint Straßburg einen Besuch mehr als wert zu sein! Schreib ich mir auf die Liste (wer kann schon nein zu Flammkuchen sagen?!)
    Liebe Grüße,
    Kerstin

    • Sarah

      Hi Kerstin,

      ja Herbstsonne und Flammkuchen ist schon ne tolle Kombination! Würde mich freuen bald eine Straßburg Geschichte auf „Paradise found“ zu lesen. 🙂

      Lieben Gruß,
      Sarah

  4. tolle Bilder, da kommt gleich nostalgische Stimmung auf
    nach Frankreich könnte ich sowieso immer wieder fahren
    lg

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.