Autor: Sarah

Eisdiele in Rom

So many Places, so little Time

The Trouble is, you think you have Time. Buddah   Es mag der Frühling sein, der meine, monatelang in Winterstiefel und Wollsocken eingepackten, Füße mal wieder zum kribbeln bringt. Umso besser, dass gleich zwei Reisen zum Greifen nahe sind. Und trotzdem, weiß ich heute schon, dass das Reisefieber nicht lange auf sich warten lassen wird, wenn ich im Mai wieder zurück sein werde. So viele Orte warten noch darauf entdeckt zu werden, so viele Dinge die ich dort erleben möchte. In der letzten Zeit habe ich das Gefühl, dass beinahe täglich ein neuer weißer Fleck auf meiner unbereisten Weltkarte hinzu kommt und neue Ideen entstehen, wie ich den kommenden Sommer, Herbst, Winter und Frühling verbringen könnte. Ich bin gespannt welche dieser kleineren und größeren Träume, sich in den nächsten Jahren realisieren lassen. Meinen Geburtstag in Rom verbringen. Ganz viel Eis in der Gelateria del Teatro, vertilgen und den Abend mit Pasta Cacio e Pepe bei Ivo in Trastevere ausklingen lassen. Mit einem Hausboot durch Irland fahren. In einem Baumhaus übernachten. Nach New York reisen, am …

Schottland

The Dark Day

Eigentlich hätten uns die tief hängenden Wolken eine Warnung sein müssen. Vielleicht lag es an unserer wenig ausgeprägten Erfahrung als Wanderer. Vielleicht lockte uns der Gedanke nach vier Tagen endlich wieder warm zu duschen und in einem richtigen Bett zu schlafen. Frithjof und ich jedenfalls, ignorierten die düstere Wolkendecke und marschierten weiter Richtung Inchnadamph, wo das erste Hostel während unseres Wild Camping Trips in den schottischen Highlands auf uns warteten sollte. Die ersten Kilometer kamen wir ausgesprochen zügig voran. Schon am Vormittag hatten wir Loch Ailsh erreicht – hier wollten wir notfalls nochmal das Zelt aufschlagen, falls sich die ersten Kilometer als zu schwierig gestalten sollten. Doch wir lagen super in der Zeit – gegen Nachmittag wären wir sicher im Hostel. Wir liefen weiter entlang des Flusses. Sobald wir die Höhenmeter zwischen den Bergen Conival und Ben Mor bewältigt hätten, wären wir schon so gut wie am Ziel, unserer Tagesetappe. Etwa zwei Kilometer hinter Loch Ailsh endete der markierte Pfad. Der Wind blies immer kräftiger. Nieselregen setzte ein. Das erste Mal kam ich an meine …

Schottland

Into the wild

Noch in Deutschland waren Frithjof und ich uns ziemlich schnell einig, dass wir nicht den populärsten Wanderweg, den “West Highland Way” bestreiten wollten. Nein, es sollte noch ein wenig wilder und einsamer sein. Der “Cape Wrath Trail” schien geradezu perfekt. Mit seinen insgesamt 378 Kilometern war dieser Steig mit einigen Flussüberquerungen und unmarkierten Pfaden für die 14 Tage, die wir uns Zeit nehmen wollten, unmöglich zu schaffen. Also beschlossen wir, die ersten zwei Drittel des Trails auszulassen und erst in dem kleinen Küstenort Ullapool zu starten. Immerhin knapp 150 Kilometer müssten wir in der Zeit zurücklegen – inklusive strapaziöser Höhenmeter. Das Ende unseres Abenteuers und die ultimative Belohnung sollten zwei entspannte Tage im malerischen Sandwood Bay sein. Uns so machten wir uns, nach einem aufwärmenden Tee und einem letzten Toilettengang mit Kloschüssel, samt Wanderstöcken, Kameraequipment und gut 11 Kilogramm Lebensmitteln in den Rucksäcken, bei strahlendem Sonnenschein, auf den Weg Richtung Norden. Nach nur wenigen hundert Metern begegneten uns die ersten Schafe – und zu meiner Freude grasten auf den Weiden, neben den meist wütend blökenden …

Schottland

And so the Adventure begins

Auf den Tag genau sieben Monate ist es nun her, als wir mit Sack und Pack aufbrachen, um das ultimative Abenteuer zu wagen. Wild campen in Schottland. Lange davon geträumt, genauestens geplant, ein paar Probeläufe hinter uns, ging es dann los. Mit 18 kg auf meinem und 24 kg auf Frithjofs Buckel, startete unsere Reise am Frankfurter Flughafen und brachte uns mit einem kurzen Zwischenstopp über London mitten hinein, in das vom Frühling verwöhnte Edinburgh. Weil uns der Gedanke des Teilens und des kulturellen Austauschs so gut gefällt und natürlich, um etwas Geld zu sparen, wollten wir während unserer Aufenthalte in schottischen Städten bei möglichst vielen Couchsurfern unter kommen. Sebastién, bei dem wir zwei Nächte Unterschlupf fanden war Numero Uno – und ein wahrer Volltreffer. Ein super unkomplizierter Zeitgenosse, der uns selbst gemachte Quiche auftischte und uns zu einer kleinen Whiskyverkostung aus seiner Hausbar einlud. Außerdem hatte er als Local natürlich einige heiße Tipps für uns parat. Am nächsten Tag, nochmal gemütlich auf einer dicken Federkernmatratze und in einem beheizten Raum (trotz Frühling kratzten die …

Itchy Feet Blog

3, 2, 1 – Go!

Tadaaa – mein neuer Blog ist online! Nach fast vier Jahren itchy-feet-blog.blogspot.de war es mal wieder Zeit für etwas Neues. Manchmal braucht es einfach eine kleine Veränderung, um wieder mit vollem Elan ans Werk zu gehen. Und nun ist er da, der neue Blog! Mit einem cleaneren, übersichtlicheren Design, frischen Inhalten und Themen. Richtig gut gefällt mir vor allem, dass man sich nun unter “travel” durch verschiedene Destinationen hangeln kann. Unter “findings” (Fundstücke) findet ihr in Zukunft Rezensionen über allerlei, was das Reisen einfacher macht. Wissenswertes über Reiseführer, Blog-Empfehlungen, aber auch Tipps für Unterkünfte, außergewöhnliche Cafés und Restaurants. Außerdem habe ich mir vorgenommen, mich vermehrt mit nachhaltigem Reisen (“green”) zu beschäftigen. Aber lasst euch einfach überraschen. Puhh, es hat mich ordentlich an Zeit gekostet, alle 72 alten Beiträge (inkl. Fotos) auf meine neue Webseite umzuziehen. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle nochmal an René, Paul und Frithjof für die tatkräftige Unterstützung, vom Einstieg bis zum letzten Schliff. Heute ist es tatsächlich geschafft – und es warten noch einige Berichte über Schottland und Paris darauf in …

Ein Kanal in Straßburg.

Ein Tag in Straßburg

Manchmal kommt es gar nicht darauf an, möglichst weit und lange weg zu fahren. Meist reicht es schon, mal kurz den Alltag hinter sich zu lassen, um die Sinne mit etwas Neuem zu verwöhnen. Was könnte sich dafür idealer eignen, als das gerade mal 2 Autostunden von Mainz entfernte Straßburg? Unfassbar günstig parken, kann man übrigens im Parkhaus Petite France Sainte Marguerite am Museum für moderne und zeitgenössische Kunst. Wir bezahlten für gute 8 Stunden Parken gerade mal 4,00€. Obwohl mich an dem Tag eine heftige Erkältung plagte, konnte ich dennoch, auch dank des sagenhaften Wetters, die Zeit in Frankreich mit meinen lieben Eltern, genießen. Wir spazierten durch das malerische Stadtviertel La petite France, vorbei am eindrucksvollen Straßburger Münster und ließen uns, für einen Kaffee, auf meinem Lieblingsplatz in Straßburg, dem Place du Marché Gayot, in der Sonne nieder. Mein Highlight des Tages war das Café Pur, in dem wir uns ein leckeres Frühstück genehmigten (vielen Dank für den super Tipp, Angela!). Besonders angetan war ich von dem Konzept, dass nur Lebensmittel verwendet werden, deren …

Postkarten in Amsterdam.

I know Places we can go

Nach sechs entspannten Tagen in Amsterdam, stiegen Frithjof und ich montags wieder in den Zug und fuhren Richtung Heimat. Dabei wurden unsere Nerven nochmal gewaltig strapaziert. Kurz vor der deutschen Grenze wollten wir in Venlo in einen Zug nach Düsseldorf umsteigen und da wir noch gute 20 Minuten Zeit hatten, gingen wir nochmal nach draußen, um frische Luft zu schnappen. Zurück am Gleis stand schon ein Zug bereit und wies ihn laut Anzeige als den unseren aus. Also hüpften wir hinein und sicherten uns die erstbesten Sitzplätze. Doch als wir das Display im Zug sahen, schauten wir uns verdutzt an. Hier stand nicht etwa „Hagen Hauptbahnhof“, sondern „Den Haag“. Wir saßen im falschen Zug. Kaum wurde uns das klar, schloss der Zug auch schon seine Türen und fuhr los. Verdammt. In nur einer viertel Stunde fuhr unser Zug von Venlo. Zum Glück hielten wir gleich am nächsten Bahnhof und wir stiegen aus, um schnell ein Taxi in die andere Richtung zu nehmen. Doch es handelte sich um eine winzige Station mit lediglich zwei Bahnsteigen. Keine …

Fahrräder in Amsterdam.

The easy Way

Hier kommen die nächsten Eindrücke aus dem schönen Amsterdam. Überhaupt scheint in den Niederlanden einfach alles ganz besonders schön zu sein. Schöne Häuser, schöne Menschen, schöne Landschaft. Kaum hatten wir die deutsch-holländische Grenze passiert, begegneten uns Weizenfelder bis zum Horizont, friedlich grasende Schafherden und natürlich die für Holland so typischen Windmühlen. Und auch in Amsterdam selbst kommt der Sinn für Schönes der Niederländer an jeder Ecke zur Geltung. Kleine Cafés, mit viel Liebe zum Detail eingerichtet, historische Kneipen und die niedlichen Backsteinhäuser mit den unzähligen Blumentöpfen davor, ließen mich ein “Hach” und “Ohhh” nach dem anderen seufzen.

Fahrräder in Amsterdam.

Muted

Seit ein paar Tagen bin ich wieder zurück aus der Stadt der Fahrräder und… Katzen, wie ich feststellte. Zum ersten Mal war ich in einer Großstadt, in der ich, sogar in der Innenstadt, mehr Katzen als Hunden begegnete. Diese Leidenschaft für Stubentiger machte die Holländer auf Anhieb sympathisch für mich. Obendrein verliebte ich mich sofort in die krummen und schiefen Backsteinhäuser mit den großen Galeriefenstern. Obwohl Frithjof und ich nur sechs Tage unterwegs waren, hatten wir dennoch die Gelegenheit gleich drei Unterkunftsvarianten auszuprobieren. Die erste Nacht verbrachten wir in einer wunderschönen Altbauwohnung bei der lieben Sabrina in Arnhem. Am nächsten Tag fuhren wir von dort mit dem Zug nach Amsterdam und schliefen eine Nacht in einem kleinen, gemütlichen Hotel. Und die letzten vier Tage durften wir bei unserem Freund Paul auf einem grandiosen Hausboot wohnen. In Amsterdam liefen wir stundenlang an den Grachten entlang, tranken literweise Chocomel und spielten, von der Nachbarskatze beschmust, Schach. Abends spazierten wir durch den schönen Vondelpark und aßen Fritten. Außerdem kam in Holland zum ersten Mal meine neue Olympus Kamera …

Zentrum von Houston

Houston, we don’t have a problem at all!

Ein Vorteil, wenn der Freund ein genauso großer Reisenarr ist, wie man selbst, und quasi seine Leidenschaft zum Beruf gemacht hat, ist, dass man ihn dann und wann auch mal begleiten darf. Gemeinsam flogen wir für ein verlängertes Wochenende nach Houston. Zugegeben, Texas steht nicht besonders weit oben auf meiner Liste an Destinationen, die ich besichtigen möchte, was daran liegt, dass es mir oft schwer fällt Verständnis für den amerikanischen Lebensstil, mit seinem Hang zum Übermaß, seinem geringen Umweltbewusstsein und seiner oft oberflächlichen Freundlichkeit, entgegen zu bringen. Trotzdem hatten wir eine wunderbare Zeit. Wir trafen uns mit Alain, ihn hatte mein Freund Frithjof auf einer seiner Reisen kennengelernt, gingen zusammen mexikanisch essen, spielten Baseball in einem Batting Cage und planschten im Hotel-Pool. Angesichts der wenigen Tage, die wir in Houston verbracht haben, waren unsere Erlebnisse außergewöhnlich reich. Nach einem Gürteltier, lief uns am nächsten Tag sogar ein Kojote über den Weg und als Frithjof und ich uns am Abreisetag auf den Weg zum Gate machten, trafen wir zufällig unseren Freund Timmy, der mit der selben …