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5 Tipps gegen den Post-Travel Blues

Kaffeetrinken in Bornheim

Besonders nach meiner Reise in die Toskana spürte ich ihn wieder. Den Post-Travel Blues. Dieses ganz bestimmte Gefühl, eine Mischung aus Melancholie und Schwermut, das sich nach der Rückkehr allzu gerne einschleicht. Lag man vor wenigen Tagen oder gar Stunden noch am Meer oder streifte durch turbulente Städte, holt einen nun schon wieder der Alltag ein.
Mit diesen Tipps bleibt dir sogar zu Hause das Urlaubsgefühl erhalten.

1. Spiele Tourist in deiner eigenen Stadt oder Region

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Obwohl ich nur eine halbe Autofahrstunde von Frankfurt entfernt wohne, muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich erst in dieser Woche dem charmanten Stadtteil Bornheim einen Besuch abgestattet habe – und ich war ganz und gar hingerissen. Viel grün, ein nettes Café reiht sich an das Nächste und kleine Läden, denen wohl die Entscheidung schwer viel, auf was sie sich spezialisieren sollen, bieten eine Mischung aus Deko, Kleidung und was das Leben sonst noch so schöner macht.
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Mit Sicherheit hast auch du solch kleine, bisher unentdeckte Orte, gleich vor der Haustür. Schnapp‘ dir deine Kamera (mit der um den Hals kommt das Touri-Gefühl von ganz alleine) und los geht’s. Vielleicht entdeckst du ja auch ein paar schöne Postkarten aus deiner Heimat, die du Freunden mit ein paar lieben Grüßen schicken kannst.

2. Bringe mehr Exotik in dein Leben

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Probiere endlich mal das Gericht aus, das dich damals während der Thailand-Reise so verzaubert hat. Sicher gibt es bei dir in der Nähe einen Asia Markt oder, wenn dir die mediterrane Küche mehr zusagt, einen italienischen Supermarkt. Wenn du dann an der Käsetheke stehst und hörst die Verkäufer in ihrer Landessprache reden, ist es fast so als wärst du wieder in der Ferne.
Für die, die nicht so gerne den Kochlöffel schwingen, wie ich selbst zum Beispiel: Gönne dir doch mal wieder ein leckeres Essen bei deinem Lieblings-Afrikaner.

Auch in deinem zu Hause schadet ein wenig Exotik nicht. Anstatt die Souvenirs von der letzten Reise in die Erinnerungs-Kiste unter das Bett zu packen, machen sie sich gut in deinen vier Wänden. Das große Mandala-Tuch findet einen Platz über dem Bett, der Traumfänger macht sich gut am Badezimmerspiegel. Auch mit ein paar Sukkulenten, Kakten oder Zitronenbäumchen  kannst du dir eine Prise exotisches Flair in deine Bude holen.

3. Schwelge nochmal in Erinnerungen

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Gestalte ein Fotobuch oder lade deine Freunde ein und schaut euch gemeinsam Bilder und Videos von deiner Reise an. Das bringt dich zwar nicht zurück, aber den Urlaub ein kleines bisschen zu dir.

4. Leg‘ deinen Sommersoundtrack ein

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Tatsächlich verbinde ich mit jeder meiner Reisen einen ganz bestimmten Song, den ich in dieser Zeit bis zum Abwinken höre. In Galizien, vor sieben Jahren, habe ich zum Beispiel unfassbar oft Suavemente“ von Elvis Crespo. Während ich in Utrecht mal wieder Lynyrd Skynyrd ausgegraben habe.
Du kommst von einem Roadtrip zurück und willst eigentlich nur eins, dich sofort wieder ins Auto setzen und davon düsen? Der richtige Moment deinen Reisesoundtrack aufzulegen, deine Augen zu schließen und zu tanzen.

5. Plane oder buche die nächste Reise

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Natürlich gibt es kein einfacheres Mittel, den Post-Travel Blues zu überwinden, wenn man weiß, dass man schon in absehbarer Zeit erneut den Koffer packen und in den Flieger steigen kann.
Und wenn das Reisebudget momentan zu knapp ist, um sich gleich ins nächste Reiseabenteuer zu stürzen, kann man ja zumindest von der nächsten Reise träumen und mehr oder weniger konkrete Pläne schmieden. Auch das Schreiben einer Bucket List, also eine Aufzählung von Orten oder Dingen, die ihr unbedingt mal sehen und erleben möchtet, kann ein befriedendes Gefühl hervorrufen.
Schau doch mal wieder in deiner Lieblingsbuchhandlung in der Reiseführerabteilung vorbei. Oder hole dir Inspiration im Internet und stöbere auf Reiseblogs. Das nächste Abenteuer wird sicher nicht lange auf sich warten lassen. Versprochen!

2 Kommentare

  1. Liebe Sarah,
    ich bin durch Zufall auf deinen Blog gestoßen, Hut ab, wahnsinnig liebevoll und schön geschrieben, dazu mit wundervollen Bildern abgerundet! Respekt!

    Ich bin zwar nicht direkt von der letzten Reise zurückgekehrt, aber aufgrund vielerlei Umstände konnten wir diesen Sommer leider keinen Urlaub machen. Das sehnsüchtige Gefühl endlich wieder einen neuen Ort kennenzulernen, sich Punkte herauszusuchen die man unbeding besuchen möchte und die unendlich vielen Bilder, die darauf warten geschossen zu werden … haach es kann nicht mehr lange dauern 🙂

    Deine Ideen sich „die Zeit während des Post Travel-Blues zu vertreiben“ finde ich sehr kreativ und mich überkommt direkt das Bedürfnis mich meiner Stadt (ich lebe in Norddeutschland im wunderschönen Oldenburg) nochmal mit ganz neuen Augen zu widmen. Dazu höre ich aktuell meine Lieblingslieder vom letzten Sommerurlaub und bin dabei meine nächste Reise zu planen, in Reiseblogs (wie auch in Deinem ;)) zu stöbern und die Vorfreude stetig wachsen zu lassen!!

    Normalerweise würde ich keinen Kommentar da lassen, aber du hast mich auf irgendeiner Weise besonders angesprochen und so wollte ich einfach mal Danke sagen und ein Kompliment da lassen!
    Viele Grüße
    Kira

    • Sarah

      Liebe Kira,

      schön, dass du bei mir gelandet bist und vielen lieben Dank für deinen Kommentar!
      Deine Worte bedeuten mir viel! 🙂
      Ich wünsche dir ganz viel Freude bei der Urlaubsplanung und beim Neuentdecken deiner Stadt.
      (Ich habe Oldenburg gerade gegoogelt – wirklich wunderschön, da muss ich unbedingt auch mal hin.)

      Ganz lieben Gruß aus Mainz,
      Sarah

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